Tonkabohne ‚Äď Wissen und Mystik zum Powergew√ľrz

Die Tonkabohne ist, anders als der Name vermuten l√§sst, kein Gem√ľse, sondern ein Gew√ľrz (wer es noch genauer will: die Tonkabohne ist eigentlich ein Samen aus einer Frucht). Dieses hat auch l√§ngst Einzug in unsere deutschen K√ľchen gehalten und gilt sowohl bei Deutschlands Spitzenk√∂chen als auch unter experimentierfreudigen K√∂chen und K√∂chinnen als echtes Modegew√ľrz. Aufgrund ihres hohen Cumarin-Gehaltes ist die Bohne durchaus mit Vorsicht zu genie√üen. Passend dosiert kann das Gew√ľrz aber auch f√ľr kleine Geschmackswunder sorgen.

Der Samen aus der Tonkafrucht

Der Baum, von dem die Tonkafrucht herabf√§llt, geh√∂rt zu der Familie der Schmetterlingsbl√ľtler. Er z√§hlt im √úbrigen zu den schnellwachsenden B√§umen und wird bis zu 30 Meter hoch. In fr√ľheren Zeiten wurde der Tonkabaum rein f√ľr die Holzindustrie angebaut. Heute ist er wegen seiner Fr√ľchte begehrt.

Von au√üen sieht die Frucht recht unspektakul√§r aus. Rein optisch erinnert sie an eine zu gro√ü geratene Mirabelle oder an eine Mango, die mit Leder √ľberzogen wurde. Das Fruchtfleisch ist relativ geschmacksarm. Doch das Objekt der Begierde steckt im Inneren der Frucht, in der sich der Samen befindet, n√§mlich die eigentliche Tonkabohne.

Sind die Fr√ľchte reif, m√ľssen sie nicht m√ľhsam gepfl√ľckt werden. Sie fallen auf den Boden und k√∂nnen einfach aufgesammelt werden. Im Inneren befindet sich der zirka drei Zentimeter lange und ein Zentimeter breite Samen.

Das Aussehen des Samens ist dem einer Mandel nicht un√§hnlich, aber in Sachen Konsistenz und Geschmack liegen Welten dazwischen. Geschmacklich mutet das Gew√ľrz wie eine Mischung aus Vanille, Karamell, Mandeln und Marzipan an. Durch den Trocknungsprozess erh√§lt die Bohne ihre typische schwarze und runzelige Haut.

Da sie im Rohzustand einen sehr hohen Cumaringehalt hat, wird sie in den Ursprungsl√§ndern meist einen Tag in Rum eingelegt, um den vorherrschenden Vanillegeschmack zu mildern und den Rum zu aromatisieren. Die Tonkabohne wird wegen ihres Aromas auch ‚ÄěMexikanische Vanille‚Äú genannt. Nach dem Einlegen wird das Gew√ľrz mehrere Monate lang getrocknet und anschlie√üend fermentiert. Dadurch sinkt die Cumarinkonzentration. Nur so darf die Bohne dann in Europa verkauft werden. Cumarin geh√∂rt laut Anhang III, Teil A der europ√§ischen Verordnung EG 1334/2008 (Aromenverordnung) zu den Stoffen, die¬†Lebensmitteln¬†nicht als solche zugesetzt werden d√ľrfen.

Nach Anhang III, Teil B sind folgende H√∂chstmengen festgelegt: Bei traditionellen und/oder saisonale Backwaren, bei denen Zimt in der Kennzeichnung angegeben ist ist ein H√∂chstgehalt von 50mg/kg zul√§ssig. F√ľr Fr√ľhst√ľcksgetreideerzeugnisse einschlie√ülich M√ľsli betr√§gt die H√∂chstmenge 20 mg/kg. In feinen Backwaren au√üer traditionellen und/oder saisonales Backwaren, bei denen Zimt in der Kennzeichnung angegeben ist, ist ein H√∂chstgehalt von 15 mg/kg erlaubt. In Dessertspeisen ist die H√∂chstmenge von 5 mg/kg zul√§ssig.

Die Geschichte der ‚ÄěWunschbohne‚Äú und ihre Mystik

Die Tonkabohne stammt urspr√ľnglich aus S√ľdamerika, den tropischen Regenw√§ldern des Amazonas, Guyana und der Karibik.1775 wurde sie das erste Mal namentlich erw√§hnt.

