CBD bei Sepsis – Hanfextrakt bei Blutvergiftung

Bei einer Sepsis handelt es sich nicht um eine Krankheit. Der Fachbegriff umschreibt eine systemische Reaktion des Körpers auf eine Infektion, die außer Kontrolle geraten ist. Eine Sepsis kann sowohl von Bakterien als auch von Pilzen verursacht werden.

Der pathologische Zustand sollte unbedingt ernst genommen werden, da er zu Schock, multiplem Organversagen und sogar zum Tod f√ľhren kann. Hierzulande leiden etwa 280.000 Menschen j√§hrlich an einer Sepsis. Rund ein Viertel stirbt an den Folgen. Mit Blick auf die Welt stellt die Sepsis die h√§ufigste infektionsbedingte Todesursache dar.1

Forschungen legen den Schluss nahe, dass CBD, als Extrakt der Hanfpflanze, dabei helfen kann, das Immunsystem g√ľnstig zu beeinflussen. Zudem k√∂nnte das entz√ľndungshemmende Potenzial des Pflanzenwirkstoffs unterst√ľtzend eingesetzt werden.

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Aktualisierung: 30.07.2020

CBD bei Sepsis: Was ist Cannabidiol?

CBD erfreut sich einer stetigen Nachfrage. Das liegt daran, dass dem Extrakt aus der Hanfpflanze zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten nachgesagt werden. Viele Menschen setzen den Pflanzenwirkstoff ein, um Kopfschmerzen, Menstruationsprobleme oder verschiedene Krankheiten wie Diabetes und Tourette abzumildern.

Das Interesse an der Hanfpflanze und ihren Ausz√ľgen ist nicht neu. Bereits im alten √Ągypten wurden die Pflanzenbestandteile verwendet. Das Gew√§chs vereint eine Vielzahl von N√§hrstoffen wie Mineralstoffe, Ballaststoffe, Proteine, Fetts√§uren und Vitamine. Forscher interessieren sich aber insbesondere f√ľr folgende Hanfkomponenten:

  • Cannabidiol

  • Cannabigerol

  • Cannabichromen

  • Flavonoide

In Studien wurde sich lange Zeit ausschlie√ülich Tetra¬≠hydro¬≠cannabinol (THC) gewidmet. In der Bev√∂lkerung ist die Sub¬≠stanz vor allem als psychoaktiver Stoff bekannt. In den letzten Jahren r√ľckte CBD zunehmend in den Vordergrund.

Cannabidiol wirkt nicht berauschend, was bei der Anwendung ein echter Vorteil ist. Zudem wurde festgestellt, dass CBD entz√ľndungs¬≠hem¬≠mende2, schmerz¬≠lindernde3-6 und beruhigende sowie angstl√∂sende7,8 Eigenschaften besitzt. Diese k√∂nnten auch in Zusammenhang mit einer Sepsis interessant sein.

Quelle: Warum eine Blutvergiftung gefährlich ist | Faszination Wissen | Doku | BR

CBD (Cannabidiol) und das Endocannabinoid-System

Die m√∂gliche Wirkung auf eine Blutvergiftung, auch Sepsis genannt, beruht auf dem Endocannabinoid-System. Das komplexe Wunderwerk ist in jedem menschlichen K√∂rper enthalten. Es macht sich die Wirkung der CB1 und CB2-Rezeptoren zunutze. Diese sind √ľberall im K√∂rper verteilt. So zum Beispiel in Organen und Geweben.

CB1-Rezeptoren werden vornehmlich im Gehirn, Nieren und im Darm nachgewiesen. Vermutungen zufolge, sollen sie die Motivation und die kognitiven Prozesse unterst√ľtzen. CB2-Rezeptoren befinden sich im zentralen Nervensystem und √ľbernehmen scheinbar eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr.

Cannabinoide binden sich an die Rezeptoren und aktivieren sie. Der menschliche K√∂rper ist selbst in der Lage, die Substanzen zu bilden. Mediziner bezeichnen sie als Endocannabinoide, die bei Bedarf hergestellt werden k√∂nnen. Anandamid und 2-Arachidonylglycerol geh√∂ren zu den bekanntesten Endocannabinoiden. Auch wenn das Endocannabinoid-System bis heute nicht vollst√§ndig entschl√ľsselt ist, nehmen Experten an, dass es wichtige Regulationsprozesse im K√∂rper anst√∂√üt und daher unverzichtbar ist.

