Hanf – mehr als nur eine Nutzpflanze

Derzeit ist die Nachfrage nach Hanfextrakten ungebrochen. Dronabinol Tropfen, CBD Tinktur und Hanftropfen fĂŒr Hunde sind beliebt wie nie. Dadurch entsteht der Eindruck, dass es sich bei dem Hanfanbau um eine neue Erscheinung handelt. TatsĂ€chlich blickt das GewĂ€chs aber auf eine lange Tradition zurĂŒck. Schließlich gehört Hanf zu den Ă€ltesten Kultur­pflanzen ĂŒberhaupt. Bereits im alten Ägypten sollen die PflanzenauszĂŒge zur Anwendung gekommen sein. Die Erfolgsgeschichte nahm Anfang des 20. Jahrhunderts ein abruptes Ende. Was steckt hinter der Historie von Hanf, wie wird die Pflanze angebaut und welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es im Bereich der Medizin?

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Was interessiert Sie besonders?

Was Nutzhanf ist
Verwendung von Hanf
10 GrĂŒnde fĂŒr Hanf
Hanf als Droge
Hanfsorten
Anbau von Hanf

Aktualisierung: 13.08.2020

Was ist Nutzhanf?

Bei Hanf handelt es sich um eine uralte Kulturpflanze. Marihuana und Haschisch sind Produkte bzw. Teile der Hanfpflanze und werden auf unterschiedliche Weise gewonnen. Die harzhaltigen, getrockneten BlĂŒten der weiblichen Hanfpflanze und deren kleine BlĂ€tter werden als Marihuana bezeichnet. Als Haschisch bezeichnet man meist das gepresste Harz aus den weiterverarbeiteten Pflanzenteilen.

In Persien und China wurde das GewĂ€chs vor rund 12.000 Jahren als Getreide angebaut. Die ErtrĂ€ge dienten zu ErnĂ€hrung und zur Papier- sowie Kleidungsherstellung. Die alten Römer haben sogar Kriege angezettelt, um an das wertvolle Gut zu kommen. Im 13. Jahrhundert fasste die Hanfpflanze auch in Europa Fuß. Das lag insbesondere an den heilenden Eigenschaften, die dem GewĂ€chs nachgesagt wurden. Kriegswunden wurden mit CannabisblĂ€ttern versorgt. Zudem wurden andere physische und psychische Leiden damit behandelt.

Fakt ist, Hanf war beliebt. Die erste Bibel von Guttenberg wurde im Jahr 1455 auf Hanf gedruckt. Kolumbus setzte auf den wert­vollen Rohstoff, wenn es um Segeltuch und Tauwerk seines Schiffes ging. Selbst die ersten EntwĂŒrfe der US-ameri­kanischen Verfassung ruhten auf Hanfpapier. Allerdings nahm der Siegeszug der Hanfpflanze ein vorzeitiges Ende. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kam eine Baumwollmaschine auf den Markt. Mit ihr konnten Naturfasern aus Baumwolle gĂŒnstig hergestellt werden. Eine maschinelle Ernte und Verarbeitung von Hanf lag noch in weiter Zukunft. Das machte Nutzhanf zunehmend uninteressant. Nicht zuletzt deswegen, weil ein weiterer gĂŒnstiger Rohstoff gefunden wurde: Jute. WĂ€hrend im Zweiten Weltkrieg noch Armeen auf Hanfbekleidung angewiesen waren, wurde dem Hanfanbau nach den Kriegshandlungen sein Ende beschert.