In Venezuela war sie bis in die 1940er Jahre hinein ein akzeptiertes Zahlungsmittel. Noch heute gilt das Gew√ľrz dort als Gl√ľcksbringer. Deshalb wird sie auch ‚ÄěWunschbohne‚Äú genannt. So soll eine Tonkabohne im Geldbeutel Reichtum verschaffen. Das ist verwandt mit dem Brauch in unseren Breitengraden, die erste gefundene Kastanie im Jahr als Gl√ľcksbringer am K√∂rper (in der Jacken- oder Hosentasche) aufzubewahren. In Brasilien und Kolumbien wird der Samen in der Medizin verwendet, aber auch als nat√ľrliches Aphrodisiakum. Dem Damiana Kraut werden √§hnliche Eigenschaften zugeschrieben.

Wie Zimt soll die Tonkabohne angeblich eine erotisierende Wirkung entfalten. Ihre Inhaltsstoffe werden wegen des w√ľrzigen Dufts unter anderem zur Herstellung von Herrenparf√ľms verwendet. Venezuela ist heutzutage der gr√∂√üte Exporteur von Tonkabohnen, dicht gefolgt von Nigeria. Unter der Bezeichnung ‚ÄěMexikanische Vanille‚Äú wird sie dort auch als Vanilleersatz verwendet.

Die Inhaltsstoffe des Gew√ľrzes und ihre Wirkung

Cumarin:

Die Tonkabohne enth√§lt unter anderem Cumarin, das in gr√∂√üeren Mengen verzehrt als gesundheitssch√§dlich gilt. Die European Food Safety Authority hat zwischenzeitlich ver√∂ffentlicht, dass die Aufnahme von 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm K√∂rpergewicht selbst bei lebenslangem Verzehr tolerierbar ist. In der Zwischenzeit findet Cumarin auch bei Medikamenten Anwendung, die bei der Blutverd√ľnnung oder bei der Behandlung von √Ėdemen eine Rolle spielen.

Cumarin ist √ľbrigens der Stoff, der frischem Heu und Waldmeister seinen eigent√ľmlichen und w√ľrzigen Geruch verleiht. Er ist auch in vielen Gr√§sern, Steinklee, Datteln und der Zimtkassie (auch bekannt als Chinazimtbaum) enthalten.

Fettes √Ėl:

Weiterhin enth√§lt die Bohne mehrfach unges√§ttigte und ges√§ttigte Fetts√§uren, auch fettes √Ėl genannt. Dies setzt sich zusammen aus Linol, Linolen, Stearin und Palmitins√§ure. Diese √Ėle sind f√ľr den K√∂rper lebensnotwendig, da er nicht dazu in der Lage ist, sie selbst zu produzieren. Der √Ėlanteil in der Tonkabohne liegt bei cirka 25 %.

Ferulasäure und mehr

Zudem haben Wissenschaftler entdeckt, dass die Tonkabohne in ihren Bestandteilen Ferulas√§ure enth√§lt. Diese kommt haupts√§chlich in Pflanzen vor. Feruals√§ure besitzt viele Eigenschaften. Es finden sich aber auch St√§rke, √§therische √Ėle und Gummi in dem Samen. ¬†Es sind bisher keine Forschungsergebnisse zu finden, die in die Tiefe auf die Wirkungsweise der Tonkabohne speziell eingehen.

Die Tonkabohne in der Naturheilkunde und das Thema Cumarin

In der Naturheilkunde findet das Gew√ľrz nur eine marginale Verwendung. Das liegt daran, dass die Tonkabohne Cumarin enth√§lt, dem ein Gesundheitsrisiko nachgesagt wird, besonders dann, wenn gr√∂√üere Mengen eingenommen werden. Da Cumarin auch in Zimt vorkommt, das mittlerweile in vielen Lebensmitteln zu finden ist, kann die tolerierbare Menge leicht √ľberschritten werden. Die Tonkabohne hat einen sehr intensiven Geschmack und wird deshalb in der Speisenzubereitung wie auch in der Naturheilkunde nur sparsam verwendet. Es wird angenommen, dass von ihr direkt keine Gefahr ausgeht, wenn nicht aus anderen Quellen zus√§tzliches Cumarin verzehrt wird.

