//ūü•á BERUFsunf√§higkeitsversicherung (BU) – RATGEBER 2018 & Tipps!
ūü•á BERUFsunf√§higkeitsversicherung (BU) – RATGEBER 2018 & Tipps! 2018-06-22T14:17:25+00:00

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) РRatgeber 2018!

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als wichtigste Versicherung im Bereich der Vorsorge. Warum aber ist die BU so unverzichtbar? Jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland muss seinen Beruf vor Erreichen des Rentenalters aufgeben. Über zehn Prozent trifft es vor dem 40. Lebensjahr.

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Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine BU ist eine Versicherung, die im Ernstfall die L√ľcke im Lebensunterhalt sichert, die durch den Wegfall der Arbeitskraft entsteht. Ob die Arbeitsunf√§higkeit durch Krankheit oder einen Unfall ausgel√∂st wird, ist nicht entscheidend. Die Berufsunf√§higkeitsversicherung leistet bei einer Arbeitsunf√§higkeit von mindestens 50 Prozent.

Bei einer¬†privaten Berufs¬≠unf√§hig¬≠keits¬≠versicherung¬†wird eine Berufsunf√§higkeit dann angenommen, wenn der Versicherte voraussichtlich f√ľr 6 Monate krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszu√ľben. Alternativ wird Berufs¬≠unf√§higkeit auch dann angenommen, wenn jemand bereits seit mehr als 6 Monaten nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann.

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Infografik Berufsunfähigkeitsversicherung

Risiko einer Berufsunfähigkeit

Wahrscheinlichkeit, in einem bestimmten Alter vor dem 65. Lebensjahr berufsunfähig zu werden:

AlterFrauenMänner
20 Jahre43 %38 %
30 Jahre41 %37 %
40 Jahre39 %35 %
50 Jahre34 %29 %

Quelle: Statista

H√§ufigste Gr√ľnde f√ľr eine Berufsunf√§higkeit:

  • 31,5 %¬† Nervenkrankheiten
  • 21,0 %¬† Skelett- & Bewegungsapparat
  • 15,6 %¬† Sonstige Erkrankungen
  • 15,5 %¬† Krebs und anderen b√∂sartige Geschw√ľlste
  • 8,9 %¬† Unf√§lle
  • 7,3 %¬† Herz- & Gef√§√üerkrankungen

Quelle: MORGEN & MORGEN 05/2018

Wie sinnvoll ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Der Abschluss einer BU bietet Schutz f√ľr jeden, der sein Lebensunterhalt durch eine Arbeitsunf√§higkeit nicht mehr sichern kann. Das¬†Hauptziel einer Berufsunf√§higkeitsversicherung ist also der Ausgleich von Einkommensausf√§llen. Da die gesetzlichen und betrieblichen Leistungen meist unzureichend sind, wird der private Schutz durch eine BU immer wichtiger. Er besteht auch dann weiter, wenn der Arbeitsplatz verloren geht oder sich der Beruf des Versicherten √§ndert.

Jeder 4. wird in seinem Leben mindestens einmal berufsunfähig!

Die Frage nach dem Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung stellt sich also nicht wirklich, wenn man einen Blick auf die Fakten wirft:

  • Kein staatlicher Schutz: Bei Berufsunf√§higkeit zahlt der Staat nur noch dann eine Rente, wenn Sie vor 1961 geboren sind.
  • Geringe Leistungen: Bei einer Erwerbsminderung bekommen Sie maximal 29 Prozent des letzten Bruttoeinkommens aus der Deutschen Rentenversicherung ‚Äď und darauf werden Steuern und Krankenkassenbeitr√§ge f√§llig.
  • Hohes Risiko: Jeder Vierte in Deutschland wird in seinem Leben berufsunf√§hig ‚Äď nur rund 20 Prozent haben aber eine private Absicherung. Ist das nicht der Fall, droht der soziale Abstieg, wenn das Einkommen wegbricht.
Kosten und Laufzeit im Verhältnis

F√ľr Beamte: Die Absicherung der Dienstunf√§higkeit

Anders als Angestellte k√∂nnen Beamte aus gesundheitlichen Gr√ľnden ‚Äědienstunf√§hig‚Äú werden. Da die Tatbest√§nde hier von der BU abweichen k√∂nnen, ben√∂tigen Beamte besondere, auf ihre Bedarfe zugeschnittene Tarife.

Diensunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Berufsunf√§higkeitszusatzversicherung: Hier finden Sie Hinweise, f√ľr wen eine Zusatzversicherung sinnvoll ist und f√ľr wen nicht und wie Sie anhand einiger ausgew√§hlter Verbrauchertests den richtigen Zusatztarif f√ľr sich finden.

BU Zusatzversicherung

Beruf: Einfluss auf den Beitrag

Der Beruf eines Antragstellers ist neben Alter und gesundheitlicher Verfassung ein wichtiges Kriterium bei der Pr√§mienkalkulation. Wie die Versicherer die Berufe ihrer Kunden behandeln, Tipps und Hintergr√ľnde f√ľr Versicherte.

Berufsunfähigkeitsversicherung Berufe

BU-Versicherung: Steuerliche Absetzbarkeit & Rente

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung muss sowohl bei den monatlichen Beiträgen als auch bei der BU-Rente in Steuerfragen einiges beachtet werden. Je nach Art des Versicherungsvertrages sind die Regelungen unterschiedlich.

Berufsunfähigkeitsversicherung Steuer

Checklisten zum Download

Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel

BU richtig wechseln
Was vor dem Wechsel zu bedenken ist
PDF herunterladen

Checkliste Berufsunfähigkeitsversicherung Vertrag

Besten BU Tarif finden
Kriterien f√ľr einen guten Vertrag
PDF herunterladen

ARD-Mittagsmagazin: BU-Video

Berufsunfähigkeitsgesetz

Geregelt werden Arbeitsunf√§lle unter ¬ß 8 Abs. 1SGB VII. Nach der gesetzlichen Regelung z√§hlen zu einem Arbeitsunfall alle Unf√§lle, die direkt mit dem Aus√ľben des Berufs im Zusammenhang stehen. Auch Unf√§lle bei Betriebsveranstaltungen sind versichert.

Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel
Berufsunf√§higkeitsversicherung K√ľndigung

Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Zu teuer ist das neue iPhone auch ‚Äď trotzdem wurde es millionenfach verkauft. Zu hohe Kosten sind also relativ, aber im Gegensatz zu einem iPhone sichert eine Berufsunf√§higkeitsversicherung Ihre Arbeitskraft. Und deren Wert ist immens: Wenn Sie heute mit 25 Jahren 2.000 Euro netto verdienen und Ihr Gehalt j√§hrlich nur um 1 Prozent steigt, haben Sie bis zum 65. Geburtstag rund 1,2 Millionen Euro verdient! Werden Sie morgen berufsunf√§hig und bleiben es ein Leben lang, m√ľssen Sie diese 1,2 Millionen Euro aus anderer Quelle bekommen. Eine Quelle, die es nicht gibt.

Als B√ľrokaufmann kostet sie die Absicherung dieser 2.000 Euro gerade einmal 720 Euro im Jahr ‚Äď das sind nicht einmal 30.000 Euro √ľber 40 Jahre! Daf√ľr erhalten Sie im ‚Äěschlimmsten‚Äú Fall ‚Äď dem Eintritt einer Berufsunf√§higkeit – mehr als 1 Million Euro an Leistungen und m√ľssen im Falle einer Berufs¬≠unf√§higkeit auch keine Beitr√§ge mehr zahlen!

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Kosten der Versicherung nach 40 Jahren
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Leistung der BU nach 40 Jahren

Im Klartext: Unter dem Strich klingt das so, als wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoller nicht sein könnte!

Beitr√§ge auf Basis Berufsgruppe B√ľrokaufmann, 2.000 Euro Rente versichert, Laufzeit bis 65 Jahre, Nettobeitr√§ge, Leistungsberechnung maximal.

Berufsunf√§higkeitsversicherung mit Beitragsr√ľckgew√§hr

Eine Versicherung, bei der die gezahlten Beitr√§ge am Ende zur√ľckgezahlt werden, wenn die Versicherung nicht in Anspruch genommen wurde – die w√ľnscht sich wohl jeder. Auch bei einer BU w√§re eine solche Option w√ľnschenswert. Tats√§chlich gibt es Berufsunf√§higkeitsversicherungen mit Beitragsr√ľckgew√§hr. Wer sich jetzt freut, kann schnell entt√§uscht werden – denn nicht immer h√§lt dieses Tarif-Modell was es verspricht.

