CBD bei Tourette – Tics und Zwangsverhalten mindern

Bei dem Tourette-Syndrom (TS) handelt es sich um eine neuropsychiatrische Krankheit, die schätzungsweise 800.000 Menschen in Deutschland betrifft. Die Patienten leiden unter Tics, die sich in Form von Lauten, Wortäußerungen oder plötzlichen Bewegungen bemerkbar machen können. Patienten können die Tics nicht kontrollieren.

Tourette tritt üblicherweise bereits in der Kindheit auf. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Erkrankung sich erst in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter bemerkbar macht. Die Krankheit ist mit einem hohen Leidensdruck verbunden, da die Handlungsweisen und unwillkürlichen Laut­äußerungen häufig auf Unverständnis in der Umwelt stoßen.

Eine Substanz, die im Zusammenhang mit Tourette zunehmend an Aufmerk­samkeit gewinnt, ist CBD. Der natürliche Extrakt könnte dabei helfen, Tics zu vermindern.

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CBD gegen Tourette: Was ist Cannabidiol?

Fast jeder kennt Tetrahydrocannabinol (THC). Dabei handelt es sich um ein psychoaktives Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Die Substanz wird zu medizinischen Zwecken eingesetzt, um zahlreiche Beschwerden zu lindern. Weniger populär ist CBD Produkte. Auch dieses Cannabinoid wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Im Gegensatz zu THC löst es aber keine berauschenden Effekte aus. In Studien wurde intensiv erforscht, welche Substanzen in der Hanfpflanze stecken. Dabei stießen Wissenschaftler auf folgende Inhaltsstoffe:

  • Cannabidiol

  • Cannabichromen

  • Cannabigerol

  • Flavonoide

Insbesondere CBD hat das Interesse der Forscher geweckt. In ersten Untersuchungen wurde festgestellt, dass der natürliche Extrakt beruhigende, angstlösende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften aufweist.2-8 Für Menschen mit dem Tourette-Syndrom ist vor allem das beruhigende Potenzial interessant.

CBD gegen Tourette: Wie könnte Cannabidiol wirken?

Jeder Mensch besitzt ein sogenanntes Endocannabinoid-System. Dieses System macht sich zwei Rezeptoren, CB1 und CB2, zunutze. Diese sind überall im Körper verteilt, unter anderem im Gehirn und in den Nervenzellen. Der Organismus ist selbst in der Lage Cannabinoide zu produzieren. Sie werden Endocannabinoide ge­nannt.

Die Hanfpflanze vereint ebenfalls Cannabinoide, die dem Körper mit entsprechenden Produkten zugeführt werden können. Die Theorie besagt, dass diese aufgenommenen Cannabinoide mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System interagieren und so verschiedene Wirkungen hervorrufen.

Mit Blick auf das Tourette-Syndrom spielen die CB1-Rezeptoren eine entscheidende Rolle. Sie beeinflussen maßgeblich die Bewe­gungskontrolle. Die ausgewählten Rezeptoren befinden sich vor allem in der Hirnregion. Dort, wo die Bewegungssteuerung und damit auch die Bewegungsstörungen ihre Wurzeln haben.

Ein komplexes System im Organismus bedient sich einer gegenseitigen Wechselwirkung, woran das Endocannabinoid-System ebenso beteiligt ist, wie weitere Botenstoff-Systeme des Nervensystems. Darunter auch das Dopamin System. Theorien besagen, dass sich die Freisetzung von Dopamin ausbremsen lässt, wenn die CB1-Rezeptoren angesprochen werden. Dadurch soll es gelingen, die unkon­trollierten Bewegungsimpulse in Form von Tics zu vermindern.

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CBD bei Tourette: Studien

Viele Betroffene interessieren sich dafür, was Wissenschaftler in gezielten Untersuchungen herausgefunden haben. Mit Blick auf Cannabis und Tourette konnten bereits erste interessante Beobachtungen gemacht werden. Kleine, randomisierte und kontrollierte Studien geben Hinweise darauf, dass Cannabis dazu beitragen kann, die Tics zu lindern.

Studie mit CBD bei Tourette

Die Studienlage ist mit Blick auf Cannabidiol und TS nicht so umfangreich. Allerdings konnten auch in Bezug auf CBD bereits positive Effekte nachgewiesen werden. In einer Studie erhielten Kinder sowie Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren entweder ein Schein­medikament (Placebo) oder ein 98%-tiges CBD-Öl. Die Behandlungsdauer betrug 8 Wochen. Die Studienteilnehmer erzielten gute Ergebnisse mit CBD und Nebenwirkungen traten nicht auf. Das zeigte sich durch Gespräche und Blutuntersuchungen. Schlussendlich konnte festgestellt werden, dass sich die Tics und die unkontrollierte Artikulation verbesserten.12

Gut zu wissen!

