//Berufsunfähigkeitsversicherung – Ratgeber 2017 & Insidertipps!
Berufsunfähigkeitsversicherung – Ratgeber 2017 & Insidertipps! 2017-10-03T11:19:28+00:00

Berufsunfähigkeitsversicherung – Ratgeber 2017!

 

Finanzexperten sehen die Berufs­unfähig­keits­versicherung als eine der wichtigsten Versicherungen im Bereich der Vorsorge. Aber warum ist die Berufs­unfähig­keits­versicherung so wichtig? Jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland muss seinen Beruf vor Erreichen des Rentenalters aufgeben. Über zehn Prozent trifft es vor dem 40. Lebensjahr.

Jeder 4. wird berufsunfähig

Hier den Ernstfall absichern!

Warum ist der Abschluss einer BU so wichtig?

Der Abschluss eines Versicherungsvertrags bietet Schutz vor den finanziellen Gefahren einer Berufsunfähigkeit. Da die gesetzlichen und betrieblichen Leistungen meist unzureichend sind, wird der private Schutz immer wichtiger. Ein Versicherungsschutz besteht auch dann weiter, wenn der Arbeitsplatz verloren geht oder sich der Beruf des Versicherten ändert. Hauptziel ist der Ausgleich von Einkommensausfall.

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Infografik Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich 2017!

Zwei Drittel ohne BU-Schutz

Das Risiko aufgrund einer Krankheit, Invalidität oder eines Unfalls berufsunfähig zu werden, schätzt etwa jeder zweite deutsche Angestellte als gering ein. Dies zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Forsa, die die Gothaer Versicherung und das F.A.Z.-Institut in Auftrag gegeben haben. Während psychische Krankheiten zu erleiden als nur wenig wahrscheinlich angesehen wird, betrachten die Befragten Erkrankungen des Bewegungsapparates und Krebserkrankungen als größere Bedrohung für die eigene Arbeitskraft.

Nur etwa ein Drittel der Deutschen hat sich daher für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden. Neben der Unterschätzung des Risikos könnte auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ein Grund für die Unterversicherung sein. So sind die BU-Angebote für 31 Prozent der Erwerbstätigen schlichtweg zu teuer. Für weitere 20 Prozent sind dagegen die Leistungen unzureichend. 16 Prozent der Befragten räumen ein, sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

Berufsunfähigkeit Risiko

Wahrscheinlichkeit, in einem bestimmten Alter vor dem 65. Lebensjahr berufsunfähig zu werden:

Alter Frauen Männer
20 Jahre 43 % 38 %
30 Jahre 41 % 37 %
40 Jahre 39 % 36 %
50 Jahre 34 % 29 %

Quelle: Focus.de

ARD-Mittagsmagazin: BU-Video

Checklisten zum Download

Berufsunfähigkeitsversicherung Wechsel
BU richtig wechseln

Was vor dem Wechsel zu bedenken ist
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Checkliste Berufsunfähigkeitsversicherung Vertrag
Besten BU Tarif finden

Kriterien für einen guten Vertrag
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Häufigste Gründe für eine Berufsunfähigkeit:

  • 31 %  Nervenkrankheiten
  • 21 %  Skelett- & Bewegungsapparat
  • 15 %  Sonstige Krankheiten
  • 15 %  Krebs
  • 9 %  Unfälle
  • 8 %  Herz- & Gefäßerkrankungen

