Integrierte Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Integrierte Versorgung ist ein spezielles Versorgungsmodell in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ziel ist es, die Kooperation zwischen den ambulanten und stationären Bereichen zu verbessern und Behandlungen so effizienter zu gestalten. Gleichzeitig sollen damit auch die Gesundheitskosten gesenkt werden. Versicherte werden über die Integrierte Versorgung in fachübergreifenden, vernetzten Strukturen behandelt. Verschiedene Leistungserbringer im Gesundheitswesen, wie Ärzte, Fachärzte, Krankenhäuser oder Vorsorge- und Reha-Kliniken kooperieren miteinander und befinden sich in einem ständigen Wissensaustausch.

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Themen auf dieser Seite

  • Welche besseren medizinischen Leistungen bzw. welchen besonderen Service bekomme ich?
  • Wozu muss ich mich wie lange verpflichten?
  • Welche Ärzte, Therapeuten und stationären Einrichtungen kann ich nutzen?
  • Welche Ziele und welche Qualitätsstandards enthält das Programm?
  • Welchen Therapieplan gibt es?
  • Kann ich die Teilnahme am Programm jederzeit widerrufen?
  • Muss ich bei vorzeitigem Ausstieg bereits erhaltene Prämien zurückzahlen?

Einbindung der Pflegeversicherung in die Integrierte VersorgungIm Zuge des im Jahre 2007 in Kraft getretenen GKV-Wettbewerbstärkungsgesetzes (GKV-WSG) haben auch Pflegekassen und Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit erhalten, sich an der Integrierten Versorgung zu beteiligen. Die teilweise Einbeziehung der sozialen Pflegeversicherung soll damit u.a. die medizinische und pflegerische Gesamtsituation von älteren, gebrechlichen und pflegebedürftigen Patienten verbessern. Eine weitere Zielstellung ist es, die Koordination zwischen stationären Pflegeeinrichtungen sowie zwischen ambulanten Pflegediensten und weiteren Behandlungsinstanzen zu steigern.

Ansätze zur Veränderung der Vorsorge

  • Hausarztzentrierte Versorgung (§ 73b SGB V): Hausarzt agiert als eine Art „Lotse“ im Gesundheitswesen und koordiniert und steuert die Versorgung der Versicherten mit eigenen und medizinischen Leistungen anderer Leistungserbringer
  • Strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke (§§137f-g SGB V): Angebot spezieller, auf die jeweilige Krankheit zugeschnittener Behandlungsprogramme, die auch den Patienten stärker einbinden

Vertragspartner – Versorgungsverträge

  • einzelne Vertragsärzte und -psychotherapeuten
  • Träger zugelassener Krankenhäuser
  • Träger stationärer und ambulanter Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Pflegekassen und zugelassene Pflegeeinrichtungen
  • Physiotherapeuten und Ergotherapeuten
  • Logopäden
  • Sanitätshäuser und Apotheken
  • Gemeinschaften der vorgenannten Leistungserbringer und deren Gemeinschaften
  • Managementgesellschaften

Vorteile und Nachteile der Integrierten VersorgungMit der Möglichkeit Integrierter Versorgungsmodelle will der Gesetzgeber v.a. die Kooperation zwischen Medizinern und nicht-ärztlichen Leistungserbringern fördern. Versicherte erhalten größere Wahlmöglichkeiten und nicht zuletzt soll damit auch die Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesenverbessert werden. Dennoch hat das neue Versorgungsmodell sowohl Vor- als auch Nachteile:

Tipps der Redaktion

HausarzttarifTelematik der eGKElektronische Gesundheitsakte (eGA)

Optimale Abstimmung der Behandlungsschritte/ Vermeidung von MehrfachuntersuchungenKürzere BehandlungszeitenZahlung von Prämien/Befreiung von Zuzahlungen/ Gewährung von Sonderleistungen (vertragsabhängig)Schnelle Terminvergabe/ Einsatz von modernsten BehandlungsmethodenIntegrierte Versorgungsmodelle werden nicht von jeder Krankenkasse angebotenEs müssen mehrere Vertragspartner in der nahen Umgebung vorhanden seinUnter Umständen besteht eine Mindestvertragsdauer, in der Behandlungen von Nicht-Vertragsärzten nicht möglich sindÄrzte, bei denen eine langjährige Betreuung erfolgte, müssen eventuell aufgegeben werden, sofern diese nicht am Versorgungsprogramm teilnehmenMerkenMerken