Die Tonkabohne, beziehungsweise das in ihr enthaltene nat√ľrliche Cumarin, wird in der Naturheilkunde gerne bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • √úbelkeit
  • Husten
  • Ohrenschmerzen
  • Asthma

Es wird dringend davon abgeraten, die Tonkabohne ohne ausdr√ľcklichen Rat bzw. ausdr√ľckliche Anweisung eines Arztes oder Heilpraktikers in dieser Weise einzusetzen.

√úberdosierung der Bohne:

Ab 500 mg Einnahme pro Körpergewicht gilt die Tonkabohne als giftig. Bei einer Überdosierung treten typische Vergiftungssymptome auf wie z.B.:

  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Starke Kopfschmerzen
  • Atemstillstand und Koma

Schwangere, die gerne Tonkabohnen beim Kochen verwenden m√∂chten, sollten sicherheitshalber vorher mit ihrem Arzt, beziehungsweise Gyn√§kologen sprechen, um Gefahren f√ľr das Ungeborene auszuschlie√üen.

Häufig beschriebene Wirkungen der Tonkabohne

Der Tonkabohne werden folgende Wirkungen nachgesagt, die jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt sind:

Den Extrakten aus der Bohne als √§therische √Ėle beim R√§uchern wird eine Wirksamkeit bei √úbelkeit, Husten, Asthma und Krampfzust√§nden nachgesagt. Zudem sollen sie auch als geeignetes Mittel zur St√§rkung des Herzens und gegen Anspannung und Nervosit√§t dienen. In der Aromatherapie wird der Tonkabohnen-Auszug eine stresslindernde und entspannende Wirkung zugeordnet. Ebenfalls soll er Schlaflosigkeit entgegenwirken. Zudem soll er den Heilungsprozess bei Entz√ľndungen positiv beeinflussen. Der Tonkabohne wird ger√§uchert nachgesagt, dass sie einen kr√§ftesteigernden Charakter hat, der sich im Krankheitsfall positiv auf den Genesungsprozess und das seelische Befinden auswirkt.

Verwendungsmöglichkeiten

Wie bereits gesagt, wird die Tonkabohne als Gew√ľrz verwendet.

In S√ľdamerika findet man das Gew√ľrz, aufgrund des guten Geruchs, auch im Waschmittel.

Als R√§ucherwerk soll es eine entspannende, harmonisierende und leicht erotisierende Wirkung haben. Das Extrakt aus der Bohne riecht nach Vanille und Mandeln, begleitet von Muskat mit einem Hauch Zimt. Wahrscheinlich wird die Bohne deswegen auch gerne Parfums beigemischt. Sie wird von namenhaften Parfumherstellern wie Joop, Gucci oder Versace in deren D√ľften verwendet. Zudem wird sie auch Schnupf- und Pfeifentabak zugesetzt.

Cumarin in der Medizin:

In Medikamenten werden Cumarin-Derivate verwendet. Diese Derivate sind synthetisch hergestellt. Da ihre Struktur dem Vitamin K gleicht, k√∂nnen sie in den Stoffwechsel eingreifen. Cumarin-Derivate werden ‚Äď wie schon erw√§hnt bei Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen, eingesetzt.
Die Einnahme von Cumarin-Derivaten senkt nach Angaben der Hersteller unter anderem die Gefahr von Hirnschlägen. Sie finden auch ihren Einsatz bei der Schlaganfallvorsorge. Ebenfalls kommen sie in Schmerztabletten vor.

Da Cumarin-Derivate auch die Blutgerinnung beeinflussen, werden sie es zur Behandlung von Thrombosen und Embolien eingesetzt. H√§ufig arbeiten √Ąrzte bei dieser Therapie zus√§tzlich mit Heparin. Hier sollten Betroffene R√ľcksprache mit dem Arzt halten, wenn sie die Tonkabohne oft als Gew√ľrz verwenden.