Quelle: Eigene Recherchen

Tipps und Ratgeber zur Berufsunfähigkeit

Checkliste: Tipps, was beim Abschluss zu beachten ist

Schließen Sie Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung im jungen Alter ab: Die Beiträge sind dann günstiger, die Hürde der Gesundheitsprüfung einfacher zu nehmen. Die meisten Versicherungen bieten Tarife schon für Auszubildende oder Studenten an, mit denen frühzeitig der angestrebte Beruf und die damit verbundene soziale und finanzielle Stellung versichert wird.
Vereinbaren Sie einen Vertrag mit Dynamik der BU-Rente. Hintergrund: So tragen Sie dem Umstand Rechnung, dass das Geld auf Grund der Inflation kontinuierlich an Wert verliert
Grundsätzlich ist eine jährliche Zahlung der Prämie in einem Betrag der monatlichen Zahlung vorzuziehen, da der Beitrag so bis zu 3 Prozent günstiger wird. Allerdings kann dann auch nur im Jahresrythmus gekündigt werden.
Beantworten Sie die Gesundheitsfragen des Versicherers stets wahrheitsgemäß. Andernfalls kann der Versicherer die Rentenzahlung im Ernstfall verweigern.
Es ist wichtig, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung flexibel bleibt: Sie sollten die Rente anpassen können, wenn Ihr Einkommen steigt, außerdem sollten Sie die Möglichkeit haben, bei Zahlungsschwierigkeiten – etwa infolge von Krankheit oder Arbeitslosigkeit – den Vertrag pausieren zu können, ohne dass eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist, wenn Sie ihn wieder aktivieren wollen.
Prüfen Sie den Geltungsbereich Ihrer Police. Gilt der Versicherungsschutz nicht nur europa-, sondern auch weltweit? Sofern ein weltweiter Schutz vorhanden ist, ist dieser zeitlich begrenzt? Was passiert, wenn Sie Ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen?
Für eine gute Qualität spricht, wenn der Anbieter vertragsgemäß auf die Anwendung des § 19 Abs. 3 und 4 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) verzichtet. Tut er dies nicht, hat er bei unverschuldeter Anzeigepflichtverletzung durch den Versicherungsnehmer das Recht, höhere Prämien zu verlangen oder den Vertrag gar zu kündigen. Verzichtet der Versicherer außerdem auf den Paragraphen zur Prämien- und Leistungsänderung (§ 163 VVG)? Tut er dies nicht, kann er bei unvorhergesehenen Änderungen des Leistungsbedarfs die Prämienhöhe entsprechend anpassen.
Achten Sie darauf, unter welchen Umständen der Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. Dies kann beispielsweise bei selbstverschuldeten Unfällen im Straßenverkehr der Fall sein, bei bestimmten Berufsgruppen in Ausübung Ihrer Tätigkeit wie etwa fliegendem Personal (Luftfahrtklausel) oder bei außergewöhnlichen Ereignissen wie einem Terroranschlag.
Ab welcher Pflegestufe oder ab welchen Pflegepunkten wird eine Berufsunfähigkeit anerkannt? Dies variiert je nach Versicherer: So erkennen dies einige schon ab einem Pflegepunkt, andere erst nach drei Pflegepunkten an.
Aufgrund der zahlreichen Versicherungsmöglichkeiten und der Unterschiede zwischen Tarifen empfiehlt es sich, Hilfe durch einen qualifizierten Berater oder Makler zu suchen. So erhöhen Sie die Chancen, einen guten Vertrag zu erhalten. Durch Risikoanfragen mithilfe eines kompetenten Maklers können Sie darüber hinaus zunächst herausfinden, welcher Anbieter Sie unter welchen Bedingungen versichern würde.

Unser Tipp für Sie: Die Leistungshöhe ausreichend ansetzen

TippWie hoch die Leistungen tatsächlich sein müssen, orientiert sich wiederum am jeweiligen Einkommen des Versicherten. Wichtig ist, dass im Falle der Berufsunfähigkeit der Lebensstandard gehalten werden kann – eine Absicherung von 80 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens gilt als ideal.

Junge Erwachsene & BU-Absicherung

68 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben bislang keine BU-Versi­cherung abgeschlossen. Warum unter 30-Jährige mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zögern, zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Swiss Life:

  • Desinteresse: “Mit dem Thema Berufsunfähigkeit habe ich mich bisher noch nie beschäftigt.” (46 Prozent)
  • Finanzielle Gründe: “Dafür habe ich nicht genügend Geld zur Verfügung.” (33 Prozent)
  • Fehleinschätzung: “Das Risiko einer Berufsunfähigkeit schätze ich nicht so groß ein.” (16 Prozent)
  • Unverständnis: “Das Thema und die Informationen dazu sind mir zu kompliziert.” (14 Prozent)
  • Misstrauen: “Ich habe kein ausreichendes Vertrauen, dass die Versicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit auch zahlt.” (9 Prozent)
  • Sorglosigkeit: “Ich vertraue darauf, im Zweifelsfall durch meinen Arbeitgeber oder den Staat ausreichend abgesichert zu sein.” (7 Prozent)

Focus Online

10 Fakten zur Arbeitskraftsicherung

1.
Erwerbsminderung: Etwa 180.000 Menschen scheiden jährlich durch eine Erwerbsminderung aus dem Berufsleben aus.

2.
Frühjahrsputz: Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Daher ist der Frühjahrsputz das Unfallrisiko Nummer 1.

3.
Männer unter 65: Statistisch wird jeder Vierte, besonders Männer, vor seinem 65. Lebensjahr berufsunfähig.

4.
Arbeitsweg: Ein Viertel der Deutschen haben eine BU. Besonders der Weg zur Arbeit birgt Unfallrisiken mit sich.

5.
Vorsätze: 8 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nehmen sich vor, bis zum Jahresende eine BU abzuschließen.

6.
Arbeitsdruck: Sechs von zehn Arbeitnehmern leiden unter dem Druck auf Arbeit. Jeder Vierte wird schließlich berufsunfähig.

7.
Psychischer Stress: Jeder dritte Fall von Berufsunfähigkeit geht auf psychischen Stress zurück.

8.
Burnout: Von den Mitarbeitern eines deutschen Unternehmens leiden etwa 8 Prozent an Burnout-Syndrom.

9.
Burnout immer häufiger: Im Laufe der letzten sieben Jahre hat sich das Auftreten des Burnout-Syndroms verachtfacht.

10.
30-jährige gefährdet: Laut Experten wird jeder zweite heute 30-Jährige vor dem Rentenalter berufsunfähig werden.

