//Private Krankenversicherung (PKV): RATGEBER 2018 & Insidertipps!
Private Krankenversicherung (PKV): RATGEBER 2018 & Insidertipps! 2018-02-03T17:09:06+00:00

Private Krankenversicherung (PKV) – Ratgeber 2018!

Rund 9 Millionen Menschen sind privat versichert! Doch für wen ist eine PKV sinnvoll? Welche Vorteile bietet das System und wer hat überhaupt die Möglichkeit, sich privat zu versichern? Welcher Anbieter hat die besten Testergebnisse erhalten? Diese Fragen und andere wertvolle Fakten hat die Krankenkassen-Zentrale für Sie verständlich aufbereitet. Sobald Sie eine private Krankenversicherung suchen oder einen Wechsel überlegen, sollten Sie sich hier ausführlich informieren und die aktuellsten Insidertipps wissen!

Private Krankenversicherung Vergleich
Private Krankenversicherung Angestellte
Private Krankenversicherung Voraussetzung
Private Krankenversicherung Wechsel
Private Krankenversicherung Beamte
Private Krankenversicherung Selbständige
Private Krankenversicherung Grenze
Private Krankenversicherung Kinder

PKV-VersicherungDie PKV Vorteile im schnellen Überblick:

Viele Menschen entschei­den sich für eine Privat­kasse wegen umfang­­reicher Leistungen (abhängig vom Vertrag individuell wählbar. Sie zahlen nur das, was sie wirklich benötigen).

  • Kurze Wartezeiten, kurzfristige Terminvergabe, Komfortbehandlung

  • Umfassende Kostenerstattung für Zahnbehandlung

  • Keine Zuzahlungen (je nach Tarif)

  • Über 90 Prozent zufriedene Kunden

Checkliste

Einige Aspekte sind für Außen­stehende und Neu­kunden schwer einzu­schätzen. Prüfen und vergleichen Sie daher aktuelle PKV-Test­berichte und Rankings. Diese enthalten vielfach Informationen über Service­qualität oder die finanzielle Situation der Anbieter.

Checkliste für eine gute Private Krankenversicherung!

Bevor Sie sich für einen PKV-Anbieter entscheiden und den Versicherungsvertrag unterzeichnen, können Sie mit einigen Merkmalen prüfen, ob die Versicherung Ihren Bedürfnissen entspricht.

  • Beitragsstabilität: Das Unternehmen bietet eine solide Finanzbasis und wirtschaftet erfolgreich am Markt. Das hat Einfluss auf die Beitragsberechnung, so dass Ihre Beiträge in guten Händen sind und damit auch langfristig stabil bleiben.
  • Tarifvielfalt: Die Versicherung hat mehrere Tarifvarianten zur Auswahl, aus denen Sie wählen können. So erhalten Sie sich auch langfristig ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Das Unternehmen bietet eine Beitragsrückerstattung, z.B. für nicht genutzte Leistungen.

  • Die Versicherung zahlt eingereichte Arzt-Rechnungen unbürokratisch und zügig
  • Das Unternehmen bietet sowohl Tarife, die schon lange auf dem Markt sind, als auch solche, die erst wenige Jahre verfügbar sind (10 Jahre oder weniger). Dann können Sie bei Bedarf später besser Ihren Tarif optimieren.

  • Servicequalität: Prüfen Sie, ob die Krankenversicherung gute Kontaktmöglichkeiten bietet. Dazu zählt auch eine möglichst kostenlose, mindestens Montag bis Freitag erreichbare Hotline.

  • Sofern Sie Wert darauf legen einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, prüfen Sie dies vorher.

Private Krankenkassen – Große Unterschiede bei den Leistungen

Bevor Sie sich für eine Krankenversicherung entscheiden, vergleichen Sie die Tarifinhalte der Angebote genau. Dies sind die wichtigsten Leistungsaspekte, die Sie in einen Tarifvergleich einbeziehen sollten:

 
  • Kostenerstattung GOÄ ambulant: mind. 2,3-facher Satz

  • Kostenerstattung für Arznei/ Verbandmittel: Übernahme nach ärztlicher Verschreibung, nicht nur Nachahmerpräparate (Generika)
  • Kostenerstattung für Hilfsmittel: Der Hilfsmittelkatalog regelt die maximale Erstattung und sollte ein Tarifbestandteil sein. Ein offener Hilfsmittelkatalog bietet einen größeren Umfang an Hilfsmitteln als ein geschlossener, jedoch ist dieser auch deutlich teurer. Gerade Rollstühle, Rollatoren sowie Seh- und Hörhilfen sind recht kostenintensiv in der Anschaffung und werden im Alter häufig benötigt.