Die Verbraucherzentrale weist au√üerdem darauf hin, dass der gleichzeitige Genuss von Goji-Beeren den Abbau dieser Medikamente aus Cumarin-Derivaten im K√∂rper blockieren k√∂nnen, was zu einer Wirkstoffanreicherung und hierdurch zu einer verst√§rkten Blutungsneigung f√ľhren kann. Patienten m√ľssen unbedingt die Risiken und Nebenwirkungen mit ihren √Ąrzten und/oder dem Apotheker besprechen sowie die Einnahmeanweisungen beachten.

Verarbeitung der Gew√ľrzbohne in der K√ľche

Als Gew√ľrzmittel findet die Tonkabohne haupts√§chlich in der s√ľ√üen K√ľche ihren Einsatz. Vorreiter war hier der mit drei Sternen ausgezeichnete Koch Dieter M√ľller. Er hat dem Gew√ľrz zu seinem Siegeszug durch die (Hobby-) K√ľchen verholfen.

Wenn man die Tonkabohne zum Beispiel Kuchen oder Desserts beimengen möchte, sollte man nicht vergessen, dass sie sehr hart ist. Deswegen ist anzuraten Рwie bei einer Muskatnuss Рdie benötigte Menge auf einer entsprechenden Reibe zu raspeln. Man kann sie aber auch einlegen, zum Beispiel in Wodka, Rum oder gutem Pflanzenöl, was dann wieder als aromatisierter Sud verwendet werden kann.

Köche, die gerne experimentieren, können die Tonkabohne auch Fisch- und Fleischgerichten sowie Saucen und Ragouts beimischen. Da die Bohne aber einen sehr starken Eigengeschmack hat, gilt auch hier: sparsam verwenden.

M√∂chte man Sahne oder Milch mit Hilfe der Bohne aromatisieren, kann dies durch Einlegen √ľber Nacht erreicht werden. Danach kann die Bohne einfach wieder herausgenommen, abgewaschen und getrocknet werden. In Saucen sollte sie zirka eine Minute mit gekocht werden. Eine Tonkabohne kann auf diese Weise bis zu zehnmal wiederverwendet werden.

Wo kann man die Tonkabohnen kaufen?

Bis vor einigen Jahren hat man die Tonkabohne ausschlie√ülich in der Apotheke bekommen (aufgrund des Cumaringehalts). 1991 wurde aber das Gesetz gelockert, und es wurde lediglich ein H√∂chstwert an Cumarin in Lebensmitteln festgelegt. Heute bekommt man Tonkabohnen bei Gew√ľrzherstellern, im gut sortierten Supermarkt und selbstverst√§ndlich auch online.

In Europa gibt es aufgrund der Lebensmittelbestimmungen keine unbehandelten Tonkabohnen zu kaufen. Diese werden vorher fermentiert, damit der Cumaringehalt gesenkt wird. Da der Samen getrocknet verkauft wird, hat er keine Saison, sondern ist ganzj√§hrig zu erhalten. Gelagert werden sollte das Gew√ľrz an einem dunklen, k√ľhlen und trockenem Ort.

In den USA darf die Tonkabohne bis heute nicht in Lebensmitteln verwendet werden.

Die Bohne als Räucherwerk: Gibt es eine Wirkung beim Räuchern?

Wie eingangs schon erw√§hnt, findet die Tonkabohne auch in der Aromatherapie ihre Verwendung. Hier wird eine kleine Menge mit Hilfe einer Muskatreibe von der Bohne abgerieben und den R√§uchermischungen beigef√ľgt. Ihr Geruch erinnert sehr an Vanille und Mandel mit einer w√ľrzigen Note. Das soll, so sagen viele Hersteller innere Unruhe beseitigen und gegen Schlafst√∂rungen helfen. Dem Rauch wird harmonisierende und entspannende Wirkung zugesprochen. Das soll in Zufriedenheit, Ruhe und Harmonie m√ľnden.

Beim Meditieren soll der Rauch aus der Tonkabohne dabei helfen, sich besser zu konzentrieren und st√∂rende Gedanken aus dem Kopf zu jagen. Ob dadurch erzielt wird, still zu werden und die innere Ruhe zu finden, ist nicht gekl√§rt. Dies wird nur vermutet. Ebenso wie die M√∂glichkeit , dass die D√ľfte inspirierend wirken k√∂nnten.

In der Esoterik wird der Tonkabohne eine starke energetische Kraft beim Räuchern zugeordnet, um alte Verletzungen zu heilen und innere Blockaden zu lösen. Heiler verwenden sie bisweilen bei ihren esoterischen Übungen.

