Infektionskrankheiten ‚Äď Wenn Keime Erkrankungen hervorrufen

Was ist ein Infekt?
Parasiten
Viren
√úbertragung
Bakterien
Behandlung
Pilze
Häufige Fragen

Infektionskrankheiten ‚Äď Wenn Keime Erkrankungen hervorrufen

Was ist ein Infekt?
Viren
Bakterien
Pilze
Parasiten
√úbertragung
Behandlung
Häufige Fragen

Aktualisierung: 13.05.2020

Infektionskrankheiten – sie stellen den mensch¬≠lichen Organismus und unser Wohlbefinden vor gro√üe Herausforderungen. T√§g¬≠lich kommt der K√∂rper mit zahl¬≠¬≠reichen Keimen in Be¬≠r√ľhrung. Ge¬≠wappnet mit einer gesunden Abwehr kann man die meisten Fein¬≠de vor Ein¬≠tritt in den Orga¬≠¬≠nismus aufhalten. Gelingt das nicht, droht eine Infektions¬≠krank¬≠heit wie In¬≠fluenza, Kr√§tze oder Schar¬≠lach. Mit vor¬≠beu¬≠genden Ma√ü¬≠¬≠nahmen kann das ver¬≠hindert werden. Daf√ľr ist es wichtig, √úber¬≠tragungs¬≠wege zu kennen und die Hygiene ein¬≠zu¬≠halten. Zudem ist es sinn¬≠voll, zu wissen, ob man selbst zu einer Risiko¬≠gruppe z√§hlt. Schlie√ü¬≠lich setzen bestimmten Personen Keime schneller und ver¬≠st√§rkt zu. Geschieht es doch und eine In¬≠fektions¬≠krank¬≠heit besteht, muss je nach Keim ab¬≠gewogen werden, welche Therapie nun sinnvoll ist.

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Was sind Infektionskrankheiten?

Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten sind die Übeltäter, wenn es um Infektionskrankheiten geht. Wie die Ansteckung erfolgt, hängt vom jeweiligen Keim ab. So kann eine Infektion durch direkten oder indirekten Kontakt in Gang gesetzt werden.

Wie lange eine Infektions­krank­heit an­dauert und wie schwer sie aus­geprägt ist, hängt vor allem von der Art der In­fektion ab. Auch die körperliche Konstitution und wie die Immun­ant­wort des Infizierten aus­fällt, spielen dabei eine Rolle. Nicht jeder, der in Kontakt mit Keimen kommt, er­krankt auto­matisch. Viele Menschen geben den Keim lediglich weiter und in­fi­zieren so andere. Sie selbst hin­gegen haben keinerlei Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten.

Global betrachtet geh√∂ren In¬≠fektions¬≠krank¬≠heiten zu den h√§ufigsten Todes¬≠¬≠ur¬≠sachen. Lungen¬≠ent¬≠z√ľndungen, Tuber¬≠kulose, Malaria, AIDS und Durch¬≠¬≠fall¬≠¬≠er¬≠¬≠krankungen geh√∂ren zu den h√§ufigsten Kan¬≠didaten. Besonders kritisch: Keime werden zu¬≠nehmend gegen Medi¬≠kamente wie Anti¬≠¬≠biotika und Zytostatika resis¬≠¬≠tent. Das hei√üt, sie lassen sich durch die Gabe von ent¬≠sprech¬≠¬≠enden Arznei¬≠mitteln nicht beeindrucken.

Warum sprechen viele Krank­heits­erreger nicht mehr auf die her­kömm­liche Therapie an?

Unter anderem kann das darauf zur√ľck¬≠ge¬≠f√ľhrt werden, dass Anti¬≠biotika zu h√§ufig ver¬≠schrie¬≠ben werden. Ein Problem¬Ļ ist auch, dass Pa¬≠tienten die ver¬≠¬≠ord¬≠nete Thera¬≠pie nicht zu Ende f√ľhren. Um In¬≠¬≠fektions¬≠¬≠¬≠krank¬≠¬≠heiten zu ver¬≠meiden, ist es be¬≠¬≠sonders wichtig, auf eine aus¬≠¬≠reich¬≠ende Hygiene zu achten. Zudem kann eine Im¬≠pfun¬≠g als wirk¬≠same pr√§ventive Ma√ü¬≠nahme vor Erkran¬≠kun¬≠gen sch√ľtzen.¬Ļ

Die Antibiotikaresistenz ist auch der Bundes­regie­rung bewusst. Deshalb hat sie einen Maß­nahmen­katalog ent­wickelt, um diese in den Griff zu bekommen (DART 2020).²

Video: Multiresistente Keime

Quelle: Quarks | Keine Chance f√ľr multiresistente Keime! 3 wichtige Regeln

Ziele der deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie

  • Die Gesundheit von Mensch und Tier interdisziplin√§r st√§rken.