  • Kostenerstattung für Kuren oder Sanatoriumsaufenthalte
  • Kostenerstattung über GOÄ stationär: Wenn der Chefarzt behandelt, steigen die Kosten enorm.
  • Kostenerstattung GOZ für Zahnärzte: bis zu 3,5-facher Satz
  • Zahnleistungen: Erstattungssätze werden in Prozent angegeben. Die Differenz zu 100% müssen Sie aus eigener Tasche zahlen.

„Neben diesen objektiven Leistungskriterien müssen in der privaten Krankenversicherung auch weitere Kriterien berücksichtigt werden. Dies sind zum Beispiel die Beitragsentwicklung, Tarifkontinuität – sprich wie viele Tarife hat der Versicherer auf den Markt gebracht – sowie sein Verhalten während der Vertragslaufzeit, unter anderem bei der Leistungsregulierung.“

Aus Bund-der-Versicherten-Broschüre „Gut versichert in der privaten Krankenversicherung“ (online abgerufen am 02.09.2015)

5 häufige Irrtümer bei der Privatversicherung

Stimmt nicht, gutverdienende Angestellte machen gerade 13 Prozent aller Privatpatienten aus. Alle anderen sind unabhängig vom Einkommen versichert.
Stimmt nicht. Kosten für Krankheiten, die nach Vertragsbeginn erstmals auftreten, werden übernommen. Beiträge ändern sich nicht.
Das kann man nicht pauschalisieren. Gerade für Beamte ist die Private trotz Kindern meist die günstigere Alternative. Auch für gutverdienende Angestellte und Selbständige kann die private Familienversicherung günstiger sein. Jede Familie sollte das für sich durchrechnen.
Steigende Beiträge sind ein generelles Problem der Krankenversicherung – sowohl im privaten als auch im gesetzlichen Bereich. Hauptgrund ist die sogenannte „medizinische Inflation“, also die allgemeine Kostensteigerung im medizinischen Sektor. Hierzu gehören Kosten für Ärztehonorare, Behandlungen und Medikamte.
Es trägt immer eine ganze Jahrgangsgruppe eines Tarifs das Krankheitsrisiko dieser Altersgruppe, anstatt wie in der GKV, alle jungen das Risiko aller Älteren tragen. Angesichts der Demographieentwicklung wird das private System von vielen Experten sogar als vorteilhaft für die Zukunft angesehen.

Wer kann eine private Krankenversicherung abschließen? Die Voraussetzungen

Angestellte

Angestellte

Angestellte mit einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze können sich privat versichern. Sie erhalten einen Zuschuss vom Arbeitgeber.

PKV für Angestellte
Einkommensgrenze

Selbständige

Selbständige

Selbständige profitieren von der Privaten vor allem, wenn Sie bei Eintritt jung sind und wenig Vorerkrankungen haben. Der Eintritt ist auch über 55 Jahre möglich.

PKV für Selbständige
KV für Existenzgründer

Beamte

Beamte

Für Beamte sind private Krankenversicherungen besonders geeignet, da nur dort Anspruch auf Beihilfe durch den Dienstherren besteht.

PKV für Beamte
Beamtentarife im Test

Beschwerdequoten: Private Krankenkasse in der Kritik

Die Branche der PKV hat gemessen an der Versichertenzahl mit wenigen Beschwerden zu Leistungen, Kostenübernahme etc. zu kämpfen. Die Axa hatte laut Beschwerdestatistik der Bafin 2014 die meisten Beschwerden mit 142 zu verzeichnen, gefolgt von der DKV. Die wenigsten Beschwerden gingen bei der Bafin über die Vigo und die Württembergische ein. Allerdings jeweils gemessen an absoluten Zahlen. Berücksichtigt man die Anzahl der Versicherten, ergibt sich folgendes Bild:

PKV mit geringer Beschwerdequote:PKV mit branchenintern höchsten Beschwerdequoten:
  1. Hanse Merkur
  2. Württembergische
  3. Envivas
  4. DEVK
  5. R+V Versicherung
  1. LIGA Kranken
  2. Axa
  3. Hallesche
  4. Inter
  5. LKH

Die Zahlen beziehen sich auf Verträge der PKV Vollversicherung und der Krankenzusatzversicherung. Insgesamt sind in der Bafin-Statistik knapp 37,3 Mio. Versicherte verzeichnet, von denen 1.109 Beschwerden ausgingen. Der Anteil ist damit zwar recht gering. Dennoch: Im Vergleich zur Privaten Krankenversicherung sind die Quoten in anderen Versicherungssparten noch niedriger.