Aber Vorsicht: Die Tonkabohne ersetzt keine notwendigen Medikamente! Sie kann auf Anweisung eines Arztes oder Heilpraktikers¬† lediglich als unterst√ľtzendes Therapiemittel nach deren Anweisung verwendet werden, √§hnlich wie andere Substanzen in der Naturheilkunde und Hom√∂opathie.

Wirkung der Tonkabohne beim Einsatz in der Naturheilkunde

Wie bereits mehrfach angeschnitten, findet die Tonkabohne in der Naturheilkunde nur einen rudiment√§ren Einsatz. Das hei√üt aber nicht, dass sie gar nicht eingesetzt wird. Das √§therische √Ėl kann einen entspannenden Einfluss haben und hautfreundlich wirken. Das √Ėl der Tonkabohne soll einen schmerzlindernden und entkrampfenden Effekt besonders bei Muskelkater entwickeln. Ihm wird auch ein erw√§rmender Effekt nachgesagt, der eine entspannende Wirkung bei Muskelverh√§rtungen entfalten soll.

Es muss immer wiederholt werden, dass die Tonkabohne keine notwendigen Medikamente ersetzt. Jeder verantwortungsvolle Heilpraktiker wird seinen Patienten davon abraten, die vom Arzt verordneten Arzneimittel abzusetzen und statt dessen Tonkabohnenextrakt einzunehmen. Dieses Naturheilmittel kann sich bei Verwendung auf und nach Anweisung eines Heilpraktikers ggf. bei entsprechender durch den Heilpraktiker festgestellter Konstellation unterst√ľtzend auf den Heilungsprozess auswirken. Von einer Selbstherapie wird abgeraten.

Wissenswertes zum Umgang mit der Bohne

  • Da die Tonkabohne einen sehr starken Eigengeschmack hat, sollte sie √§u√üerst sparsam verwendet werden.
  • Wegen des Cumaringehalts der Bohne darf nicht mehr als 0.1 Milligramm pro Kilogramm in der Speise verwendet werden.
  • Da sie √§u√üerst hart ist, l√§sst sie sich gut wie gar nicht in St√ľcke schneiden. Sie sollte wie eine Muskatnuss auf einer Reibe abgerieben werden.
  • Tonkabohnen werden getrocknet geliefert. Um ihr Aroma so lange wie m√∂glich zu bewahren, sollte sie lichtgesch√ľtzt an einem k√ľhlen und trockenen Ort gelagert werden. Hierzu gibt es auch spezielle Schraubgl√§ser zu kaufen.
  • Eine Tonkabohne kann mehrfach verwendet werden! Man kann sie n√§mlich zum Beispiel nutzen, um Milch oder Sahne zu aromatisieren. Hier wird die komplette Bohne kurz (cirka eine Minute) mit gekocht. Danach mit einer Zange herausnehmen, absp√ľlen, gut abtrocknen und wieder trocknen lassen.
  • Man kann die Tonkabohne nicht nur S√ľ√üspeisen hinzusetzen. Auch in der deftigen K√ľche eignet sie sich hervorragend als Gew√ľrz. Doch auch hier gilt: Sparsame Verwendung aufgrund des starken Eigengeschmacks und des Cumaringehalts der Bohne.

Studien zur Tonkabohne

Zum Cumaringehalt:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/zimt_und_cumarin_eine_klarstellung_aus_wissenschaftlich_berhoerdlicher_sicht.pdf

Noch ein Artikel zum Thema Cumarin, diesmal aus der pharmazeutischen Zeitung:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=29055

Anmerkung:

Dieser Text dient lediglich als Information √ľber die Verwendung der Tonkabohne. Er basiert auf Recherchen und Erfahrungen .

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Tonkabohne um ein Gew√ľrz handelt, das Cumarin enth√§lt. Sollten Sie Fragen bez√ľglich gesundheitlicher Risiken durch den Verzehr von Cumarin haben, sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt dar√ľber. Des Weiteren ersetzt¬† der Verzehr von Tonkabohnen keinen Arztbesuch. Dieser Artikel soll lediglich √ľber die Verwendungsm√∂glichkeiten der Tonkabohne informieren.