Viele Untersuchungen konzentrieren sich noch immer auf die Substanz Tetrahydrocannabinol (THC). Die Studienlage mit Blick auf CBD steckt noch in den Kinderschuhen. Allerdings könnte Cannabidiol eine Möglichkeit sein, das Endocannabinoid-System anzusprechen, und zwar ohne weitreichende Nebenwirkungen oder Rauschzustände.

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Tourette: CBD im Vergleich zur herkömmlichen Therapie

Tourette-Patienten weisen unterschiedliche Symptome auf. Neben motorischen und vokalen Tics leiden Betroffene häufig unter mangelnder Konzentration. Zudem entwickelt die Mehrzahl aller Patienten im Laufe ihres Lebens weitere Störungsbilder wie ADHS, soziale Phobien oder eine Form der Zwangsstörung. Emotionale Erregung wie Freunde, Angst oder Aggressionen können die Symptome dabei verstärken. Mittlerweile gibt verschiedene Behandlungsansätze bei dem Tourette-Syndrom. Alle haben das Ziel, die Symptome zu lindern und somit den Betroffenen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Folgende Therapieansätze werden von der Krankenkasse anerkannt:

  • medikamentöse Behandlungen

  • psychotherapeutische Optionen

  • chirurgische Eingriffe

Die Behandlung mit Medikamenten hat das Ziel, eine dämpfende und antipsychotische Wirkung hervorzurufen. Somit sollen die quä­lenden Tics gelindert werden. Allerdings gehen die Substanzen häufig mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Kein Wunder, denn Psychopharmaka greifen massiv in das Dopamin-System ein. Psychotherapeutische Therapien konzentrieren sich unter anderem auf den Einsatz von Musik, um eine Beschwerdelinderung zu erreichen.

Chirurgische Eingriffe sind ebenfalls eine Behandlungsoption. Ein eingepflanzter Chip soll die Symptome der Krankheit bekämpfen. So­wohl chirurgische als auch pharmazeutische Therapieoptionen können zu teilweise schweren Nebenwirkungen führen. CBD kann schein­bar im Vergleich dazu keine massiven unerwünschten Begleiterscheinungen hervorrufen. Mit Cannabis und Co. soll es gelingen, den Ein­fluss von Dopamin zu begrenzen und so den Körper dabei unterstützen, das biochemische Gleichgewicht wiederherzustellen.9

Gut zu wissen!
Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass ein gestörter Dopaminwechsel ursächlich für die Krankheitssymptome sein könnte.14

CBD Öl bei Tourette-Syndrom: Erfahrungen

Medizinisches Cannabis hat bei Tourette bereits erste Erfolge erzielt. Patienten konnten feststellen, dass sie mithilfe der Medikamente ihre Tics verbessern und psychiatrische Begleitsymptome wie Unruhe und Ängste sowie Konzentrationsprobleme lindern können. Das auf Cannabis basierte Arzneimittel Dronabinol (THC) konnte bereits in zwei Studien überzeugen. Auch hier zeigte sich eine Reduzierung der Tics. Einige Patienten werden heute erfolgreich mit Cannabis-Medikamenten wie SATIVEX® behandelt. Positiv ist auch, dass die Behand­lung scheinbar zu keinen Abhängigkeiten führt und gut verträglich ist.13 Während THC-haltige Präparate also auch in der Praxis Erfah­rungswerte hervorbringen, sieht es mit CBD noch über­schaubar aus. Eingehende Berichte von Patienten zum Thema CBD gegen Tourette werden vergeblich gesucht.

CBD und Tourette: Dosierung

Bei Cannabidiol handelt es sich um einen natürlichen Extrakt. Daher kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden ob und wie CBD im Körper wirkt. Experten raten dazu, Cannabidiol individuell zu dosieren. Dabei bietet sich an, zunächst mit einer geringen Dosierung zu starten und diese allmählich zu erhöhen, bis die gewünschten Effekte eintreten. Es gibt keine allgemeine Dosierungsempfehlung. Als Orientierungshilfe können 2 × 4 Tropfen CBD Öl pro Tag herangezogen werden. Interessenten können CBD mithilfe von verschiedenen Darreichungsformen aufnehmen. Dazu zählen:

Insbesondere CBD Öl ist sehr beliebt. Das liegt daran, dass damit die Dosierung und Anwendung besonders einfach gelingt. Viele Patienten setzen auf die sublinguale Anwendungsform. Dabei werden einfach ein paar Tropfen CBD Öl unter die Zunge gegeben. Nach einer kleinen Wartezeit von 1 bis 2 Minuten können die Produktreste heruntergeschluckt werden. Im besten Fall wird etwa 20 Minuten auf Speisen und Getränke verzichtet. Auf diese Weise hat die Mundschleimhaut ausreichend Zeit, die wertvollen Wirkstoffe aufzunehmen.

