Krankenkassenwechsel 2020
Richtige K√ľndigung beim Wechsel der Krankenkasse

Leistungen & Tarife
Sonderf√§lle & K√ľndigung
K√ľndigung & Fristen
PKV & Wechsel
Wechsel & Rechenhilfe
Stolperfallen & Hilfe

Aktualisierung: 27.11.2019

Eine Studie der PricewaterhouseCoopers AG belegt, dass rund 60 % der Versicherten ihren Zusatzbeitrag nicht kennen und von der Krankenkasse nicht ausreichend dar√ľber schriftlich informiert wurden. In der Regel nehmen die Mitglieder √Ąnderungen kaum wahr, es sei denn, sie machen schlechte Erfahrungen bei der Kosten√ľbernahme von dringend ben√∂tigten Leistungen oder beim Kundenservice. Ein g√ľnstiger Zusatzbeitrag bedeutet jedoch nicht, dass die Kasse gute Leistungen anbietet, h√§ufig werden diese sogar gek√ľrzt oder auch komplett gestrichen.

  • Wechsel nach 18 Monaten KK-Mitgliedschaft m√∂glich

  • Regul√§re K√ľndigungsfrist von zwei Monaten

  • Sofortige K√ľndigung in Sonderf√§llen

Kurz und Knapp: Das Wichtigste zum GKV-Wechsel

Vorteile

  • Geld sparen durch g√ľnstigeren Zusatzbeitrag und bessere Leistungen (z.B. h√∂here Kosten√ľbernahme bei Zahnreinigung)

  • Besserer Kundenservice

  • Mehr Leistungen

Nachteile

  • Wahltarife k√∂nnen kurzfristigen Wechsel verhindern

  • Eine Sonderk√ľndigung aufgrund der Fusionierung zweier Krankenkassen ist nicht m√∂glich

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So funktioniert der Krankenkassen-Wechsel!

Die Krankenkasse wechseln f√ľr bessere Leistungen bzw. g√ľnstigere Tarife

Der Gesetzgeber gesteht Ihnen seit 1996 Wahlfreiheit in der gesetzlichen Krankenversicherung zu, trotz Versicherungspflicht ist es also m√∂glich, den Vertrag mit Ihrer Krankenkasse zu k√ľndigen. Im Anschluss k√∂nnen Sie, je nach Voraussetzungen, entweder in die eine oder andere gesetzliche bzw. private Krankenversicherung wechseln.

Es gibt viele Gr√ľnde sich f√ľr einen anderen Versicherer zu entscheiden, denn jeder hat seine eigenen Vorstellungen von der richtigen Krankenkasse. H√§ufig sind es jedoch unfreundliche Servicemitarbeiter, die mangelnde Erstattung wichtiger Medikamente oder eine Beitragserh√∂hung die Versicherungsnehmer zu einem Wechsel motivieren. Der wohl wichtigste Grund ist und bleibt aber der Zusatz¬≠beitrag, der je nach Krankenkasse individuell erhoben werden kann. W√§hrend manche Kranken¬≠versicherungen gar keinen Zusatz¬≠beitrag erheben, liegt dieser bei anderen bei 1,7%. Je nach Krankenkasse und Verdienst, kann man bei einem Kassenwechsel derzeit bis zu 902,70 ‚ā¨ im Jahr sparen. Das sollte jedoch nicht der einzige Grund sein zu wechseln: Wichtige Kriterien sind unter anderem lukrative Bonusprogramme, besondere Extra¬≠leistungen und kompetenter Kundenservice. Es lohnt sich auch die Krankenkassen Testsieger verschiedener Kategorien genauer unter die Lupe zu nehmen, um seinen pers√∂nlichen Favoriten zu finden.

