Hanföl – Wirkung & Anwendung des reichhaltigen Öls

Die Hanfpflanze und ihre Extrakte werden immer beliebter. Egal, ob in der Küche, als Haut­pflegeprodukt oder als nebenwirkungs­arme Alternative zu gängigen Medikamenten. Häufig werden CBD- und Hanföl in eine Kiste geworfen. Dabei handelt es sich um zwei völlig unter­schied­liche Produkte. Wir verraten, worin der Unterschied liegt, wie es am besten in den Alltag integriert wird und welche vor­teil­haften Effekte von Hanföl ausgehen.

Was interessiert Sie besonders?

Was ist Hanföl?
Anwendung
Inhaltsstoffe
Nebenwirkungen
Wirkungen
Häufige Fragen

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Was ist Hanföl?
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Nebenwirkungen
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Was ist Hanföl?

Hanföl, auch Hanfsamenöl genannt, wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Dafür werden die Samen des Gewächses gepresst. Eigentlich handelt es sich bei Hanföl um ein Neben­pro­dukt, das bei der Herstellung von Faserhanf entsteht. Es wird eine beacht­liche Menge benötigt, um das wertvolle Öl zu pro­du­zieren. Etwa 10 Kilo Hanfsamen ergeben drei Liter des grünen Öles. Dabei gilt: Je dunkler das Öl erscheint, desto intensiver und nussiger fällt der Geschmack aus. Menschen, die auf ihren öko­lo­gischen Fußabdruck achten, können beden­kenlos zu Hanföl greifen. Genauso wie Lein wird auch Hanf hierzulande angebaut und stellt damit eine echte Alternative zu Kokos- oder Avocadoöl dar.

Video zur Herstellung von Hanföl

Quelle: Bayerischer Rundfunk „Läuft wie geschmiert – Die Ă–lmĂĽhle Lengenwang”

Was ist der Unterschied zwischen CBD Öl und Hanföl?

Hanföl wird häufig mit CBD Öl gleichgesetzt. Allerdings handelt es sich dabei um zwei völ­lig unterschiedliche Produkte:

Bei der Herstellung wird auf die Samen des Gewächses gesetzt, welche meist kalt gepresst werden. Hanföl bzw. Hanfsamenöl wirkt nicht berauschend.

  • enthält verschiedene essen­tielle Fett­säuren (u.a. Omega 3 & 6)
  • wird als sehr hochwertiges Spei­se­öl und in der Kosmetik ver­wen­det
  • enthält keine Cannabinoide, wie THC oder CBD
  • keine bis geringe Nebenwirkungen
  • legal erhältlich

CBD Öl bzw. Cannabidiol Öl wird aus den Hanfblüten und Blättern der weiblichen, grünen Hanf­pflan­ze gewonnen und ruft keine psychoaktive Wirkung hervor.

  • CBD ist, neben THC, ein Wirkstoff in der Hanfpflanze
  • industrielle Fertigung durch das schonende und effiziente CO2-Ex­trak­tionsverfahren
  • wirkt der berauschenden Wirkung von THC entgegen
  • THC-Gehalt max. 0,2 %
  • Zusatz von Oliven- oder Hanf­samen-Ă–l verdĂĽnnt CBD Ă–l, fĂĽr bessere Dosier­ung und ange­neh­meren Geschmack
  • geringe bis keine Nebenwirkungen
  • legal erhältlich

Der Unterschied liegt zunächst in der Her­stel­lungs­weise. Während CBD Öl aus den grünen Bestandteilen der Hanfpflanze her­ge­stellt wird, widmet sich die Produktion von Hanföl den Samen. Zudem unterscheiden sich die Inhaltsstoffe voneinander. CBD Öle ent­hal­ten in erster Linie das Cannabinoid CBD (Canna­bidiol). Auch dieser Wirkstoff besitzt übrigens keine berauschenden Effekte. CBD Öl wird gewonnen, indem der Hauptwirkstoff CBD mittels eines komplexen Verfahrens aus der Pflanze heraus­ge­löst wird. Neben CBD ent­halten ent­spre­chende Produkte auch Terpene oder Flavanoide.

Hanföl entsteht dann, wenn Hanfsamen ge­presst werden. Das dabei gewonnene Speise­öl beinhaltet ein großes Spektrum an wertvollen Inhaltsstoffen. Hanföl besitzt keine medi­zi­nischen Eigenschaften und wird größ­ten­teils als Speiseöl oder Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel eingesetzt. Es wird jedoch oftmals dem CBD Öl, welches zur Ent­spannung und Schmerz­linderung beitragen soll, zur Verbes­serung der Dosierung beigemischt.

