Krebs – Ursachen, Symptome und Behandlung von Tumoren

Entstehung
Therapien
Symptome
Prävention
Diagnose
Statistik

Krebs – Ursachen, Symptome und Behandlung von Tumoren

Entstehung
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Prävention
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Fast jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens Berührung mit dem Thema Krebs. Sei es durch das eigene Schicksal oder durch Krebs­er­kran­kungen in seinem Umfeld. Dabei entsteht der Eindruck, dass es sich bei der Krankheit um eine moderne Erscheinung handelt. Aller­dings er­wähn­ten bereits die Ägypter die tückische Er­kran­kung. So berichtet das Edwin Smith Papy­rus (16. Jahrhundert vor Christus) davon, wie mit einem Feuerbohrer Brusttumore ent­fernt wurden. Auch heute ist die Behandlung von Krebs­erkrankungen eine Her­aus­for­de­rung. Moderne Therapieansätze versuchen, bösartige Krebszellen frühzeitig und effektiv zu be­kämp­fen. Noch wichtiger sind jedoch die Prä­ven­tion und die Vermeidung von Risiko­fak­toren. Wis­sen­schaftler des Deutschen Krebs­­for­schungs­­­zen­­trums gehen davon aus, dass etwa 50 % der Erkrankungsfälle vermeidbar wären.

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Krebs Definition: Was ist Krebs?

Mediziner sprechen von Krebs, wenn sich Kör­per­zellen unkontrolliert vermehren. Dann be­steht die Gefahr, dass sich ein Geschwulst im Gewebe bildet, was wiederum als Tumor be­zeich­net wird. Grundsätzlich können Tumor­zel­len gut­artig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Die Bezeichnung Krebs bezieht sich aus­schließ­lich auf die bösartigen Wu­che­rung­en. Sie können lebensgefährlich werden, da sie sehr aggressiv wachsen und in das Nachbar­gewebe eindringen. Dadurch kann es zu massiven Schä­di­gung­en kommen.

Eine weitere Gefahr sind die sogenannten Me­tas­ta­sen, auch Tochtergeschwülste ge­nannt. Als Ableger des eigentlichen Tumors können sie selbst in entferntesten Körper­regionen heran­wach­sen und dort zer­störe­risch wirken. Men­schen mit einer Krebs­erkrankung müssen aber nicht automa­tisch einen festen Tumor besit­zen. Es gibt Krebs­arten, bei denen sich die bös­ar­tigen Krebs­zellen über den gesamten Kör­per ver­teilen. Blutkrebs, auch Leukämie ge­nannt, ist so eine Art von Krebs. Selbst Kinder sind von der bedrohlichen Erkrankung betroffen.

Es gibt eine Vielzahl von Krebsarten. Medi­ziner nehmen bei bösartigen Tumoren ver­schie­dene Einteilungen vor. Dabei spielt es eine Rolle, aus welchem Gewebe der Krebs entstanden ist.

Sie entstehen aus den Oberflächen, die den Körper von innen und außen be­decken. Da­zu zählen beispielsweise die Haut und die Schleimhäute im Organis­mus. Die meis­ten Menschen, bei denen Krebs fest­ge­stellt wird, haben ein Karzinom.

Sie bilden sich im Stütz- oder Binde­gewebe und können Fett­ge­webe, Sehnen, Knochen oder Muskeln in Mit­lei­den­schaft ziehen.

Sie wachsen heran, während sich Gewebe oder Organe ent­wi­ckeln. Ein Beispiel ist das Neuroblastom, das in erster Linie Kin­der betrifft.

Quelle: Youtube – Wem nützt die Krebsvorsorge wirklich? | Quarks

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Krebsentstehung: Warum es zu entarteten Zellen kommt

Krebszellen haben alle etwas gemeinsam: Sie entstehen aus gesunden Körperzellen. Im Laufe der Zeit geht allerdings etwas schief und das Erbmaterial verändert sich oder wird falsch ver­stan­den. Dadurch verhalten sich Zellen nicht wie geplant. Sie wachsen rasant und teilen sich, obwohl das so nicht vorge­sehen ist. Sie altern und sterben nicht wie gewöhnliche Kör­per­zel­len, sondern bleiben standhaft. Zudem ver­las­sen sie ihren Platz im Gewebe und breiten sich in anderen Körperregionen aus.