  • Neue Erreger bzw. Antibiotikaresistenzen fr√ľhzeitig dokumentieren.

  • Die Weiterverbreitung von resistenten Keimen und allgemein Infektionen verringern.

  • Die Verwendung von Antibiotika in der Therapie verbessern.

  • Forschung und Entwicklung zu diesem Thema ausbauen.

  • Wissen √ľber Antibiotikaresistenzen bereitstellen und das Bewu√ütsein f√ľr das Thema sch√§rfen.

  • Die Gesundheit von Mensch und Tier interdisziplin√§r st√§rken.

  • Neue Erreger bzw. Antibiotikaresistenzen fr√ľhzeitig dokumentieren.

  • Die Weiterverbreitung von resistenten Keimen und allgemein Infektionen verringern.

  • Die Verwendung von Antibiotika in der Therapie verbessern.

  • Forschung und Entwicklung zu diesem Thema ausbauen.

  • Wissen √ľber Antibiotikaresistenzen bereitstellen und das Bewu√ütsein f√ľr das Thema sch√§rfen.

Wie gute H√§ndehygiene vor Viren und Bakterien sch√ľtzen kann
Ein Interview mit Tobias Gebhardt von GWA Hygiene

KKZ Podcast: GWA Hygiene √ľber die Gefahr von Keimen im Alltag

Immunabwehr gegen Viren

Viren sind t√ľckisch, da sie besonders wand¬≠lungs¬≠f√§hig sind. Das ist auch der Grund daf√ľr, warum das Immun¬≠system sie h√§ufig nicht erkennt, wenn sie in den K√∂rper ein¬≠dringen. Besonders mutations¬≠freu¬≠dig sind die RNA Viren. Sie spielen bei HIV, Influenza (Ausl√∂ser der Grippe) und dem Coronavirus eine Rolle. Zu den DNA-Viren geh√∂ren die Herpes-, Pocken- oder Papillomaviren (HPV).

Viren sind noch aus einem anderen Grund besonders: sie sind genau betrachtet gar keine Lebewesen. Sie bestehen nur aus einer Eiwei√üh√ľlle und enthalten das Erbgut, also DNA oder RNA, zur Vermehrung. Im Gegen¬≠satz zu Bakterien bestehen sie nicht aus einer eigenen Zelle und haben keinen eigenen Stoffwechsel.3

Die Grundlage

Um √ľberleben und sich ver¬≠meh¬≠ren zu k√∂nnen, brau¬≠chen Viren immer ei¬≠nen Wirt. Die Ver¬≠viel¬≠f√§l¬≠ti¬≠gung ist ihr ober¬≠stes Ziel und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. So brin¬≠gen sie sogar den K√∂r¬≠per dazu, ihnen bei der Verbreitung zu helfen. Daf√ľr √ľber¬≠neh¬≠men sie die Kon¬≠trol¬≠le √ľber bestimmte K√∂r¬≠per¬≠zellen, die dann als eine Art Virenfabrik fungieren.

Die Antikörper

Unser Körper ist in der Lage, einen Virus wieder­zu­er­kennen. Wenn der Or­ga­nismus schon Kontakt mit einem Er­reger hatte, werden be­ste­hende Anti­körper akti­viert, um den Keim zu mar­kieren, damit er durch die Ab­wehr­zellen aus­ge­schal­tet werden kann. Han­delt es sich um einen Un­be­kannten, gibt es mehrere Ab­wehr­maß­nahmen, die der Körper ein­leiten kann.