Wer eine BU mit R√ľckzahlung abschlie√üt, zahlt monatlich h√∂here Beitr√§ge. Diese Mehrbeitr√§ge werden vom Versicherer in Sparanlagen verzinst angelegt. Dieser erwirtschaftete √úberschuss kommt dann am Laufzeitende zur Auszahlen. Es handelt sich folglich nicht wirklich um eine R√ľckzahlung der BU-Beitr√§ge, sondern vielmehr um eine √úberschussbeteiligung.

Berufsunf√§higkeitsversicherung ohne Beitragsr√ľckgew√§hr

Die Alternative zur BU mit Beitragsr√ľckgew√§hr, ist folglich die Berufsunf√§higkeitsversicherung ohne Beitragsr√ľckgew√§hr. Die monatlichen BU-Kosten¬†fallen sehr viel geringer aus – jedoch ohne R√ľckzahlungsgarantie.

BU ohne Beitragsr√ľckgew√§hr sinnvoller?

Zum einen sind die monatlichen Beitr√§ge sehr viel geringer. Zum anderen lohnt sich eine BU mit Beitragsr√ľckgew√§hr meist nur f√ľr sehr junge Versicherte, da die Differenz zu einer „normalen“ BU nicht so hoch ist. Au√üerdem sollten Versicherte folgendes beachten:

  • Eine BU ist wichtig, da jeder 4. im Leben berufsunf√§hig wird

  • ABER: Eine BU mit Beitragsr√ľckgew√§hr zahlt nur, wenn keine¬†Berufsunf√§higkeit eintritt.

Tipps und Ratgeber zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Checkliste: Was Sie beim Abschluss einer BU beachten sollten

  • Der fr√ľhe Vogel: BU um jungen Alter abschlie√üen. Die Beitr√§ge sind dann g√ľnstiger, die H√ľrde der¬†Gesundheitspr√ľfung¬†einfacher zu nehmen. Die meisten Versicherungen bieten eine spezielle BU f√ľr¬†Studenten an.

  • Dynamik w√§hlen: Vereinbaren Sie einen Vertrag mit Dynamik der¬†BU-Rente. So tragen Sie dem Umstand Rechnung, dass das Geld auf Grund der Inflation kontinuierlich an Wert verliert

  • Nicht flunkern:¬†Beantworten Sie die BU Gesundheitsfragen stets wahrheitsgem√§√ü. Andernfalls kann der Versicherer die Rentenzahlung im Ernstfall verweigern.

  • Flexibilit√§t: Sie sollten die¬†Rente, je nach Einkommen, anpassen k√∂nnen. Bei Zahlungsschwierigkeiten ‚Äď etwa infolge von¬†Krankheit¬†oder¬†Arbeitslosigkeit¬†‚Äď sollten Sie den Vertrag ruhen lassen k√∂nnen.

  • Ausschl√ľsse beachten: Dies kann bei selbstverschuldeten Unf√§llen im Stra√üenverkehr der Fall sein, bei bestimmten Berufsgruppen in Aus√ľbung Ihrer T√§tigkeit oder bei au√üergew√∂hnlichen Ereignissen wie einem Terroranschlag.

  • Beratung nutzen: Eine qualifizierte BU Beratung kann helfen, die zahlreichen Unterschiede zwischen den Tarifen zu erkennen.¬†Sie erh√∂hen so die Chancen, einen guten Vertrag zu erhalten.

  • Verzicht: Der Anbieter sollte auf ¬ß 19 Abs. 3 und 4 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) verzichten, andernfalls hat er bei unverschuldeter Anzeigepflichtverletzung durch den Versicherungsnehmer das Recht, h√∂here Pr√§mien zu verlangen sowie zur K√ľndigung des Vertrages. Verzichtet der Versicherer au√üerdem nicht auf ¬ß 163 VVG zur Pr√§mien- und Leistungs√§nderung, kann er bei unvorhergesehenen √Ąnderungen des Leistungsbedarfs die Pr√§mienh√∂he entsprechend anpassen.