Die richtige Wahl treffen ‚Äď Merkmale einer guten Krankenkasse

Es gibt verschiedene Kriterien, die eine gute Krankenkasse kennzeichnen. Dazu z√§hlen beispielsweise Service, Bonusprogramme, angebotene Zusatz¬≠leistungen¬†oder ein geringer Zusatzbeitrag. Letztlich ist es aber immer ein ganz individuelle Entscheidung des Versich¬≠erten, denn nicht jede gute Krankenkasse passt auch zu dem eigenen Gesundheitsverhalten. Um einen guten √úberblick √ľber die allge¬≠meinen Ange¬≠bote und Leistungen einer bestimmter Krankenkasse zu erhalten, helfen auch regelm√§√üige Tests und Vergleiche unab¬≠h√§ngiger Institute. Folgende Eigenschaften sollten Sie bei der Wahl ihrer neuen Krankenkasse beachten:

F√ľr Versicherte ist es immer hilfreich, wenn sie in dringenden Angelegenheiten einen Ansprechpartner haben. Eine gute Krankenkasse sollte daher problemslos erreichbar sein, sei es pers√∂nlich oder per Telefon. Damit sich die Versicherten umfangreich versorgt und beraten f√ľhlen, erm√∂glichen viele Kassen ihren Angeh√∂rigen eine medizinische Hotline mit Gesundheitsexperten. Auch die Vereinbarung von Facharztterminen oder eine Arzneimittelberatung geh√∂ren mittlerweile zum Service vieler Krankenkassen.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten zus√§tzlich zum gesetzlichen Leistungskatalog eine Vielzahl an Zusatzleistungen an. So werden beispielsweise die Kosten f√ľr Gesundheitskurse, Heilpraktiker oder¬†professionelle Zahnreinigung¬† anteilig oder vollst√§ndig von der Kasse erstattet. Der Zuschuss erfolgt aber h√§ufig nur f√ľr √Ąrzte und Therapeuten, die gepr√ľft sind bzw. Vertragspartner der Krankenkasse sind.

Die Bonusprogramme sind f√ľr viele Versicherte zu einem wichtigen Kriterium bei der Wahl der Krankenkasse geworden. Ziel dieser Programme ist ein m√∂glichst bewusster und umsichtiger Umgang mit der eigenen Gesundheit. Die Krankenkasse legt verschiedene Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen fest, f√ľr dessen Durchf√ľhrung die Versicherten belohnt werden. H√§ufig muss f√ľr eine Geld- oder Sachpr√§mie eine bestimmte Mindestanzahl an Ma√ünahmen erfolgt sein.

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Gesetzliche Krankenkasse – K√ľndigungsfrist & Mindestversicherungszeit beachten

Um die Krankenkasse k√ľndigen zu k√∂nnen, gilt als Voraussetzung, dass sie bereits seit 18 Monaten oder l√§nger Mitglied sind. Die K√ľndigung¬†der Krankenkasse muss schriftlich erfolgen und wird zum Ende eines Monats eingereicht, anschlie√üend erhalten Sie innerhalb von 14 Tagen eine K√ľndigungsbest√§tigung nach ¬ß 175 Abs. 4 S√§tze 3 und 4 SGB V f√ľr nach ¬ß 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V Versicherte. Diese ist zur Vorlage bei der neuen Krankenkasse bestimmt, um eine Doppel¬≠versicherung auszuschlie√üen – ohne diese Best√§tigung kann man nicht aufgenommen werden. Die K√ľndigungsfrist betr√§gt 2 Monate und wird immer zum Monatsende ausgef√ľhrt. K√ľndigungsgr√ľnde kann es viele geben, es ist aber nicht zwingend notwendig, diese zu benennen. Einen K√ľndigungsvordruck finden Sie in Ihren Wechselunterlagen zum Krankenkassenvergleich.

Beispiel:

  • K√ľndigung geht am 29.09. bei der alten Krankenkasse ein
  • K√ľndigungstermin:¬†30.11.
  • Krankenkasse muss K√ľndigung bis 13.10. schriftlich best√§tigen
  • neue Krankenkasse ist g√ľltig ab 01.12.

