Kapok Öl – Anwendung & Wirkung

Prinzipiell handelt es sich bei Kapok-Öl um ein Nebenprodukt des Kapok-Anbaus, denn Ceiba pentandra wird vorwiegend anders genutzt. Der Baum bildet etwa 20 cm lange Fruchtkapseln, in denen die ölhaltigen Samen stecken. Sie sind von seidenweichen Fasern umgeben, denen die eigentliche Aufmerksamkeit der Kapok-Bauern gilt. Indem sie die Bestandteile der Baum-Früchte trennen, gewinnen sie einen der leichtesten Textil-Rohstoffe der Welt.

Kapok-Fasern schließen bis zu 80 Prozent Luft ein und sind von einer natürlichen Wachsschicht umgeben. Das macht sie schwimmfähig und wasserabweisend, weswegen die sogenannten Pflanzendaunen als Füllmaterial für Schwimmwesten und Rettungsringe zum Einsatz kommen.

Die beim Ernten gewonnenen Samen enthalten bis zu 25 Prozent Öl, das als Lampen-Brennstoff und Seifen-Grundlage genutzt wird. Das Besondere daran ist, dass die Spender-Bäume nicht gezielt angebaut werden. Es gibt weder Plantagen noch Monokulturen – und folglich auch keine künstliche Bewässerung und keine synthetischen Dünge- oder Pflanzenschutzmittel. Dadurch ist Kapok-Öl ein vollkommen natürlicher Rohstoff, der gelegentlich auch in der asiatischen oder orientalischen Küche zum Einsatz kommt.