Sonnenblumenöl – Anwendung & Wirkung


Sonnenblumenöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl, das aus den nussähnlichen Früchten der Sonnenblume (Helianthus annuus) gewonnen wird. Sonnenblumen stammen ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika, wo sie bereits vor Jahrtausenden für die Ölgewinnung genutzt wurden. Heute ist die Ukraine weltweit im Anbau von Sonnenblumen führend, gefolgt von Russland, Argentinien und China.

Sonnenblumenöl ist reich an Vitamin E und Fettsäuren. Die wichtigsten Bestandteile der meisten Sonnenblumenöle sind die zweifach ungesättigte Linolsäure mit einem Anteil von 48 bis 74 % sowie die einfach ungesättigte Ölsäure mit einem Anteil von 14 bis 39 %. Gesättigte Fettsäuren wie Palmitinsäure oder Stearinsäure sind in geringeren Mengen enthalten.

Sonnenblumenöl ist von hellgelber Farbe und hat einen milden Geschmack. Es lässt sich gut in kalten Speisen wie Salaten, zu Herstellung von Mayonnaise und zum Dünsten von Gemüse verwenden. Raffiniertes Sonnenblumenöl hat einen Rauchpunkt von 209 bis 213 °C und ist auch zum Braten geeignet. Neben der Anwendung in der Küche kommt Sonnenblumenöl in vielen Hautpflegeprodukten zum Einsatz. Dank antibakterieller Wirkung kann es die Wundheilung unterstützen.

Kaufberatung kurz und knapp – Das Wichtigste zu Sonnenblumenöl


Vorteile

  • Sehr gutes Antioxidans aufgrund von hohen Anteil an Vitamin E Gehalts, kann bei regelm. Einnahme Zellalterung entgegenwirken
  • Soll antibakteriell wirken und Wundheilung unterstützen
  • Hervorragend zum Ölziehen geeignet aufgrund des milden Geschmacks
  • Natives, kalt gepresstes Sonnenblumenöl: präventiv bei Arteriosklerose und Herz-/Kreislauferkrankungen, Senkung des Cholesterinspiegels und Stärkung des Zahnfleisches


Nachteile

  • Kaltgepresstes, natives Sonnenblumenöl sollte nicht erhitzt werden
  • Sonnenblumenöl oxidiert leicht
  • Raffinierte Sonnenblumenöle enthalten Schadstoffe, die bei der Raffination entstehen


Qualitätsmerkmale für Sonnenblumenöl

  • Sehr reich an Vitamin E, bis zu 40-70 Milligramm pro 100 Gramm. Somit deutlich mehr als z.B. in Rapsöl oder Olivenöl
  • Zählt zu Spitzenreitern unter den Pflanzenölen mit ca. 65 % an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und bis zu 76 % Linolsäure
  • Beinhaltet 120-mal mehr Omega-6 Fettsäuren als Omega-3 Fettsäuren

Bezeichnung: Sonnenblumenöl

Rohstoff fürs Öl:

Helianthus annuus L. (Asteraceae), Sonnenblume

Ölart:

Pflanzenöl

Anbaugebiet:

ursprünglich Nordamerika, heute Nord-, Südamerika, Russland (wichtigstes Anbaugebiet), Europa

Herstellung:

Kalt- oder Warmpressung, auch durch Extraktion, ggf. wird es raffiniert

Farbe:

Kalt gepresst = hellgelb, Warm gepresst = rotgelbe Farbe (kann leicht entfärbt werden)
Extrahiertes und raffiniertes Öl ist klar und hellgelb

Geruch:

fast geruchlos, leicht aromatisch fettig, nussig, holzig, Röstnote, Grünnote

Geschmack:

mild, angenehm

Lagerung:

kühl, dunkel

Haltbarkeit:

ca. 9 Monate

Verwendung:

  • Pharmazie und Medizin, Volksmedizin
  • in der Küche
  • in der Industrie

Nebenwirkungen:

keine Angabe

Wechselwirkungen:

keine Angabe

PREIS pro 100 ml:

je nach Qualität zwischen 0,30 Euro – 10 Euro