Neben den k√∂rpereigenen Cannabinoiden soll es mit der Zufuhr von pflanzlichen Cannabinoiden gelingen, dass komplexe System anzusprechen. Daraus k√∂nnte sich die bereits erw√§hnte entz√ľndungshemmende, schmerzlindernde und angstl√∂sende Wirkung ergeben.

CBD und Sepsis: Wirkung

Einer Theorie zufolge, machen sich die nachgesagten Wirkungen von CBD bemerkbar, indem die Wirkstoffe das k√∂rpereigene Endocannabinoid-System aktivieren. Bei einer Sepsis steht das entz√ľndungshemmende Potenzial im Vordergrund. Schlie√ülich handelt es sich bei der Blutvergiftung um einen unkontrollierten Infektionsherd. Der vermutete gef√§√üerweiternde Effekt von CBD kann die Durchblutung ankurbeln und so bei einer Entz√ľndung zutr√§glich sein.

Dar√ľber hinaus wird CBD mit einer schmerzlindernden Wirkung in Verbindung gebracht. Davon zeugen Studien, aber auch zahlreiche Erfahrungsberichte. Da eine Erkrankung in der Regel mit einer teils schwerwiegenden Schmerzsymptomatik einhergeht, w√§re auch das ein w√ľnschenswerter Ansatzpunkt von CBD.

Wom√∂glich kann durch die beruhigenden Effekte auch die Regeneration unterst√ľtzt werden. K√∂rpereigene Cannabinoid-Rezeptoren k√∂nnen auch in Immunzellen nachgewiesen werden.9 Daher besteht die Hoffnung, dass Cannabidiol wom√∂glich auch das Immunsystem bei seiner Arbeit unterst√ľtzen k√∂nnte. Das w√§re auch mit Blick auf eine Sepsis hilfreich.

Gut zu wissen! 

Eine Sepsis (Blutvergiftung) ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Pflanzenbestandteile reichen in der Regel nicht aus, um die kritische Phase zu √ľberwinden. Daher geh√∂rt eine Sepsis stets in die Hand von Medizinern. CBD k√∂nnte wom√∂glich eine Therapie unterst√ľtzen, stellt aber keine alleinige Behandlungsoption dar. Zun√§chst geht es darum, die Krankheitserreger schnell zu beseitigen, damit sich der K√∂rper erholen kann.

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CBD bei Sepsis: Studien

Die Wirkung von CBD auf Entz√ľndungsherde ist mittlerweile gut erforscht. In zahlreichen Untersuchungen wurde das Potenzial von Cannabidiol deutlich. Mit Blick auf eine Sepsis steckt die Wissenschaft noch in den Kinderschuhen. Trotzdem gibt es auch hier erste Ergebnisse, die vielversprechend sind.

In einer Studie stand ein Sepsis-induzierter Ileus im Mit¬≠tel¬≠punkt. Bei einem Ileus handelt es sich um einen Darm¬≠ver¬≠schluss. Eine Blutvergiftung kann dazu f√ľhren, dass sich die Bewegung im Darm reduziert. Deshalb streben Medi¬≠ziner an, bei einer Sepsis die Darmfunktion anzukurbeln. So kann beispielsweise einer Stauung von Bakterien und Erregern ent¬≠ge¬≠gen¬≠gewirkt werden.

Scheinbar k√∂nnen Antioxidantien bei einem durch Sepsis verursachten Darmverschluss helfen. An dieser Stelle kommt CBD ins Spiel, dass eine antioxidative und entz√ľn¬≠dungs¬≠hemmende Wirkung aus√ľbt. Zudem nimmt der Extrakt aus der Hanfpflanze Einfluss auf die Fetts√§ureamid¬≠hydrolase (FAAH). Diese wiederum ist an dem Endo¬≠cannabinoid-Abbau beteiligt.

In der besagten Studie wurden Mäuse untersucht. Bei ihnen kam es durch die Sepsis zu einer verzögerten Entleerung des Magen-Darm-Traktes. Am Ende zogen Wissenschaftler das Fazit, dass eine Sepsis ein Ungleichgewicht im Endocannabinoid-System verursacht. CBD könnte im begrenzten Maße hilfreich bei einem Darmverschluss sein, der als Folge einer Sepsis auftritt.10

Weitere Studien m√ľssen nun belegen, wie wirksam der Auszug aus der Hanfpflanze bei einer Blutvergiftung tats√§chlich ist.