Das Bild vom zufriedenen PKV-Kunden zeichnet auch der Tätigkeitsbericht des PKV-Ombudsmann (2014), wenn auch mit anderen Zahlen. Dort werden 5.875 Beschwerden bei ca. 42,3 Mio Versicherten (PKV Vollversicherung, Zusatzversicherung und Pflegeversicherung) gelistet.

0 Gründe
für einen Online-Vergleich

In einer Studie (YouGov, Köln) wurden 2013 rund 2.500 Personen aus ganz Deutschland befragt, warum sie Vergleichsportale (für Finanz- & Versicherungsprodukte) im Internet nutzen. Die wichtigsten Gründe, sortiert nach häufigster Nennung:

  1. Große Auswahl an Verträgen
  2. Einfache Möglichkeit, sich über komplexe Produkte zu informieren
  3. Besserer Marktüberblick
  4. Mehr Transparenz
  5. Man bekommt weitere Anregungen zu anderen Produkten oder Tarifen
  6. Unabhängige Recherchemöglichkeit
  7. Einfachheit, Tarife abzuschließen
  8. Bessere Konditionen möglich
  9. Information darüber, worauf beim Abschluss zu achten ist
  10. Objektive Darstellungsweise

PKV passend zum Beruf

Insbesondere große Gesellschaften wie Debeka oder DKV haben viele unterschiedliche Tarife im Angebot. Wichtig ist darauf zu achten, das Leistungen und Kosten der Tarife gut aufeinander abgestimmt sind.

Daher sollten Sie verschiedene PKV im Test z.b. bei Stiftung Warentest und anderen Testagenturen vergleichen.

PKV im Test bei Stiftung Warentest

Beamte, Selbständige und Angestellte sind die drei größten Gruppen der Privatversicherten. Doch das System steht weiteren Personengruppen ebenso offen, dazu zählen.

Weitere Berufsgruppen im Überblick

Selbst bei Arbeitslosigkeit ist eine private Krankenversicherung möglich, allerdings nur für Personen, die bereits hier versichert waren, bevor sie arbeitslos wurden. Generell kann über einen aktuellen PKV-Vergleich im Internet geprüft werden, welche Versicherung  am besten passt.

0
PKV-Versicherte
0
Beitragseinnahmen
Anzahl der Anbieter45
PKV-Versicherte8.9 Mio
Pflegeversicherte9.5 Mio
Zusatzversicherungen23.5 Mio
Gezahlte Leistungen23.4 Mrd.*
Beitragseinnahmen33.9 Mrd.*
Gesparte Rückstellungen166.9 Mrd.*

Quelle: PKV-Verband. * = EURO ohne Pflegeversicherung

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Wichtig ist, Leistungen so zu wählen, dass weder eine Über- noch eine Unterversicherung entsteht. Als Versicherter können Sie nämlich genau die Leistungen versichern, die Sie tatsächlich benötigen. Wichtig: Stellen Sie die private Kranken­versicherung im Vergleich genau gegen­über bzw. nutzen Sie die unabhängige PKV-Beratung. So zahlen Sie nur den Beitrag für Ihre Leistungen.

ServiceSpezielle Beratung durch Fachleute

Vor einer Versicherungsberatung sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob Sie eine kostenpflichtige oder kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Beides hat bestimmte Vorteile.

Kostenlose Provisionsberatung

Versicherungsmakler (Vermittlung mehrerer Unternehmen)
Versicherungsvertreter (Vermittlung eines bestimmten Unternehmens)

Vorteil

Beratung bleibt kostenlos, wenn Sie keinen Vertrag abschließen.

Nachteil

Makler oder Vertreter verdienen eine Provision, sobald ein Produkt verkauft wurde. Die Provision ist dem abgeschlossenen Vertrag eingepreist, wird letztlich also vom Kunden bezahlt. Kritiker monieren, Neutralität sei beim Provisionsmodell nicht immer gewährleistet.

Tipp

Fragen Sie nach der Höhe der Provision. Sie sollten sich außerdem sicher sein, welche Versicherung Sie genau brauchen. Nehmen Sie sich im Zweifel nach dem Gespräch Bedenkzeit.

Private Krankenversicherung – Vergleich Online!