Die Atemwege

In den Atemwegen gibt es mole¬≠¬≠ku¬≠lare Sen¬≠¬≠soren, die auf Viren rea¬≠¬≠gieren. Zellen auf der Schleim¬≠¬≠haut der Atem¬≠¬≠wege k√∂nnen Ab¬≠¬≠wehr¬≠¬≠stoffe, z.B. so¬≠¬≠ge¬≠¬≠nannte De¬≠fen¬≠sine, aus¬≠sch√ľtten. Sie ver¬≠st√§n¬≠digen sich √ľber Boten¬≠stoffe mit Immun¬≠zellen im ganzen Or¬≠ga¬≠nis¬≠mus. Ein Wink reicht und die Immun¬≠zellen machen sich aus dem Blut und der Lymphe auf den Weg.

Die Zerstörung der Viren

Die Abwehrzellen nutzen einen Mix aus En­zy­men und Sauer­stoff­radi­kalen, um in­fi­zierte und tote Zellen zu be­seitigen. Fress­zellen (Makro­phagen) helfen bei der Auf­räum­aktion und kurbeln das Immun­sys­tem weiter an. Des Wei­teren kommen auch B-Zellen, die Anti­körper pro­du­zie­ren, und T-Zellen, die den virus­infi­zierten Zellen den Garaus machen, zum Einsatz.

Gut zu wissen!
Die Krankheitssymptome w√§h¬≠rend einer Er¬≠k√§l¬≠tung werden in erster Linie durch das ak¬≠tive Immun¬≠system ver¬≠ur¬≠sacht. Daher sollte man die Arbeit des Ab¬≠wehr¬≠systems nicht mit Medi¬≠ka¬≠menten unterdr√ľcken.

Immunabwehr gegen Bakterien

Bakterien und Viren haben wenig ge¬≠mein¬≠sam. Bakterien sind viel gr√∂√üer und sind auch kom¬≠plexer aufgebaut. Die Krank¬≠heits¬≠erreger sind gut aus¬≠ge¬≠stattet. Viele von ihnen be¬≠sitzen Gei√üeln, die ihnen bei der Fort¬≠be¬≠wegung helfen. Zudem k√∂nnen manche Ver¬≠treter mit einem aus¬≠ge¬≠kl√ľgel¬≠ten Kon¬≠zept √ľber so¬≠ge¬≠nannte Pili-Zell¬≠fort¬≠s√§tze die An¬≠heftung an andere Bak¬≠terien, Zellen und Ober¬≠fl√§chen sicher¬≠stellen. Bakterien machen nicht nur durch ihre An¬≠wesen¬≠heit krank, sondern pro¬≠du¬≠zieren Stoff¬≠wechsel¬≠produkte, die uns zusetzen.

Bakterien werden vom Immunsystem ähnlich bekämpft wie Viren. Gelangen die kleinen Lebe­wesen in den Körper, werden zu­nächst die Fress­zellen voraus­geschickt. Die Makro­phagen vertilgen die Bak­terien, während spe­zielle Granulozyten einen Ver­giftungs­prozess ein­leiten. Diese Maß­nahmen ge­hören zu dem an­ge­borenen Immun­system. Das er­worbene Immun­system greift an, wenn die Bakterien noch immer nicht ausgeschaltet sind.

Allerdings ben√∂tigt die Ko¬≠ordi¬≠nierung des An¬≠griffs einige Tage. Zeit, in der dendri¬≠tische Zellen die An¬≠greifer er¬≠kennen und auf¬≠fressen. Zudem lassen sie den T-Zellen eine Bot¬≠schaft zu¬≠kommen. Im Zuge dessen ver¬≠mehren sich diese und greifen, ge¬≠wap¬≠pnet mit Giften, den Feind an. Dabei geht nichts ohne weitere Ver¬≠b√ľn¬≠dete, die B-Zellen. Sie h√§ngen sich an fremde Bak¬≠terien, um sie als Feind sicht¬≠bar zu machen. So kann sich das Immun¬≠system den Erreger f√ľr sp√§ter merken.

Immunabwehr gegen Pilze

Diese Organismen sind wahre Ver¬≠wandlungs¬≠k√ľnstler. Vom Champignon bis zum Fu√ü¬≠pilz gibt es eine ganze Viel¬≠falt an Er¬≠scheinungs¬≠formen. Genau wie Bak¬≠terien leben sehr viele Pilze in fried¬≠licher Ko¬≠existenz auf oder in unserem K√∂rper. Sie kommen nat√ľrlicher¬≠weise im Darm, Mund und in der Vaginal¬≠schleim¬≠haut vor. Jedoch k√∂nnen auch einige von ihren Ver¬≠tretern Krank¬≠heiten im K√∂rper aus¬≠l√∂sen, wie beispiels¬≠weise Haut¬≠pilze, Hefen und Schimmelpilze.4

  • Insbesondere f√ľr Menschen mit einem schw√§chelnden Immun¬≠system k√∂nnen Pilze zum Problem werden. Bei ihnen sind die darm¬≠asso¬≠ziierten Ab¬≠wehr¬≠zellen (Leuko¬≠zyten) nicht mehr f√§hig, eine lokale Pilz¬≠infektion der Schleim¬≠haut entgegenzuwirken.