Quelle: Was Hanf alles kann – Die QualitĂ€ten der uralten Kulturpflanze | SWR | Landesschau Rheinland-Pfalz

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Hanf: Verwendungsmöglichkeiten

HĂ€ufig macht Hanf als Rausch- und Arzneimittel auf sich aufmerksam. Dabei kann das GewĂ€chs noch fĂŒr viele andere Produkte als Rohstoff dienen. Die Fasern im StĂ€ngel stellen sich außerordentlich widerstandsfĂ€hig dar. Deshalb können sie fĂŒr die Herstellung von Seilen genutzt werden. Zudem lassen sich die Fasern zu einer Vielzahl weiterer Erzeugnisse verarbeiten. Darunter Schiffssegel, Lacke, Papier, Kleidung und andere Textilien. Vorteil dabei ist, dass die Produkte aufgrund der Fasereigenschaften besonders langlebig sind.

Nicht nur die Fasern, sondern auch die Frucht der Pflanze wird geerntet. Aufgrund des hohen NĂ€hrwertes und des wertvollen Eiweißes sind die NussfrĂŒchte der Hanfpflanze beliebt. Die als Hanfsamen bezeichneten ErtrĂ€ge dienen als Snack oder können als Topping fĂŒr Joghurt, MĂŒsli und Salat genutzt werden. Die Samen vereinen verschiedene Vitamine und andere NĂ€hrstoffe. Zudem stellen sie eine optimale FettsĂ€urezusammensetzung bereit. Hanfsamen machen sogar Sojabohnen Konkurrenz. Sie enthalten eine Ă€hnlich hohe Eiweißkonzentration, werden aber besser verdaut. Eine gute Nachricht also fĂŒr alle, die auf der Suche nach einer Eiweißquelle sind.

Einsatzmöglichkeiten von Hanf im Überblick

  • Rohstoff fĂŒr Kleidung und andere Textilien

  • Grundlage fĂŒr die Papierherstellung

  • wertvolles Lebensmittel in Form von Hanfsamen

  • Ausgangsmaterial fĂŒr Schiffssegel

  • zweckmĂ€ĂŸig fĂŒr die Produktion von Lacken

10 gute GrĂŒnde fĂŒr den Hanfeinsatz

Der deutsche Journalist Mathias Broeckers entwickelte das Einmaleins des Nutzhanfs und zeigte damit eindrucksvoll, weshalb Faserhanf zurecht einen Platz unter den wertvollen Rohstoffen verdient. Im Vordergrund stehen die Vielseitigkeit und ökologische Wertigkeit der Nutzpflanze.

1. Hanf ist ein wertvoller Rohstoff
Hanf besitzt einzigartige Eigenschaften, die zu der universellen Nutzung beitragen. Keine andere Pflanze hat eine derartige Vielseitigkeit.

2. Hanf ist unkompliziert
Das HanfgewĂ€chs stellt keine großen AnsprĂŒche. Die Pflanze ist weder wĂ€hlerisch bei dem Boden noch bei dem Klima.

3. Hanf optimiert die QualitÀt des Bodens
Hanf soll sowohl die Bodenstruktur als auch die Fruchtbarkeit des Erdreiches verbessern.

4. Hanf ist nicht auf Pestizide angewiesen
Das GewĂ€chs kann sich auch ohne fremde Hilfe schĂŒtzen. Zudem verweist es Unkraut in seine Schranken. Ein eindeutiges 1:0 fĂŒr die Hanfpflanze.

5. Hanf wÀchst im rasenden Tempo
Wenn etwas angebaut wird, sind Landwirte natĂŒrlich daran interessiert, die Ernte zĂŒgig einzufahren. Mit Hanf ist das möglich, da die Pflanze schnell wĂ€chst.

6. Hanf ist ergiebig
Mit Blick auf die gleiche NutzflĂ€che ist Hanf ergiebiger als Holz. Mit der Pflanze lĂ€sst sich im Endeffekt vier- bis fĂŒnfmal so viel Papier herstellen.

7. Hanf macht recyceln möglich
Papier aus Holz kann recycelt werden, das Gleiche gilt fĂŒr Hanf. Allerdings sind Hanffasern deutlich robuster. Sie besitzen eine hohe Reißfestigkeit und können öfter recycelt werden.