Kostenpflichtige Honorarberatung

Spezialisierte Anwälte & zugelassene Versicherungsberater
Bund der Versicherten (nur für Mitglieder) & Verbraucherzentralen

Vorteil

Da das Honorar nicht an den Verkauf eines Produktes gebunden ist, wird die Beratung oft als neutraler angesehen.

Nachteil

Kunde zahlt für Beratungsleistung. Üblich sind Stundensätze oder Pauschalen. Das Honorar ist aufwandsbasiert, auch wenn Sie keine Versicherung abschließen. Als Kunde ist es schwer einzuschätzen, ob Beratungszeit angemessen ist.

Tipp

Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor, damit Sie möglichst viele wertvolle Informationen für sich mitnehmen.

Beratung speziell zum Tarifwechsel

Die PKV in Zahlen

Trotz ständig steigender Mitgliederzahlen leidet auch die private Krankenversicherung unter dem zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen. Zwar blieben die Verwaltungskosten stabil, jedoch sind die Pro-Kopf-Ausgaben kontinuierlich angestiegen.

Innerhalb der vergangenen Jahre verzeichneten die privaten Krankenversicherungen einen stetigen Zuwachs ihrer Mitgliederzahlen. Die Zahl der Versicherten stieg von 7,2 Millionen im Jahr 1998 auf rund 9 Millionen im Jahr 2015. 2009 waren etwa 1,6 Millionen mehr Menschen in einer privaten Krankenversicherung versichert, als noch im Jahr 1998. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 22 Prozent. Im Gegensatz zur Anzahl der Anbieter gesetzlicher Krankenversicherungen ist die Zahl der privaten Krankenversicherungen in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben. Derzeit können sich deutsche Bundesbürger in 45 privaten Versicherungsunternehmen versichern lassen. Im Jahr 1998 waren es mit 52 nur wenige private Krankenversicherungen mehr.

Auch in der privaten Krankenversicherung wird der Kostendruck im Gesundheitssystem offensichtlich. Die Ausgaben pro Versicherten stiegen im Zeitraum 1998 bis 2010 um gut 40 Prozent. Die gesamten Leistungsausgaben im gleichen Zeitraum sogar um 75 Prozent. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung konnte die PKV den Kostendruck durch Steigerung der Einnahmen kompensieren. Offenbar kann hier flexibler und besser auf Probleme im Gesundheitswesen reagiert werden.

Beachtlich ist, dass die PKV die Verwaltungskosten je Mitglied in den Jahren zwischen 1998 und 2008 nahezu konstant halten konnte. Die jährlichen Steigerungen der Gesamt­verwaltungs­kosten sind zwar spürbar, bezogen auf die Versicherten­zahlen jedoch minimal. Grundsätzlich gilt: Die Verwaltungskosten in der privaten Krankenversicherung sind im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung geringer.

Quelle: Zahlenbericht der privaten Krankenversicherung 2010/2011 des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V.

Rückstellungen, Mitglieder, Ausgaben und Einnahmen

Die Altersrückstellung in der privaten Krankenversicherung ist eine kalkulatorische Spareinlage jedes Versicherungsnehmers, durch welche die steigenden Kosten im Alter abgesichert werden. Hierdurch soll eine beständige Beitragsstabilität gewährleistet werden. In Fachkreisen spricht man übrigens von Alterungsrückstellungen, die Kurzform Altersrückstellung ist aber im Volk stärker verbreitet.

JahrGesamt in Milliarden €*je Mitglied
199844,626.192 €
199952,147.087 €
200059,557.946 €
200168,228.848 €
200276,309.628 €
200385,1410.497 €
200493,8111.358 €
2005103,4012.340 €
2006113,4313.362 €
2007123,6514.463 €
2008134,3815.081 €
2009145,3216.493 €
2010158,0017.762 €
JahrMitgliederEinnahmen*LeistungsausgabenAusgaben/Versicherter
19987.205.70017,1712,011.666 €
19997.356.40017,9412,581.710 €
20007.493.80018,7013,141.753 €
20017.710.20019,7613,931.806 €
20027.923.80021,1014,721.857 €
20038.110.40022,8915,291.885 €
20048.259.40024,5416,021.939 €
20058.373.00025,4816,752.000 €
20068.489.10026,6117,272.034 €
20078.549.00027,5818,322.142 €
20088.620.00030,3020,172.333 €
20098.810.90031,4621,122.397 €
20108.895.50033,2721,922.464 €
Alle Kosten, welche nicht der Leistungserbringung an den Kunden dienen, werden als Verwaltungskosten bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise Aufwendungen für Personalkosten, Unternehmensführung- und Steuerung bzw. des Rechnungswesen.