Junge Leute in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Junge Erwachsene & BU-Absicherung

68 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben bislang keine BU-Versi­cherung abgeschlossen. Warum unter 30-Jährige mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zögern, zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Swiss Life:

  • Desinteresse: ‚ÄúMit dem Thema Berufsunf√§higkeit habe ich mich bisher noch nie besch√§ftigt.‚ÄĚ (46 Prozent)
  • Finanzielle Gr√ľnde: ‚ÄúDaf√ľr habe ich nicht gen√ľgend Geld zur Verf√ľgung.‚ÄĚ (33 Prozent)
  • Fehleinsch√§tzung: ‚ÄúDas Risiko einer Berufsunf√§higkeit sch√§tze ich nicht so gro√ü ein.‚ÄĚ (16 Prozent)
  • Unverst√§ndnis: ‚ÄúDas Thema und die Informationen dazu sind mir zu kompliziert.‚ÄĚ (14 Prozent)
  • Misstrauen: ‚ÄúIch habe kein ausreichendes Vertrauen, dass die Versicherung im Falle einer Berufsunf√§higkeit auch zahlt.‚ÄĚ (9 Prozent)
  • Sorglosigkeit: ‚ÄúIch vertraue darauf, im Zweifelsfall durch meinen Arbeitgeber oder den Staat ausreichend abgesichert zu sein.‚ÄĚ (7 Prozent)

Focus Online

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10 Fakten zur Arbeitskraftsicherung

1.
Erwerbsminderung: Etwa 180.000 Menschen scheiden jährlich durch eine Erwerbsminderung aus dem Berufsleben aus.

2.
Fr√ľhjahrsputz: Die meisten Unf√§lle passieren im Haushalt. Daher ist der Fr√ľhjahrsputz das Unfallrisiko Nummer 1.

3.
Männer unter 65: Statistisch wird jeder Vierte, besonders Männer, vor seinem 65. Lebensjahr berufsunfähig.

4.
Arbeitsweg: Ein Viertel der Deutschen haben eine BU. Besonders der Weg zur Arbeit birgt Unfallrisiken mit sich.

5.
Vorsätze: 8 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nehmen sich vor, bis zum Jahresende eine BU abzuschließen.

6.
Arbeitsdruck: Sechs von zehn Arbeitnehmern leiden unter dem Druck auf Arbeit. Jeder Vierte wird schließlich berufsunfähig.

7.
Psychischer Stress: Jeder dritte Fall von Berufsunf√§higkeit geht auf psychischen Stress zur√ľck.

8.
Burnout: Von den Mitarbeitern eines deutschen Unternehmens leiden etwa 8 Prozent an Burnout-Syndrom.

9.
Burnout immer häufiger: Im Laufe der letzten sieben Jahre hat sich das Auftreten des Burnout-Syndroms verachtfacht.

10.
30-jährige gefährdet: Laut Experten wird jeder zweite heute 30-Jährige vor dem Rentenalter berufsunfähig werden.

TK-Gesundheitsreport 2018: Arbeitsunfähigkeit nach Berufen

Der aktuell ausge√ľbte Beruf besitzt einen entscheidenden Einfluss auf die H√§ufigkeit und Dauer von Arbeitsunf√§higkeit. Aufgrund unterschiedlicher gesundheitsbezogener Risiken habe beispielsweise ein Handwerker ein h√∂heres Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz als ein B√ľroangstellter.
Dies geht aus dem jährlich erscheinenden Gesundheitsreport der Techniker (TK) hervor, der im ersten Teil die Auswertungen zum Thema Arbeitsunfähigkeit zusammenfasst.

Im Jahr 2017 sind 5,79 Mio. Arbeitsunf√§higkeitsf√§lle unter Versicherten der TK verzeichnet worden. Die Zahl der krankheitsbedingten Fehlzeiten (2017: 77 Mio.) ist im Vergleich zu Vorjahr leicht gesunken. Im Durchschnitt waren Erwerbspersonen 15,1 Tage arbeitsunf√§hig (4,14 Prozent). 2016 waren es noch 4,48 Prozent. Das bedeutet einen relativen R√ľckgang der AU-Tage um 0,8 Prozent. Damit setzt sich der Trend fort, seit 2016 erstmalig die Fehlzeiten zur√ľckgegangen waren.

Erwerbspersonen waren in 2017 zwar seltener, daf√ľr aber etwas l√§nger krank geschrieben, als im Vorjahr. Dabei bilden immer noch traditionelle Atemwegserkrankungen die h√§ufigste Ursache f√ľr eine Arbeitsunf√§higkeit. Auf Platz 2 sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systemes benannt, gefolgt von Infektionen. Psychische Erkrankungen machen immerhin noch 4,8 (M√§nner) und 8,4 Prozent (Frauen) aus.

