//Private Krankenversicherung für Selbständige / Freiberufler
Private Krankenversicherung für Selbständige / Freiberufler2018-10-06T16:11:18+00:00

Private Krankenversicherung für Selbständige

Bei der Krankenversicherung für Selbständige gilt: Freiberufler und Unternehmer müssen für die Mitgliedschaft in einer privaten Kranken­versicherung (PKV) keine Einkommens­grenzen beachten. Zudem können sie von vielen Vorteilen gegenüber Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse profitieren.

Privat versichert: kurze Wartezeiten & schnelle Terminvergabe

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Selbstständige in der Privaten Krankenversicherung

Einige Vorteile der PKV anhand von Beispielen sehen Sie hier:

LeistungsmerkmalGKVPKV
Kurze Wartezeiten bei TerminvergabenSeltenRegelfall
Nutzung privatärztlicher SprechstundenNicht möglichmöglich
Privatärztliche BehandlungKein AnspruchVersichert
Leistungen für Unterbringung im Ein- und Zweibettzimmer im KrankenhausNicht inbegriffenversichert
Hohe Kostenerstattung bei ZahnersatzLeistungen nur für BasisbehandlungenLeistungen für Zahnersatz werden meist zu 80 Prozent von der PKV übernommen.
Leistungen für HeilpraktikerNicht oder nur gering versichertDie Kosten für eine Behandlung beim Heilpraktiker werden übernommen.
Leistungen für alternative HeilmethodenNicht oder nur gering versichertDie PKV übernimmt auch die Kosten für die Behandlung mit alternativen Heilmethoden.
Leistung für Brillengestelle, Gläser und KontaktlinsenNicht oder nur gering versichertDie PKV trägt die Kosten
Auslandsschutz (mind. sechs Monate)Zusatzschutz sinnvollBei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt von bis zu sechs Monaten besteht der Schutz der PKV uneingeschränkt fort.

Private Krankenversicherung für Selbständige & Freiberufler

WichtigZu beachten ist: Haben sich selbständig Tätige oder Freiberufler vor dem Hinter­grund der Entschei­dung für eine private Kranken­versiche­rung einmal von der GKV befreien lassen, gilt dies un­wider­ruflich. Eine Rückkehr in das gesetzliche System kann erst dann noch einmal möglich werden, wenn sich der Versicherte in ein Angestelltenverhältnis begibt. Dann sind die Regelungen zur Krankenversicherung für Angestellte zu beachten. Bei Arbeitslosigkeit greift in der Regel das gesetzliche System als Kranken­versicherungs­schutz für Arbeitslose. Beachten Sie auch die Informationen bzgl. der Privaten Krankenversicherung für Arbeitslose.

Info: Wenn Sie nebenberuflich selbständig sind

Für die Krankenversicherung ist stets die haupt­berufliche Tätigkeit ausschlaggebend. Sofern Sie lediglich neben­beruflich selbständig sind, gelten die haupt­beruflichen Versicherungs­regelungen, z.B. als Angestellter. Als Nebenberuf gilt, sofern maximal 18 Stunden pro Woche für die Selb­ständigkeit aufgewendet werden und das Ein­kommen nicht über dem der Haupt­tätigkeit liegt. Einkünfte aus der nebenberuflichen Selb­ständig­keit werden übrigens bei der Berech­nung der gesetzlichen Krankenkassen­beiträge mit herangezogen. Deshalb muss eine Neben­tätigkeit bei der Krankenkasse gemeldet werden.

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Die Leistungen der privaten Krankenversicherung

Der Anreiz für den Wechsel in die PKV ist ja meist die Kombination aus günstigen Beiträgen und deutlich stärkeren Leistungen. Im stationären Bereich entscheiden Sie sich, wie Sie im Krankenhaus behandelt und untergebracht werden – Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer sollten Standard sein. Beim Zahntarif wird die Kostenübernahme für Zahnbehandlungen, Prophylaxemaßnahmen und Zahnersatz geregelt – hier liegt der Erstattungssatz zwischen 80 Prozent bis zu 100 Prozent. Wenn Sie eine private Vollversicherung abschließen, denken Sie daran, auch den Anspruch auf Krankentagegeld mit abzusichern. Der Satz sollte so bemessen sein, dass er mit 30 mulitipliziert die Summe erreicht, die Sie monatlich aus dem Unternehmen entnehmen bzw. als Gehalt auszahlen.

Icon-1A-Tipp-V3Wichtig für Selbstständige ist die Regelung zur Selbstbeteiligung. Anders als bei Arbeitnehmern, die die Hälfte der Beiträge vom Arbeitgeber erstattet bekommen, müssen Selbstständige den Beitrag voll alleine tragen. Eine hohe Selbstbeteiligung an den Krankheitskosten von 600 bis 1.000 Euro jährlich senkt den Beitrag immens! Gleichzeitig bürden Sie sich aber auch das Risiko auf, dass Sie die Kosten bei einer Krankheit tatsächlich tragen müssen. Deshalb muss die Beitragsersparnis deutlich über der Selbstbeteiligung liegen.

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Der Abschluss der privaten Krankenversicherung

Ist der richtige Tarif gefunden, geht es zum Abschluss oder auch dem Wechsel der pri­vaten Kranken­versicherung. Dabei sind un­be­dingt die Warte­zeiten zu beachten, innerhalb deren keine oder nur begrenzte Leistungen getragen werden – vor allem bei Zahnersatz sind die Grenzen recht gering!

Wichtig ist aber auch die Gesundheits­prüfung: Die durch­laufen Sie, wenn Sie einen Neu­antrag stellen, damit die private Krankenversicherung das Risiko abschätzen kann, das Sie darstellen. Beantworten Sie alle Fragen ehrlich und umfassend, damit die PKV keine Möglich­keit hat, sich später vom Vertrag zu lösen, weil Sie Falsch­angaben gemacht haben!

PKV für Selbstständige: Das ist wichtig für die Steuer

Sie können die PKV-Kosten für Selbstständige für sich als steuerlich geltend machen. Grundsätzlich ist dabei ein sozialhilfegleiches Leistungs­niveau entsprechend dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kranken­versicherung steuerbegünstigt – und zwar für alle Familienmitglieder und Lebenspartner in eingetragener Lebenspartnerschaft. Absetzbar sind damit die Kosten der privaten Krankenversicherung, die auf den Basisschutz entfallen. Als Faustformel gilt dabei: Je nach Versicherungsumfang sind mindestens 80 Prozent Ihrer gezahlten Krankenversicherungsbeiträge begünstigt und somit als Sonderausgaben absetzbar, die genaue Summe ermittelt die private Kranken­versicherung jedes Jahr und stellt Ihnen dafür eine Steuerbescheinigung aus.

Dieser Steuervorteil ist möglich!

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Steuerersparnis

Ihr Beitrag für die PKV im Jahr: 8.880 Euro
davon Basisabsicherung: 6.926 Euro
Steuerersparnis bei 40 % Steuersatz: : 2.770 Euro
Tatsächlich zu zahlen: 6.110 Euro

PKV und Selbstständige: letzte Ausfahrt Basistarif

Der sogenannte Basistarif der privaten Kranken­versicherung wurde eingeführt, um vor allem älteren Privatversicherten den Weg zu einer bezahlbaren privaten Krankenversicherung zu eröffnen. Der Beitrag für diesen Grundschutz auf dem Niveau der gesetzlichen Kassen ist gedeckelt und die private Krankenversicherung darf keinen Antragsteller ablehnen!