//ūü•á GESETZLICHE Krankenversicherung – RATGEBER 2018 & Tipps!
ūü•á GESETZLICHE Krankenversicherung – RATGEBER 2018 & Tipps!2018-04-24T13:25:10+00:00

Gesetzliche Krankenversicherung ‚Äď Ratgeber 2018!

Alle gesetzlich Versicherten haben in Deutschland Anspruch auf umfangreiche Versicherungsleistungen. Doch seit der letzten Gesundheitsreform bietet insbesondere auch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) M√∂glichkeiten, den Gesundheitsschutz individuell und preisg√ľnstig zu gestalten.¬†Daf√ľr haben die richtigen Krankenkassen spezielle zus√§tzliche Leistungen, die separat vereinbart werden k√∂nnen (z.B. Wahltarife oder Beitragsr√ľckerstattung).¬†Mit Bonusprogrammen k√∂nnen Versicherte zudem finanzielle Vorteile erzielen. Diese Angebote sind als Satzungsleistungen in den Kassen-Statuten verankert. Lesen Sie hier, worauf beim Abschluss solcher Spezial-Tarife zu achten ist und welche M√∂glichkeiten die Krankenkassen bereit stellen.

Gesetzliche Krankenversicherung Vergleich
Gesetzliche Krankenversicherung Wechsel
Gesetzliche Krankenversicherung Zusatzbeitrag
Gesetzliche Krankenversicherung Grenze
Gesetzliche Krankenversicherung Test
Gesetzliche Krankenversicherung Familie
Gesetzliche Krankenversicherung Beitrag
Gesetzliche Krankenversicherung Selbständige

Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ist ein Solidarsystem, in dem alle Versicherten unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand unterschiedliche Beitragssätze zahlen (14,6 % + individueller Zusatzbeitrag der gewählten Krankenkasse), allerdings ungefähr 95% gleiche Leistungen erhalten.

Dabei geht es prim√§r um die individuelle Bed√ľrftigkeit der Versicherten und nicht um das Risiko des Einzelnen. Der Gesetzgeber will durch Eigenanteile Versicherte im Rahmen ihrer M√∂glichkeiten zu einer „kostenbewussten und verantwortungsvollen Inanspruchnahme von Leistungen“ bewegen. Gesetzlich Versicherte haben sich an den Kosten f√ľr bestimmte Leistungen zu beteiligen.

Aktueller Beitragssatz und Einkommen

Der Beitrag f√ľr gesetzlich Versicherte richtet sich grunds√§tzlich nach dem Bruttoeinkommen. Der Beitragssatz war von 2011 bis einschlie√ülich 2014 f√ľr alle Kassen einheitlich festgelegt. Dies wurde im Zuge einer Reform ge√§ndert:

Seit 1.1.2015  setzt sich der Beitrag so zusammen:
7,3% (Arbeitgeber) + 7,3% (Arbeitnehmer) + Zusatzbeitrag x% (Arbeitnehmer)

Laut dem aktuellen Koalitionsvertrag gilt ab 2019 ein parit√§tischer Beitragssatz. Das bedeutet, dass neben dem derzeit schon h√§lftig finanzierten Beitragssatz auch der Zusatzbeitrag durch den Arbeitgeber zu 50 Prozent √ľbernommen werden wird.

Das Bruttoeinkommen wird dabei anhand folgender beitragspflichtiger Einnahmen berechnet:

  • Arbeitsentgelt (auch Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld)
  • gesetzliche Rentenzahlungen (auch Witwen- und Waisenrenten)
  • Sozialhilfe
  • Einnahmen aus Kapitalanlagen
  • Miet- und Pachteinnahmen
  • Unterhaltszahlungen seitens des geschiedenen / getrennt lebenden Ehegatten
  • Versorgungsbez√ľge (Definition siehe ¬ß 229 SGB V)