Garantierter Schutz bei Berufsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeit ist ein Begriff aus dem Arbeitswesen. Sie beschreibt und bestätigt die dauernde Beeinträchtigung einer Person in der Berufsausübung auf Grund einer Krankheit, eines Unfalls oder durch Invalidität. Dabei sind die Definitionen der Deutschen Rentenversicherung für die Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich enger und weniger verbraucherfreundlich als die privater Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Durch die Absicherung der Berufsunfähigkeit ist automatisch auch die Erwerbsunfähigkeit mit versichert. Man spricht dabei aber im Allgemeinen von einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Zum Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit:

Berufsunfähigkeit Erwerbsminderung
Dauernde Beeinträchtigung der Berufsfähigkeit durch Krankheit, Körperverletzung, Invalidität oder Kräfteverfall Durch körperliche oder geistige Leiden bedingte Unfähigkeit durch Arbeit den Lebensunterhalt zu verdienen (Erwerbsminderung)
Berufsunfähige können zwar ihren Beruf nicht mehr ausüben, aber noch weiterhin einer anderen Arbeit nachgehen Als voll erwerbsgemindert gilt, wer dem Arbeitsmarkt weniger als drei Stunden am Tag zur Verfügung steht

Berufsunfähigkeitsgesetz

Geregelt werden Arbeitsunfälle unter § 8 Abs. 1SGB VII. Nach der gesetzlichen Regelung zählen zu einem Arbeitsunfall alle Unfälle, die direkt mit dem Ausüben des Berufs im Zusammenhang stehen. Auch Unfälle bei Betriebsveranstaltungen sind versichert.

Ist eine BU pfändbar?

Berufsunfähigkeitsrenten können auch pfändbar sein, wie die Urteile des BGH vom 03.12.2009 (Az. IX ZR 189/08) und vom 15.07.2010 (Az. IX ZR 132/09) beweisen. Laut Gesetz sind private Renten „bedingt pfändbar“. Man kann eine Billigkeitsentscheidung bei Gericht zu beantragen, wodurch geklärt wird, welcher Betrag pfändbar ist. Der Versicherte darf dadurch nicht unter das Existenzminimums rutschen. Hat er jedoch mehrere Einkünfte, ist die Berufsunfähigkeitsrente dann unter Umständen pfändbar.

Arbeitskraft absichern

Die Absicherungsquote für eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung ist statistisch gesehen eher gering. Trotzdem wissen rund zwei Drittel der Deutschen von den Regelungen der Rentenversicherung, sollten sie erwerbsunfähig werden.

Abgesicherte in Deutschland 22 % ges.
Frauen 17 %
Männer 28 %
Häufige Gründe für Nichtabsicherung Anteil
Kosten für die BU 47 %
Noch nicht damit beschäftigt 27 %

Quelle: YouGov-Umfrage im Auftrag der Hannoverschen, 2015

TK-Gesundheitsreport 2014: Arbeitsunfähigkeit nach Berufen

Der aktuell ausgeübte Beruf besitzt einen entscheidenden Einfluss auf die Häufigkeit und Dauer von Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund unterschiedlicher gesundheitsbezogener Risiken habe beispielsweise ein Handwerker ein höheres Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz als ein Büroangstellter.
Dies geht aus dem jährlich erscheinenden Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hervor, der im ersten Teil die Auswertungen zum Thema Arbeitsunfähigkeit zusammenfasst.

Basis der Untersuchung sind TK-Routinedaten der aktuell 4,1 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten oder arbeitslos gemeldeten Mitglieder der Techniker Krankenkasse. Auslöser für die steigenden Fehltage (im Durchschnitt 14,7 Tage) am Arbeitsplatz seien insbesondere psychische Störungen, Atemwegserkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparates sowie Verletzungen.

Eine große Rolle spielen weiterhin Rückenbeschwerden. Etwa jeder 19. krank­heits­bedingte Fehltag ist auf die Diagnose Rückenschmerzen zurückzuführen. Folgende Aufzählung zeigt die Fehltage aufgrund von Rückenbeschwerden in einzelnen Berufsfeldern:

  • Bau-, Bauneben- und Holzberufe: 300 Arbeitsunfähigkeitstage (Rückenschmerzen als Einzeldiagnose: 179 AU-Tage)
  • Arbeitslose: 295 Arbeitsunfähigkeitstage (Rückenschmerzen als Einzeldiagnose: 146 AU-Tage)
  • Metallerzeugung und -bearbeitung: 293 Arbeitsunfähigkeitstage (Rückenschmerzen als Einzeldiagnose: 173 AU-Tage)
  • Verkehrs- und Lagerberufe: 283 Arbeitsunfähigkeitstage (Rückenschmerzen als Einzeldiagnose: 170 AU-Tage)
  • Ernährungsberufe: 267 Arbeitsunfähigkeitstage (Rückenschmerzen als Einzeldiagnose: 160 AU-Tage)

Der richtige Versicherungs­schutz für jeden Bedarf

Angestellte können unter bestimmten Bedingungen auch über die gesetzliche Altersrente ohne Gesundheitsprüfung für die Berufsunfähigkeit abgesichert werden. Möglich ist dies seit dem 1. Januar 2001 für Personen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden. Das bis dahin zweigliedrige System von Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten wurde ersetzt.