JahrSumme in Mio. €je Mitglied
1998653,5090,69 €
1999682,9092,83 €
2000712,4095,07 €
2001734,8095,30 €
2002750,8094,75 €
2003758,0093,46 €
2004758,6091,85 €
2005781,7093,36 €
2006786,1092,60 €
2007783,1091,60 €
2008790,2090,85 €
2009802,6091,09 €
2010815,0091,61 €

Wie funktioniert die private Krankenversicherung (PKV)?

MerkmaleErklärung
PrinzipDas System funktioniert nach dem Prinzip der Kapitaledeckung. Leistungen werden mit den Beiträgen des Versicherten bezahlt. Jeder sorgt für sein Risiko innerhalb der Tarifgemeinschaft vor.
MitgliedschaftGesundheitsprüfung zu Beginn notwendig (Ausnahme: Basistarif)
Familienversicherungjedes Familienmitglied wird einzeln versichert
AbrechnungKostenerstattungsprinzip
privatärztliche Behandlungfreie Arztwahl, Behandlung durch Spezialisten, Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer oder Mehrbettzimmer
Eine pauschale Antwort ist hier nicht möglich. Für Beamte ist die private Krankenversicherung sinnvoll, weil sie nur im privaten System Anspruch auf den Beihilfezuschuss des Dienstherrn erhalten. Angestellte und Selbständige sollten verschiedene Kriterien genau abwägen (insbesondere hohes Einkommen? Kinder/Familie? Besondere Leistungen gewünscht?). Eine ausführliche Entscheidungshilfe bietet unsere „Checkliste gesetzlich oder privat“.
Generell sind die Beiträge bei jungem Einstiegsalter am günstigsten (auch langfristig). Formal gibt es keine Altersgrenze nach oben, allerdings steigen die Beiträge mit höherem Alter überproportional. Nach dem 50. Lebensjahr noch eine private Krankenversicherung abzuschließen, ist zwar möglich, aber finanziell kaum noch sinnvoll.
Wichtig ist, den Leistungskatalog genau zu überprüfen. In der privaten Krankenversicherung sollten zum Beispiel weder Leistungen fehlen (Unterversicherung), noch unnötige Risiken versichert werden (Überversicherung). Außerdem sollten Aspekte wie die Leistungen der Versicherung im Ausland, attraktive Präventionsangebote oder Optionen für Beitragsrückerstattung genügend Aufmerksamkeit erhalten. Dies gilt ebenso für mögliche Zusatzleistungen und den Service sowie die Beratung vor Ort.
Nein, das Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze ist nur eine Voraussetzung, um sich privat versichern lassen zu können. Seit 2011 schreibt der Gesetzgeber vor, mindestens ein Jahr lang über der Grenze liegen zu müssen.
Der persönliche Tarifvergleich legt nicht nur eine große Preisvielfalt offen, er ist für Sie auch absolut unverbindlich. Somit verpflichtet er nicht zum Abschluss eines Vertrages. Im Interesse der Verbraucher bieten wir diesen Tarif- und Preisvergleich kostenlos an. Als unabhängiges Verbraucherportal legen wir großen Wert darauf, dass unser Beitragsvergleich viele verschiedene Anbieter, darunter auch Testsieger von Stiftung Warentest oder Finanztest, einbezieht. Bei dem Vergleich wird kein bestimmtes Unternehmen bevorzugt. Sollten Sie dennoch aufgrund von Vorerfahrungen einen bestimmten Anbieter bevorzugen, kann dies in der Bedarfsanalyse berücksichtigt werden.
Prinzipiell ist das System auch für bereits erkrankte Personen nicht ausgeschlossen. Die Versicherung darf jedoch Zuschläge für besondere Krankheitsrisiken verlangen oder in schweren Fällen den Versicherungsantrag ablehnen. Für Krankheiten, die nach Vertragsbeginn erstmals diagnostiziert werden, sind keine Zuschläge zu zahlen.
Natürlich können auch Kinder in die private Krankenversicherung aufgenommen werden. Der Beitrag ist i.d.R. deutlich niedriger als für Erwachsene, das zeigen Beitragsrechner im Internet, weil das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand entscheidende Faktoren sind.
Nein, nach einer Gehaltserhöhung darf die Versicherung die Monatsbeiträge nicht erhöhen, denn die Beiträge sind unabhängig vom Einkommen. Beitragserhöhungen sind dennoch möglich, etwa aufgrund steigender Kosten im Gesundheitswesen, die auf die Versicherten umgelegt werden (siehe Frage 1).