Bestandteil von Versorgungsbez√ľgen

  • sowohl Renten von Versorgungs- und Versicherungseinrichtungen – beispielsweise f√ľr Architekten und √Ąrzte – als auch Renten der betrieblichen Altersversorgung (inkludiert: h√ľttenknappschaftliche Zusatzversorgung sowie Zusatzversorgung, die f√ľr den √∂ffentlichen Dienst zur Anwendung kommt)
  • Versorgungsbez√ľge in Bezug auf Minister, Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekret√§re
  • Versorgungsbez√ľge, die auf ein dienstliches Verh√§ltnis mit √∂ffentlich-rechtlichem Status zur√ľckgehen oder entsprechende Bez√ľge, die sich auf ein Arbeitsverh√§ltnis beziehen, aus dem sich ein Versorgungsanspruch ergibt, der Vorschriften/Grunds√§tze des Beamtenrechts zur Grundlage hat
  • Falls ein Bezug zum ehemaligen Erwerbsleben existiert: Kapitalleistungen zur Versorgung bei verringerter Erwerbsf√§higkeit, zur Versorgung von Hinterbliebenen sowie zur Altersversorgung (nicht: BU, Rentenversicherungen oder Lebensversicherungen, die der Arbeitnehmer eigenst√§ndig abgeschlossen hat).

Weitere Kosten kann ein kasseninterner Zusatzbeitrag verursachen, der je nach Krankenkasse unterschiedlich hoch ausfällt und von der jeweiligen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Kasse abhängt Рaber auch Prämien sind möglich (Aktuelle Liste der Zusatzbeiträge und Prämien 2018).

Anders als bei den Krankenkassenbeitr√§gen beteiligt sich der Arbeitgeber nicht an der Zahlung des Zusatzbeitr√§ge. Diese muss der Arbeitnehmer vollkommen selbst√§ndig zahlen. Lediglich die Durchf√ľhrung des Sozialausgleichs wird vom Arbeitgeber √ľbernommen.

Daten & Fakten: stets aktuell

  • Zahl der Versicherten:¬†72,31 Mio.

  • Zahl beitragspflichtiger Mitglieder: 56,06 Mio.

  • Zahl der beitragsfreien Mitglieder: 16,25¬†Mio.

  • Zahl der Krankenkassen: 111

  • Zahl der Krankenkassen mit Zusatzbeitrag: 111

  • Durchschnittlicher Zusatzbeitrag: 1,0 %

Der Begriff „Krankenkassen“ wird in der Umgangssprache f√ľr nahezu jede Art von Krankenversicherung verwendet. Will man die Bezeichnung jedoch exakt verwenden, benutzt man sie nur, wenn man von „Tr√§gern der gesetzlichen Krankenversicherung“ ‚Äď also gesetzlichen Anbietern – spricht.

Ist dagegen die Rede vom gesamten gesetzlichen System, ist „gesetzliche Krankenversicherung“ der korrekte Begriff.

Liste der Krankenkassen als PDF

Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung. Damit gibt es eine verpflichtende Mitgliedschaft im GKV-System f√ľr:

  • Arbeitnehmer (unter Einkommensgrenze)
  • Studenten
  • Menschen mit Behinderung
  • Praktikanten und Auszubildende
  • Arbeitslose (siehe auch KV f√ľr Arbeitslose)
  • K√ľnstler und Publizisten

Stiftung Warentest (test.de)

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Checkliste: So finden Sie die richtige Krankenkasse

1.
Leistungen:
Gesetzliche Krankenkassen bieten √ľber den gesetzlichen Leistungskatalog hinaus Extraleistungen in verschiedenen Bereichen an. Bei Interesse informieren wir Sie am besten √ľber die Leistungen der Krankenkassen. Sparen Sie, indem Sie die Leistungen Ihrer Kasse besser nutzen oder gegebenfalls in eine andere Kasse mit lukrativeren Angeboten wechseln.

2.
Service: Besonders f√ľr Personen, die sehr h√§ufig Kontakt mit Ihrer Krankenkasse haben, sind Service und Kundenorientierung mindestens genauso wichtig wie die Leistungen. Wer eine pers√∂nliche Beratung vor Ort w√ľnscht, sollte pr√ľfen, ob die gew√ľnschte Kasse auch eine Gesch√§ftstelle in der N√§he hat.

