Bucheckernöl – Anwendung & Wirkung

Bucheckernöl wird aus den Samen der Rotbuche (Fagus sylvatica) gewonnen. Die Rotbuche kommt in Mittel- und Westeuropa sowie von Südnorwegen bis hin zum Kaukasus vor. Zur Ölgewinnung werden die dreieckigen als “Bucheckern” bezeichneten Samen inklusive Schalen gepresst. Kalt gepresstes Bucheckernöl ist annähernd farblos, mild schmeckend und geruchlos. Warm gepresstes Öl hat dagegen eine gelb­liche Farbe und und schmeckt scharf adstringierend. Manche Ölmühlen rösten die Bucheckern vor der Pressung, was dem Öl einen nussigen Geschmack verleiht.

Bei den Fettsäuren dominiert mit über 75 Prozent die zu den ungesättigten Fettsäuren zählende Ölsäure. Daneben enthalten die Buch­eckern die ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure sowie die gesättigten Fettsäuren Palmitinsäure und Stearinsäure. Bucheckern haben einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, Zink und Eisen.

Bucheckernöl eignet sich gut als Salatöl oder zu Wildgerichten. Zum Braten ist es aufgrund seines Linolsäuregehaltsungeeignet. In den Hungerjahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bucheckernöl häufig zum Kochen verwendet. Das Öl kann auch als Massage- und Hautöl eingesetzt werden.

Unsere Autor*innen
Kauffrau im Gesundheitswesen bei der

Jana ist ausgebildete Kauffrau im Gesundheitswesen. Seit vielen Jahren recherchiert sie spannende Fakten für die Krankenkassen-Zentrale. Aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung im Gesundheitswesen, verfasst sie vor allem Artikel zu den Themen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Ergänzend durchleuchtet sie regelmäßig die Themen Fitness, Abnehmen und gesunde Ernährung.