Ausnahmeregelungen:

  • Familienversicherte
  • freiwillig Versicherte
  • Erh√∂hung bzw. erstmalige Erhebung des Zusatzbeitrags

Normalerweise¬†kann die neu gew√§hlte Krankenkasse eine Mitgliedsbescheinigung¬†nur ausstellen, wenn die K√ľndi¬≠gungs¬≠best√§tigung¬†der bisherigen Kasse¬†vorliegt. F√ľr freiwillig Versicherte gilt diese¬†Regelung nicht, wenn eine Fami¬≠lien¬≠versicherung¬†eintritt oder ein Wechsel in¬†eine private Krankenversicherung¬†erfolgt. Viele¬†Kassen verzichten sogar auf die Einhaltung der K√ľndigungsfrist,¬†wenn eine Familienversicherung¬†beginnt.

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Die richtige K√ľndigung: So k√∂nnen¬†Sie die Kasse wechseln

fax Eine K√ľndigung muss grunds√§tzlich auf dem schriftlichen Weg (als Brief, Fax oder per Einschreiben ) eingereicht werden und mit Ihrer Unterschrift versehen sein, ansonsten ist sie nicht g√ľltig. Die K√ľndigung kann zu einem bestimmten Datum oder zum n√§chstm√∂glichen Zeitpunkt erfolgen. Au√üerdem ist es wichtig, bei der bisherigen Kranken¬≠kasse eine schriftliche K√ľndigungsbest√§tigung anzu¬≠fordern. Diese wird ben√∂tigt, um sp√§ter die Mitgliedschaft bei einer neuen Krankenversicherung zu beantragen.

Versenden Sie Ihre K√ľndigung rechtzeitig!¬†Sie muss am letzten Tag eines Monats bei der Krankenkasse eingegangen sein, sonst wird die K√ľndigung erst einen Monat sp√§ter wirksam – die Datierung des Poststempels auf den letzten Tag im Monat reicht hier nicht aus.

TIPP: Wenn Sie ausschlie√üen wollen, dass die alte Krankenkasse Sie zum Verbleib bewegt, f√ľgen Sie diesen Satz Ihrer K√ľndigung hinzu: Von R√ľckwerbeversuchen sowie pers√∂nlichen Besuchen jeder Art bitte ich Abstand zu nehmen. Hierzu verweise ich auf ¬ß 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG, ¬ß 20 UWG.

K√ľndigungsfrist Krankenkasse – Rechenhilfe

Sie¬†k√ľndigen¬†im Ihre Mitgliedschaft endet zum
Januar 31. März
Februar 30. April
März 31. Mai
April 30. Juni
Mai 31. Juli
Juni 31. August
Juli 30. September
August 31. Oktober
September 30. November
Oktober 31. Dezember
November 31. Januar
Dezember 28. Februar (29. Februar in Schaltjahren)

Sonderk√ľndigungsrecht nicht verpassen

Der Beitrag f√ľr gesetzlich Versicherte richtet sich grunds√§tzlich nach dem Bruttoeinkommen. Dieser setzt sich aus einem Arbeitgeber- und einem Arbeitnehmeranteil zu je gleichen Teilen zusammen. Arbeit¬≠nehmer und Arbeit¬≠geber √ľbernehmen damit jeweils 7,3 Prozent. Der Prozentsatz ist f√ľr alle Krankenkassen gleich. Von 2011 bis 2014 war der Beitragssatz f√ľr alle Kassen einheitlich festgelegt. Seit Januar 2015 erhebt jede Krankenversicherung individuelle Beitr√§ge √ľber einen Zusatz¬≠beitrag. Bisher konnten nur einige wenige Kassen darauf verzichten. Seit Januar 2020 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,1% . Viele Experten prognostizieren weitere Erh√∂hungen in den kommenden Jahren. Dadurch entsteht¬† eine h√∂here finanzielle Belastung f√ľr viele Mitglieder der Krankenkassen, die sich unter Umst√§nden verringern l√§sst – die Rede ist vom Sonderk√ľndigungsrecht bei der erstmaligen Erhebung oder der Erh√∂hung des bisherigen Zusatzbeitrages. Sp√§testens einen Monat vorher muss die Krankenkasse