3.
Zusatzbeitrag: Erhebt Ihre Kasse erstmals einen Zusatzbeitrag oder erh√∂ht ihn, haben Sie grunds√§tzlich das Recht auf eine au√üerordentliche K√ľndigung.

4.
Einsparpotenzial: Vor allem mit Selbstbehalttarifen lassen sich Beiträge einsparen. In Kombination mit Prämienmodellen und Hausarzttarifen können sich die Einsparungen auf mehrere hundert Euro jährlich belaufen. Wir zeigen Ihnen, wo Sie sparen können.

5.
Wechsel: Wer gleich in mehreren Punkten unzufrieden mit seiner Krankenkasse ist, sollte √ľber einen Krankenkassenwechsel nachdenken. Trifft dies nicht zu, sollten Sie aber nicht leichtfertig wechseln, auch wenn Ihre Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt. Wollen Sie wegen eines bestimmten Extras wechseln, fragen Sie vorher bei Ihrer Kasse nach, ob sie in naher Zukunft etwas an ihrem Angebot √§ndern will.

Zuzahlung f√ľr Krankenkassenmitglieder

Die H√∂he des Eigenanteils ist auf zehn Prozent der Kosten festgelegt (Belastungsgrenze: zwei Prozent des Familienjahresbruttoeinkommens f√ľr Familien, bzw. ein Prozent f√ľr chronisch Kranke), wobei mindestens f√ľnf und maximal zehn Euro vom Versicherten verlangt werden d√ľrfen. Die Eigenbeteiligung liegt niemals √ľber dem Ausgabepreis des Medikaments. Ausnahmen gelten in diesem Zusammenhang f√ľr alternative Heilmittel und f√ľr die h√§usliche Pflege. Hier werden zus√§tzlich zehn Euro je Verordnung f√§llig.

Grunds√§tzlich kann es auch eine Befreiung von den Zuzahlungen geben, etwa f√ľr Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (Ausnahmen: Fahrkosten, Kieferorthop√§die, Zahnersatz). Weitere Zuzahlungsbefreiungen gelten f√ľr die Voruntersuchungen w√§hrend der Schwangerschaft, die Krebsfr√ľherkennung, f√ľr den Gesundheit-Check ab 35 (alle zwei Jahre), f√ľr Schutzimpfungen, f√ľr die Zahnvorsorge (einmal je Halbjahr) sowie f√ľr einige Arzneimittel.

H√§ufige Fragen und Antworten ‚Äď FAQ

Ja, seit 1. Januar 2009 muss jede Person krankenversichert sein. Dabei ist es egal, ob man eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung hat. Wer keine Versicherung hat, wird der Gesellschaft zugeordnet, bei der er zuletzt versichert war. Private Versicherungsgesellschaften d√ľrfen deshalb niemanden mehr abweisen.
Mit der Vereinheitlichung des Beitragssatzes unterscheiden sich die Kassen haupts√§chlich im¬†Umfang des Zusatzangebots. Dieses kann stark variieren, sodass der Krankenkassenmarkt mit einer Vielzahl von m√∂glichen Zusatztarifen f√ľr den Verbraucher oft schwer √ľberschaubar ist. Es kommt bei der Wahl der Kasse v.a. auf die individuelle Lebenssituation an, weshalb Information und Beratung unabdingbar geworden sind.
Zum 1. Januar 2009 und erneut zum 1. Januar 2015 wurden die Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ge√§ndert. Seitdem erhalten die Krankenkassen die Beitr√§ge ihrer Versicherten nicht mehr direkt, sondern¬†aus dem Gesundheitsfonds¬†zugewiesen. In diesen zahlen alle Versicherten im gesetzlichen Krankenversicherungssystem gleicherma√üen, mit derzeit 14,6 Prozent¬†ihres Bruttoeinkommens plus Zusatzbeitrag, ein. Die Zuweisung an die Kasse erfolgt dann nach einem bestimmten Verteilerschl√ľssel f√ľr jeden Versicherten inklusive Risikozuschl√§ge.