Stellt sich die Frage, warum sich eigentlich gesunde Körperzellen auf einmal anders verhalten. Ei­nige Faktoren sind uns bekannt. So können eine ungesunde Le­bens­wei­se, Übergewicht, Be­we­gungs­man­gel, Rauchen, Infektionen und be­stimm­te Krebsviren (HPV) die Er­­kran­­kung fördern. Auch schäd­liche Einflüsse aus der Um­welt wie Strahlung oder che­mische Sub­stanzen können den Ursprung einer Krebs­er­kran­kung darstellen.

Allerdings kann es auch zu einer Entartung der Zellen kommen, obwohl keiner der Risi­ko­fak­to­ren in Betracht kommt. Schließlich ist der Kör­per keine Maschine, auch ihm pas­sie­ren hin und wieder Fehler. Zum Beispiel dann, wenn die Zell­tei­lung nicht reibungslos ab­läuft. Nor­ma­ler­weise wird dabei die Erb­sub­stanz ver­dop­pelt und auf zwei Toch­ter­zel­len auf­ge­teilt. Dieser Vorgang bietet eine gewisse Feh­ler­quote. Zudem kann auch der nor­male Stoff­wechsel Substanzen produ­zieren, die die Erb­sub­stanz schädigen. Mit steigendem Le­bens­alter haben sich so einige potentielle Schä­di­gungen angesam­melt, wodurch sich das Krebs­ri­siko signifikant erhöht.

Nicht immer steht fest, warum ein Mensch an Krebs erkrankt. Noch immer gibt es Wis­sens­lü­cken auf diesem Gebiet. So erkranken junge, gesunde Menschen ohne Risikofaktoren, bei denen selbst Mediziner rätseln, wie es zu der Krebserkrankung kommt. Auf der anderen Sei­te gibt es Menschen, die jahrzehntelang rau­chen und nicht an Krebs erkranken.

Krebserkrankungen: Symptome

Krebserkrankungen führen vor allem in den Anfangsstadien häufig zu keinen oder nur ge­ring­fü­gigen Symptomen. Es gibt jedoch Warn­zei­chen, die für eine Tumorerkrankung sprech­en. Allerdings handelt es sich dabei um unsichere Hinweise, hinter denen sich nicht immer eine Krebs­erkrankung verbirgt. Wenn die Be­schwer­den dauerhaft bestehen, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Folgende Beschwerden können in Verbindung mit einer Krebserkrankung stehen:

  • Blut im Stuhl

  • anhaltende Verdauungsprobleme

  • Beschwerden beim Schlucken

  • auffällige Hautveränderungen

  • unklare Schmerzen

  • chronische Antriebslosigkeit

  • chronischer Husten in Verbindung mit blutigem Auswurf und/oder Heiserkeit

  • ausgeprägte Müdigkeit

  • Schmerzen beim Wasserlassen

  • Blässe und Blutarmut

  • Knoten, die sich unter der Haut ertasten lassen

  • eine schlechte Wundheilung

  • Appetitlosigkeit

  • starker Gewichtsverlust

Böse Zellen können sich tarnen

Viele Menschen fragen sich, wie eine Krebs­er­kran­kung über eine lange Zeit unbe­merkt blei­ben kann. Das liegt daran, dass Krebs­zel­len sich praktisch unsichtbar machen können. So neh­men sie typische Merkmale ge­sun­der Kör­per­zel­len an, um sich zu tarnen. Damit gelingt es den Krebszellen, sich über lange Zeit un­auf­fäl­lig zu verhalten. Zwischen der Ent­steh­ung und der Feststellung können so meh­rere Jahre vergehen. Andere Krebs­fälle ent­wi­ckeln sich so rasant und aggres­siv, dass Be­trof­fene von der Diagnose und schlechten Prog­nose überrumpelt werden.

FAQ – die häufigsten Fragen zu Krebs

Bei Krebs vermehren sich die Kör­per­zel­len nicht wie bei einem ge­sun­den Men­schen. Sie wachsen un­kon­trol­liert, ster­ben nicht ab und können sich zu einem Geschwulst (Tumor) im Gewebe bil­den. Die bös­ar­ti­gen Wucherungen werden als Krebs bezeichnet. Für die Ent­stehung von Krebs gibt es einige Ri­si­ko­faktoren, z.B. Rauchen und un­ge­sun­de Ernährung, aber auch Men­schen mit einer gesunden Le­bens­wei­se können an einen Tumor er­kran­ken.