‚Äļ das √úberschreiten der Altersgrenze von 23 Jahren (ohne Erwerbst√§tigkeit),

‚Äļ durch eine Berufsausbildung bei Kindern √ľber 25,

‚Äļ die Aufnahme einer Berufst√§tigkeit oder durch den Start in die Selbst√§ndigkeit,

Damit ist auch bereits vor Ablauf der regul√§ren Mindestbindungszeit von 18 Monaten ein Krankenkassenwechsel m√∂glich, allerdings greift auch hier die 2-monatige K√ľndigungsfrist – ein sofortiger Wechsel ist ausgeschlossen. Sp√§testens bis zum Ende des Monats, in dem der erstmalige oder erh√∂hte Zusatzbeitrag erhoben werden soll, muss die K√ľndigung erfolgt sein.

Wenn der angek√ľndigte¬†Zusatzbeitrag den durchschnittlichen, vom Gesetzgeber festgelegten, √ľberschreitet, muss der Versicherer darauf hinweisen, dass die M√∂glichkeit besteht, in eine g√ľnstigere Kasse zu wechseln. Auch wenn Sie mit dem neuen Zusatzbeitrag nicht einverstanden sind, ist dieser so lange zu zahlen, bis die Aufnahme bei einer anderen Krankenkasse erfolgt ist. Eine Zahlungsverweigerung des h√∂heren Betrages wegen K√ľndigung ist nicht m√∂glich.

Wissenswert: Seit dem 01.01.2009 bewirkt eine Fusion von Krankenkassen kein Sonderk√ľndigungsrecht mehr. Erhebt die neue Krankenkasse einen Zusatzbeitrag oder erh√∂ht er sich, besteht wiederum das Recht zur Sonderk√ľndigung. Mit der Fusion wird die 18-monatige Bindungsfrist fortgef√ľhrt und beginnt nicht neu. Es gelten die genannten Fristen.

Sofortiger Krankenkassen-Wechsel nach Statusänderung

Seit dem 11.09.2019 ist ein Krankenkassenwechsel im Rahmen eines sofortigen Krankenkassenwahlrechts ohne K√ľndigung zu l√§ssig. Dieses Recht greift im Zuge einer Status√§nderung, z.B. im Falle eines Arbeitgeberwechsels. Voraussetzung ist, die Einhaltung der 18-monatigen Bindungsfrist sowie ein nahtloser √úbergang von der alten zur neuen Krankenkasse. Wichtig ist hierbei auch, dass Versicherte innerhalb von 14 Tagen nach Beginn der neuen Besch√§ftigung vom Wahlrecht Gebrauch machen. Die Mitgliedsbescheinigung der neuen Krankenkasse muss dem Arbeitgeber innerhalb der ersten zwei Besch√§fti¬≠gungs¬≠wochen vorgelegt werden. Wenn diese Frist vers√§umt wird, bleibt die Mitgliedschaft in der bisherigen Krankenkasse bestehen.

Alter Status  Neuer Status
Arbeitslosigkeit (Arbeitslosengeld I / II ) versicherungspflichtige / freiwillige Beschäftigung
Studium (studentische Krankversicherung) versicherungspflichtige / freiwillige Beschäftigung
versicherungspflichtige / freiwillige Beschäftigung Arbeitslosigkeit (Arbeitslosengeld I / II )
Arbeitslosigkeit (Arbeitslosengeld I / II ) versicherungspflichtige / freiwillige Beschäftigung
Selbstständigkeit (freiwillige Versicherung) versicherungspflichtige / freiwillige Beschäftigung

Wahltarife können kurzfristigen Wechsel verhindern

Je nach Versicherer gibt es unterschiedliche Wahltarife, z.B. kann man eine bestimmte Summe an Beitr√§gen erstattet bekommen, wenn man keine √§rztlichen Behandlungen in Anspruch nimmt. Der Nachteil ist jedoch, dass man sich mindestens ein Jahr oder l√§nger bindet und nicht kurzfristig die Krankenkasse wechseln kann. Das Sonderk√ľndigungsrecht bei Erh√∂hung der Beitr√§ge greift auch beim Wahltarif, jedoch nicht beim Krankengeldtarif f√ľr Selbst√§ndige – hier bleibt die Bindungsfrist von 3 Jahren bestehen.