Diese Regelung gilt nach § 240 SGB VI aber nur als Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit und wird auch nur als solche abgesichert. Aufgrund strenger Voraussetzungen erhalten heute aber wesentlich weniger Menschen eine Invaliditätsrente als noch vor der Reform 2001. Freiberufler können Ansprüche über die berufständischen Versorgungswerke erwerben.

Auch die betrieblichen Vorsorgemöglichkeiten sind meist ohne oder mit nur wenigen Fragen zur Gesundheit erhältlich. In den Genuss eines solchen Invaliditäts­schutzes kommen allerdings meist nur Beschäftigte in der Chemieindustrie, im Baugewerbe oder in Verlagen.

Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist höher, als sich sicher viele bewusst sind. Jeder fünfte Arbeitnehmer muss seinen Beruf mittlerweile vor dem Renteneintrittsalter aufgeben. Der gesetzliche Invaliditätsschutz reicht in der Regel nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Grundsätzlich ist der Bedarf bei körperlich Erwerbstätigen höher als bei „Kopfarbeitern“. Genauso haben Selbständige, Freiberufler und Arbeitnehmer in privatwirtschaftlichen Unternehmen eine größere Versorgungslücke als Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst und Beamte. Aber auch für Letztere kann sich eine zusätzliche Absicherung in Form einer sogenannten Dienstunfähigkeitsversicherung lohnen.
Grundsätzlich ab dem Tag, an dem die Berufsunfähigkeit eingetreten ist – das kann der Beginn einer schwereren Erkrankung sein oder ein Unfall. Der Versicherer sollte möglchst umgehend in Kenntnis gesetzt werden, wenn das Risiko einer Berufsunfähigkeit besteht. Denn die Leistungsentscheidung kann dabei einige Monate dauern, da die Versicherungsunternehmen zunächst den medizinischen Befund, die genaue Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit sowie eine gegebenenfalls vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung überprüft werden muss.
Die Berufsunfähigkeit stellt die Versicherung fest. Grundlage der Entscheidung sind dabei die Berichte der behandelnden Ärzte, seltener werden Gutachter eingeschaltet, die eine Einschätzung über das Vorliegen einer Berufsunfähigkeit treffen sollen.
Mögliche Vorerkrankungen des Versicherungsnehmers beeinflussen die Prämienhöhe des Versicherten und können dazu führen, dass ein Antrag abgelehnt oder nur zu erschwerten Bedingungen mit einem Prämienaufschlag oder einem Ausschluss für bestimmte Krankheiten angenommen wird. Bestehende Erkrankungen werden durch die Gesundheitsfragen im Antrag ermittelt, je nach Rentenhöhe kann auch eine ärztliche Untersuchung erforderlich sein. Die Gesundheitsfragen sollten stets wahrheitsgemäß beantwortet werden, da der Versicherer ansonsten im Fall der Fälle die BU-Rente aufgrund der Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflichten verwehren kann.
Wer einmal einen Antrag gestellt hat, der abgelehnt oder nur mit Erschwernissen angenommen worden wäre, muss diesen Umstand bei einem weiteren Antrag immer angeben! Damit erhöht sich das Risiko, auf bei anderen Anbietern abgelehnt zu werden und am Ende gar keine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten. Besser ist es deshalb, den gewünschten Berufsunfähigkeitsschutz nicht direkt zu beantragen, sondern eine Risikovoranfrage zu stellen bzw. einen Invitatio-Antrag: Damit wird der Versicherer aufgefordert, die Versicherbarkeit eines Kunden zu prüfen und daraufhin selbst ein Angebot zu erstellen. Das können Sie als Kunde annehmen oder eben auch ablehnen. Ihr Vorteil: Ein nicht angenommenes Angebot ist kein abgelehnter Antrag und muss bei weiteren Anträgen nicht angegeben werden. Vorsicht aber auch, wenn die Versicherer die Anfragedaten in der Risikodatei HIS spreichern – teilnehmende Versicherer können dann auf Ihre Daten zugreifen. Es werden aber immer weniger Versicherer, die so vorgehen! Wer dennoch keinen Vertrag erhält, oder unzufrieden mit den Bedingungen ist, kann Alternativen wie die Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits– oder Dread-Disease-Versicherung überprüfen.
Die Versicherungszeit, also der Zeitraum, in dem das Berufsunfähigkeitsrisiko abgesichert ist sowie die Leistungszeit (Zeitspanne, in der die Versicherung die BU-Rente maximal auszahlt), sollten möglichst bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter, also dem 67. Lebensjahr, gewählt werden. Je nach Risikoprofil des Antragsstellers ist dies aber nicht immer möglich. Personen in riskanten Berufen erhalten häufig nur Verträge mit Versicherungszeiten bis zum 55. oder 60. Lebensjahr. Daher lohnt ein intensiver Vergleich der Produkte und ihrer Bedingungen am Markt.