Hanföl und seine Inhaltsstoffe

Hanföl kombiniert wertvolle Inhaltsstoffe miteinander. Anwender können mit Hanf­samen­öl lebensnotwendige Omega-3– und Ome­ga-6-Fettsäuren aufnehmen. Diese Fett­säuren sind besonders wichtig für die Herz­gesundheit und für den Energie- sowie Sauer­stoff­haushalt. Während Omega-6-Fett­säuren mit zahlreichen Pflanzenölen aufgenommen werden können, handelt es sich bei Omega-3 um eine soge­nannte marine Fettsäure. Die Bezeichnung kommt daher, dass sich Omega-3 überwiegend in fettreichen Kaltwasser­fischen wie Makrelen, Lachs, Hering und Thun­fisch befindet. Für Menschen, bei denen Fisch nicht auf den Teller kommt, ist Hanf­öl eine ausgezeichnete Alter­native. Schließ­lich sind darin sowohl Omega-3 als auch Omega-6-Fettsäuren enthalten.

Neben den rund 75 % mehrfach ungesät­tigten Fettsäuren, die Experten für besonders gesund halten, überzeugt Hanföl noch mit weiteren Inhaltsstoffen:

  • Hanföl liefert wichtige Säuren wie Ă–lsäure, Palmitinsäure, Linolsäure, Stearin­säure und Gamma Linolensäure. Alle Fettsäuren haben eines gemeinsam: Sie sorgen fĂĽr eine gute Hirnfunktion und fĂĽr die Regeneration der Zellen.

  • Auch mit Blick auf Vitamine, Mineral­stoffe und Spurenelemente kann Hanföl punkten. Es enthält die Vitamine E, B1, B2, verschie­dene Mineral­stoffe wie Phosphor, Kalium, Magnesium, Calcium, Natrium und Spuren­elemente wie Eisen, Mangan, Zink und geringe Mengen Kupfer.

  • Die grĂĽnliche Farbe besitzt Hanfsamenöl ĂĽbrigens durch den hohen Anteil an Chloro­phyll. Den goldenen Schimmer verleihen die Carotinoide dem Ă–l. Bei beiden Substanzen handelt es sich um Pflanzenfarbstoffe.

Die Wirkungen von Hanföl

Durch die gelungene Kombination wertvoller Inhaltsstoffe kann Hanfsamenöl sowohl inner­­lich als auch äußerlich angewendet werden. Besonders beliebt ist es als Speiseöl in der Küche oder als Hautpflegemittel. Auch bei Ent­zün­dungen soll Hanföl seine Wirkung entfalten können. Wirkversprechen oder Heil­aus­sagen dürfen in Zusammenhang mit Hanf­samenöl nicht gemacht werden, zahl­reiche Erfah­rungs­berichte legen jedoch den Schluss nahe, dass sich die Verwendung von Hanföl lohnt.

Bei Hanföl bleibt die berauschende Wirkung aus

Zwar wird Hanföl aus Teilen der Hanf­pflanze extrahiert, es übt jedoch keine psychoaktive Wirkung aus. Egal, wie viel des hoch­wer­tigen Öles konsumiert wird, berauschende Effekte treten nicht ein. Das liegt daran, dass die berau­schende Sub­stanz THC entweder gar nicht oder nur in sehr geringen Mengen enthalten ist. Daher dürfen auch Kinder das Öl völlig bedenkenlos einnehmen.

Hanfsamenöl – Wie ist die Anwendung

Bei der Einnahme von Hanföl sollte stets mit einer geringen Dosierung gestartet werden, da jeder Körper individuell auf die Versorgung reagiert. Ein Teelöffel Hanföl täglich reicht dafür völlig aus. Wird das Öl gut vertragen, kann nach etwa einer Woche auf zwei Tee­löffel täglich umgestellt werden.

Bei unerwünschten Nebenwirkungen sollte die Menge herabgesetzt oder die Einnahme eingestellt werden. Häufig wird dazu geraten, Hanföl mit einem Abstand von 30 Minuten im Anschluss an eine Mahlzeit einzunehmen. Was­ser ist für die Einnahme nicht erforder­lich.