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CBD √Ėl bei Sepsis: Erfahrungen

Die Theorie, dass Cannabidiol als Extrakt aus der Hanfpflanze in das k√∂rpereigene Endocannabinoid-System eingreift und so positive Effekte ausl√∂st, klingt vielversprechend. In der Praxis fehlt es aber leider an Erfahrungsberichten. Das k√∂nnte daran liegen, dass CBD kein g√§ngiges Mittel bei einer Sepsis ist. Vielmehr ist es denkbar, die Substanz erg√§nzend einzunehmen. Da Patienten mit einer Blutvergiftung nicht selten in einem schlechten Zustand sind, leiten sie nicht selbst eine solche Behandlungsoption ein. In der konventionellen Medizin erlangt CBD jedoch zunehmend Aufmerksamkeit. Erfahrungsberichte gibt es jedoch mit Blick auf entz√ľndliche Prozesse im K√∂rper, zum Beispiel bei Akne.

Ob und wie CBD √Ėl bei einer Sepsis wirkt, m√ľssen Patienten also selbst herausfinden. An dieser Stelle m√∂chten wir aber erneut darauf hinweisen, dass bei einer Blutvergiftung immer √§rztliche Hilfe und konservative Behandlungsans√§tze zum Einsatz kommen sollten.

CBD bei Sepsis anwenden: Dosierung

CBD ist ein nat√ľrlicher Extrakt. Aus diesem Grund f√§llt es schwer, eine einheitliche Dosierungsempfehlung zu geben. Jeder Mensch reagiert anders auf Naturausz√ľge. Daher muss Cannabidiol individuell dosiert werden.

√úblich ist es, mit einer geringen Dosierung zu starten. Diese kann dann sukzessive gesteigert werden, bis die erhoffte Wirkung eintritt. Als Orientierungshilfe dienen 2 √ó 4 Tropfen CBD √Ėl t√§glich. Die Anwendung in Form von √∂ligen Tropfen ist besonders beliebt. Kein Wunder, schlie√ülich bietet diese Darreichungsform zahlreiche Vorteile. Zum Beispiel gelingt die Dosierung auch unterwegs einfach. Eine Dosierungsanpassung gelingt mit CBD √Ėl unproblematisch.

Gut zu wissen!
Die sublinguale Anwendungsform ist weit verbreitet und auch f√ľr Anf√§nger geeignet. Dabei werden ein paar Tropfen CBD √Ėl in den Mund, genauer gesagt unter die Zunge, gelegt. Wichtig ist, etwa 2 Minuten abzuwarten, bevor die Produktreste heruntergeschluckt werden. Auf diese Weise erh√§lt die Mundschleimhaut ein ausreichend gro√ües Zeitfenster, um die wertvollen Inhaltsstoffe aufzunehmen. Im optimalen Fall verzichten Anwender etwa 20 Minuten auf Mahlzeiten und Getr√§nke, um den Aufnahmeprozess nicht zu st√∂ren.

CBD bei Sepsis: Darreichungsformen

Neben CBD √Ėl gibt es noch andere Darreichungsformen, mit denen Cannabidiol aufgenommen werden kann. Dazu z√§hlen:

Gut zu wissen!
Wenn ein CBD Produkt bislang nicht den gew√ľnschten Effekt hervorgebracht hat, sollte nicht zu fr√ľh eine Dosierungsanpassung stattfinden. Experten raten dazu, fr√ľhestens nach einer Woche die Menge anzuheben. Voraussetzung ist jedoch, dass die bisherige Verabreichung gut vertragen wurde.

CBD und Sepsis: Nebenwirkungen

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung? Nicht ganz, aber auch Naturextrakte k√∂nnen grunds√§tzlich unerw√ľnschte Begleiterscheinungen mit sich bringen. Im Vergleich zu konventionellen Medikamenten ist CBD gut vertr√§glich. Zudem gibt es keine Hinweise darauf, dass der pflanzliche Auszug abh√§ngig macht.

Vor der Einnahme sollte jedoch bedacht werden, dass es zu Benommenheit, Schl√§frigkeit und einem trockenen Mundgef√ľhl kommen kann. Der Mundtrockenheit kann mit einer ausreichenden Trinkmenge entgegengewirkt werden. Benommenheit und Schl√§frigkeit treten h√§ufig im Zusammenhang mit einer erh√∂hten Dosierung auf. Dann kann es sinnvoll sein, die Menge herabzusetzen.