Mit der Nachversicherungsgarantie können Sie die Leistungen Ihrer Police flexibel an geänderte Lebensumstände wie Geburt, Heirat, Scheidung, Jobwechsel, Hauskauf oder Gehaltserhöhungen anpassen und die Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Bei manchen Produkten am Markt kann dies sogar ohne das Vorliegen der genannten Ereignisse in regelmäßigen Abständen erfolgen. Manche Versicherer knüpfen dieses Recht zudem an bestimmte Altershöchstgrenzen, beispielsweise das 45. Lebensjahr. Auch die maximale Höhe der Anpassung kann je nach Anbieter variieren.
Die Versicherung versichert in der Regel den vor dem Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübten Beruf. Spätere Berufswechsel haben folglich keinen Einfluss auf die Prämienhöhe und müssen dem Versicherungsunternehmen auch nicht gemeldet werden. Wichtig kann ein Berufswechsel werden, wenn Sie berufsunfähig werden: Manche Versicherer beziehen nämlich den zuvor ausgeübten Beruf mit ein in die Prüfung einer Berufsunfähigkeit – dadurch steigt ggf. das Risiko, dass Sie verwiesen werden, wenn Sie den ursprünglichen Beruf noch ausüben könnten.
Der Begriff der „abstrakten Verweisung“ ist eine mögliche Klausel im Versicherungsvertrag. In diesem Fall verweisen Versicherer auf eine gleichwertige Erwerbstätigkeit, die der Versicherte theoretisch trotz Krankheit ausüben könnte und zahlen dementsprechend keine BU-Rente. Ob der Versicherte den Job auch tatsächlich ausüben kann und eine Stelle bekommt, ist nicht relevant. Sie sollten daher eine Versicherung wählen, die auf eine solche Klausel im Vertrag verzichtet. Bei den meisten Gesellschaften ist die abstrakte Verweisung aber kein Thema mehr. Aber auch, wenn die abstrakte Verweisung bei der erstprüfung des Antrages bedingungsgemäß kein Thema ist, kann sie es bei einem vorübergehenden Ausscheiden aus dem Job – zum Beispiel durch eine Elternzeit – sehr wohl werden: Manche Versicherer greifen nämlich bei der Prüfung der Berufsunfähigkeit nur drei bis fünf Jahre auf den vor dem Ausscheiden ausgeübten Beruf zurück und sehen nach Ablauf der Frist tatsächlich eine abstrakte Verweisung vor. Gerade jüngere Menschen – vor allem Frauen, die Kinder haben möchten – sollten auf diese Klausel achten.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist grundsätzlich eine Risikoversicherung, bei der nach Ende der Versicherungszeit kein Guthaben anfällt. Anders sieht es bei sogenannten Invest—Policen aus, bei denen die Überschüsse nicht dazu verwendet werden, die Beiträge direkt zu senken, sondern bei denen die Überschüsse angelegt werden – meist in Fonds. Bei diesen Verträgen fällt am Ende der Vertragslaufzeit ein Guthaben an, die Beiträge sind aber auch entsprechend höher.
Die Beitragsstundung bezieht sich auf das Recht des Kunden, auf Antrag seine Beiträge zinslos stunden zu lassen, solange der Versicherer klärt, ob das Leiden als Berufsunfähigkeit anerkannt wird oder nicht. Angesichts der Tatsache, dass die Entscheidung des Versicherers mehrere Monate dauern kann und der vermeintlich Berufsunfähige kein Einkommen bezieht, sollte diese Möglichkeit unbedingt vertraglich festgehalten sein.

Wie sinnvoll ist die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Mann arbeitet im Garten

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll? Mit dieser Frage starten viele in ihre Überlegungen, ob sie eine Berufs­unfähig­keits­versicherung abschließen sollen oder nicht. Dabei stellt sich die Frage nach dem Sinn der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht wirklich, wenn man einen Blick auf die Fakten wirft:

  • Kein staatlicher Schutz: Bei Berufsunfähigkeit zahlt der Staat nur noch dann eine Rente, wenn Sie vor 1961 geboren sind.
  • Geringe Leistungen: Bei einer Erwerbsminderung bekommen Sie maximal 29 Prozent des letzten Bruttoeinkommens aus der Deutschen Rentenversicherung – und darauf werden Steuern und Krankenkassenbeiträge fällig.
  • Hohes Risiko: Jeder Vierte in Deutschland wird in seinem Leben berufsunfähig – nur rund 20 Prozent haben aber eine private Absicherung. Ist das nicht der Fall, droht der soziale Abstieg, wenn das Einkommen wegbricht.