Lesen Sie mehr zur Entstehung von Krebs.

Krebs ist ein Geschwulst (Tumor) im Ge­we­be, das sich durch Metastasen im Kör­per ausbreiten kann. Ist der Tumor bös­artig, spricht man in der Medizin von Krebs. Je eher die Erkrankung festgestellt wird, desto besser sind die Hei­lungs­chan­cen. Daher sollte man die Vor­sor­ge­un­ter­su­chungen zur Früh­er­ken­nung von Krebs wahrnehmen.

Erfahren Sie mehr über Krebsvorsorge.

Einige Beschwerden können auf eine Krebserkrankung hindeuten, z.B.:

  • Blut im Stuhl
  • Beschwerden beim Schlucken
  • auffällige Hautveränderungen
  • chronischer Husten in Verbindung mit blutigem Auswurf und/oder Heiserkeit
  • Blässe und Blutarmut
  • Knoten, die sich unter der Haut ertasten lassen
  • eine schlechte Wundheilung
  • Appetitlosigkeit
  • starker Gewichtsverlust

Mehr Informationen über die Symptome und Diagnose von Krebs.

Die Bezeichnung Krebs stammt bereits aus der Zeit der alten Griechen. Der Arzt Hippokrates bezeichnete wohl damals schon die bösartigen Geschwülste mit „Karkinos“ (griechisch für das Tier Krebs), weil vor allem der Brustkrebs den Krebs­bei­nen ähnelt und es sich härter an­fühlt als gesundes Gewebe.

Mehr zum Thema Krebs erfahren.

Krebs entsteht, wenn sich die gesunden Körperzellen verändern und sich plötz­lich vergrößern und teilen. Sie bil­den dann ein Geschwulst, auch Tumor ge­nannt. Die bösartigen Wucherungen wer­den als Krebs bezeichnet. Warum das genau passiert, ist bis heute noch unklar. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die die Entstehung von Krebs begünstigen können:

  • Rauchen
  • ungesunde Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • chemische Substanzen
  • Humane Papillomviren (HPV)
  • erbliche Veranlagung: Erkrankungen in der Familie
  • schädliche Umwelteinflüsse, wie z.B. Strahlungen

Mehr über die Entstehung von Krebs lesen.

Zentrale Frage zur Zahnversicherung

Weitere Tipps unserer Redaktion: 

Krebs erkennen: Diagnoseverfahren

Um feststellen zu können, ob es sich um Krebs handelt, ist die Entnahme einer Gewebe­-­ und Blutprobe sehr wichtig. Nur durch eine genaue Überprüfung des Körper­materials gelingt eine zweifelsfreie Krebs­diagnose. Bei bestimmten Tumoren ist es wichtig, auch einen Teil des umliegenden Gewebes zu untersuchen. So kann festgestellt werden, ob sich der Krebs bereits ausgebreitet hat. Mithilfe eines Mikroskops können Fach­leute beurteilen, ob und wie stark die Zelle entartet ist. Je stärker die Unterschiede zu einer gesunden Zelle sind, desto bösartiger wird sie eingestuft.

Neben dem Gewebe liefert auch das Blut ent­schei­dende Hinweise. Mediziner können da­bei Tumormarker bestimmen. Dabei handelt es sich um körpereigene Stoffe, die sich beim Vor­liegen einer Krebserkrankung deutlich ver­meh­ren. Ent­weder bildet der Tumor selbst die speziellen Sub­stanzen oder er regt den Kör­per dazu an, diese zu produzieren. Auch bild­ge­ben­de Ver­fah­ren sind wichtig bei der Krebs­­­di­ag­­nos­tik. Mit ihnen können Tumorzellen und Toch­ter­ge­schwüls­­te sichtbar gemacht werden.