8. Hanf macht Baumwolle Konkurrenz
Auch mit Baumwolle kann es das GewÀchs aufnehmen. Mit Blick auf dieselbe NutzflÀche gelingt es, bis zu dreimal so viel Fasern wie mit Baumwolle zu gewinnen.

9. Hanf macht satt
Hanfsamen enthalten wertvolle Proteine und sind leicht zu gewinnen. Womöglich könnte Hanf den Kampf gegen den Hunger entscheidend unterstĂŒtzen.

10. Hanf als ökologischer UnterstĂŒtzer
Hanf kann sowohl als Biomasse als auch als EnergietrĂ€ger eingesetzt werden. So können z.B. Hanfreste in einer Biogasanlage zu Biogas umgemĂŒnzt werden. Damit lĂ€sst sich wiederum Strom und WĂ€rme erzeugen.

Hanf (Cannabis) als Droge

Hanf ist besonders bekannt als Rauschmittel. Sowohl die BlĂŒten als auch das Harz können konsumiert werden. Das Wirkspektrum ist von verschiedenen Faktoren abhĂ€ngig. So spielen die Konsumformen (Essen oder Rauchen), die Hilfsmittel (Pfeife oder Joint) und der vorliegende THC-Gehalt eine Rolle. Die Rauschwirkung kann zudem durch die Umgebung, den Konsumentenerwartungen und nicht zuletzt vom individuellen Organismus beeinflusst werden. THC-reiche Sorten fĂŒhren zu verschiedenen subjektiven Wirkungen, die vor allem psychische Effekte begĂŒnstigen. Der Konsument kann folgende vorĂŒbergehende Erfahrungen machen:

  • Euphorische Grundstimmung

  • GefĂŒhl von Gelassenheit und Entspannung

  • Entdeckung von kreativen Potenzial

  • GefĂŒhl von Leichtigkeit

  • Gestörtes KurzzeitgedĂ€chtnis

  • VerĂ€nderte Wahrnehmung

  • Zeit verstreicht gefĂŒhlt langsamer

  • Verlangsamte Bewegungen

  • Schnellerer Herzschlag

  • GemeinschaftsgefĂŒhl wird intensiviert (gemeinsames Herumalbern)

Die meisten Menschen empfinden den Konsum von Cannabis als wohltuend. Allerdings drohen durch den Drogenmissbrauch auch akute und langfristige Folgen.

Akute Risiken beim Hanfkonsum

Cannabis wirkt in erster Linie auf die Psyche. Mit dem Konsum ist eine gewisse Unvorhersehbarkeit der Wirkung verbunden. Menschen, die noch keine Erfahrungen mit dem GewĂ€chs gemacht haben oder jene, die hohe Dosierungen verwenden, können Angst und PanikgefĂŒhle entwickeln. Zudem können sie sich verwirrt zeigen oder Verfolgungsideen entwerfen. Von Konsumenten wird das möglicherweise als Horrortrip beschrieben. Die Störungen des KurzzeitgedĂ€chtnisses können ErinnerungslĂŒcken begĂŒnstigen. Auch die Kommunikation und das Körpererleben können beeintrĂ€chtigt sein und so zu Unsicherheiten fĂŒhren.

Langfristige Risiken beim Hanfkonsum

Wird Cannabis dauerhaft konsumiert, können sich die Aufmerksamkeit, LernfĂ€higkeit und Konzentration beeintrĂ€chtigt zeigen. Zudem kann sich das Risiko fĂŒr Lungenkrebs erhöhen. Das liegt daran, dass Tabak bei dem Konsum beigemischt wird. Noch ist nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt, ob Cannabis das Hormon- und Immunsystem negativ beeinflussen kann. Neben den körperlichen Folgen drohen psychische und soziale Benachteiligungen. Langzeit-Konsumenten können sich antriebslos oder gleichgĂŒltig gegenĂŒber alltĂ€glichen Aufgaben zeigen. Zudem wird vermutet, dass Cannabis womöglich zu Psychosen beitragen kann.