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll? Diese Frage stellt sich also tatsächlich nicht wirklich! Trotzdem gibt es viele Vorbehalte und auch Vorteile rund um das Risiko Berufsunfähigkeit und richtige Absicherung. Wir haben sie entkräftet!

Berufsunfähigkeitsversicherung – sinnvoll? Ja, aber zu teuer!

Zu teuer ist das neue iphone von Apple auch – trotzdem wurde es millionenfach verkauft. Zu hohe Kosten sind also relativ, aber im Gegensatz zu einem iphone sichert eine Berufsunfähigkeitsversicherung Ihre Arbeitskraft. Und deren Wert ist immens: Wenn Sie heute mit 25 Jahren 2.000 Euro netto verdienen und Ihr Gehalt jährlich nur um 1 Prozent steigt, haben Sie bis zum 65. Geburtstag rund 1,2 Millionen Euro verdient! Werden Sie morgen berufsunfähig und bleiben es ein Leben lang, müssen Sie diese 1,2 Millionen Euro aus anderer Quelle bekommen. Und genau diese Quelle ist die Berufs­unfähigkeits­versicherung, die damit ein Leben lang Ihre finanzielle Unabhängigkeit sichert.

Als Bürokaufmann kostet sie die Absicherung dieser 2.000 Euro gerade einmal 720 Euro im Jahr – das sind nicht einmal 30.000 Euro über 40 Jahre! Dafür erhalten Sie im „schlimmsten“ Fall – dem Eintritt einer Berufsunfähigkeit – mehr als 1 Million Euro an Leistungen und müssen im Falle einer Berufs­unfähigkeit auch keine Beiträge mehr zahlen!

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Kosten der Versicherung nach 40 Jahren
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Leistung der BU nach 40 Jahren

Im Klartext: Unter dem Strich klingt das so, als wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoller nicht sein könnte!

Beiträge auf Basis Berufsgruppe Bürokaufmann, 2.000 Euro Rente versichert, Laufzeit bis 65 Jahre, Nettobeiträge, Leistungsberechnung maximal.

Ich habe doch schon eine Unfallversicherung!

Eine Unfallversicherung ist für viele eine gute Absicherung, um die Mehrkosten abzufedern, die nach einem Unfall oft entstehen: Etwa der Umbau des Hauses, des Fahrzeugs, Finanzierung von behinderungs­bedingten Mehrkosten im Alltag. Die Arbeitskraft als Ihr wertvollstes Vermögen aber sichert die Unfallversicherung kaum ab. Und das liegt daran, dass gerade einmal 10 Prozent aller Berufsunfähigkeiten überhaupt durch Unfälle entstehen. In 90 Prozent aller anderen Fälle aber greift die Unfallversicherung gar nicht ein, weil Krankheiten die Ursache einer Berufsunfähigkeit sind, wenn Sie etwa durch einen Burnout oder einen Bandscheibenvorfall nicht mehr Ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können.

Deshalb gilt: Eine Unfallversicherung ist für viele sinnvoll, die sich gegen die finanziellen Folgen von Unfällen wappnen wollen – aber wer sich wirklich gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit umfassend absichern will, für den ist nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll.

Infografik Ursache Berufsunfähigkeit

Ich werde doch nicht berufsunfähig

VergleichenVor allem Menschen mit einem vergleichsweise wenig körperlich belastenden Job im Büro neigen zu der Einschätzung, dass sie nicht vom Risiko einer Berufsunfähigkeit betroffen sind – getreu dem Motto: Am Schreibtisch sitzen werde ich immer irgendwie können. Eine Fehl­ein­schätzung, wie der Blick auf die Grafik oben mit den häufigsten Ursachen einer Berufsunfähigkeit zeigt: Das Risiko, psychisch zu erkranken, am Bewegungsapparat gesundheitliche Probleme zu bekommen oder an Herz- und Kreislauf zu laborieren, mag bei dem einen oder anderen Beruf stärker oder eben weniger stark ausgeprägt sein. Am Ende kann es aber jeden treffen – unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.

Tatsache ist deshalb:
Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ist sinnvoll – ganz egal, was Sie beruflich machen!

Ich bekomme doch Erwerbsminderungsrente vom Staat!

Tatsache ist: Sind Sie deutlich unter 50 Jahre jung, besteht kein ernstzunehmender Schutz über die Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung. Selbst wenn Sie nicht mehr als drei Stunden täglich in irgendeinen (nicht Ihrem!) Job arbeiten können, bekommen Sie gerade einmal 29 Prozent des letzten Bruttoeinkommens als volle Erwerbsminderungsrente – und davon gehen Steuern und Krankenkassenbeiträge ab.

