//ūü•á PFLEGEversicherung – RATGEBER 2018 & Insidertipps!
ūü•á PFLEGEversicherung – RATGEBER 2018 & Insidertipps!2018-03-21T15:38:35+00:00

Pflegeversicherung Deutschland – Ratgeber 2018!

Seit der Einf√ľhrung 1995 gilt die Pflegeversicherung als f√ľnfte S√§ule der Sozialversicherung. Sie wurde unter einer christlich-liberalen Koalition eingef√ľhrt, um alle B√ľrger der Bundesrepublik Deutschland gegen das Risiko einer Pflegebed√ľrftigkeit abzusichern. Keine Person sollte im Pflegefall allein dastehen und abh√§ngig von Sozialhilfe sein.¬†K√∂nnten Sie schon morgen monatlich bis zu 4-stellige Betr√§ge f√ľr Ihre Pflege aufbringen? K√ľmmern Sie sich jetzt um die Absicherung der Pflegekosten:

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Pflege und Absicherung: Ratgeber und Entscheidungshilfen¬†f√ľr Verbraucher

Info-Video: So funktioniert die deutsche Pflegeversicherung

 

Leistungen sind unterschiedlich

Fakten: Definition und Versicherungspflicht

Worauf gibt es in der Pflegeversicherung einen Anspruch – Was zahlt sie?

1.
Sachleistungen

Sachleistungen sind die Leistungen, die ein Pflegebed√ľrftiger durch den Dienst eines Pflegeheims oder eines Pflegedienstes in Anspruch nimmt.

2.
Geldleistungen

Wird ein Pflegebed√ľrftiger von Angeh√∂rigen, Bekannten, Freunden oder Nachbarn gepflegt, so kann eine Geldleistung ausgezahlt werden. Diese erh√§lt der Pflegebed√ľrftige zu Beginn des Monats auf sein Konto und kann sie beliebig ausgeben.

3.
Kombinationsleistungen

Bei den Kombinationsleistungen werden Sach- und Geldleistungen miteinander kombiniert. Ein Teil dieser Leistungen erh√§lt wiederum der Pflegedienst direkt von der Pflegekasse. Welche Leistungen das sind, spricht der Pflegebed√ľrftige individuell mit seinem Pflegedienst ab. Die Kosten der unterschiedlichen Leistungen sind in einem Rahmenvertrag zwischen Pflegedienst und Pflegekassenverb√§nden festgehalten.

4.
Kostenerstattungen

Kostenerstattungen gibt es vor allem f√ľr Heil- und Hilfsmittel. Es muss dort aber streng zwischen den Zust√§ndigkeiten der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung unterschieden werden. Die Pflegeversicherung ist lediglich f√ľr Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten, Betteinlagen, Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel verantwortlich.

Pflegeversicherung in Zahlen

  • 2,55 Prozent betr√§gt der normale Pflegebeitrag, f√ľr Kinderlose 2,80¬†Prozent

  • 5 offizielle Pflegegrade gibt es, wonach Leistungen berechnet werden

  • Rund 13.600 Pflegeeinrichtungen gibt es in Deutschland: fast 783.000 Personen werden vollstation√§r gepflegt, rund 2,08 Mio. Pflegebed√ľrftige erhalten Pflege zu Hause durch Angeh√∂rige oder Pflegedienste

  • Rund 9 Mio. Menschen sind privat und 70,73¬†Mio. sind gesetzlich pflegeversichert

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Personen in stationärer Pflege
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werden zu Hause gepflegt

Vier wichtige Fragen zur Pflegeversicherung

Eine Pflegeversicherung ist f√ľr den Fall der Pflege¬≠be¬≠d√ľrf¬≠tig¬≠keit eine effektive Absicherung. Da eine Versiche¬≠rungspflicht besteht, ist jeder Deutsche auto¬≠matisch abgesichert, allerdings nur f√ľr einen kleinen Teil der tats√§chlichen Kosten („Pflegel√ľcke“). Daher sollte man √ľber die Notwendigkeit der Pflegeversicherung im Sinne der privaten Vorsorge nachdenken. Eine private Pflege¬≠zusatzversicherung ist sinnvoll, sp√§testens ab Mitte 40.

Die Pflegeversicherung wurde als Sozialversicherung 1995 eingef√ľhrt. Sie ist seitdem als Teilversicherung konzipiert, sichert also nur einen Teil der Pflegekosten ab.

Ja, denn es handelt sich um eine Pflichtversicherung. Egal ob Kassen- oder Privatpatient – eine Pflegeversicherung muss jeder haben. Geregelt wird diese √ľber die bestehende Krankenversicherung. Aufgrund der Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung √ľber die private oder gesetzliche Krankenkasse (= Versicherungstr√§ger / Pflegekasse) ist die Mitgliedschaft ein Automatismus.