Auch ein RĂŒckzug aus dem sozialen Leben ist möglich. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn eine AbhĂ€ngigkeit existiert. Es besteht kein Zweifel, dass Cannabis als Rauschmittel abhĂ€ngig machen kann. Bei dem regelmĂ€ĂŸigen Gebrauch fĂ€llt es schwer, den Konsum zu verringern oder ganz aufzugeben. Entzugserscheinungen wie Ängstlichkeit, Unruhe und Schwitzen oder die Sehnsucht nach Cannabis können auftreten.

Was ist der Unterschied zwischen Hanf und Cannabis?

Cannabis ist die lateinische Bezeichnung fĂŒr Hanf. Der reine Begriff deutet nicht darauf hin, wie stark psychoaktiv das GewĂ€chs wirkt. Hanf kann ebenso als Synonym fĂŒr berauschendes Kraut genutzt werden. In der Regel wird das Wort Cannabis aber gebraucht, um Sorten zu beschreiben, bei denen der THC-Gehalt ĂŒber 0,2 % liegt. Der Begriff Hanf bezeichnet vielmehr Pflanzen, die mit einem geringen Anteil an Tetrahydrocannabinol (THC) auskommen. Der Anbau solcher Pflanzen wird in erster Regel angestrebt, um Produkte fĂŒr den Alltag zu fertigen.

Hanf: Welche Arten gibt es?

Innerhalb der EU gibt es 67 Sorten von Nutzhanf, auch als Industriehanf bezeichnet, die zugelassen sind.  Wenn es um Hanf und Cannabis geht, sollte stets eine Unterscheidung zwischen THC-armen und THC-reichen Pflanzen gemacht werden. Generell gilt: aus THC-freien Hanfsorten lassen sich keine Rauschmittel herstellen. Sie eignen sich ausschließlich dafĂŒr, Fasern und Samen zu gewinnen, um damit alltĂ€gliche Produkte herzustellen.

Die europĂ€ische Union hat die Subventionen mit Blick auf die Hanfpflanze um ca. ein Drittel zurĂŒckgefahren. Das tut dem Erfolgskurs der Nutzpflanzen aber keinen Abbruch. Sie können zunehmend auf deutschen Äckern bestaunt werden. Die EU-LĂ€nder erlauben den Anbau verschiedener Sorten. Legale Arten sind im EU- Sortenkatalog gelistet. Alle Sorten haben etwas gemeinsam: Sie fallen nicht unter die Rauschmittel, da der Gehalt in Bezug auf die psychoaktive Substanz Tetrahydrocannabinol unter 0,2 % liegt. Damit handelt es sich automatisch um Nutzhanf.

EU-Sortenkatalog: Aktuelle legale Hanfsorten

Insgesamt 67 Hanfsorten sind aktuell im Sortenkatalog fĂŒr 2020 verzeichnet. Die Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola dĂŒrfen in diesem Jahr nicht mehr in Deutschland angebaut werden, da sie den zulĂ€ssigen THC-Höchstgehalt in den letzten zwei Jahren ĂŒberschritten haben.

  • A: Armanca, Austa SK
  • B: Balaton, Beniko
  • C: Cannacomp, Carma, Carmaleonte, Chamaeleon, Codimono, CS
  • D: Dacia Secuieni, Delta-405, Delta-Ilosa, Denise, Diana, Dioica 88
  • E: Earlina 8 FC, Eletta Campana, Epsilon 68
  • F: Fedora 17, Felina 32, Ferimon, Fibranova, Fibrante, Fibrol, Fibror 79, Finola, Futura 75, Futura 83
  • G: Glecia, Gliana, Glyana
  • H: Henola
  • I: Ivory
  • K: KC Bonucz, KC Dora, KC Virtus, KC Zuzana, KCA Borana, Kompolti, Kompolti hibrid TC
  • L: Lipko, Lovrin 110
  • M: Marcello, Markant, MGC 1013, Monoica
  • O: Orion 33
  • R: Rajan, Ratza
  • S: Santhica 23, Santhica 27, Santhica 70, Secuieni Jubileu, Silvana, Succesiv, Szarvasi
  • T: Teodora, Tiborszallasi, Tisza, Tygra
  • U: Uniko B, Uso-31
  • V: Villanova
  • W: Wielkopolskie, Wojko
  • Z: Zenit