Können Sie mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden täglich arbeiten, haben Sie Anspruch auf die halbe Erwerbsminderungsrente. Die liegt im Idealfall bei rund 15 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Können Sie mehr arbeiten oder sind Sie „nur“ berufsunfähig, bekommen Sie gar keine Rente von der Deutschen Rentenversicherung.

Die geringe staatliche Absicherung macht klar: Wirklich abgesichert sind Sie nur mit einer privaten Berufs­unfähig­keits­versicherung: Sinnvoll scheint die also allemal zu sein, weil sie mit ihr problemlos 70 bis 90 Prozent Ihres letzten Nettoeinkommens absichern können.

0 bis 3

Stunden Arbeit täglich: volle EM-Rente
→ bis zu 29 % Ihres letzten Bruttoeink.

3 bis 6

Stunden Arbeit täglich: halbe EM-Rente
→ bis zu 15 % Ihres letzten Bruttoeink.

über 6

Stunden Arbeit täglich: keine EM-Rente
→ keinen Anspruch auf EM-Rente

Berufsunfähigkeitsversicherung: Sinnvoll, wenn ich erst 25 bin?

Die Fähigkeit, mit seiner Arbeitskraft Geld zu verdienen, ist wertvoll – egal, ob Sie erst 25 Jahre oder 45 Jahre jung sind. Insofern ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll – völlig altersunabhängig. Wenn Sie bereits mit 25 eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, haben Sie einen deutlichen Vorteil gegenüber einem späteren Einstieg: Sie werden die „Hürde Gesundheitsfragen“ in aller Regel deutlich einfacher meistern, als wenn mit Mitte 30 oder Anfang 40 bereits die ersten Erkrankungen zugeschlagen haben. Ein weiterer Vorteil ist der günstigere Beitrag und die deutlich stärkere Leistung:

Kosten und Laufzeit im Verhältnis

Schließen Sie als Arzt mit 30 Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung über 2.000 Euro ab, zahlen Sie bis 65 Jahre 57 Euro monatlich – insgesamt also 23.940 Euro. Steigen Sie mit 40 Jahren ein, werden 72 Euro monatlich fällig – das sind bis zum 65. Geburtstag 21.600 Euro, also über die gesamte Laufzeit fast so viel wie bei einem Einstieg mit 30 Jahren. Aber Sie erhalten zehn Jahre länger Schutz und im Ernstfall 240.000 Euro mehr Rente!

Sie sehen: Berufsunfähigkeitsschutz ist keine Frage des Alters – gerade in jungen Jahren ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, weil Sie günstigeren Schutz mit besseren Leistungen einfacher bekommen.

Wann ist man eigentlich berufsunfähig?

Konditor bei der Arbeit

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, erfährt viel über die Qualität der einzelnen Tarife und Versicherungen. Aber wie gut eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich ist, zeigt sich erst, wenn Sie tatsächlich berufsunfähig werden. Hier finden Sie Tipps für den „Ernstfall“ Berufsunfähigkeit.

Weil jeder 4. berufsunfähig wird:

Besser jetzt Tarife vergleichen und absichern

Was versteht man eigentlich unter Berufsunfähigkeit?

Der Begriff der Berufsunfähigkeit kann völlig unterschiedlich definiert sein: Die Deutsche Rentenversicherung spricht von Berufsunfähigkeit, wenn der Versicherte nicht mehr als 6 Stunden in der Lage ist, seinen bisherigen Beruf auszuüben und ihm auch keine andere Tätigkeit zumutbar ist, die im Hinblick auf seine Ausbildung, dem bisherigen beruflichen Werdegang und der erlangten sozialen Stellung zumutbar ist. Leistungen erhalten bei Berufsunfähigkeit nur noch Versicherte, die vor 1961 geboren sind. Alle Jüngeren erhalten lediglich Leistungen, wenn sie erwerbsgemindert sind, also unabhängig vom früheren Beruf auf dem Arbeitsmarkt gar nicht mehr einsetzbar sind.

AchtungDer Vergleich der Leistungsmerkmale der gesetzlichen Ansprüche mit den Leistungen der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zeigt, wie wenig Absicherung das staatliche System bietet.

Merkmal Deutsche Rentenversicherung Top-Schutz in der privaten BU
Leistungsversprechen Rentenanspruch, wenn weniger als 6 Stunden am Tag gearbeitet werden kann. 100 % Rente ab 50 % Berufsunfähigkeit
Abstrakte Verweisung Möglich Nicht möglich
Rentenhöhe Ergibt sich aus Versicherungsverlauf Individuell vereinbar
Leistungen bereits bei Arbeitsunfähigkeit Nein Ja, individuell versicherbar
Nebenverdienst möglich? Ja, wird aber ab bestimmten Einkommensgrenzen angerechnet Ja, keine Anrechnung

 

Bei einer privaten Berufs­unfähig­keits­versicherung wird eine Berufsunfähigkeit dann angenommen, wenn der Versicherte voraussichtlich für 6 Monate krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Alternativ wird Berufs­unfähigkeit auch dann angenommen, wenn jemand bereits seit mehr als 6 Monaten nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann.