  • Ein gesundes Immun¬≠system greift auf Immun¬≠glo¬≠buline, neutro¬≠phile Granu¬≠lo¬≠zyten und Makro¬≠¬≠phagen (Fress¬≠zellen) zur√ľck, um das Gleich¬≠¬≠ge¬≠wicht im K√∂rper auf¬≠recht zu er¬≠halten. Au√üer¬≠dem nimmt die Bak¬≠terien¬≠¬≠be¬≠¬≠siedlung im Darm eine be¬≠sondere Rolle ein. So¬≠¬≠ge¬≠nannte immun¬≠¬≠kompe¬≠tente Bakterien ver¬≠¬≠hindern, dass sich Pilze un¬≠¬≠ge¬≠¬≠hindert aus¬≠dehnen und ihr Territorium ausbauen.

Immunabwehr gegen Parasiten

Wer sich mit dem Thema Parasiten be¬≠sch√§f¬≠tigt, braucht starke Nerven. Bio¬≠lo¬≠gisch gesehen handelt es sich bei Para¬≠siten um tierische oder pflanz¬≠liche Schma¬≠rotzer, die auf Kosten des Wirts leben. Zu den un¬≠ge¬≠betenen G√§sten geh√∂ren Band¬≠w√ľrmer, Fl√∂he oder Zecken.5 Sie k√∂nnen lange Zeit un¬≠bemerkt bleiben und keine oder nur geringe Symptome ver¬≠ursachen. Das Tr√ľ¬≠ge¬≠rische an ihnen ist, dass sie Krank¬≠heiten √ľber¬≠tragen k√∂nnen.

Das Immunsystem versucht, sich mit spe­zi­fisch­en Anti­körpern gegen Para­siten zur Wehr zu setzen. Sie haben das Ziel, Para­siten, die außer­halb von Zellen exis­tieren, zu eliminie­ren. Zudem wollen sie ver­hin­dern, dass sich Para­siten, die sich inner­halb der Zellen auf­halten, auf weitere Wirts­zellen verbreiten.

Die Immunantworten gegen Parasiten werden durch Anti­gene und Boten­stoffe (Zytokine) ver­mit­telt. Zytokine haben eine be­sondere Be­deu­tung im Kampf gegen Para­siten, die sich in Zellen auf­hal­ten. Diese werden von den Makro­phagen (Fresszellen) pro­du­ziert und lösen im Körper Fieber aus. Das wiederum soll sich auf die Parasiten­ver­mehrung auswirken.

Gut zu wissen!
Untersuchungen haben ge¬≠zeigt, dass Para¬≠siten √§hnliche Zytokine pro¬≠du¬≠zieren k√∂nnen wie Menschen. Damit wollen sie die K√∂rper¬≠ab¬≠wehr aus¬≠tricksen. Der Darm¬≠para¬≠sit Heligmo¬≠somoides poly¬≠gyrus scheidet hier¬≠f√ľr eine Sub¬≠stanz aus, die daf√ľr sorgt, dass die Immun¬≠reaktion gegen den Ein¬≠dring¬≠ling gehemmt wird.6

Wie gelangen Erreger in unseren Körper?

Keime benutzen verschiedene Ein­tritts­pforten, um in den Körper zu ge­langen. Besonders beliebt sind folgende:

  • Augenbindehaut

  • Nasenschleimhaut

  • Mundschleimhaut

  • Blutbahn

  • Untere Atemwege

  • Magen-Darm-Trakt

  • Genitalschleimh√§ute

  • Hautverletzungen

  • Augenbindehaut

  • Nasenschleimhaut

  • Mundschleimhaut

  • Blutbahn

  • Untere Atemwege

  • Magen-Darm-Trakt

  • Genitalschleimh√§ute

  • Hautverletzungen

Mediziner unterscheiden diese ver­schie­denen Übertragungswege:

Tr√∂pfcheninfektion: Beim Sprechen, Niesen oder Husten werden winzige Tr√∂pfchen mitsamt der Erreger √ľbertragen. So haben Erk√§ltungs- und Grippeviren leichtes Spiel.