Gut zu wissen!
Frühestens nach einer Woche sollte eine Dosierungsanpassung erfolgen. Voraussetzung dafür ist, dass der Extrakt gut vertragen wurde. Übrigens: Ein qualitativ hochwertiges Produkt zeichnet sich dadurch aus, dass es weder Zusatzstoffe noch unerwünschte Aromen aufweist. Entsprechende Informationen liefern die Hersteller.

CBD Tropfen bei Tourette: Nebenwirkungen

CBD ist ein natürlicher Extrakt aus der Hanfpflanze. Auch wenn herkömmliche Medikamente bei Tourette mit deutlich stärkeren Nebenwirkungen in Verbindung stehen, können auch bei CBD Wechselwirkungen oder unerwünschte Begleiterscheinungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Folgende Nebenwirkungen sind möglich:

  • Mundtrockenheit

  • Benommenheit

  • Schläfrigkeit

Gut zu wissen!
Um einem trockenen Mundgefühl vorzubeugen, empfiehlt es sich ausreichend zu trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät ohnehin dazu, täglich mindestens 1,5 Liter Trinkflüssigkeit aufzunehmen.

CBD Öl bei Tourette: Wechselwirkungen sind möglich

Medikamente können untereinander wechselwirken und so unerwünschte Begleiterscheinungen hervorrufen. Das kann auch bei der Einnahme von CBD der Fall sein. Forscher haben herausgefunden, dass der natürliche Extrakt körpereigene Enzyme beein­flussen kann. Im Zuge dessen können Medikamente entweder schwächer oder stärker wirken.

Sofern regelmäßig Arzneimittel eingenommen werden müssen, sollte sicherheitshalber ein Gespräch mit dem Arzt gesucht werden. Tourette-Patienten nehmen häufig Medikamente ein, um ihre Tic-Störung zu kontrollieren. Daher ist hier dringend ein Arztgespräch anzuraten. Untersuchungen zeigen, dass CBD mit diesen ausgewählten Medikamenten interagieren kann:

  • Säurehemmer

  • Gerinnungshemmer

  • Schmerzmittel

  • Neuroleptika

Gut zu wissen!

CBD zählt hierzulande zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Voraussetzung ist, dass ein THC-Gehalt von 0,2 % nicht überschritten wird. Was viele nicht wissen: auch Nahrungsergänzungsmittel können untereinander Wechselwirkungen hervorrufen. Bei der gleichzeitigen Einnahme von CBD und Katzenminze, Kava, Hopfen, L-Tryptophan, Johanniskraut oder Melatonin können uner­wünsch­te Begleiterscheinungen auftreten. So können Anwender bei einer Kombination mit einer der Substanzen eine erhöhte Schläfrigkeit bemerken.

Studien und Quellen zum Thema

  1. https://tourette-gesellschaft.de/tourette-syndrom/
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6326553/
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21307846/
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29579828/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30542280/
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30152161/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4851925/
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2828614/
  9. https://www.hanf-magazin.com/medizin/hanfmedizin-bei-erkrankungen/cannabis-und-tourette-syndrom/
  10. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11951146/
  11. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11951146/
  12. https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/bcp.14399
  13. https://tourette-gesellschaft.de/wp-content/uploads/2019/05/Flyer-Canna-Tics.pdf

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema CBD und Tourette

Noch steckt die Forschung bezüglich CBD bei Tourette in den Kinderschuhen. Während THC bei der Erkrankung Studien zufolge erste Erfolge verzeichnen kann, fehlt es bei Cannabidiol an Erfahrungswerten. Untersuchungen haben bereits belegt, dass von CBD beruhigende, angstlösende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften ausgehen. Diese könnten sich auch mit Blick auf Tourette günstig auswirken.

Mehr lesen zum Thema CBD gegen Tourette.

Hinsichtlich CBD und dem Tourette-Syndrom gibt es keine einheitliche Dosierungsempfehlung. Grundsätzlich wird dazu geraten, mit einer kleinen Dosis Cannabidiol zu beginnen und diese so lange zu steigern, bis die gewünschten Effekte eintreten. Allerdings sollte eine Dosierungsanpassung frühestens nach einer Woche erfolgen. Als Orientierungswert dienen 2×4 Tropfen pro Tag.

Weitere Informationen zu CBD und Tourette: Dosierung

Da es sich bei CBD um einen Extrakt aus der Hanfpflanze handelt, haben viele Menschen die Sorge, dass sie sich nach der Einnahme von Cannabidiol berauscht fühlen. Das ist aber nicht der Fall. CBD wirkt im Gegensatz zu THC nicht psychoaktiv. Bei freiverkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln darf ein Wert von 0,2 % THC nicht überschritten werden. Diese geringe Menge reicht nicht aus, um „high“ zu werden.

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