Berufsunfähig – und trotzdem keine Rente wegen Berufsunfähigkeit?

Wer berufsunfähig ist, bekommt seine Berufsunfähigkeitsrente von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung – so ist die Regelung im Grundsatz. Aber schon bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Sie auf einige Klauseln achten, die durchaus dazu führen können, dass die versicherte Rente wegen Berufsunfähigkeit nicht oder erst mit einer Verzögerung ausgezahlt wird – oder dass eine einmal bewilligte Berufsunfähigkeitsrente nicht weitergezahlt wird. Das sind die Stolperfallen, die dazu führen können, dass es trotz Berufsunfähigkeit keine Berufsunfähigkeitsrente (mehr) gibt:

Risiko Berufsunfähigkeit: Schauen Sie Ihrem Versichere auf die Finger – frühzeitig!

Infografik zu den Ursachen der Berufsunfähigkeit

Wenn Sie eine Rente wegen Berufsunfähigkeit beantragen, dann zeigt sich die wahre Qualität des Versicherers und Sie werden Antworten auf wichtige Fragen bekommen:

  • Wie schnell wird mein Antrag bearbeitet?
  • Wann bekomme ich im Falle einer Berufsunfähigkeit meine Rente?
  • Sperrt sich mein Versicherer und verzögert vielleicht das Verfahren?
  • Muss ich am Ende vor Gericht ziehen, um mein Geld zu bekommen?

Natürlich ist jeder Antrag auf Rentenzahlung wegen einer eingetreten Berufsunfähigkeit einzigartig – aber es gibt Kennzahlen von Versicherern, die zumindest grobe Schüsse darauf zulassen, wie es um das Verhalten im Leistungsfall steht – und diese Kennzahlen sollten Sie sich vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung anschauen:

Leistungsquote

Leistungsquote

Mit diesem Wert wird ermittelt, wie viele von 100 Leistungsanträgen am Ende tatsächlich auch zu einer Rentenzahlung führen. Je höher der Wert, umso geringer die Anzahl derjenigen, die am Ende mit leeren Händen dastehen, wenn sie berufsunfähig sind.

Prozessquote

Prozessquote

Der Versicherer zahlt nicht – und was dann bei Berufsunfähigkeit? Die Prozessquote zeigt, wie viele abgelehnte Anträge am Ende vor Gericht landen. Ist die Quote hoch, spricht das dafür, dass viele Kunden sich ungerecht behandelt fühlen.

BU-Kompetenz

BU-Kompetenz

Das Analysehaus Morgen und Morgen beschreibt damit den Service und das Verhalten der Berufsunfähigkeitsversicherer – auch im Leistungsfall. Wer hier fünf Sterne bekommt, ist allemal eine Empfehlung wert!

Tipp: Jeder gute Berater hat die Kennzahlen zu den einzelnen Versicherern parat und sollte sie in die Beratung einfließen lassen!

Berufsunfähigkeit – das sind die wirtschaftlichen Folgen für die Betroffenen

… ohne private Absicherung bei der Familie Carstensen

FamiliePetra und Andreas Carstensen (beide 36) lebten mit den Kindern Linus und Luca in ihrem eigenen Haus, als der Hauptverdiener Andreas 2014 einen Unfall erleidet und nicht mehr als Kundenbetreuer arbeiten kann. Hatten die beiden vor dem Unfall ein Haushaltseinkommen von 3.550 Euro netto, hat es sich durch den Wegfall von Andreas Einkommen auf 2.150 Euro reduziert, obwohl Petra jetzt wieder voll arbeiten geht. Andreas erhält zusätzlich eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung in Höhe von 445 Euro monatlich. Trotzdem müssen die Carstensens mit einer riesigen Versorgungslücke kämpfen und sich massiv finanziell einschränken!

… mit privater Absicherung bei Tanja Wisciniarek und Helge Trudel

Tanja (34) und Helge (42) leben mit der gemeinsamen Tochter Leni – zusammen verdienen sie 4.500 Euro netto, als Tanja die Diagnose Burnout erhält und ihren Job als Krankenschwester nicht mehr ausüben kann. Durch den Wegfall ihres Arbeitseinkommens haben die beiden monatlich lediglich noch 2.900 Euro als Haushaltseinkommen zur Verfügung, weil die Deutsche Rentenversicherung keine Erwerbsminderung feststellt.

YogaAber Tanja Wisciniarek hat privat vorgesorgt und bekommt eine private Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.222 Euro ausgezahlt. Außerdem übernimmt der Versicherer wegen der Berufsunfähigkeit auch die monatlichen Beiträge für ihre private Altersvorsorge in Höhe von 170 Euro. Damit stehen die beiden finanziell kaum schlechter da als vorher und Tanja Wisciniarek kann sich ganz auf ihre Genesung und die geplante Umschulung konzentrieren.