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Berufsunfähigkeitsversicherung Kündigung: Was zu beachten ist! 2017-09-29T22:09:06+00:00

Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen: Das müssen Sie wissen

Beratung

Eine Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt vor allem in zwei Situationen in Betracht: Die Finanzlage des Versicherten ist – zum Beispiel wegen Arbeitslosigkeit – angespannt, oder der bestehende Vertrag ist zu schlecht bzw. passt nicht mehr zur Lebenssituation. Vor einer Kündigung sollte aber einiges bedacht werden:

Ist eine Kündigung wirklich notwendig? So lassen sich finanzielle Notlagen oft mithilfe des Versicherers überbrücken.

Schutz sollte nicht leichtfertig aufgegeben werden: Eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung ist oft deutlich teurer und manchmal wegen Vorerkrankungen gar nicht zu bekommen.

Kündigung und Wechsel: Das ist nur sinnvoll, wenn der neue Vertrag wirklich besser ist als der bestehende!

Unbedingt beachten: Eine Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte immer die absolut letzte Option sein!

Eine Expertenberatung ist immer sinnvoll

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Gründe für Kündigung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Gründe für die Kündigung einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind vielfältig:

  • Finanzielle Notlage (zum Beispiel Arbeitslosigkeit des Versicherten)
  • Unzufriedenheit mit den Vertragsbedingungen
  • Unzufriedenheit mit dem Service der Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Beitragserhöhungen
  • Schlechte Betreuung durch Vermittler oder Makler
  • Antragsfragen falsch ausgefüllt – Angst, dass der Versicherer nicht zahlt bei BU
  • Vertrag endet zu früh – Laufzeit kann nicht verlängert werden
  • Vertrag passt nicht mehr – etwa bei Beamten wegen fehlender DU-Klausel

(Wann) Kann ich meine Berufs­unfähigkeitsversicherung kündigen?

Natürlich taucht beim Thema „Berufsunfähigkeitsversicherung und Kündigung“ auch die Frage auf: Darf ich überhaupt kündigen? Und wenn ja, wann? Grundsätzlich gilt:

  • Eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie meist mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende kündigen
  • Eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung lässt sich meist nicht ohne Weiteres aus dem Hauptvertrag herauskündigen – hier müssen Sie mit dem Versicherer sprechen, welche Spielregeln gelten und welche Fristen Anwendung finden.
  • Grundsätzlich gilt: Sie müssen die Kündigung nicht begründen!
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Kündigung? Aber ist die neue Berufsunfähigkeitsversicherung denn wirklich besser?

Wenn eine Kündigung wegen der schlechten Qualität des Versicherungsschutzes ausgesprochen wird, wollen Sie ja in aller Regel eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Aber ist der neue Schutz denn auch wirklich besser? Diese Frage bemisst sich vor allem an den folgenden Kriterien:

  • Verzichtet der neue Versicherer auf die abstrakte Verweisung, auch bei späterem Ausscheiden und Nachprüfungen?
  • Ist eine rückwirkende Leistung vom Beginn der BU an vorgesehen?
  • Gilt ein kurzer Prognosezeitraum von sechs Monaten?Icon-Fragezeichen-V2
  • Verzichtet der Versicherer auf seine Rechte aus § 19 VVG?
  • Ist ein Verzicht auf die Arztanordnungsklausel vorgesehen?
  • Gibt es Erleichterungen bei Zahlungsschwierigkeiten?
  • Hat der Vertrag Nachversicherungsgarantien?
  • Verzichtet der Versicherer auf zeitlich befristete Anerkenntnisse?
  • Gibt es Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit („Gelbe-Schein-Regelung“)?
  • Welche Leistungsausschlüsse gibt es?
  • Wie ist die Lebensstellung definiert, wenn Sie nach einer BU wieder in den Job zurückgehen

Tipp:
Bedenken Sie auch: Sprechen Sie die Kündigung der bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung erst dann aus, wenn der neue Schutz vom Versicherer bestätigt wurde. Sonst laufen Sie Gefahr, dass der eine Versicherer den Schutz aufhebt, der neue aber den Antrag vielleicht ablehnt – und Sie ohne Schutz dastehen.

BU und Kündigung: Das sollten Sie vorher wissen

Fakt ist: Die meisten Menschen reden sich die Kündigung schön und bestärken sich mit den immer gleichen Argumenten – aber was steckt wirklich dahinter?

Ich werde schon nicht berufsunfähig!Das hoffen alle, Fakt ist aber: Fast jeder Fünfte wird in seinem Leben berufsunfähig – und es kann Sie ebenso treffen!
Ich bekomme ja staatliche Rente!Ja, bei Erwerbsminderung – die Hürde ist aber sehr hoch und die Rente eher gering. Bei Berufsunfähigkeit nur, wenn Sie vor 1961 geboren wurden.
Ich kann ja später eine neue BU abschließen!Theoretisch ja, praktisch wird das aber mit steigendem Alter immer schwerer und bei Vorerkrankungen unmöglich!
Ich spare durch die Kündigung viel Geld!Auf den ersten Blick sicherlich, wenn der Beitrag wegfällt – aber bei einem neuen Vertrag zahlen Sie das oft doppelt und dreifach nach!

Sie schaffen es auch ohne BU – wirklich?

Sie verdienen schon in zwei Jahrzehnten meist eine mittlere sechsstellige Summe – wie wollen Sie den Wegfall dieses Einkommens ohne Berufsunfähigkeitsrente kompensieren? Wer als junger Mensch mit 20 Jahren im Beruf 1.800 Euro netto im Monat verdient, wird bis zu seinem 40. Geburtstag bei normaler Einkommensentwicklung mehr als 500.000 Euro verdient haben – bei Erwerbsminderung würde der Staat in diesen 20 Jahren kaum mehr als 200.000 Euro Rente zahlen. Und was ist, wenn die Erwerbsminderungsrente gar nicht gezahlt wird? Haben Sie Ihre private Berufsunfähigkeitsversicherung gekündigt, droht dann ein Leben in finanzieller Not!