Folgende Untersuchungsmethoden liefern Hinweise auf eine mögliche Krebserkrankung:

  • Computertomographie (CT)

  • Sonografie (Ultraschalluntersuchungen)

  • Magnetresonanztomographie (MRT)

  • Skelettszintigraphie (liefert Hinweise auf Tochtergeschwülste)

  • Sonografie (Ultraschalluntersuchungen)

  • Skelettszintigraphie (liefert Hinweise auf Tochtergeschwülste)

  • Computertomographie (CT)

  • Magnetresonanztomographie (MRT)

Krebsdiagnostik: Was die Gene verraten

Je mehr über den vorliegenden Krebs her­aus­ge­fun­den werden kann, desto ziel­ge­rich­te­ter kann die anschließende Be­hand­lung aus­fallen. Selbst gleiche Krebsarten kön­nen sich im Körper un­ter­schiedlich ver­hal­ten. Mit einer genetischen Ana­lyse kann eine persona­lisierte Behandlung er­mög­licht werden. Das ist vor allem dann sinn­voll, wenn es sich um Tumore handelt, die auf die klas­sischen Therapien nicht ansprechen. Mediziner können spezielle Tests anwenden, um mehr über die Arzneimittelüber­empfindlichkeit oder die Prog­nose zu erfahren. Zu den Diag­no­se­tests zäh­len z.B. MammaPrint und Onco­type DX, die zur Behandlungsentscheidung bei Brustkrebs ein­ge­setzt werden können.

Hightech in der Krebsmedizin: Wenn Roboter die Diagnose übernehmen

Hightech ist auch in der Krebsmedizin keine Zukunftsmusik mehr. Viele Mediziner sprechen sich für eine modern gestaltete Diag­nos­tik­um­ge­bung aus. Kein Wunder, denn bei Krebs­pa­tien­ten muss eine Vielzahl von Rönt­gen­bil­dern, Gewebeproben, Tumormarkern und gene­tischen Informationen richtig ein­ge­ord­net werden. Das Deutsche Krebs­for­schungs­zen­trum in Hei­del­berg greift im Rah­men von Studien auf künst­liche Intelligenz (KI) zurück. Sie soll dabei helfen, medizinische Bil­der, Ge­we­be­pro­ben und Gen­se­quen­zen zu ana­ly­sie­ren.

Interessant ist, dass die KI ihren Job offenbar sehr gut macht. In Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die künstliche Intel­li­genz die Hirntumore genauso sicher erken­nen kann, wie erfahrene Ärzte. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz könnte für viele Pa­tien­ten zukünftig hilfreich sein. Schließ­lich sind eine schnelle Behandlungs­einleitung und eine regelmäßige Überprüfung der Erfol­ge wichtig, um die Prognose zu verbessern.

Allerdings dauert es noch, bis die künstliche Intelligenz im medizinischen Alltag an­ge­kom­men ist. Zunächst müssen Forscher über­prü­fen, ob der entwickelte Ansatz reif für die Praxis ist. Die künstliche Intelligenz benötigt zudem noch etwas Training, damit die un­ter­schied­lichen Klinikdaten gut ausgewertet werden können. Ärzte fordern zudem ein trans­pa­ren­tes System. Noch funktionieren die KI- Systeme recht nebulös. Der Rechner er­mit­telt ein Ergebnis von dem häufig niemand weiß, warum der Al­go­rith­mus die jeweilige Ent­schei­dung ge­trof­fen hat. Für die Praxis ist es wichtig, dass die Ergebnisse zweifelsfrei nach­voll­zieh­bar sind. Spannend ist die Ent­wick­lung in dem Bereich aber alle Mal.

Krebspatienten behandeln: Welche Therapien gibt es bei Krebs?

Tumorerkrankungen verlaufen sehr indivi­duell, daher ist eine maßgeschneiderte Be­handlung für Krebspatienten sehr wichtig. Dabei müssen die Tumorart und die bisherige Ausbreitung berücksichtigt werden. Grund­sätz­lich setzen Mediziner bei der Krebs­behandlung auf fol­gen­de drei Therapie­ansätze:

  • 1. Operation

  • 2. Chemotherapie

  • 3. Strahlentherapie

Nachdem eine ausgedehnte Diagnostik statt­ge­fun­den hat, entscheidet der Arzt, welches Be­hand­lungs­ver­fahren in dem vorliegenden Fall den größten Erfolg verspricht. Viele Tumore kön­nen operativ entfernt werden. Im Anschluss daran kann eine Chemotherapie erfolgen. Dabei wird mit verschiedenen Zell­giften (Zytostatika) versucht, die Krebs­zellen zu zerstören oder am Wachstum zu hindern. Allerdings greifen sie auch gesun­de Körperzellen an. Nach der er­folg­ten Therapie können sich die gesunden Kör­per­­zellen im Gegensatz zu den entarteten Zel­len wieder erholen. Die Strahlentherapie setzt Elektro­nenstrahlung oder Röntgenstrahlen ein, um die Krebszellen zu bekämpfen. Da­durch soll erreicht werden, dass der Tumor kleiner wird oder zumindest nicht mehr weiterwächst.