Hanf anbauen: Rechtliche Lage und Anforderungen

Der Anbau von Faserhanf ist in der EU und in Österreich geregelt. Das gilt sowohl fĂŒr sorten- als auch fĂŒr saatgutrechtliche Belange. Wie bereits erwĂ€hnt, ist dafĂŒr der Sortenkatalog der EU maßgeblich. In dem Fall fallen die Hanfsorten nicht unter das Suchtmittelgesetz, da der maßgebliche THC-Gehalt nicht ĂŒberschritten wird. Mit dem Anbau können Samen, BlĂ€tter und Fasern gewonnen werden.

Bei THC-haltigen BlĂŒten- und FruchtbestĂ€nden ist die Lage anders. Hier findet das Suchtmittelgesetz fĂŒr medizinische oder wissenschaftliche Zwecke Anwendung. Auch Gewerbetreibende mĂŒssen eine Berechtigung zur Produktion von Arzneimitteln besitzen.

Quelle: BMEL Statistik

Bis eine Sorte eine Zulassung erhĂ€lt, dauert es einige Zeit. ZunĂ€chst muss eine eingehende PrĂŒfung erfolgen. Dabei werden verschiedene Merkmale unter die Lupe genommen. Erst bei einem positiven Ergebnis darf die Sorte offiziell angebaut werden.

Hanfanbau: Hanf ist anspruchslos

Was die Hanfpflanze fĂŒr Landwirte so besonders interessant macht, ist der Umstand, dass sie sehr anspruchslos ist. Das GewĂ€chs gedeiht fast auf jedem Boden. Besonders gut gelingt das auf kalkhaltigen, humosen, tiefgrĂŒndigen Böden. Zudem sollte das Ackerland ĂŒber genĂŒgend NĂ€hrstoffe und eine ausreichende Wasserversorgung verfĂŒgen. Hanfpflanzen bevorzugen einen pH-Wert im Bereich neutral bis leicht basisch. StaunĂ€sse setzt dem GewĂ€chs allerdings zu. Die Hanfpflanze ĂŒbersteht sogar leichte Frosttemperaturen.

Auch die Fruchtfolge stellt sich als problemlos dar. Hanf wĂ€chst besonders gern in Anschluss an Kleegras oder Leguminosen. DarĂŒber hinaus kann die Pflanze auch als Vorfrucht dienen, denn sie vertreibt Unkraut und lockert den Boden auf. Beeindruckend ist die GrĂ¶ĂŸe, die Hanf in ĂŒberschaubarer Zeit erreichen kann – bis zu vier Meter kann die Pflanze hoch werden.

Hanf als Arzneimittel

Hanf kann auch als Arzneimittel dienen. DafĂŒr kommen Sorten in Betracht, die einen gewissen Anteil THC (Dronabinol) enthalten. Diese fallen allerdings nicht mehr unter die Kategorie Nutzhanf. Verschiedene Studien sind zu dem Schluss gekommen, dass die enthaltenen Cannabinoide im Cannabis lindernde Eigenschaften besitzen. WĂ€hrend CBD insbesondere gegen EntzĂŒndungen, KrĂ€mpfe und Ängste wirken soll, wird THC, zum Beispiel in Form von Dronabinol Lösung eingesetzt, um Schmerzen zu lindern.

