Campact e.V.


Campact ist eine gemeinnützige Bürgerbewegung, die sich für progressive Politik einsetzt. Die Organisation bietet ein Beteiligungsforum, mit dem Proteste gebündelt in Form von Online-Petitionen an politische Entscheidungsträger gerichtet werden können. Das Ziel des Vereins ist es den sozialen, ökologischen und demokratischen Fortschritt voran zu treiben. Die Verwirklichung ihrer Visionen werden mit Demonstrationen, Appellen an Verantwortlichen in Parlamenten und Regierungen, Debatten, Protesten und Kampagnen angestrebt.

Daten & Fakten


Campact wurde 2004 als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Berlin gegründet.
Sie organisieren unter anderem Kampagnen und Demonstrationen zu einer großen Bandbreite politischer Themen und setzen sich für eine progressive Politik ein.

Der Verein hat nach eigenen Angaben über 2 Millionen Newsletter Abonnenten, die ihre Kampagnen unterstützen. Nach dem Vorbild von diversen US-ameri­ka­nischen Online-Plattformen bündelt die Organisation Protest Mails und leitet diese als Appell gezielt weiter. Wenn wichtige Entscheidungen in der Politik anstehen, wendet sich der Verein mit den gebündelten Online-Petitionen direkt an die verantwortlichen Stellen in Parlamenten, Regierungen und Konzernen. Die Organisation ist ein eingetragener Verein der sich ausschließlich aus Spenden und Förderbeiträgen finanziert.

Adresse & Kontakt


Campact e.V.

Telefon: 04231 / 957 440

Telefax: 04231 / 957 499

Artilleriestr. 6, 27283 Verden / Aller

www.campact.de

Leistungen


Campact organisiert unterschiedliche Kampagnen. Sie haben sich unter anderem gegen ein Comeback der Atomenergie, für Alternativen zur Erhöhung der Mehrwertsteuer, für mehr Transparenz im Umgang mit den Nebeneinkünften von Abgeordneten und gegen eine Privatisierung der Deutschen Bahn eingesetzt. Das übergeordnete Ziel von Campact-Kampagnen ist es den Bürgern zu ermöglichen, genau dann aktiv zu werden, wenn politische Entscheidungen anstehen.

Darüber hinaus möchte der Verein die Kommunikation zwischen den Bürgern und der Politik stärken und für relevante Themen sensibilisieren. Durch Demonstrationen, Proteste und Dialoge mit Politikern, setzen sich die die Mitarbeiter von Campact für eine friedlichere Welt ein.

  • Kampagnen für eine progressive Politik.
  • Organisation von Protesten und Demonstrationen.
  • Einsatz für gesellschaftlichen Wandel.
  • Vorantreiben des sozialen, ökologischen und demokratischen Fortschrittes.
  • Online-Appellen an die Verantwortlichen in Parlamenten, Regierungen und Konzernen.

PODCAST: Campact e.V. – Lebensmittel und Containern

„Wir wären nicht Campact, wenn wir nicht weiterhin an ein Umdenken glauben oder dafür kämpfen würden.“


Ein Interview mit Campact e.V.

Wie geht eigentlich Gesundheit mit Lebensmitteln aus Containern? Ist Containern oder auch Mülltauchen eine angemessene Art, um der herrschenden Lebensmittel­ver­schwen­dung entgegenzuwirken? Was hat es mit diesem Trend auf sich und warum ist es in Deutschland strafbar? Wir schauen uns die Thematik näher an und werden in dieser Episode von der Expertin Natalie Barth von Campact e.V. unterstützt.

Containern gegen Verschwendung von Lebensmitteln
Ein Interview mit Natalie Barth von Campact e.V.

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In Deutschland landen überdurchschnittlich viele genießbare Nahrungsmittel im Müll. Auch wenn sie nicht als Hauptverursacher gelten, tragen private Haushalte zur Lebensmittel­ver­schwen­dung bei. Dennoch sprechen sich 80% der Deutschen dafür aus, weniger Obst und Gemüse wegzuschmeißen. Wie passt das zusammen und welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken?

In der heutigen Folge des Krankenkassen-Zentrale (KKZ) Podcast gehen wir dem Thema Lebensmittelverschwendung auf den Grund und lassen uns dabei professionell unterstützen. Natalie Barth von Campact e.V. bringt Licht ins Dunkle und erhellt uns mit ihrer Fachexpertise.