Quelle: Youtube rbb: Krebs besiegen – was kann die Medizin heute?

Moderne und alternative Behandlung

In den letzten Jahren wurde verstärkt im Be­reich der individuellen Krebstherapie gefor­scht. Damit soll es möglich sein, Patien­ten mit einem maß­ge­schnei­der­ten Behandlungsplan zu versorgen. Schließ­lich äh­neln sich die Krebs­arten zwar, die Aus­wir­kungen auf den jeweiligen Körper sind jedoch durchaus un­ter­schied­lich. Hor­mon­ab­häng­ige Krebsarten wie Pros­ta­ta­krebs oder Brustkrebs können bei­spiels­wei­se von einer Hormon­therapie pro­fi­tieren. Noch in­di­vi­du­eller wird es mit der soge­nann­ten ziel­ge­rich­te­ten Krebs­therapie.

Zielgerichtete Krebstherapie: Der Tumor im Visier

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei zahlreichen Tu­mor­erkrankungen Struk­turen ge­zielt angegriffen werden kön­nen. Das ist der Fall bei Brustkrebs, Darm­krebs oder Lungen­krebs. Durch diesen Umstand ist es mög­lich, anders vorzugehen als bei den gäng­igen Behand­lungs­ver­fahren. Bei der Che­mo­the­rapie wer­den alle Zellen angegriffen, auch gesunde. Ziel­ge­rich­tete The­ra­pien kon­zen­trie­ren sich vor allem auf die Vernichtung der Tu­­mor­­zel­­len­­mo­­le­­kü­le. Dadurch soll der Krebs am Wachs­tum ge­hindert werden.

Zielgerichtete Therapien sollen dabei helfen, unwirksame Be­hand­lung­en zu vermeiden. Mediziner erhoffen sich eine bessere Wir­kung und weniger unerwünschte Be­gleit­er­schei­nung­en von dem modernen Be­hand­lungs­an­satz. Zwar ist auch diese Krebs­the­ra­pie nicht ohne Ne­ben­wirkungen, aller­dings soll die maß­ge­schnei­­der­te Therapie we­ni­ger gesunde Kör­per­zel­len vernichten.

Lungenkrebs: Ersatzkassen fördern neue Diagnostik und Therapie

Für Patienten mit fortgeschrittenem Lung­en­krebs gibt es seit Oktober 2019 wei­te­re Unterstützung durch die Er­satz­kas­sen. Zu den Ersatzkassen zählen: die BARMER, DAK, HEK, hkk, KKH und die Techniker. Sie fördern die molekulare Diag­nos­tik und perso­na­li­sier­te Therapie. Der Ver­band der Er­­satz­­kassen (vdek) hat dafür einen Ver­sor­gungs­ver­trag mit dem „na­tio­na­len Netz­werk Genomische Medizin (nNGM) Lung­en­krebs“ geschlossen. Es sind 15 uni­ver­si­täre Krebs­zen­tren beteiligt, die über­grei­fend mit den Kran­ken­häu­sern und On­ko­lo­gien zu­sam­men­ar­bei­ten, um eine per­so­nalisierte The­ra­pie zu ermöglichen. Die neue Diag­nos­tik und Therapie soll, im Ver­gleich zur Che­mo­the­ra­pie, die Über­le­bens­rate steigern.

Tumorbehandlung: Wie kann gezielt angegriffen werden?

Das Krebswachstum verändert im Körper so einiges. Dadurch können bestimmte Sig­na­le oder Signalwege verstärkt wer­den, die das Wachstum und die Tumor­aus­brei­tung be­güns­tigen. Zielge­rich­tete Therapien blo­ckie­ren die Sig­na­le und Signalwege. Dabei nimmt die Antikörper­therapie eine be­son­dere Rolle ein.