Die Aufgaben der Pflegeversicherung bestehen darin, Menschen im Falle der Pflegebed√ľrftigkeit Leistungen in Form von Geld (Pflegegeldd) oder Sachwerten zu gew√§hren. Ziel ist es Altersarmut zu vermeiden und jedem Menschen eine angemessene Betreuung im Alter zu gew√§hrleisten.

Wichtige Anbieter im √úberblick

Ratgeber-Checklisten zur Pflege

PDF-Liste-Pflege-Bahr-Tarife
Checkliste Gute Pflegeversicherung
Pflege-Antrag
Pflegeheim finden
Pflege-Ablehnung
Pflegezusatzversicherungen vergleichen

Die Pflegereform: Neuerungen zum Pflegeversicherungsgesetz

Die wichtigsten Eckpunkte der Pflegestärkungsgesetze 2015 bis 2017

  • Erh√∂hung des Beitrags: der Beitragssatz stieg¬†um 0,3 Prozentpunkte. Zwei Drittel davon sollen f√ľr Leistungsverbesserungen genutzt werden. Anfang¬†2017 wurde der Beitrag dann noch einmal um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 % angehoben.
  • Einrichtung eines¬†Pflegeversorgungsfonds: Ein Teil der Beitr√§ge flie√üt in einen Fonds, der als R√ľcklage f√ľr die Zukunft dienen soll.
  • Verbesserte Leistungen und Pflegegeld: Die Leistungen wurden um 4 Prozent erh√∂ht.
  • St√§rkung der Pflege zu Hause:¬†Angeh√∂rige werden bei der Pflege st√§rker unterst√ľtzt.
  • Mehr¬†Pflegestufen/Pflegegrade:¬†Der Weg soll wegf√ľhren von der ‚ÄěMinutenpflege‚Äú und eine¬†neue Definition der Pflegebed√ľrftigkeit bringen. Statt 3 Pflegestufen gibt es seit¬†1.1.2017 die Pflegegrade 1 bis 5.
  • Verbesserte Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
  • bessere Bezahlung der Pflegekr√§fte

Im Laufe der vergangenen Jahre gab es mehrere Ansätze von Neuerungen, bzw. neuen Pflegegesetzzen, die als Pflegereform zusammengefasst werden können.

2013 Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung („Pflegeneuausrichtungsgesetz“ / PNG)

Seit 2015¬†‚ÄěPflegest√§rkungsgesetze‚Äú / PSG¬†Seit 2014 brachte die Bundesregierung wieder eine¬†Reform der¬†Pflegeversicherung (‚ÄěPflegest√§rkungsgesetze‚Äú) auf den Weg, denn der demografische Wandel machte dies notwendig.¬†Diese treten in verschiedenen Phasen in Kraft.

1.1.2015 Inkrafttreten Pflegestärkungsgesetz I: Anhebung der Leistungen, Anhebung des Beitragssatzes

1.1.2016 Inkrafttreten Pflegest√§rkungsgesetz II: Beginn der Umstellung auf Pflegegrade, Neudefinition der Pflegebed√ľrftigkeit

1.1.2017 Inkrafttreten der Pflegegrade, Anhebung des Beitragssatzes

Gesetze Pflege

Reformen unter Schwarz-Gelb

Der demografische Wandel r√ľckte schon unter Schwarz-Gelb¬†immer mehr in den Fokus von Experten. Doch wohl kaum¬†eine Sozialversicherung leidet¬†so sehr unter der Last der¬†Verschiebung der Alterspyramide¬†wie die Pflegeversicherung. Aktuelle wissenschaftliche Kalkulationen und Statistiken zur Pflege offenbaren, dass sich die Zahl der Pflegebed√ľrftigen bis zum Jahr 2050 auf vier Millionen erh√∂hen wird – und das bei immer weniger Beitragszahlern.

Eine echte Umgestaltung der Finanzierung war lange Zeit der Plan in der schwarz-gelben Regierung doch zu einem gemeinsamen Konsens kam es nie. Beide Koalitionspartner konnten jedoch ihre Minimalziele durchsetzen. So gibt es seit dem Jahresbeginn 2013¬†staatlich gef√∂rderte Pflege¬≠zusatz¬≠versicherungen nach Vorbild der Riester-Rente („Pflege-Bahr“). Gleichzeitig wurde der allgemeine Beitragssatz angehoben, um Mehrleistungen f√ľr Demenzkranke zu realisieren.

