Mandelöl – Anwendung & Wirkung


Mandelöl, genauer gesagt Mandelkernöl, wird aus der süßen (lat. dulcis) sowie aus der bitteren (lat. amarus) Mandel gewonnen. Dabei werden die Samen des Mandelbaums kaltgepresst, woraus sich ein besonders fettes Pflanzenöl ergibt. Süße Mandelkerne haben einen höheren Fettanteil als bittere Mandeln.

Der Mandelbaum stammt aus dem Südwesten von Asien, wo er heute noch wild an sonnigen Hängen in Höhenlagen von bis zu 1700 Metern wächst. Die größten Anbaugebiete befinden sich allerdings in den USA sowie in Spanien. Mandelöl ist mit einem Anteil von über 90 % sehr reich an ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Linolsäure und Ölsäure. Das klare Öl ist farblos bis leicht gelblich. Es hat einen milden, leicht nussigen Geschmack und ist nahezu geruchslos.

Mandelöl findet vielfältig Verwendung. In der Kosmetik kommt es beispielsweise bei der Haar- und Hautpflege zum Einsatz. Es ist aufgrund seiner guten Verträglichkeit ein wichtiger Bestandteil von Babypflegeprodukten. Auch in der Küche, zum Beispiel als Salatdressing, wird es verwendet.

Kaufberatung kurz und knapp – Das Wichtigste zu Mandelöl


Vorteile

  • Eignet sich aufgrund des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren sehr gut zum Braten, ist aber eigentlich viel zu schade dafür
  • Eignet sich aufgrund des Mandelaromas hervorragend für die Zubereitung von Süßspeisen
  • Ein Allroundkosmetikum, sehr hautverträglich, wird bereits seit Jahrhunderten angewendet, da es sehr wertvoll ist
  • Reizlindernd, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, feuchtigkeitsspendend, als leichter, natürlicher UV-Filter, optimal als Massageöl


Nachteile

  • Wird leicht ranzig, wenn es nicht gekühlt gelagert wird


Qualitätsmerkmale für Mandelöl

  • Bleibt bis zu -10°Celsius noch klar, erstarrt erst bei fast -20°Celsius
  • Ist dem Aprikosenöl sehr ähnlich
  • Sehr hoher Anteil ungesättigter Fettsäuren und Vitaminen, wirkt antioxidativ
  • Da es so kostbar und wertvoll ist, sehr breite Verwendung in Medizin, Pharmazie, Kosmetik, Küche, Technik und Lebensmittelindustrie

Bezeichnung: Mandelöl

Rohstoff fürs Öl:

Prunus dulcis (mill.)D.A. Webb (Rosaceae), Mandelbaum Prunus dulcis var dulcus – Mandel
Prunus dulcis var amara – Bittere Mandel

Ölart:

Pflanzenöl

Anbaugebiete:

ursprüngliche Heimat liegt wahrscheinlich im subtropischen China und in Vorderasien. Heute vor allem im Orient, Mittelmeergebiet, Südeuropa, Kalifornien, Südaustralien, Südafrika

Herstellung:

Kaltpressung

(anschließend raffiniert oder naturbelassen)

Farbe:

hellgelb, schwach gelb, variiert von gelb bis farblos

Geruch:

fast geruchlos bis mild nussig, rund, leichte Vanillenote

Geschmack:

mild, ölig, deutlich an Mandeln erinnernd

Lagerung:

kühl und lichtgeschützt, möglichst in gefüllten Gefäßen

Haltbarkeit:

gekühlt bis 12 Monate

Verwendung:

  • Pharmazie und Medizin, Volksmedizin
  • Kosmetik
  • in der Küche
  • In der Technik
  • Lebensmittelindustrie

Nebenwirkungen:

Bittermandeln: dürfen nur in sehr geringen Mengen verwendet werden, enthalten das Gift Amygdalin. Hochgiftige Blausäure kann entstehen. Süssmandeln: keine Nebenwirkungen bekannt

Wechselwirkungen:

keine Wechselwirkungen bekannt

PREIS pro 100 ml:

3 bis 9 € für kaltgepresstes Mandelöl