Antikörpertherapie: Das körpereigene Abwehrsystem nutzen

Antikörper spielen eine wichtige Rolle für die Immunabwehr. Sie bekämpfen Krank­heits­er­re­ger, Zellen und Fremdstoffe, um den Körper vor Schäden zu bewahren. Medi­zi­ner nutzen diese einzigartige Fähigkeit nun für die Krebs­­be­hand­lung. The­ra­peu­tische An­ti­kör­per sollen Blo­ckie­rungen im Im­mun­sys­tem aufheben, damit die kör­per­ei­ge­ne Abwehr den Tumor zer­stö­ren kann. Wiederum andere Antikörper sollen Im­mun­zel­len zum Tumor befördern, damit er gezielt an­ge­griffen wer­den kann. The­ra­peu­tische An­ti­­kör­per sollen zudem Wachs­tums­si­gnale der ent­ar­te­ten Zellen hem­men, damit der Tumor nicht größer wird.

Nicht nur die Antikörpertherapie kann dabei helfen, die Krebserkrankung zu behandeln. Auch kleine Moleküle können bei der Tu­mor­be­kämp­fung eingesetzt werden. Sie dringen in die Zelle ein und unterbrechen die Signal­kette, die für das Wachstum und die Zell­tei­lung der ent­ar­te­ten Zellen zuständig ist. Krebszellen sind da­rauf bedacht, ihre Sauer­stoff- und Nähr­stoff­ver­sor­gung sicher­zustel­len. Dazu benö­t­i­gen sie neue Blutge­fäße. Ein weiterer An­satz ist deshalb, den Tumor die Grundlage zu ent­zie­hen, um das Wachs­tum und die Er­näh­rung zu hemmen. Dafür kön­nen sogenannte An­gio­ge­ne­se­hem­mer ein­ge­setzt werden. Die Sub­stanzen rufen eine Minder­durch­­blu­tung her­vor, mit dem Ziel, das Tu­mor­ge­webe „aus­zu­hun­gern“.  Nicht zuletzt gibt es spezielle Wirk­stof­fe, die dafür sorgen, dass die ent­ar­te­ten Zel­len für das Immunsystem sicht­bar gemacht werden.

Patienten mit der Diagnose Krebs, informieren sich heute umfassend über mögliche Behand­lungs­an­sätze. Dabei stoßen sie auch auf sanfte Therapien, die Tumore bekämpfen sollen. Zu den biologischen Therapien gehö­ren Ent­gif­tungen, Hyper­thermie (Über­wärmung des Kör­pers),­ Naturheilkunde und die traditionell chine­sische Medizin. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die sanften The­ra­pie­maß­nah­men eben­falls mit Nebenwirkungen verbunden sein kön­nen. Zudem entstehen Patienten da­durch häu­fig hohe Kosten. Eine nach­voll­zieh­bare Wirk­sam­keit im Rahmen der Krebstherapie konnte durch Studien bisher nicht gesichert werden.

Patienten sollten Abstand von unseriösen Therapeuten nehmen, die beispielsweise darauf be­ste­hen, dass schulmedizinische Be­hand­lungen ohne Rücksprache ab­ge­bro­chen werden. Auch der Hin­weis, dass schulmedizinische Ärzte sich mit der Pharma­in­dus­trie verschworen haben, um ei­nen Durchbruch alternativer Be­hand­lungs­methoden zu verhin­dern, sollte Patienten auf­hor­­chen lassen. Im besten Fall in­for­mie­ren sich Betroffene über wis­sen­schaft­liche Belege zur Wirk­sam­keit. Auch ein Anruf beim Krebs­in­for­ma­tions­dienst des Deutschen Krebs­for­schungs­zen­trums kann offene Fra­gen klären.

In jedem Fall sollten Patienten mit ihrem Arzt Rücksprache halten, bevor sie sich für alter­na­tive Therapiemaßnahmen entscheiden. Es gibt einige Verfahren, die sich mit be­stim­mten Arz­neimitteln nicht vertragen und erheb­liche Nebenwirkungen nach sich ziehen können. Ein offener Umgang mit verschiedenen Be­hand­lungs­konzepten und das Vertrauen zum je­wei­ligen Arzt sind daher sehr wichtig.

