//Private Sterbegeldversicherung 2018 – Vergleich & Test!
Private Sterbegeldversicherung 2018 – Vergleich & Test! 2017-10-25T14:29:45+00:00

Private Sterbegeldversicherung Vergleich & Test 2017/2018

Mit zunehmendem Alter steigt im Gesundheitsbereich das individuelle Risiko zu erkranken bzw. medizinische Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen kontinuierlich an. Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) sorgen dafür, dass der Fakt des Älterwerdens nicht automatisch zu steigenden Beiträgen führt.

Blatt im Wasser

Ziel der PKV-Altersrückstellungen ist es, frühzeitig ein „Polster“ anzusparen, damit auch im Ruhestand die Versicherungsprämien bezahlbar bleiben. Dafür werden in jungen Jahren bestimmte Beitragsanteile verzinst und für die Beitragsentlastung eingesetzt. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden dagegen keine persönlichen Rückstellungen gebildet.

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Vergleich der Sterbeversicherungen: Unterschiedliche Tarife und Kosten

Das Angebot an Sterbegeldversicherungen ist seit dem Wegfall des Sterbegeldes der gesetzlichen Krankenversicherung regelrecht aufgeblüht. Umso vielfältiger sind heute die Bedingungen und Leistungen der einzelnen Anbieter. Diese Unterschiede sind beispielsweise beim Eintrittsalter sehr gut erkennbar. In der Regel ist der Abschluss einer Sterbegeldversicherung erst im mittleren Alter angedacht. Daher gibt es zahlreiche Versicherungsunternehmen, die einen Eintritt erst ab 40 Jahren vorsehen. Gleichzeitig bieten einige Unternehmen bereits ab 10, 15 oder 18 Jahren diese Vorsorgeversicherung an.

InformationÄhnlich breit gefächert verhält es sich mit der Versicherungssumme und der Dauer der Versicherung. Demnach können die Versicherten ihren Tod häufig sogar mit mehr als 15.000 Euro absichern, aber auch kleinere Summen sind bei vielen Unternehmen wählbar. Viele Versicherungsnehmer wünschen sich zudem eine Sterbgeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Häufig muss dann allerdings mit höheren Beiträgen und einer Wartezeit gerechnet werden, die die Auszahlung der Versicherungssumme verzögert. Das kann vor allem bei einem frühen und unerwarteten Tod eine wichtige Rolle spielen. Verträge mit Gesundheitsfragen sind häufig nicht nur günstiger, sondern verzichten in der Regel auch auf eine Wartezeit. Ein direkter, individueller Vergleich ist letztendlich aber eine der besten Möglichkeiten, eine passende und günstige Sterbegeldversicherung zu finden.

Info: Sterbegeldversicherung mit und ohne Wartezeit

Sterbeversicherung mit Wartezeit

  • Auszahlung der Versicherungssumme bei Todesfall erst nach bestimmter Zeit
  • allgemeine Wartezeit: 3 Jahre
  • selten auch anteilige Auszahlung vor Ablauf der Wartezeit
  • Vorteil: häufig ohne Gesundheitsprüfung

Sterbeversicherung ohne Wartezeit

  • Versicherungssumme wird im Todefall ab dem ersten Monat ausgezahlt
  • Voraussetzung: Beantwortung von Gesundheitsfragen
  • Ergebnis der Gesundheitsprüfung kann zur Ablehnung des Antrags führen

Die Sterbegeldversicherung im Test

Wer sich für eine Sterbegeldversicherung entscheidet, sollte sich unbedingt einen Überblick über die Bedingungen und Leistungen der einzelnen Anbieter verschaffen. Da der Bereich der Bestattungsversicherung ein vergleichsweise kleinen Bereich am Versicherungsmarkt ausmacht, gibt esrelative wenige Tests unabhängiger Institutionen.