Der Vorteil liegt darin, dass es sich um einen natĂŒrlichen Extrakt handelt. Menschen fragen sich in dem Zusammenhang hĂ€ufig, ob das „Dronabinol absetzen“ zum Problem wird. Allerdings betonen einige Experten, dass die Dronabinol Einnahme wohl nicht zu Entzugserscheinungen fĂŒhre. Darauf deuten auch verschiedene Untersuchungen hin. Das liegt daran, dass THC in Form von Arzneimitteln niedriger und stets gleich dosiert wird. Bei Cannabis Tropfen sollte stets die Packungsbeilage genau studiert werden. Bestehen Unsicherheiten, hilft der behandelnde Arzt weiter.

Studien und Quellen zum Thema Hanf

  1. https://www.uptodate.com/contents/cannabis-use-and-disorder-epidemiology-comorbidity-health-consequences-and-medico-legal-status
  2. https://www.ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Landwirtschaft/Nutzhanf/Sortenliste.pdf?__blob=publicationFile&v=10
  3. https://link.springer.com/article/10.1007/s00415-012-6634-z

FAQ – HĂ€ufig gestellte Fragen zu Hanf

In der EU sind derzeit 65 Sorten von Nutzhanf zugelassen. Die aktuelle Aufstellung kann dem Sortenkatalog der EU entnommen werden.

Erfahren Sie mehr zum Thema Hanfarten.

Jedes Land hat unterschiedliche Regelungen dazu, ob Privatpersonen Nutzhanf anbauen dĂŒrfen. In Deutschland ist unabhĂ€ngig vom THC-Gehalt der Anbau nicht zulĂ€ssig. Landwirtschaftlicher Anbau ist anmeldepflichtig. In der Schweiz wiederum ist es Privatpersonen erlaubt, im privaten Bereich Hanf anzubauen. Voraussetzung: Der THC-Gehalt der Sorte muss weniger als ein Prozent aufweisen.

Lesen Sie mehr ĂŒber den Hanfanbau.

Nutzhanf geht mit einem niedrigen THC-Gehalt einher. Er wird angebaut, um Produkte des alltĂ€glichen Lebens herzustellen. So kann Hanf als Rohstoff fĂŒr Papier, Textilien, Schiffssegel, Seile und vieles mehr dienen. Zudem kann er als Biomasse eingesetzt werden.

Mehr Informationen ĂŒber die Verwendung von Hanf.

Tipps der Redaktion

Unsere Autor*innen
ErnÀhrungswissenschaftlerin bei der

Claudia hat an der Christian-Albrechts-UniversitĂ€t Ökotrophologie studiert und anschließend promoviert. Danach war sie 10 Jahre in verschiedenen Forschungseinrichtungen wissenschaftlich tĂ€tig. Viele gesundheitliche Themen sind nicht nur Teil ihres Berufes sondern ein StĂŒck weit auch eine Berufung. Durch persönliche Erfahrungen ist Claudia Expertin fĂŒr Diabetes und en­ga­giert sich auch fĂŒr einen Selbsthilfeverband. In ihrer Freizeit testet sie den Einfluss von Entspannung und Sport auf die menschliche Gesundheit durch regelmĂ€ĂŸige StrandspaziergĂ€nge und Volleyball-Trainingseinheiten.

Unsere Autor*innen
Dipl.-Ges. oec. (FH) bei der

Im Jahr 2002 hat Jennifer Ann Steinort ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin abgeschlossen. Darauffolgend hat sie ihr Studium an der Hochschule Niederrhein angetreten. Studienschwerpunkte waren Krankenhausmanagement, Gesundheitsökonomie und Medizincontrolling. Zudem haben die konservative und operative Krankheitslehre sowie Rehabilitation und Psychiatrie eine große Rolle eingenommen. Jennifer Ann Steinort hat den akademischen Grad Dipl.-Ges. oec. (FH) erlangt und arbeitet seit 2012 als Fachjournalistin fĂŒr Medizin, Gesundheit und Familie.