Berufsunfähigkeitsversicherung: Burn-out mitversichern

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert Sie auch gegen das Risiko eines Burn-outs ab – dabei gilt:

  • Volle Rente ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit, unabhängig vom Grund des Burn-outs
  • Das Burn-out-Risiko gilt für alle Berufsgruppen – vor allem aber Heilberufe und soziale Tätigkeiten gelten als besonders gefährdet.
  • Schutz frühzeitig sichern – mit einem diagnostizierten Burn-out sinkt die Chance auf Versicherungsschutz deutlich.

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Was ist Burn-out eigentlich?

Der Burn-out ist vor allem als schleichende Krankheit bekannt:

  • Ausgangspunkt ist oft das Bestreben, besonders leistungsstark sein zu wollen – der Burn-out startet oft mit dem Gefühl, anderen etwas beweisen zu wollen oder müssen.
  • In der ersten Phase fühlen die Betroffenen sich erschöpft, sind entmutigt und fühlen sich „ausgepowert“.
  • In der zweiten Phase tritt die Distanz zum Job ein – die Betroffenen werden zynisch, verlieren den Kontakt zu den Kollegen, ziehen sich zurück, das soziale Leben verläuft mechanisch und emotionsarm.
  • In der dritten Phase verlieren die Betroffen ihre Leistungsfähigkeit: Sie haben das Gefühl, keine Erfolge mehr zu erzielen, werden hoffnungslos, wollen keine Verantwortung mehr tragen, zweifeln am Sinn des Jobs und ihrer Tätigkeit und verspüren Perspektivlosigkeit.

Am Ende steht dann meist ein psychischer oder physischer Zusammenbruch, der bis hin zu Selbstmordgedanken führen kann.

Mögliche Gründe für Burn-out

  • Übermäßige Arbeitsbelastung
  • Unerfüllbare Vorgaben im Beruf
  • Überengagement –
    zu sehr ausgeprägter Ehrgeiz
  • Stress
  • Mobbing
  • Angst um die berufliche Zukunft
  • Keine Anerkennung privat und beruflich
  • Kein soziales Netz im Privatleben –
    niemanden zum Reden
  • Zeitdruck im Beruf
  • Langweilige Routinen
  • Unterforderung
  • Keine soziale Bindung im Job
  • Schlechtes Betriebsklima

Immer mehr Ärzte von Burn-out betroffen

Viel Arbeit, steigender Druck und überbordende Bürokratie sind häufig die Auslöser für Burn-out bei Ärzten. Zusätzlich befinden sich Ärzte in einer Zwickmühle zwischen Patientenwohl und Krankenhauswirtschaft. Das kann zu dauerhafter Frustration und Stress führen, die in völliger Erschöpfung enden kann. Laut BR24 stehen Lehrer an erster Stelle der betroffenen Berufsgruppen, gefolgt von den Ärzten auf Platz 2. Die Symptome eines Burn-out können sich sehr verschieden äußern: z.B. Schwindelgefühle, Herzrasen, Panikattacken oder Schlafstörungen.

Burn-Out in Klassifikation der Krankheiten aufgenommen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Mai 2019 beschlossen, das Syndrom Burn-out in die Klassifikation der Krankheiten aufzunehmen. Bisher gab es dafür keine eigene Codierung. Für die WHO ist die Definition von Burn-out, als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, besonders wichtig gewesen. Demzufolge sollte es keine Debatten unter Fachleuten mehr geben, ob die Bezeichnung Burn-out auch „für Erfahrungen in anderen Lebensbereichen“ gilt. Ab Januar 2022 tritt der Beschluss in Kraft und die Codierung ist unter ICD-11 möglich.

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Kann ein Burn-out der Grund für das Aus im Job sein?

Psychische Erkrankungen sind schon heute einer der Hauptgründe für den Eintritt der Berufsunfähigkeit – und speziell das Burn-out-Syndrom führt immer häufiger zu Fehlzeiten im Job.

Betroffen sind dabei alle Berufsgruppen, wenn auch in sozialen Berufen das Risiko eines Burn-outs als besonders hoch gilt. Unabhängig von der Berufsgruppe gilt aber: Aus der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit kann dann schnell eine dauerhafte werden, die in die Berufsunfähigkeit mündet. Die Folge: Nach der Lohnfortzahlung wird die Zahlung von Krankengeld bei einem dauerhaften Ausscheiden aus dem Job gestoppt, und Sie stehen finanziell vor dem Nichts. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mindert dieses Risiko ab.

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Ist Burn-out bei der Berufsunfähigkeitsversicherung mitversichert?

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden keine einzelnen Krankheiten versichert. Der Versicherungsschutz tritt ein, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf voraussichtlich für sechs Monate nicht mehr zu mindestens 50 Prozent ausgeübt werden kann. In der Praxis sieht das so aus:

  • Der Versicherte: Der 45-Jährige aus Berlin arbeitet als Servicetechniker bei einem Telekommunikationsdienstleister in der Position eines Abteilungsleiters. Er terminiert Aufträge, budgetiert seinen Verantwortungsbereich und ist für Personalfragen zuständig. Er arbeitet tariflich 40 Stunden pro Woche und verdient brutto 3.390 Euro.
  • Seine Krankheit: Sein Arzt hat ein Erschöpfungssyndrom (Burn-out) diagnostiziert. Seine Angstzustände und die Depression führen dazu, dass er sich nicht mehr konzentrieren kann im Arbeitsalltag. Personalgespräche kann er nicht mehr führen, die bisherige Aufgabenverantwortung kann er nicht mehr übernehmen.
  • Seine Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung: Der Versicherte erhält 1.550 Euro monatliche Berufsunfähigkeitsrente von seinem Versicherer – die Rente läuft maximal bis zum 65. Lebensjahr.
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Ich hatte vor einiger Zeit einen Burn-out – bekomme ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wer bereits an einem Burn-out erkrankt ist und – selbst nach überstandener Krankheit – eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, wird oft Probleme haben, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, die bei der gestellten Diagnose Burn-out Versicherungsschutz anbietet. Um eine Absicherung zu erhalten, gehen Sie am besten wie folgt vor:

  • Gesundheitsgeschichte zusammentragen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenversicherung und tragen alle Diagnosen und Berichte zusammen.
  • Voranfrage stellen: Mit diesen Unterlagen wenden Sie sich an einen Makler, der für Sie bei allen Berufsunfähigkeitsversicherungen Voranfragen stellt – so ermitteln Sie ganz unverbindlich, ob und zu welchen Konditionen man Sie dort versichern würde.
  • Auswahl treffen: Wenn es Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt, die Sie mit einem Burn-out versichern würden, dann sollte der Vertrag auf gar keinen Fall einen Leistungsausschluss für einen Burn-out vorsehen – vereinbaren Sie stattdessen, wenn möglich, lieber einen Risikozuschlag!

Tipp: Vorerkrankungen müssen in der Regel nur für die letzten fünf Jahre angegeben werden – erhalten Sie kein gutes Angebot für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, kann es sinnvoll sein, die Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung so lange zurückzustellen, bis die Fünf-Jahres-Frist abgelaufen ist. Sie gehen dann „unvorbelastet“ auf die Suche nach dem richtigen Versicherer!