CBD √Ėl bei Sepsis: Wechselwirkungen

Wechselwirkungen kennen viele nur in Verbindung mit einem umfangreichen Medikamentenplan. Allerdings k√∂nnen auch pflanzliche Ausz√ľge miteinander oder mit Arzneimitteln interagieren. Das Ergebnis sind unerw√ľnschte Begleiterscheinungen.

Cannabidiol, so wurde festgestellt, ist in der Lage, k√∂rpereigene Enzyme zu beeinflussen. Dadurch kann es passieren, dass Medikamente mit einer st√§rkeren oder schw√§cheren Wirkung einhergehen. Um eine unerw√ľnschte Wechselwirkung zu vermeiden, ist es sinnvoll, mit dem Arzt R√ľcksprache zu halten, sofern regelm√§√üig Medikamente eingenommen werden.

Prinzipiell können folgende Arzneimittel mit CBD interagieren:

  • S√§urehemmer

  • Gerinnungshemmer

  • Schmerzmittel

  • Neuroleptika

CBD und andere Nahrungsergänzungsmittel

Zun√§chst klingt es verwunderlich, aber auch nat√ľrliche Extrakte k√∂nnen miteinander in Wechselwirkung treten. Dabei kann es zu unangenehmen Beschwerden kommen. Wird CBD beispielsweise mit Katzenminze, Kava, Hopfen, L-Tryptophan, Johanniskraut oder Melatonin kombiniert, kann eine erh√∂hte Schl√§frigkeit entstehen. Diese wird im Alltag als unangenehm beschrieben. Aus diesem Grund sollte auf eine gemeinsame Einnahme verzichtet werden.

Gut zu wissen!
Sofern ein Produkt einen THC-Gehalt von 0,2% nicht √ľberschreitet, wird es den Nahrungserg√§nzungsmitteln zugeordnet. Vorteil ist, dass entsprechende Pr√§parate weder berauschend wirken, noch ein Abh√§ngigkeitspotential besitzen. Nahrungserg√§nzungsmittel mit CBD sind frei verk√§uflich. Ein Rezept ist daher nicht notwendig.

Studien und Quellen zum Thema

  1. https://www.uniklinikum-jena.de/cscc/Sepsis.html
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2828614/
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29579828/
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30542280/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30152161/
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4851925/
  7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6326553/
  8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21307846/
  9. https://www.aerzteblatt.de/archiv/127598/Das-therapeutische-Potenzial-von-Cannabis-und-Cannabinoiden
  10. https://www.researchgate.net/publication/5478297_Effect_of_cannabidiol_on_sepsis-induced_motility_disturbances_in_mice_Involvement_of_CB1_receptors_and_fatty_acid_amide_hydrolase

FAQ РHäufig gestellte Fragen zum Thema CBD und Sepsis

Bei einer Sepsis handelt es sich um einen ernst zu nehmenden, pathologischen Zustand, der immer √§rztlicher Hilfe bedarf. Es ist denkbar, dass CBD unterst√ľtzend eingesetzt werden kann. Schlie√ülich besitzt der Extrakt entz√ľndungshemmende Eigenschaften.

Mehr lesen zum Thema CBD Wirkung bei Sepsis.

Es gibt erste Hinweise darauf, dass CBD eine begrenzte Wirkung bei einer Sepsis haben k√∂nnte. Insbesondere der Darmverschluss, der eine Sepsis ausl√∂sen kann, steht dabei im Mittelpunkt. Allerdings m√ľssen noch mehrere Untersuchungen durchgef√ľhrt werden, um die Annahmen zweifelsfrei zu best√§tigen.

Weitere Informationen zu CBD und Sepsis: Studien

Einige Menschen haben die Bef√ľrchtung, dass sie mit der Einnahme von CBD Produkten etwas illegales tun. Allerdings sind entsprechende Pr√§parate frei verk√§uflich und damit legal, wenn sie eine THC-Menge von 0,2 % nicht √ľberschreiten. Diese geringe Menge Tetrahydrocannabinol (THC) reicht nicht aus, um psychoaktive (berauschende) Effekte auszul√∂sen. Auch Abh√§ngigkeiten m√ľssen im Gegensatz zu ausgew√§hlten konventionellen Arzneimitteln nicht bef√ľrchtet werden.

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