Das erwartet dich in dieser Folge

Was es mit Containern, Mülltauchen oder Dumpster Diving auf sich hat

Was andere EU-Länder gegen die Ressourcenverschwendung tun

Wie hoch die aktuelle Lebensmitelverschwendung in Deutschland ist

Was bereits gegen die Verschwendung von Lebensmitteln unternommen wird

Wieso es schwer ist, innerhalb der Branche eine einheitliche Meinung zu bilden

„Wir dürfen nicht zu sehr auf die Verbraucher gucken , sondern müssen auch die restliche Lieferkette in die Verantwortung nehmen.“

Campact setzt sich für progressive Politik ein und zeigt den Protest u.a. in Form von Demonstrationen auf der Straße. Jeder kann mitmachen und auch seine eigene Petition erstellen.

Campact e.V. Profil

Podcast Gesundheit aktuell

Alle Themen des Podcasts mit Campact e.V. im Überblick:

Die unnötige Entsorgung von Lebensmitteln in privaten Haushalten liegt bei ⅓ der Gesamtverschwendung. Frau Barth von Campact e.V. erläutert jedoch, dass ⅔ und somit die meistens Lebensmittelabfälle bislang in Großküchen, Lebensmittelbetrieben, Landwirtschaft, Supermärkten und während der Lebensmittelproduktion entstehen. Frankreich war eines der ersten Ländern, in dem die Ressourcenverschwendung kriminalisiert wurde. Tschechien änderte kurz danach ebenfalls seine Gesetzeslage. In Deutschland wurde 2017 der Antrag einer Partei, das Containern zu legalisieren, abgelehnt.

Die vereinten Nationen haben sich vorgenommen, die Verschwendung von Essen bis 2030 zu halbieren. Leider ist bisher kein großer Fortschritt erkennbar. In Zahlen sprechen wir in Deutschland von insgesamt 18 Millionen Tonnen jährlich. Um diese unvorstellbare Zahl mal greifbarer zu machen: Jedes achte, im Supermarkt gekaufte Lebensmittel, landet in der Mülltonne. Dies sind erschreckende Zahlen. Eine Studie der Firma Boston Consulting Group hat jedoch ergeben, dass der Verschwendungstrend auf industrieller Seite sogar steigend anstatt rückläufig ist. Die Studie ergab, dass sich ohne tiefgreifende Veränderungen die Lebensmittelverschwendung in den nächsten 12 Jahren um ¼ erhöhen wird.

Seit 2012 gibt es vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Kampagne “Zu gut für die Tonne”. Im Rahmen dieser Kampagne gibt es immer wieder Aktionstage, Projekte und einen gleichnamigen Bundespreis. Dieser Preis wird Projekten oder Unternehmen verliehen, die aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen. Die gesamte Kampagne richtet sich jedoch leider nur an Verbraucher, so Frau Barth. Auf industrieller Ebene, kommt es lediglich zu freiwilligen Selbstverpflichtungen, die oft leider ohne große Resultate bleiben. Notwendig wäre eine gesetzliche Verpflichtung vor allem auf Anbieterseite.

Containern, auch “Dumpster Diving” oder “Mülltauchen” genannt, ist eine Art Bewegung. Menschen, die Containern gehen, holen noch genießbare Lebensmittel aus den Mülltonnen von Supermärkten. Sie wollen damit gegen die gesellschaftliche Lebensmittel­verschwendung vorgehen. In Deutschland sind diese Aktionen bislang strafbar und werden als Diebstahl und Hausfriedensbruch gehandhabt. Die Menschen, die Containern, sind bezüglich der Thematik Lebensmittelvergiftung sensibilisiert. Sie prüfen zuverlässig, ob die Lebensmittel aus dem Abfall noch genießbar sind und worauf zu achten ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum spielt dabei kaum eine Rolle, denn auch nach Ablauf des Datums können zahlreiche Produkte noch verzehrt werden. Darüber hinaus gibt es im Internet Seiten wie “trashwiki”,  wo Nutzer Handlungsanweisungen für gerettete Lebensmittel vorfinden.

Der Verein Campact e.V. tritt für eine fortschrittliche Politik ein und unterstützt daher auch die Petition zweier bayerischer Studentinnen, die durch eine “Container Aktion” wegen schwerem Diebstahl angeklagt wurden. Die Studentinnen fordern in ihrer Petition, dass Lebensmittel­verschwendung verboten und Lebensmittelrettung entkriminalisiert werden sollte.

Tipps der Redaktion

Mehr erfahren: Tag der Lebensmittelverschwendung

Tipps des BMEL: „Zu gut für die Tonne

Wissenswert: Gesunde Ernährung

App zur Lebensmittelrettung: Too Good To Go

Länger frisch: Speiseöle richtig lagern

Aktueller Trend für das Wohlbefinden: Fasten

Heimische Alternativen zum Superfood

Einteilung von Lebensmitteln in Lebensmittelgruppen

Quelle: BR24

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