  • Arbeitslose: 74,1 Arbeitsunf√§higkeitsf√§lle (R√ľckenschmerzen als Einzeldiagnose: 187 AU-Tage)

  • Verkehrs- und Lagerberufe: 46,5 Arbeitsunf√§higkeitsf√§lle (R√ľckenschmerzen als Einzeldiagnose: 175 AU-Tage)

  • Metallerzeugung und -bearbeitung: 46,1 Arbeitsunf√§higkeitsf√§lle (R√ľckenschmerzen als Einzeldiagnose: 193 AU-Tage)

  • Chemiearbeiter: 44,1 Arbeitsunf√§higkeitsf√§lle (R√ľckenschmerzen als Einzeldiagnose: 159 AU-Tage)

  • Bau-, Bauneben- und Holzberufe: 43,5 Arbeitsunf√§higkeitsf√§lle (R√ľckenschmerzen als Einzeldiagnose: 167 AU-Tage)

BU ja oder nein? Ein unterschätztes Risiko

Vor allem Menschen mit einem vergleichsweise wenig k√∂rperlich belastenden Job im B√ľro neigen zu der Einsch√§tzung, dass sie nicht vom Risiko einer Berufsunf√§higkeit betroffen sind ‚Äď getreu dem Motto: Am Schreibtisch sitzen werde ich immer irgendwie k√∂nnen. Eine Fehl¬≠ein¬≠sch√§tzung, wie der Blick auf die Grafik oben mit den h√§ufigsten Ursachen einer Berufsunf√§higkeit zeigt: Das Risiko, psychisch zu erkranken, am Bewegungsapparat gesundheitliche Probleme zu bekommen oder an Herz- und Kreislauf zu laborieren, mag bei dem einen oder anderen Beruf st√§rker oder eben weniger stark ausgepr√§gt sein. Am Ende kann es aber jeden treffen ‚Äď unabh√§ngig von der beruflichen T√§tigkeit.

Tatsache ist deshalb:

Eine Berufs¬≠unf√§higkeits¬≠versicherung ist sinnvoll ‚Äď ganz egal, was Sie beruflich machen!

BU f√ľr Selbst√§ndige
BU f√ľr Polizisten
BU f√ľr Handwerker
BU f√ľr Lehrer

Berufsunfähigkeitsversicherung oder Erwerbsminderungsrente?

Sind Sie deutlich unter 50 Jahre jung, besteht kein ernstzunehmender Schutz √ľber die Erwerbsminderungsrente durch die Deutsche Rentenversicherung. Selbst wenn Sie nicht mehr als drei Stunden t√§glich in irgendeinen (nicht Ihrem!) Job arbeiten k√∂nnen, bekommen Sie gerade einmal 29 Prozent des letzten Bruttoeinkommens als volle Erwerbsminderungsrente ‚Äď und davon gehen Steuern und Krankenkassenbeitr√§ge ab.¬†Bei mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden t√§glich, haben Sie Anspruch auf die halbe Erwerbsminderungsrente. Die liegt im Idealfall bei rund 15 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. K√∂nnen Sie mehr arbeiten oder sind Sie ‚Äěnur‚Äú berufsunf√§hig, bekommen Sie gar keine Rente der Deutschen Rentenversicherung.

Die geringe staatliche Absicherung macht klar: Wirklich abgesichert sind Sie nur mit einer privaten Berufs­unfähig­keits­versicherung: Sinnvoll scheint die also allemal zu sein, da sie mit den Leistungen der BU ihr problemlos 70 bis 90 Prozent Ihres letzten Nettoeinkommens absichern können.

Berufsunfähigkeitsversicherung oder Unfallversicherung?

Eine Unfallversicherung ist f√ľr viele eine gute Absicherung, um die Mehrkosten abzufedern, die nach einem Unfall oft entstehen: Etwa der Umbau des Hauses, des Fahrzeugs, Finanzierung von behinderungs¬≠bedingten Mehrkosten im Alltag. Die Arbeitskraft als Ihr wertvollstes Verm√∂gen aber sichert die Unfallversicherung kaum ab. Und das liegt daran, dass gerade einmal 10 Prozent aller Berufsunf√§higkeiten √ľberhaupt durch Unf√§lle entstehen. In den √ľbrigen¬†90 Prozent greift die Unfallversicherung bei einer BU also gar nicht, wenn diese beispielsweise durch einen Burnout oder Bandscheibenvorfall ausgel√∂st wird.