CBD bei Krebs

Viele Menschen mit Krebs greifen zu Nah­rungs­er­gän­zungsmitteln. Auch CBD bei Krebs ist ein häufiger Such­be­griff. Im Inter­net gibt es zahl­rei­che Er­fah­rungs­be­richte, die sich mit dem Extrakt aus der Hanf­pflanze bei Tu­mor­er­kran­kungen beschäf­tigen. Die na­tür­liche Sub­stanz soll dabei helfen, Nebenwirkungen, die bei einer Che­mo­the­ra­pie auftreten, zu lindern. Auch Schmer­zen sollen damit ge­dämpft wer­den. Da es sich um ein Nahrungsergänz­ungsmittel han­delt, dürfen jedoch keine Wirk- oder Heil­ver­spre­chen gemacht werden.

Hinweis: Uns ist wichtig, dass wir Ihnen gut recherchierte und in­for­mative Inhalte anbieten kön­nen. Beachten Sie jedoch bitte, dass es sich hierbei lediglich um eine Informationsweitergabe han­delt und keine konkrete Hand­lungs­emp­fehlung. Zudem erset­­zen unsere Artikel keinen Arzt­be­such. Mögliche Wechsel­wir­kungen mit anderen Medi­ka­menten sollten Sie vor der Ein­nah­me mit Ihrem Mediziner besprechen.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)

Krebsprävention – Krebs frühzeitig erkennen

Es gibt zahlreiche Faktoren, die die Entstehung von Krebs begünstigen. Wichtig ist, regelmäßig zur Krebsvorsorge zu gehen und sich unter­su­chen zu lassen. Zusätzlich wird empfohlen, sich selbst auf Veränderungen am Körper zu kon­trol­lie­ren. Je eher der Krebs erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf Hei­lung. Die Kosten für die Untersuchungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Wer an einem Bonusprogramm teilnimmt, kann sogar noch etwas Geld oder eine Sachprämie dafür er­hal­ten. Für Frauen und Männer gibt es je nach Al­ter un­ter­schied­liche Empfehlungen für die Früh­er­kennung:

Gesetzliche Krebsfrüherkennung für Frauen

1x im Jahr:

  • Check Gebärmutterhalskrebs:
    • Untersuchung der Geschlechtsorgane (äußere und innere)
    • begrenzt bis 34 Jahre: Abstrich-Untersuchung Gebärmuttermund und Gebärmutterhals

1x im Jahr:

  • Check Brustkrebs:
    • Kontrolle Brüste und Achselhöhlen auf Veränderungen
    • Anleitung zur Brustselbstuntersuchung

Alle 3 Jahre:

  • Check Gebärmutterhalskrebs:
    • HPV-Test und Pap-Abstrich (Ko-Testung)

Alle 2 Jahre:

  • Check Hautkrebs:
    • Befragung nach Hautveränderungen
    • Untersuchung des gesamten Körpers

Alle 2 Jahre:

  • Check Brustkrebs
    • 50-69 Jahre: Mammographie

1x im Jahr:

  • Check Darmkrebs
    • 50-54 Jahre: Untersuchung auf Blut im Stuhl

Alle 2 Jahre:

  • Check Darmkrebs
    • Untersuchung auf Blut im Stuhl

Einmalig:

  • Darmkrebs:
    • Darmspiegelung
    • erneute Darmspiegelung nach mehr als 10 Jahren

Gesetzliche Krebsfrüherkennung für Männer

Alle 2 Jahre:

  • Check Hautkrebs:
    • Befragung nach Veränderungen der Haut
    • Untersuchung des gesamten Körpers

1x im Jahr:

  • Check Prostatakrebs
    • Abtastung Prostata
    • Genitaluntersuchung
    • Abtastung Lymphknoten (Leiste)

1x im Jahr:

  • Check Darmkrebs
    • 50-54 Jahre: Untersuchung auf Blut im Stuhl

Einmalig:

  • Check Darmkrebs
    • Darmspiegelung
    • erneute Darmspiegelung nach mehr als 10 Jahren

Alle 2 Jahre:

  • Check Darmkrebs
    • Untersuchung auf Blut im Stuhl

Hautkrebs: Höheres Risiko durch Solarium

Die Deutsche Krebshilfe und die Ar­beits­ge­mein­schaft Dermatologische Prä­ven­tion (ADP) war­nen vor der Nutzung von Solarien. Nach An­ga­ben der ADP steigt das Ri­si­ko für schwar­zen Hautkrebs um 60 Prozent an, auch wenn man nur einmal im Monat auf der Son­nen­bank liegt. Die Gefahr an weißem Haut­krebs zu er­kran­ken, ist ebenfalls nicht zu un­ter­schät­zen. Für So­la­ri­um­gänger unter 25 Jahre steigt das Krebs­ri­si­ko auf bis zu 100 Pro­zent. Die ADP und die Deutsche Krebshilfe kämp­fen daher für ein generelles Verbot von So­la­rien, nicht nur für Min­der­jährige.