Familienversicherung endet? Studenten und Azubis aufgepasst!

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) k√∂nnen Kinder bis 18 Jahre √ľblicherweise familienversichert werden; solange sie kein eigenes Einkommen erzielen und sich ihr Wohnsitz oder gew√∂hnlicher Aufenthalt in Deutschland befindet auch bis zum Ende des 23. Lebensjahres.

Wenn die Familienversicherung wegfällt, beispielsweise durch

‚Äļ das √úberschreiten der Altersgrenze von 23 Jahren (ohne Erwerbst√§tigkeit),

‚Äļ durch eine Berufsausbildung oder Studium bei Kindern √ľber 25,

‚Äļ die Aufnahme einer Berufst√§tigkeit oder durch den Start in die Selbst√§ndigkeit,

brauchen¬†Sie diese nicht k√ľndigen. Ganz gleich ob Sie in der gleichen Krankenkasse bleiben wollen oder in eine andere wechseln: wenn Sie weiterhin alle Voraussetzungen f√ľr eine Mitgliedschaft in der GKV erf√ľllen, m√ľssen Sie einen Antrag auf Mitgliedschaft stellen.¬†Entscheiden Sie sich f√ľr eine andere Krankenkasse, wird diese im Antrag √ľber die bisherige Familienversicherung informiert, eine K√ľndigung Ihrer alten Kasse ist auch hier nicht erforderlich.

TIPP: Bei einer angehenden Selbständigkeit nehmen Sie unbedingt vorher Kontakt mit ihrer Krankenkasse auf, damit Sie später keine böse Überraschungen erleben. Es gibt viel zu beachten, unter anderem werden die Beiträge anders berechnet.

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Von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln

Der Weg von der privaten Krankenversicherung (PKV) zur√ľck in die gesetzliche (GKV) ist h√§ufig sehr schwierig und nur unter bestimmten Voraussetzungen m√∂glich. Der Gesetzgeber m√∂chte verhindern, dass sich nur junge gesunde Menschen in der PKV versichern und die √§lteren Kranken alle in der GKV sind. Politisch ist es nicht gewollt zu jedem beliebigen Zeitpunkt zwischen den beiden Versicherungs¬≠systemen hin und her zu springen und dabei immer die preiswerteste Variante zu nutzen.

Ist ein Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich, gibt es trotzdem die Möglichkeit zu sparen. Wenn Sie erst 5 Р7 Jahre bei Ihrem jetzigen Anbieter versichert sind, lohnt es sich eventuell die private Kranken­versicherung zu wechseln. Sind Sie bereits länger in der PKV, kommt nur ein Tarifwechsel in Frage, aber auch dabei lässt sich bares Geld sparen.

Sonderregelung!¬†Wer selbst√§ndig ist und als K√ľnstler/Publizist arbeitet, hat die M√∂glichkeit √ľber die K√ľnstlersozialkasse (KSK) von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Jedoch gilt auch hier, dass man j√ľnger als 55 Jahre ist und den T√§tigkeits¬≠bereich seiner Selbst√§ndigkeit nachweist. Folgende Voraussetzungen k√∂nnen unter weiteren Bedingungen einen Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erm√∂glichen:

Voraussetzungen:

  • unter 55 Jahre
  • Student nach dem Studium
  • bei Bezug von Arbeitslosengeld I
  • F√ľr Selbst√§ndige: Wechsel in ein Angestellten¬≠verh√§ltnis f√ľr mind. 1 Jahr und mit einem Einkommen unterhalb der Jahres¬≠arbeits¬≠entgelt¬≠grenze (JAEG). Die Selbst√§ndigkeit kann auch nebenberuflich weitergef√ľhrt werden, wenn ein Vollzeitjob ausge√ľbt wird.