Hanföl: Welche Neben­wir­kungen können auftreten?

Dadurch, dass Hanföl keine berauschenden Substanzen enthält, kann es von Kindern und Schwangeren eingenommen werden. Aber auch wenn es sich um ein rein natürliches Produkt handelt, können Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören allergische Reaktion in Form von Rötungen oder Pusteln, wenn das Hanföl äußer­lich angewendet wird. Sollten diese uner­wünsch­ten Wirkungen auftreten, sollte das Öl sofortig abgesetzt werden. In den meisten Fällen verschwinden die Haut­reizungen inner­halb von wenigen Stunden.

Bei der innerlichen Einnahme von Hanföl kön­nen Magenprobleme nicht ausgeschlossen werden. Allerdings gewöhnen sich mit der Zeit viele Menschen an die noch unge­wohn­ten In­haltsstoffe. Ein Magendrücken bedeutet daher nicht automatisch, dass eine Un­ver­träglichkeit vorliegt. In solchen Fällen kann es helfen, das Öl gemeinsam mit Lebensmitteln aufzu­neh­men oder die Menge vorerst klein zu halten.

Hanfsamenöl kaufen: Worauf sollte geachtet werden?

Hanfsamenöl ist in Apotheken, Reformhäusern und Bioläden erhältlich. Auch im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, die die wertvollen Öle vertreiben. Beim Kauf sollten Interessenten grundsätzlich auf Folgendes achten:

FAQ – die häufigsten Fragen zu Hanföl

Hanföl besitzt einen intensiven nussigen Geschmack, der von vielen An­wen­dern als sehr positiv empfunden wird. Aus diesem Grund kann das Öl nicht nur pur, sondern auch zur Verfei­nerung von Speisen genutzt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Anwendung von Hanföl.

Hanföl versorgt den Körper mit zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffen. Insbesondere die enthaltenen Fettsäuren, die in einem sehr ausgewogenen Verhältnis enthalten sind, überzeugen Ernährungsexperten. Hanföl wird von Menschen mit Hauterkrankungen als hilfreich beschrieben. Zudem soll es den Kampf gegen Entzündungen im Körper unterstützen. Jedoch dürfen keine Wirk- oder Heilversprechen in Verbindung mit Hanföl gegeben werden. Daher muss jeder selbst für sich herausfinden, was das wertvolle Öl für ihn tun kann.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Hanföl Inhaltsstoffe.

Im Gegensatz zu CBD Öl wird Hanföl aus den Samen der Hanfpflanze her­ge­stellt. Dafür werden die Samen gepresst und in einem weiteren Schritt zu Öl verarbeitet. Hanföl wirkt nicht berauschend, da entweder gar kein THC ent­hal­ten ist oder nur in sehr geringen Mengen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Wirkung von Hanföl.

Hanföl ist nur begrenzt haltbar, deshalb sollten Interessenten zu einer kleinen Flasche greifen. Das Öl sollte dunkel und kühl in Glasflaschen gelagert werden. Bis zu 12 Monate ist das Hanföl haltbar. Vorsicht: Hanföl reagiert mit Sauerstoff und kann dadurch ranzig werden. Deshalb sollte die Flasche stets gut ver­schlos­sen werden.

Hier finden Sie weitere Informationen, was beim Kauf von Hanföl zu beachten ist.

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Hinweis: Uns ist wichtig, dass wir Ihnen gut recherchierte und informative Inhalte anbieten können. Beachten Sie jedoch bitte, dass es sich hierbei lediglich um eine Informationsweitergabe handelt und keine konkrete Handlungsempfehlung. Zudem ersetzen unsere Artikel keinen Arztbesuch. Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollten Sie vor der Einnahme mit Ihrem Mediziner besprechen.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)

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Dipl.-Ges. oec. (FH) bei der

Im Jahr 2002 hat Jennifer Ann Steinort ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin abgeschlossen. Darauffolgend hat sie ihr Studium an der Hochschule Niederrhein angetreten. Studienschwerpunkte waren Krankenhausmanagement, Gesundheitsökonomie und Medizincontrolling. Zudem haben die konservative und operative Krankheitslehre sowie Rehabilitation und Psychiatrie eine große Rolle eingenommen. Jennifer Ann Steinort hat den akademischen Grad Dipl.-Ges. oec. (FH) erlangt und arbeitet seit 2012 als Fachjournalistin für Medizin, Gesundheit und Familie.