Krebs: Aktuelle Zahlen und Ausblick

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Menschen sterben jährlich an Krebs
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Neuerkrankungen 2016
0
geschätzte Neuerkrankungen 2020

Anzahl der Krebsfälle in Deutschland

In Deutschland landen Krebserkrankungen auf dem zweiten Platz der häu­­fig­s­ten To­des­ur­sa­chen, direkt nach Herz-Kreislauf-Er­kran­kungen. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum sich immer mehr Menschen für eine Krebs­ver­si­che­rung interessieren.

  • Pro Jahr sterben 226.000 Menschen an den Folgen von Krebs. Die Zahl der Neu­er­kran­kungen ist in den letzten Jahren gestie­gen. Das führen Experten vor allem darauf zurück, dass das Lebensalter immer weiter ansteigt.

  • Alleine im Jahr 2016 sind 492.000 Men­schen neu an Krebs erkrankt. Fünf Experten schätzen, dass sich die Zahl im Jahr 2020 auf über 500.000 Krebs­neu­er­kran­kungen erhöhen wird.

  • Die häufigste Krebsart stellt bei Männern der Prostatakrebs dar, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs. Frauen hingegen erkranken besonders häufig an Brustkrebs. Darm- und Lungenkrebs belegen die nach­fol­gen­den Plätze.

Die Überlebenschancen hängen davon ab, wie rechtzeitig der Krebs erkannt wurde. Generell gilt: Je früher eine Krebserkrankung festge­stellt wird und je qualifizierter die Be­hand­lung ist, desto größer ist die Wahrschein­lichkeit geheilt zu werden.

Quelle: Robert-Koch-Institut

Top 10 der häufigsten Krebsarten

  1. Brustkrebs
  2. Darmkrebs
  3. Lungenkrebs
  4. Schwarzer Hautkrebs
  5. Gebärmutterkrebs
  6. Bauchspeichel­drüsenkrebs
  7. Lymphdrüsen­krebs: Non-Hodgkin-Lymphom
  8. Eierstockkrebs
  9. Magenkrebs
  10. Nierenkrebs
  1. Prostatakrebs
  2. Lungenkrebs
  3. Darmkrebs
  4. Harnblasenkrebs
  5. Schwarzer Hautkrebs
  6. Nierenkrebs
  7. Mundhöhlen- und Rachenkrebs
  8. Magenkrebs
  9. Lymphdrüsen­krebs: Non-Hodgkin-Lymphom
  10. Bauchspeicheldrüsenkrebs

Haben Männer und Frauen das gleiche Risiko an Krebs zu erkranken?

Untersuchungen zeigen, dass Männer ein hö­he­res Krebsrisiko besitzen. Auch die Wahr­schein­lich­keit an der Erkrankung zu sterben, ist bei dem männlichen Geschlecht höher. Das liegt aber weniger an den männlichen Merk­malen, son­dern vielmehr an dem Lebens­stil. Männer und Frauen unterscheiden sich noch immer im Hinblick auf ihren Lebens­wandel. Im Vergleich rauchen Männer häufiger und trinken mehr Alkohol. Da­ne­ben gibt es noch mehr Faktoren, die bei dem männlichen Ge­schlecht das Krebs­ri­si­ko erhöhen. Männer nehmen beispielsweise Untersuchungen im Rahmen der Pros­ta­ta- und Darmkrebs­früh­erkennung seltener wahr. Das machen auch die Zahlen aus dem Jahr 2017 deutlich. Ledig­lich 23,8 % aller Männer nah­men Vor­sorge­programme in Anspruch. Der Anteil bei den Frauen lag mit 47,5 % deutlich höher.

Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung

Männer (gerundet) 24%
Frauen (gerundet) 48%