  • F√ľr Arbeitnehmer in der PKV:
    1) Einkommen liegt f√ľr mindestens ein Jahr unter der Versicherungspflichtgrenze
    2) muss in den letzten f√ľnf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht in der GKV versicherungspflichtiges Mitglied gewesen sein

  • Erstfeststellung einer Behinderung:
    GdB (Grad der Behinderung) von mindestens 50, jedoch gibt es bei einigen Krankenkassen eine Altersbeschränkung bis 45 Jahre

Ratgeber f√ľr Stolperfallen – Was tun bei Schwierigkeiten mit der Krankenkasse?

Mit der Option, von den Versicherten individuelle Zusatzbeitr√§ge zu verlangen, hatte sich der Gesetzgeber unter anderem gedacht, die Konkurrenz unter den Kassen anzukurbeln. Gerechnet hat er sicher nicht damit, dass einige Kassen inzwischen einen eher unlauteren Wettbewerb mit allen erdenklichen Mitteln und Methoden f√ľhren. H√§ufig kann es passieren, dass Krankenkassen die √úbersendung der K√ľndigungsbest√§tigung hinausz√∂gern, indem sie lediglich ein Schreiben zu senden, dass die K√ľndigung thematisiert. Oft geht es darin um vermeintliche Bedingungen oder sogenannte R√ľckholaktionen, um einen Wechsel zu verhindern. Dar√ľber hinaus kann es immer wieder dazu kommen, dass Wechsel-Unterlagen nicht rechtzeitig genug bearbeitet werden und damit f√ľr den Kunden wichtige Fristen verstreichen. Zum Gl√ľck gibt es unterschiedliche Schritte die Betroffene einleiten k√∂nnen, um sich effektiv dagegen zu w√§hren. Hier sind einige Tipps und Hinweise, wie sie gegen solche Kassen vorgehen k√∂nnen.

So können Sie vorgehen: 

Zunächst sollten Betroffene Kontakt zum Beschwerdemanagement der eigenen Krankenkasse aufnehmen. Bringt dieses Vorgehen nichts oder dauert es unter Umständen zu lange, kann auch der Vorstand der Kasse schriftlich kontaktiert werden. Die entsprechende Adresse findet sich meist im Impressum der Website der jeweiligen Krankenkasse.

Hilfestellung bieten auch die unabh√§ngigen Verbraucherzentralen. Hier kennen die Ansprechpartner h√§ufig die Probleme bereits von anderen Krankenkassenmitgliedern. Als Sammelstelle von Beschwerden ist mitunter ein Vorgehen durch die Verbrauchersch√ľtzer sinnvoller als der alleinige Gang durch die Instanzen. Rechtliche Unterst√ľtzung kann aber eher nicht oder nur in sehr geringem Umfang gew√§hrt werden.

Von der Bundesregierung ins Leben gerufen, ist¬†‚ÄěDie Unabh√§ngige Patientenberatung Deutschland‚Äú (UPD)¬†bundesweit in 22 Beratungsstellen t√§tig. Fragen rund um Gesundheit oder gesundheitsrechtliche Themen werden objektiv und kostenlos von Experten beantwortet.

Der Schritt in die n√§chsth√∂here Instanz bedeutet entweder, sich an das Gesundheitsministerium des entsprechenden Bundeslandes oder¬†an das Bundesamt f√ľr soziale Sicherung zu wenden. Letztere Institution f√ľhrt die Oberaufsicht √ľber die bundesunmittelbaren gesetzlichen Krankenkassen, die in mehr als drei Bundesl√§ndern agieren ‚Äď insgesamt sind das nur 69 von 113 gesetzlichen Versicherern. Die AOKn und die regional ausschlie√ülich auf ein oder zwei Bundesl√§nder beschr√§nkten Kassen unterliegen der direkten Aufsicht der Gesundheits- oder Sozialministerien der einzelnen Bundesl√§nder, in denen sie ihren Sitz haben.