Die Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt) hilft, den Verwaltungsaufwand bei der Versicherung gering zu halten, da nur Rechnungen ab einer bestimmten Höhe eingereicht werden. Für Versicherte bringt eine Selbstbeteiligung mehr Eigenverantwortung und niedrigere Beiträge. Daher ist die Selbstbeteiligung besonders für Menschen geeignet, die Wert auf die günstigste Absicherung legen.
Eine Rückkehr in das gesetzliche System ist nicht ausgeschlossen, allerdings sind hieran einige Bedingungen geknüpft. Dazu zählen das Unterschreiten der Einkommensgrenze oder Arbeitslosigkeit. Im letztgenannten Fall gelten die Versicherungsregeln für Arbeitslose. Weiterhin gilt eine Altersgrenze von 55 Jahren; darüber ist ein Systemwechsel in der Regel ausgeschlossen.
Beitragssteigerungen im Laufe mehrerer Jahre oder Jahrzehnte sind in der Krankenversicherung (gesetzlich und privat) Gang und Gäbe. Hauptgrund sind allgemeine Kostensteigerungen (Ärztehonorare, Krankenhauskosten, innovative Behandlungen etc.). Privatversicherte, deren Beiträge über das normale Maß hinaus steigen, haben jederzeit die Möglichkeit zur Tarifoptimierung bei ihrer Gesellschaft (gleiche Leistungen für weniger Geld).
Da Frauen statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer und somit länger und mehr Leistungen beziehen, liegen die Beiträge für Frauen häufig über denen für Männer. Diese Regelung hat der Europäische Gerichtshof in einem Urteil gerügt und angeordnet, dass Versicherungsverträge ab Ende 2012 geschlechtsneutral (Unisex) sein müssen. Deshalb wird es künftig nur noch geschlechtsneutrale Unisex-Tarife geben. Die Beiträge für die private Krankenversicherung könnten sich daher für beide Geschlechter nach und nach angleichen. Einen Überblick zur Thematik bietet unsere Unisex-Tarife-Infografik.
Die Abrechnung erfolgt direkt mit dem Leistungsträger (z.B. Arzt, Krankenhaus, Apotheke). Die Kosten werden zunächst vor Ort durch den Versicherten bezahlt. Über diesen Betrag erhalten Patienten eine Rechnung, die wiederum nach Einreichen bei der Versicherung erstattet wird. Vorteil dieses Systems ist, das Patienten Überblick über die in Anspruch genommenen Leistungen behalten. In manchen Tarifen mit Beitragserstattung ist es manchmal sogar günstiger, die Rechnungen allein zu tragen und dafür den Anspruch auf Beitragserstattung am Jahresende zu behalten.
Um schnell und direkt einen Überblick über die Preise in den unterschiedlichen Krankenversicherungstarifen zu erhalten, ist ein Tarifvergleich im Internet zu empfehlen. Wir bieten einen Online-Vergleich, so dass Sie gleich am Bildschirm sehen, mit welchen Kosten Sie rechnen können. Wir empfehlen anschließend eine detaillierte, an der Lebenssituation orientiere Bedarfsanalyse.

Nach der Bundestagswahl 2013 war keine politische Mehrheit für ein einheitliches Krankenversicherungssystem zu erwarten. Die Unionsparteien hatten sich in der Vergangenheit klar zum Dualen System bekannt, gleichzeitig aber auch Reformen des PKV-Systems angemahnt.

Zwar sind noch keine konkreten Maßnahmen bekannt, doch folgende Aspekte könnten nach der Bundestagswahl 2017 auf der Agenda von Politik und Verbänden stehen:

  • Reform der Ärzte-Gebührenordnung
  • Bürgerversicherung
  • Mehr Transparenz bei der Beitragsentwicklung
  • Verbesserung der Möglichkeiten für einen Wechsel (ins private System und
    ­wieder zurück ins gesetzliche)
  • Etablierung eines Mindestleistungsstandards

Für einheitliche und vergleichbare Leistungen gibt es Musterbedingungen (unverbindlich). Diese umfassen auch Rechte und Pflichten des Versicherten und dienen als Orientierung für einen ausgewogenen Versicherungsvertrag.

Die Qualitätsstandards des PKV-Verband gelten für folgende Versicherung:

Daneben gibt es brancheneinheitliche Versicherungsbedingungen für:

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