2009: Vergleich von Sterbegeldversicherung durch Stiftung Warentest

Ein älterer Test der Stiftung Warentest verglich unter anderem Tarife der Ideal, Interrisk, Ergo Direkt oder Neckermann. Bei den 45-jährigen Modellkunden, einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren und einer Versicherungssumme von 5.000 Euro kamen die verbraucherfreundlichsten Angebote von der Debeka, derHinterbliebenenkasse für Heilberufe (HDH) und der SDK Süddeutsche. Während die Debeka und die SDK eine Gesundheitsprüfung fordern, müssen Versicherungsnehmer im getesteten Tarif der HDH lediglich mit einer Wartezeit rechnen. Dennoch war der günstigste Beitrag bei der HDH zu finden. Bei den 65-jährigen Modellkunden stellte sich heraus, dass die Beiträge wegen des höheren Sterberisikos sowohl für Männer als auch für Frauen zu hoch sind und der Abschluss einer Sterbeversicherung nur noch wenig sinnvoll ist.

Zum Vergleich

Schützt Angehörige vor hohen Kosten

Stiftung Warentest: „Wer Geld für seine Bestattung zurücklegen möchte, kann das mit einer Sterbegeldversicherung tun.” (test.de)

Spiegel Online: „…fragen Sie nach einer kurzen Beitragszeit und jährlicher Zahlungsweise.“ (spiegel.de)

Zum Vergleich

2012: ÖKO-TEST prüft Sterbevorsorge

Ein Test des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST hat gezeigt, dass vor allem bei den kleineren Sterbegeldkassen häufig gute Angebote zu finden sind. Am Modell eines 50-jährigen Versicherten, sowohl männlich als auch weiblich, boten die Fürsorgekasse von 1908 und die Hinterbliebenenkasse der Heilberufe (HDH) den günstigsten Jahresbeitrag bei einer Versicherungssumme von 4000 Euro an. Andere getestete Unternehmen waren beispielsweise die Hanse Merkur, die Debeka, die Westfälische Sterbekasse oder die Landeslebenshilfe.

Das Sterbegeld gehörte früher zum Leistungspaket der gesetzlichen Krankenkassen. Nachdem es allerdings immer mehr reduziert wurde und zuletzt nur noch wenige hundert Euro betrug, ist es 2004 abgeschafft worden. Nach dem Wegfall des Sterbegeldes schlossen daher immer mehr Menschen eine private Sterbegeldversicherung ab, um ihre Angehörigen nach dem Tod vor hohen Kosten zu bewahren.

Die Auszahlung eines Sterbegeldes durch den Arbeitgeber ist Deutschland gesetzlich nicht vorgesehen. Die einzige Ausnahme dabei bilden Berufe mit Beamtenstatus. Das Beamtenversorgungsgesetz sieht für Angehörige von Beamten bzw. Anwärtern im Todesfall ein Sterbegeld vor. Die Höhe dieses Geldes beträgt das Zweifache der vorherigen Anwärter- bzw. Dienstbezüge.

Es gibt viele Menschen, die ihren Ruhestand außerhalb Deutschlands verbringen möchten. Allerdings sollten sie sichergehen, dass im möglichen Todesfall auch der Rücktransport des Leichnams abgesichert ist. Andersfalls kann es für die Angehörigen trotz Sterbe­geld­versicherung zu enorm hohen Kosten kommen. Eine Rückholung kann einerseits in der Sterbeversicherung abgesichert werden, könnte aber bereits in den Leistungen einer Auslands­kranken­versicherung oder einer pri­va­ten Krankenversicherung eingeschlossen sein.

Kündigung der Todesfallversicherung bei der Sterbekasse

TippÄhnlich wie auch andere kapitalbildende Versicherungen hat eine Sterbegeldversicherung jederzeit einen Rückkaufswert. Dieser wird Versicherten ausgezahlt, die ihre Sterbeversicherung kündigen. In der Regel ist eine Kündigung abhängig von der Zahlweise monatlich oder jährlich möglich.