Unsere Leser fragen ‚Äď wir antworten: Die beliebtesten FAQ

Um die Krankenkasse wechseln bzw. k√ľndigen zu k√∂nnen, gilt als Voraussetzung, dass Sie bereits seit 12 Monaten oder l√§nger Mitglied sind. Die K√ľndigung der Krankenkasse muss schriftlich erfolgen und wird zum Ende eines Monats eingereicht, anschlie√üend erhalten Sie innerhalb von 14 Tagen eine K√ľndigungsbest√§tigung. Diese ist zur Vorlage bei der neuen Krankenkasse bestimmt, um eine Doppelversicherung auszuschlie√üen ‚Äď ohne diese Best√§tigung kann man nicht aufgenommen werden. Ausnahmen gelten f√ľr Privatversicherte, Familienversicherte und Erstversicherung in Deutschland. Die K√ľndigungsfrist betr√§gt 2 Monate und wird immer zum Monatsende ausgef√ľhrt.

Weitere Informationen zu Krankenkasse-Wechsel.

Sind Sie bereits 12 Monate oder l√§nger Mitglied, haben sie die M√∂glichkeit Ihre Krankenkasse zu wechseln. Beachten Sie hier bitte die K√ľndigungsfrist von 2 Monaten. Im Falle einer Sonderk√ľndigung k√∂nnen Sie die Krankenkasse auch ohne Einhaltung der Mindestbindefrist wechseln. Im Falle eines Arbeitgeberwechsels haben Sie ebenfalls die M√∂glichkeit die Kranken¬≠versicherung zu wechseln.

Ausf√ľhrlichere Informationen zu Krankenkasse-Wechsel.

Versicherungsnehmer k√∂nnen die Krankenversicherung wechseln so oft sie m√∂chten. Einzige Voraussetzung ist eine Mindest-Mitgliedschaft von 12 Monaten, greift jedoch das Sonderk√ľndigungsrecht, kann die Krankenkasse auch sofort gewechselt werden.¬†

Erfahren Sie mehr √ľber die K√ľndigung der Krankenkasse.

Bei einer privaten Krankenversicherung handelt es sich um eine Versicherung auf freiwilliger Basis. Jede besch√§ftigte Person kann sich privat versichern, sofern die Regelungen f√ľr die freiwillige Krankenversicherung auf sie zutreffen. Dazu geh√∂ren beispielsweise Beamte, Selbst√§ndige und Studenten. Auch Angestellte haben die M√∂glichkeit, in die private Krankenversicherung einzutreten. Hierbei muss jedoch das gesamte Bruttoein¬≠kommen innerhalb eines Jahres oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegen, die j√§hrlich neu ermittelt wird. Zudem gelten unterschiedliche Voraussetzungen f√ľr verschiedene Berufsgruppen.

Erfahren Sie mehr √ľber die gesetzliche Krankenversicherung.

Die Dauer des Krankenkassenwechsels l√§sst sich nicht exakt bestimmen. Sie h√§ngt immer von den individuellen Gegebenheiten ab. Sind Sie bereits l√§nger als 12 Monate Mitglied in ihrer Krankenkasse habe Sie eine K√ľndigungsfrist von 2 Monaten. Ist ihre K√ľndigung bei ihrer Krankenkasse eingetroffen, erhalten Sie innerhalb von 2 Wochen eine K√ľndigungs- best√§tigung. Die K√ľndigung erfolgt zum Monatsende. In dem Fall dauert der Wechselprozess min. 8 Wochen. Im Fall einer Sonderk√ľndigung verringert sich der Zeitraum, da Sie sofort k√ľndigen k√∂nnen.

Weitere Informationen zu Krankenkasse-Wechsel.

Unsere Autor*innen
Kauffrau im Gesundheitswesen bei der

Jana ist ausgebildete Kauffrau im Gesundheitswesen. Seit vielen Jahren recherchiert sie spannende Fakten f√ľr die Krankenkassen-Zentrale. Aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung im Gesundheitswesen, verfasst sie vor allem Artikel zu den Themen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Erg√§nzend durchleuchtet sie regelm√§√üig die Themen Fitness, Abnehmen und gesunde Ern√§hrung.