Schmierinfektion: √úber die H√§nde des In¬≠fi¬≠zier¬≠ten gelangen die Krankheitserreger auf Gegenst√§nde und Oberfl√§chen. Von dort heften sie sich bei Kontakt an die Haut und ge¬≠lan¬≠gen durch Be¬≠r√ľh¬≠rungen der Nase, Augen oder Mund in den K√∂rper. Er¬≠reger, die Durch¬≠fall und Er¬≠brechen ver¬≠ur¬≠sachen, k√∂nnen zudem durch belastete Lebens¬≠mittel ihr Ziel erreichen.

Sexuelle √úbertragung: Die Krankheitserreger machen sich die Genitalschleimh√§ute als Ein¬≠tritts¬≠pforte zu¬≠nutze. Auch √ľber Wunden k√∂nnen Keime durch die Haut in den K√∂rper ein¬≠dringen. Selten aber m√∂glich, ist die In¬≠fektion direkt √ľber die Blut¬≠bahn, zum Beispiel w√§hrend einer Operation.7

Welche Behandlungs­mög­lich­kei­ten gibt es?

Zun√§chst ist eine gr√ľndliche Diagnostik wichtig, um zu wissen, welcher Krank¬≠heits¬≠er¬≠reger vorliegt. Schafft es der K√∂rper alleine nicht, Bak¬≠terien aus¬≠zu¬≠schalten, k√∂nnen Anti¬≠bi¬≠otika aus¬≠gew√§hlt werden. Bei Viren sind Anti¬≠biotika nutzlos. Sie besitzen weder einen Stoff¬≠wechsel noch eine Zell¬≠wand. Genau dort greifen Anti¬≠bi¬≠otika jedoch an. Bei Viren kommen statt¬≠dessen Virosta¬≠tika zum Ein¬≠satz. Das hei√üt, diese Medi¬≠ka¬≠mente k√∂nnen die Ver¬≠mehrung des Virus ver¬≠hindern aber es nicht t√∂ten. Pilze k√∂nnen mit so¬≠ge¬≠nannten Anti¬≠mykotika (Anti¬≠¬≠pilz¬≠¬≠mitteln) be¬≠handelt werden. Haben sich die l√§stigen Be¬≠wohner im Darm vermehrt, kann zu¬≠s√§tzlich eine Anti-Pilz-Di√§t sinnvoll sein.

Es gibt eine Viel¬≠zahl von Para¬≠siten. Hier ist eine ziel¬≠ge¬≠richtete Be¬≠handlung be¬≠sonders wichtig. Wurm¬≠in¬≠fektionen werden mit so¬≠genannten Anthelminthika be¬≠handelt. Die ent¬≠haltenen Wirk¬≠stoffe Pyrantel, Albendazol und Mebendazol l√§hmen und t√∂ten die W√ľrmer.

Risikogruppen f√ľr Infektionskrankheiten

Es gibt Personengruppen, die sich besonders leicht mit Infektionskrankheiten anstecken. Zudem können sich bei ihnen Erkrankungen schwerwiegender äußern. Folgende Men­schen gehören zur Risikogruppe:

  • S√§uglinge und Kleinkinder, da bei ihnen das Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist

  • √Ąltere Menschen, bei denen das Immunsystem altersbedingt nachl√§sst

  • Menschen in Pflege- und Altersheimen: dort k√∂nnen sich Keime besonders rasant ausbreiten

  • Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, Stoffwechselkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutarmut, Nierenerkrankungen, Asthma, chronische Bronchitis oder Mukoviszidose

  • Personen mit einem geschw√§chten Immun¬≠system, zum Bei¬≠spiel in¬≠folge einer In¬≠fek¬≠tion, Be¬≠hand¬≠lung oder durch an¬≠ge¬≠borene Immun¬≠defekte (HIV-Infektionen, Organ¬≠trans¬≠plan¬≠tationen, Chemotherapie, Krebserkrankungen)
  • Menschen, die berufsbedingt viel Kon¬≠takt mit anderen Personen haben, wie √Ąrzte, Krankenschwester und Polizisten