FAQ – Die wichtigsten Fragen zur Pflegeversicherung

Jeder! In Deutschland besteht eine Pflicht zur Pflegeversicherung. Gesetzlich Versicherte schließen diese bei ihrer Krankenkrankasse ab. Privat versicherte Personen haben ihre Pflegeversicherung in der Regel auch bei ihrem privaten Krankenversicherungsunternehmen.
Die Pr√ľfung des individuellen Pflegebedarfs nach der Antragstellung obliegt in der gesetzlichen Pflegeversicherung dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Die privaten Versicherungen beauftragen zur Pr√ľfung die Medicproof GmbH.
Ja und nein. Das Sozialgesetzbuch XI sieht eine Beitragsbefreiung im Pflegefall formal nicht vor. Diese ergibt sich jedoch, wenn Sozialhilfe bezogen werden muss. Bei den Pflegezusatzversicherungen ist dies individuell in den Policen festgelegt. Bei der Auswahl eines Tarifes sollte darauf geachtet werden, dass Beiträge im Pflegefall wegfallen, um die finanziellen Belastungen so gering wie möglich zu halten.
In der Regel nein. Bei der Pflegepflichtversicherung, handelt es sich um reine Risikoversicherungen ohne Sparanteil.
Ja. In der sozialen Pflegeversicherung gelten die gleichen Voraussetzungen wie in der gesetzlichen Krankenversicherung (Familienversicherung). Anders als in der privaten Krankenversicherung k√∂nnen in der privaten Pflegepflichtversicherung jedoch auch Kinder ohne eigenes Einkommen √ľber 450 Euro bis zum 21. Lebensjahr kostenfrei mitversichert werden. Bei immatrikulierten Studenten verl√§ngert sich die Mitversicherung sogar bis zum 25. Lebensjahr. Dies gilt jedoch nicht f√ľr Pflegezusatzversicherungen.
Wer sich pro Woche mindestens 14 Stunden um eine pflegebed√ľrftige Person k√ľmmert und zus√§tzlich nicht mehr als 30 Stunden erwerbst√§tig ist, erh√§lt die Beitr√§ge zur Rentenversicherung aus der Pflegeversicherung gezahlt. Die H√∂he der Beitr√§ge richtet sich nach der Pflegestufe des zu Pflegenden und der aufgebrachten Zeit. Auch eine beitragsfreie Unfallversicherung besteht f√ľr die Zeit der Pflege. Wird durch die Pflegeperson Pflegezeit in Anspruch genommen, ergibt sich zudem eine kostenlose Arbeitslosenversicherung. Die Kranken- und Pflegeversicherung kann sich h√§ufig aus der Familienversicherung ergeben. Au√üerdem ist eine freiwillige Krankenversicherung n√∂tig, in der der Mindestbeitrag von 137,33 Euro gezahlt werden muss.
Der Antrag auf Leistungen ist dem jeweiligen Träger der Pflegeversicherung zuzustellen. Im Fall von gesetzlich versicherten Personen ist dies die Krankenkasse. Im Fall einer privaten Pflegevollversicherung das jeweilige Versicherungsunternehmen, bei dem die Police abgeschlossen wurde.
Inwieweit sich bei einem Leistungsbezug aus einer Zusatzversicherung weitere √úberpr√ľfungen der Pflegebed√ľrftigkeit ergeben oder ob diese aus der Vollversicherung √ľbernommen werden, h√§ngt ganz vom Versicherer und dem gew√§hlten Tarif ab. Auch ‚ÄúNachkontrollen‚ÄĚ der Pflegebed√ľrftigkeit in bestimmten Abst√§nden sind in einigen Policen inbegriffen.
Nein. Die Pflegeversicherung ist eine reine Versicherung gegen das Pflegerisiko. Tritt das abgesicherte Risiko nicht ein (z.B. durch vorzeitige K√ľndigung), verfallen die Beitr√§ge. Auch im Todesfall entstehen keine Bez√ľge f√ľr Hinterbliebene. Eine Ausnahme kann jedoch in der Pflegerentenversicherung entstehen: Hier lassen sich Garantieleistungen ab einem bestimmten Alter auch ohne Pflegebed√ľrftigkeit vereinbaren.
In der Regel nein. Die meisten Pflegezusatzversicherungen sehen dies nicht vor. In der Pflegerentenversicherung kann eine m√∂gliche Einmalauszahlung, also ein Sparanteil, jedoch vereinbart werden. Daf√ľr fallen monatlich jedoch h√∂here Beitr√§ge an.
Hier hat der Gesetzgeber eine sehr spezielle Regelung getroffen. Die Pflegetagegeldversicherung und die Pflegekostenversicherung sind im Bereich der Krankenversicherung angesiedelt und die Bez√ľge aus diesen damit steuerfrei. Anders bei der Pflegerente: Da diese im Bereich der Lebensversicherung angesiedelt ist, k√∂nnen unter Umst√§nden Steuerpflichten entstehen, so z.B. bei vereinbarten Garantieleistungen ab einem bestimmten Alter oder Versicherungszeitraum.
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