Die Krankenkassen standen dem alten Zusatzbeitrag kritisch gegen√ľber. Nicht nur dass durch die Erhebung dieses Zusatzbeitrags viele Versicherte zu anderen Krankenkassen wechselten und deshalb seit 2012 keine Kasse den alten Zusatzbeitrag mehr erhob. Der Beitrag bedeutete f√ľr die Kassen auch einen erheblichen b√ľrokratischen Aufwand. Durch eine Reform hat die Gro√üe Koalition ab 1. Januar 2015 die Beitragserhebung ge√§ndert: Neben einem f√ľr alle Kassen einheitlichen Beitragssatz gibt es einen kassenindividuellen prozentualen Zusatzbeitrag. Der Einheitssatz ist so niedrig vom Gesetzgeber angesetzt, dass fast alle Kassen auf Zusatzbeitr√§ge angewiesen sind. Aktuell erheben 111 von 111 Krankenkassen einen Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,0 Prozent (ausgenommen die¬†Sozi¬≠al¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung f√ľr Land¬≠wirt¬≠schaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)).

Grunds√§tzlich ja, und zwar unter folgenden Bedingungen: Die Kasse erwirtschaftet ein Plus aus den Zuweisungen des Gesundheitsfonds und der Pflicht zur Auff√ľllung der gesetzlichen R√ľcklagen wird entsprochen.
Die Praxisgeb√ľhr gibt es seit Ende 2012 nicht mehr. Eine gesonderte Befreiung ist daher nicht mehr erforderlich. Die Geb√ľhr war eine Form der Zuzahlung und grunds√§tzlich von jedem Versicherten zu leisten. Allerdings gibt es nach wie vor Zuzahlungen, begrenzt auf maximal zwei Prozent (ein Prozent f√ľr chronisch Kranke) des Bruttoeinkommens.
Auch f√ľr gesetzlich Versicherte kann es sinnvoll sein, eine private Zusatzversicherung abzuschlie√üen. Das gilt vor allem dann, wenn der gesetzliche Versicherungsschutz nicht mehr als ausreichend eingesch√§tzt wird. Vor allem die Zahnersatzversicherung oder die Krankenhauszusatzversicherung machen auch f√ľr gesetzlich Versicherte Sinn.
In der Regel endet die studentische Krankenversicherung nach dem Studium, sp√§testens aber mit der¬†Vollendung des 30. Lebensjahres¬†oder dem¬†14. Fachsemester. Allerdings ist es m√∂glich, eine Verl√§ngerung zu beantragen, wenn ‚Äěstudienverl√§ngernde‚Äú Umst√§nde nachgewiesen werden k√∂nnen. Das kann der Wehrdienst, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder auch Elternzeit sein. Die studentische Versicherung verl√§ngert sich dann um den entsprechenden Zeitraum.
Seit 2009 wird die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung √ľber den staatlichen Gesundheitsfonds und den Risikostrukturausgleich durch das Bundesversicherungsamt √ľberwacht und geregelt. Der Gesundheitsfonds setzt sich zusammen aus den Beitragszahlungen aller Versicherten sowie Steuerzusch√ľssen des Bundes. Aus ihm erhalten die Krankenkassen schlie√ülich Zuweisungen pauschal pro Versichertem und in Abh√§ngigkeit von Alter und Gesundheitszustand ihrer Versicherten. Erwirtschaften die Kassen einen √úberschuss, k√∂nnen sie Pr√§mien an ihre Versicherten aussch√ľtten. Werden ihre Ausgaben nicht gedeckt, m√ľssen die Versicherten einen Zusatzbeitrag leisten.

Gegenw√§rtig existieren √ľber 100¬†Krankenkassen (aktuelle Kassenliste). Diese sind K√∂rperschaften √∂ffentlichen Rechts und Tr√§ger der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie unterliegen einer beh√∂rdlichen Aufsicht (BVA oder Landesministerien). Die Krankenkassen sind meist in Spitzenverb√§nden organisiert.

Es gibt folgende Einteilung der Kassen:

  • Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK)
  • Innungskrankenkassen (IKK)

  • Betriebskrankenkassen (BKK)
  • Ersatzkrankenkassen
  • Landwirtschaftliche Krankenkassen
  • Knappschaft (ehemals Bundesknapp¬≠schaft und Seekrankenkasse)

ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSKARTE
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