Zahlen die Versicherten einen Jahresbeitrag, so ist eine Beendigung des Vertrages häufig erst zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Bei monatlicher Zahlweise können die Versicherten grundsätzlich zum ersten des nächsten Monats kündigen. Einige Gesellschaften ermöglichen jedoch auch bei monatlicher Zahlung nur eine jährliche Kündigung oder fordern sogar eine Mindestlaufzeit, bevor eine Kündigung möglich ist.

Tipp: Beitragsfreistellung statt Kündigung

Eine Kündigung der Sterbeversicherung ist nicht immer sinnvoll, denn der ausgezahlte Rückkaufwert fällt meist geringer aus als die bisher eingezahlten Beiträge. Es empfiehlt sich beispielsweise auch eine Beitragsfreistellung. Die bisher eingezahlten Beiträge werden bis zum Laufzeitende verzinst und der Schutz im Todes­fall bleibt geringfügig erhalten. Einige Unternehmen ermög­lichen eine Beitragsfreistellung jedoch erst ab einer bestimmten Summe eingezahlter Beiträge, häufig zwischen 500 und 3000 Euro.

Beerdigungsversicherung bei Hartz IV und Sozialhilfe

Für den Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) ist grundsätzlich eine Offenlegung der finanziellen Verhältnisse erforderlich. Anders als beispielsweise eine Lebensversicherung darf die Sterbegeldversicherung nicht für den Vermögensstatus angerechnet werden. Grund dafür ist, dass das Geld für die Bestattung gedacht ist und der Staat diesbezüglich keine absichernden Maßnahmen mehr leistet. Gleiches gilt übrigens auch für kleinere Geldanlagen, die eindeutig für die Beerdigung gedacht sind.

Kritik: Sterbeversicherung als Bestattungsvorsorge

Die Sterbegeldversicherung gerät wegen ihres wirtschaftlichen Nutzens immer wieder in die Kritik. Tatsächlich ist es so, dass die Versicherten in der Regel nur eine verhältnismäßig kleine Summe für ihren Todesfall versichern. Es hat sich gezeigt, dass Senioren häufig viel mehr einzahlen, als den Hinterbliebenen nach dem Tod ausgezahlt wird und somit die Frage aufgeworfen wird, ob eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist.

Verbraucherorganisationen raten bei Zweifeln an der Versicherung eine größere angesparte Summe lieber bei der Bank anzulegen. Eine andere Möglichkeit ist ein Gespräch mit einem Bestatter. Hier können die Betroffenen noch vor ihrem Tod sämtliche Wünsche für ihre Beerdigung äußern und anfallende Kosten erfragen. Das Geld dafür können sie bei der Deutschen Bestattungsvorsorge anlegen.

Häufige Fragen zur Sterbegeldversicherung – FAQ

Das Angebot an Sterbegeldversicherungen ist mittlerweile sehr groß, dementsprechend breit gefächert ist auch die Höhe der Versicherungssumme (500 – 25.000 Euro). Im Durchschnitt sollte dieser Betrag jedoch mindestens bei 5.000 Euro liegen.
Der Abschluss einer Sterbegeldversicherung ist prinzipiell bis zur Vollendung des 85. Lebenjahres möglich. Allerdings erhöhen sich die Beiträge mit steigendem Alter des Antragstellers. Wer also früh vorsorgt, kann Kosten einsparen.
Kommt es zum Tod der versicherten Person, erhält die in der Versicherungsurkunde genannte Person die vereinbarte Versicherungssumme zuzüglich erwirtschafteter Überschüsse ausgezahlt.
Der Versicherungsnehmer kann frei darüber entscheiden, an wen die Versicherungsleistung im Todesfall ausgezahlt wird. Wird keine bezugsberechtigte Person in der Vertragsurkunde festgehalten, erhalten die Erben die Versicherungssumme.
Menschen ohne nahestehende Personen können sich mit einem Bestattungsunternehmen einigen und dieses als bezugsberechtigt angeben. Die Summe wird nach dem Tod an das Unternehmen ausgezahlt, das dann eine Beerdigung für den Versicherten organisiert.