Studien und Quellen zum Thema Infektionskrankheiten

  1. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/infektionskrankheiten.html
  2. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/antibiotika-resistenzen/antibiotika-resistenzstrategie.html
  3. https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/erregerarten/viren.html
  4. https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/erregerarten/pilze.html
  5. https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/erregerarten/parasiten.html
  6. https://rupress.org/jem/article/207/11/2331/40641/Helminth-secretions-induce-de-novo-T-cell-Foxp3
  7. https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/uebertragungswege/eintrittspforten-fuer-erreger.html

FAQ ‚Äď die h√§ufigsten Fragen zum Immunsystem

Infektionskrankheiten z√§hlen zu den an¬≠stecken¬≠den Er¬≠krank¬≠ungen. W√§hrend einige von ihnen hoch¬≠in¬≠fekti√∂s sind, wie Masern oder Wind¬≠pocken, gibt es auch jene, die f√ľr gesunde Menschen in der Regel nicht an¬≠steckend sind. Eine Blasen¬≠ent¬≠z√ľndung kann bei¬≠spiels¬≠weise bei einem ge¬≠schw√§chten Immun¬≠system auftreten. Die Gefahr ist aller¬≠dings gering, dass sich andere gesunde Menschen damit anstecken.

Weitere Informationen rund um das Thema Infektionskrankheiten.

Besondere Vorsicht ist bei Infektions¬≠krank¬≠heiten geboten, die sich durch Schmier¬≠infek¬≠tionen ver¬≠breiten. Bei der Nahrungs¬≠zu¬≠bereitung ist deshalb regel¬≠m√§√üiges und gr√ľnd¬≠liches H√§nde¬≠waschen be¬≠sonders wichtig. Im besten Fall bereiten Menschen mit einem Magen-Darm-Infekt keine Speisen f√ľr andere Familien¬≠mit¬≠glieder und Mitmenschen zu.

Erfahren Sie mehr zum Thema Infektionskrankheiten.

Hygiene spielt eine wesentliche Rolle, wenn es um Infektionskrankheiten geht. Dazu ge¬≠h√∂ren regel¬≠m√§√üiges H√§nde¬≠waschen und eine gute Hygiene im Bad sowie in der K√ľche. Vor dem Betreten der Wohn¬≠r√§ume sollten die Schuhe aus¬≠ge¬≠zogen werden. Zudem empfiehlt es sich, von sicht¬≠lich er¬≠krankten Menschen Ab¬≠stand zu halten. Um das Immun¬≠system fit zu halten, eignen sich Be¬≠we¬≠gung, Schlaf und eine ge¬≠sunde Er¬≠n√§hrung. Nicht zuletzt ist aus¬≠reichend Trink¬≠fl√ľssig¬≠keit wichtig, um die Schleim¬≠h√§ute zu be¬≠feuchten und somit un¬≠an¬≠greifbarer zu machen.

Lesen Sie mehr dar√ľber, wie Sie Ihr Immunsystem st√§rken k√∂nnen.

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Hinweis: Uns ist wichtig, dass wir Ihnen gut recherchierte und informative Inhalte anbieten können. Beachten Sie jedoch bitte, dass es sich hierbei lediglich um eine Informationsweitergabe handelt und keine konkrete Handlungsempfehlung. Zudem ersetzen unsere Artikel keinen Arztbesuch. Mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollten Sie vor der Einnahme mit Ihrem Mediziner besprechen.

(Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu medizinischen Inhalten!)

Unsere Autor*innen
Ernährungswissenschaftlerin bei der

Claudia hat an der Christian-Albrechts-Universit√§t √Ėkotrophologie studiert und anschlie√üend promoviert. Danach war sie 10 Jahre in verschiedenen Forschungseinrichtungen wissenschaftlich t√§tig. Viele gesundheitliche Themen sind nicht nur Teil ihres Berufes sondern ein St√ľck weit auch eine Berufung. Durch pers√∂nliche Erfahrungen ist Claudia Expertin f√ľr Diabetes und en¬≠ga¬≠giert sich auch f√ľr einen Selbsthilfeverband. In ihrer Freizeit testet sie den Einfluss von Entspannung und Sport auf die menschliche Gesundheit durch regelm√§√üige Strandspazierg√§nge und Volleyball-Trainingseinheiten.