Deshalb gilt: Eine Unfallversicherung ist f√ľr viele sinnvoll, die sich gegen die finanziellen Folgen von Unf√§llen wappnen wollen ‚Äď aber wer sich wirklich gegen das Risiko einer Berufsunf√§higkeit umfassend absichern will, f√ľr den ist nur eine Berufsunf√§higkeitsversicherung sinnvoll.

AchtungDer Vergleich der Leistungsmerkmale der gesetzlichen Anspr√ľche mit den Leistungen der privaten Berufsunf√§higkeitsversicherung zeigt, wie wenig Absicherung das staatliche System bietet.

MerkmalDeutsche RentenversicherungTop-Schutz mit BU
LeistungsversprechenRentenanspruch, wenn weniger als 6 Stunden am Tag gearbeitet werden kann.100 % Rente ab 50 % Berufsunfähigkeit
Abstrakte VerweisungMöglichNicht möglich
RentenhöheErgibt sich aus VersicherungsverlaufIndividuell vereinbar
Leistungen bereits bei ArbeitsunfähigkeitNeinJa, individuell versicherbar
Nebenverdienst möglich?Ja, wird aber ab bestimmten Einkommensgrenzen angerechnetJa, keine Anrechnung

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Psychotherapie
BU Bewegungsapparat
Berufsunfähigkeitsversicherung Diabetes
Berufsunfähigkeitsversicherung Herz-Kreislauf

Keine BU Rente trotz Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wer berufsunf√§hig ist, bekommt eine Rente seiner Berufsunf√§higkeitsversicherung¬†‚Äď so ist die Regelung im Grundsatz. Aber schon bei Abschluss einer Berufsunf√§higkeitsversicherung sollten Sie auf Klauseln achten, die dazu f√ľhren k√∂nnen, dass die versicherte Rente wegen Berufsunf√§higkeit nicht oder erst mit einer Verz√∂gerung ausgezahlt wird. Das sind die Stolperfallen, die dazu f√ľhren k√∂nnen, dass es trotz Berufsunf√§higkeit keine Berufsunf√§higkeitsrente gibt:

 
Abgesicherte in Deutschland22 % ges.
Frauen17 %
Männer28 %
H√§ufige Gr√ľnde f√ľr NichtabsicherungAnteil
Kosten f√ľr die BU47 %
Noch nicht damit beschäftigt27 %

Quelle: YouGov-Umfrage im Auftrag der Hannoverschen, 2015

Der richtige Versicherungs¬≠schutz f√ľr jeden Bedarf

Angestellte k√∂nnen unter bestimmten Bedingungen auch √ľber die gesetzliche Altersrente ohne Gesundheitspr√ľfung f√ľr die Berufsunf√§higkeit abgesichert werden. M√∂glich ist dies seit dem 1. Januar 2001 f√ľr Personen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden. Das bis dahin zweigliedrige System von Berufs- und Erwerbsunf√§higkeitsrenten wurde ersetzt.

Diese Regelung gilt nach ¬ß 240 SGB VI aber nur als Erwerbsminderung bei Berufsunf√§higkeit und wird auch nur als solche abgesichert. Aufgrund strenger Voraussetzungen erhalten heute aber wesentlich weniger Menschen eine Invalidit√§tsrente als noch vor der Reform 2001. Freiberufler k√∂nnen Anspr√ľche √ľber die berufst√§ndischen Versorgungswerke erwerben.

Auch die betrieblichen Vorsorgemöglichkeiten sind meist ohne oder mit nur wenigen Fragen zur Gesundheit erhältlich. In den Genuss eines solchen Invaliditäts­schutzes kommen allerdings meist nur Beschäftigte in der Chemieindustrie, im Baugewerbe oder in Verlagen.

Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Risiko, berufsunf√§hig zu werden, ist h√∂her, als sich sicher viele bewusst sind. Jeder f√ľnfte Arbeitnehmer muss seinen Beruf mittlerweile vor dem Renteneintrittsalter aufgeben. Der gesetzliche Invalidit√§tsschutz reicht in der Regel nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Grunds√§tzlich ist der Bedarf bei k√∂rperlich Erwerbst√§tigen h√∂her als bei ‚ÄěKopfarbeitern‚Äú. Genauso haben Selbst√§ndige, Freiberufler und Arbeitnehmer in privatwirtschaftlichen Unternehmen eine gr√∂√üere Versorgungsl√ľcke als Arbeitnehmer im √∂ffentlichen Dienst und Beamte. Aber auch f√ľr Letztere kann sich eine zus√§tzliche Absicherung in Form einer sogenannten Dienstunf√§higkeitsversicherung lohnen.
Grunds√§tzlich ab dem Tag, an dem die Berufsunf√§higkeit eingetreten ist ‚Äď das kann der Beginn einer schwereren Erkrankung sein oder ein Unfall. Der Versicherer sollte m√∂glchst umgehend in Kenntnis gesetzt werden, wenn das Risiko einer Berufsunf√§higkeit besteht. Denn die Leistungsentscheidung kann dabei einige Monate dauern, da die Versicherungsunternehmen zun√§chst den medizinischen Befund, die genaue Beeintr√§chtigung der Leistungsf√§higkeit sowie eine gegebenenfalls vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung √ľberpr√ľft werden muss.
Die Berufsunf√§higkeit stellt die Versicherung fest. Grundlage der Entscheidung sind dabei die Berichte der behandelnden √Ąrzte, seltener werden Gutachter eingeschaltet, die eine Einsch√§tzung √ľber das Vorliegen einer Berufsunf√§higkeit treffen sollen.
M√∂gliche Vorerkrankungen des Versicherungsnehmers beeinflussen die Pr√§mienh√∂he des Versicherten und k√∂nnen dazu f√ľhren, dass ein Antrag abgelehnt oder nur zu erschwerten Bedingungen mit einem Pr√§mienaufschlag oder einem Ausschluss f√ľr bestimmte Krankheiten angenommen wird. Bestehende Erkrankungen werden durch die Gesundheitsfragen im Antrag ermittelt, je nach Rentenh√∂he kann auch eine √§rztliche Untersuchung erforderlich sein. Die Gesundheitsfragen sollten stets wahrheitsgem√§√ü beantwortet werden, da der Versicherer ansonsten im Fall der F√§lle die BU-Rente aufgrund der Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflichten verwehren kann.
Wer einmal einen Antrag gestellt hat, der abgelehnt oder nur mit Erschwernissen angenommen worden w√§re, muss diesen Umstand bei einem weiteren Antrag immer angeben! Damit erh√∂ht sich das Risiko, auf bei anderen Anbietern abgelehnt zu werden und am Ende gar keine Berufsunf√§higkeitsversicherung zu erhalten. Besser ist es deshalb, den gew√ľnschten Berufsunf√§higkeitsschutz nicht direkt zu beantragen, sondern eine Risikovoranfrage zu stellen bzw. einen Invitatio-Antrag: Damit wird der Versicherer aufgefordert, die Versicherbarkeit eines Kunden zu pr√ľfen und daraufhin selbst ein Angebot zu erstellen. Das k√∂nnen Sie als Kunde annehmen oder eben auch ablehnen. Ihr Vorteil: Ein nicht angenommenes Angebot ist kein abgelehnter Antrag und muss bei weiteren Antr√§gen nicht angegeben werden. Vorsicht aber auch, wenn die Versicherer die Anfragedaten in der Risikodatei HIS spreichern ‚Äď teilnehmende Versicherer k√∂nnen dann auf Ihre Daten zugreifen. Es werden aber immer weniger Versicherer, die so vorgehen! Wer dennoch keinen Vertrag erh√§lt, oder unzufrieden mit den Bedingungen ist, kann Alternativen wie die Erwerbsunf√§higkeits-, Grundf√§higkeits– oder Dread-Disease-Versicherung √ľberpr√ľfen.
Die Versicherungszeit, also der Zeitraum, in dem das Berufsunfähigkeitsrisiko abgesichert ist sowie die Leistungszeit (Zeitspanne, in der die Versicherung die BU-Rente maximal auszahlt), sollten möglichst bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter, also dem 67. Lebensjahr, gewählt werden. Je nach Risikoprofil des Antragsstellers ist dies aber nicht immer möglich. Personen in riskanten Berufen erhalten häufig nur Verträge mit Versicherungszeiten bis zum 55. oder 60. Lebensjahr. Daher lohnt ein intensiver Vergleich der Produkte und ihrer Bedingungen am Markt.
Mit der Nachversicherungsgarantie k√∂nnen Sie die Leistungen Ihrer Police flexibel an ge√§nderte Lebensumst√§nde wie Geburt, Heirat, Scheidung, Jobwechsel, Hauskauf oder Gehaltserh√∂hungen anpassen und die Rente ohne erneute Gesundheitspr√ľfung erh√∂hen. Bei manchen Produkten am Markt kann dies sogar ohne das Vorliegen der genannten Ereignisse in regelm√§√üigen Abst√§nden erfolgen. Manche Versicherer kn√ľpfen dieses Recht zudem an bestimmte Altersh√∂chstgrenzen, beispielsweise das 45. Lebensjahr. Auch die maximale H√∂he der Anpassung kann je nach Anbieter variieren.
Die Versicherung versichert in der Regel den vor dem Eintritt der Berufsunf√§higkeit ausge√ľbten Beruf. Sp√§tere Berufswechsel haben folglich keinen Einfluss auf die Pr√§mienh√∂he und m√ľssen dem Versicherungsunternehmen auch nicht gemeldet werden. Wichtig kann ein Berufswechsel werden, wenn Sie berufsunf√§hig werden: Manche Versicherer beziehen n√§mlich den zuvor ausge√ľbten Beruf mit ein in die Pr√ľfung einer Berufsunf√§higkeit ‚Äď dadurch steigt ggf. das Risiko, dass Sie verwiesen werden, wenn Sie den urspr√ľnglichen Beruf noch aus√ľben k√∂nnten.
Der Begriff der ‚Äěabstrakten Verweisung‚Äú ist eine m√∂gliche Klausel im Versicherungsvertrag. In diesem Fall verweisen Versicherer auf eine gleichwertige Erwerbst√§tigkeit, die der Versicherte theoretisch trotz Krankheit aus√ľben k√∂nnte und zahlen dementsprechend keine BU-Rente. Ob der Versicherte den Job auch tats√§chlich aus√ľben kann und eine Stelle bekommt, ist nicht relevant. Sie sollten daher eine Versicherung w√§hlen, die auf eine solche Klausel im Vertrag verzichtet. Bei den meisten Gesellschaften ist die abstrakte Verweisung aber kein Thema mehr. Aber auch, wenn die abstrakte Verweisung bei der erstpr√ľfung des Antrages bedingungsgem√§√ü kein Thema ist, kann sie es bei einem vor√ľbergehenden Ausscheiden aus dem Job ‚Äď zum Beispiel durch eine Elternzeit ‚Äď sehr wohl werden: Manche Versicherer greifen n√§mlich bei der Pr√ľfung der Berufsunf√§higkeit nur drei bis f√ľnf Jahre auf den vor dem Ausscheiden ausge√ľbten Beruf zur√ľck und sehen nach Ablauf der Frist tats√§chlich eine abstrakte Verweisung vor. Gerade j√ľngere Menschen ‚Äď vor allem Frauen, die Kinder haben m√∂chten ‚Äď sollten auf diese Klausel achten.
Eine Berufsunf√§higkeitsversicherung ist grunds√§tzlich eine Risikoversicherung, bei der nach Ende der Versicherungszeit kein Guthaben anf√§llt. Anders sieht es bei sogenannten Invest‚ÄĒPolicen aus, bei denen die √úbersch√ľsse nicht dazu verwendet werden, die Beitr√§ge direkt zu senken, sondern bei denen die √úbersch√ľsse angelegt werden ‚Äď meist in Fonds. Bei diesen Vertr√§gen f√§llt am Ende der Vertragslaufzeit ein Guthaben an, die Beitr√§ge sind aber auch entsprechend h√∂her.
Die Beitragsstundung bezieht sich auf das Recht des Kunden, auf Antrag seine Beiträge zinslos stunden zu lassen, solange der Versicherer klärt, ob das Leiden als Berufsunfähigkeit anerkannt wird oder nicht. Angesichts der Tatsache, dass die Entscheidung des Versicherers mehrere Monate dauern kann und der vermeintlich Berufsunfähige kein Einkommen bezieht, sollte diese Möglichkeit unbedingt vertraglich festgehalten sein.