Schweizer Krankenversicherung f√ľr Grenzg√§nger und Zeitarbeiter

Personen, die in der Schweiz arbeiten und im EU-Ausland wohnen, sind seit Inkrafttreten der bilateralen Vertr√§ge dazu verpflichtet, in der Schweiz eine Krankenversicherung abzuschlie√üen. Dar√ľber hinaus existieren zahlreiche Ausnahme¬≠bedingungen, die es unter anderem Grenzg√§ngern aus Deutschland erm√∂glichen, sich in ihrem Land zu versichern. Arbeitnehmer, die von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen m√∂chten, sollten sich zuvor eingehend √ľber die Vor- und Nachteile beider Gesundheitssysteme informieren.

Was interessiert Sie besonders?

Wahl der richtigen Versicherung
Unterschied Deutschland & Schweiz
Häufige Fragen von Grenzgängern & Zeitarbeitern

Deutschland/Schweiz – Grenzg√§nger d√ľrfen ihre Krankenversicherung w√§hlen

Grenzgänger, die sich zwischen Deutschland und der Schweiz bewegen, besitzen verschiedene Wahlmöglichkeiten:

Es wird eine einheitliche Kopfpauschale pro Versicherten erhoben. Die H√∂he richtet sich nach dem Wohn-Kanton aber nicht nach Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand. Zudem f√§llt eine individuell zu vereinbarende Jahresfranchise an. Die Versicherungsanbieter sind dazu verpflichtet, den Antragsteller aufzunehmen. Familienmitglieder k√∂nnen nicht beitragsfrei mitversichert werden. Im Krankheitsfall wird die Grundversicherung innerhalb der Schweiz nach Schweizer Sozialrecht und in Deutschland nach dem dort geltenden Recht gew√§hrleistet. Im Pflegefall profitieren Versicherte nur von geringen Leistungen. Achtung: Die Entscheidung f√ľr die obligatorische Grundversicherung gilt w√§hrend der gesamten Grenzg√§ngert√§tigkeit. Ein Variantenwechsel ist nur dann m√∂glich, wenn sich eine √Ąnderung des Familienstands ergibt, zum Beispiel durch Heirat oder Geburt eines Kindes.

Zur Grundversicherung

Wenn der Grenzg√§nger vor Besch√§ftigungsbeginn bereits in Deutschland gesetzlich krankenversichert war, so kann er die Versicherung in eine freiwillige Mitgliedschaft umwandeln. Zugrunde liegt der aktuelle Beitragssatz, der durch die Gesundheitsreform bundesweit einheitlich geregelt ist. Der erm√§√üigte Beitragssatz, bei dem das Krankentagegeld exklusive ist, betr√§gt 14 %. Hinzu kommen 3,05 % f√ľr die Pflegeversicherung. F√ľr Kinderlose ab 23 Jahre betr√§gt der Aufwand f√ľr die Pflegeversicherung hingegen 3,30 %. Ein lediger Grenzg√§nger ohne Kinder wird demzufolge mit 17,3 % von seinem Bruttoeinkommen zur Kasse gebeten. Es gibt jedoch eine Beitragsbemessungsgrenze, die f√ľr 2019 bei 4.537,50 ‚ā¨ liegt. Zus√§tzlich werden kassenindividuelle Zusatzbeitr√§ge erhoben.

Zur deutschen GKV

Grenzgänger, die ihre Krankenversicherung selbst gestalten möchten, sind bei der deutschen privaten Krankenversicherung gut aufgehoben. Hier gibt es keine einheitlichen Beiträge. Das Eintrittsalter, das Geschlecht und der Gesundheitszustand sowie die Wahlleistungen und der jährliche Selbstbehalt bestimmen den zu zahlenden Krankenversicherungsbetrag. Achtung: Grenzgänger sollten einen Tarif wählen, der den Grundleistungen des Krankenversicherungsgesetz (KVG) entspricht. Nur so gelingt eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz.

Zur deutschen PKV

Weitere Infos zur Krankenversicherung der Schweiz:

Mehr erfahren?

Grundversicherung
Zusatzversicherung
Franchise
Krankenkassenwechsel
Krankenkassenvergleich
Krankenkassenliste

Unterschiede zum deutschen Gesundheitssystem

  • Im Gegensatz zu Deutschland gilt in der Schweiz nicht das Sachleistungsprinzip, sondern das Kostenleistungsprinzip.

  • Schweizer Patienten m√ľssen sich mit ihrer gew√§hlten Franchise an den Behandlungskosten beteiligen. Fallen dar√ľber hinaus Aufwendungen an, werden nochmals 10 % von den √ľbrigen Kosten berechnet, jedoch maximal 700 Franken bei Erwachsenen und 350 Franken bei Kindern.

  • In der Schweiz f√§llt die Grundversorgung eher gering aus. Mit Zusatzversicherungen kann die medizinische Versorgung umfassender gestaltet werden.

  • Die knapp 60 Schweizer Krankenkassen (Liste) m√ľssen laut KVG die gleiche Leistung anbieten (gilt nur f√ľr die Grundversorgung).

  • Trotz eines einheitlichen Leistungskataloges k√∂nnen die Pr√§mien unterschiedlich sein, weshalb Antragsteller unbedingt ein¬†Krankenkassenvergleich durchf√ľhren sollten.

  • Die Beitr√§ge sind nicht abh√§ngig vom Bruttoeinkommen und werden alleinig durch den Arbeitnehmer √ľbernommen.

  • √Ąhnlich wie in deutschen Privatversicherungen zahlen B√ľrger in der Schweiz eine unabh√§ngige Kopfpr√§mie.

  • Diese kann je nach Kanton und Versicherer unterschiedlich ausfallen.

  • Leistungen der Grundsicherung: ambulante und station√§re Behandlungen, Krankentransport, Arzneimittel, Zahnarzt (bis zu einem gewissen Umfang), Pr√§vention, Alternativmedizin, Mutterschaft, Pflege & Notf√§lle im Ausland

  • Zahnbehandlungen werden von der Grundsicherung nur √ľbernommen, sofern es sich um allgemeine oder schwere nicht vermeidbare Erkrankungen des Kausystems handelt.

  • Schweizer B√ľrger k√∂nnen dar√ľber hinaus eine Zusatzversicherung rund um die Zahngesundheit abschlie√üen.

  • Im Gegensatz zu Deutschland ist keine Familienversicherung m√∂glich. Innerhalb von 3 Monaten nach der Geburt m√ľssen Eltern f√ľr ihre Kinder eine Krankenversicherung abschlie√üen.

Kostenbeteiligung Deutschland Schweiz
Krankenversicherungsbeitrag Abhängig vom Einkommen Unabhängig vom Einkommen
Beteiligung des Arbeitgebers an den Krankenversicherungs­beiträgen Ja Nein
Eigene Kostenbeteiligung Geringe Kostenbeteiligung Hohe Kostenbeteiligung
Leistungen Deutschland Schweiz
Versorgungsmodelle Meist traditionelles Modell, selten Hausarztmodell IPA H√§ufig traditionelles Modell (freie Arztwahl), aber auch relativ h√§ufig IPA (Hausarztmodell), PPO (√Ąrzte-Auswahlliste) oder HMO (Gesundheitszentrum)
Krankenhauswahl Teilweise frei Beschränkt
Kostentransparenz Sehr gering – Kosten m√ľssen nicht direkt bezahlt werden Hoch – meist direkte Zahlung
Krankengeld Arbeitgeber & Krankenkasse Arbeitgeber
Mutterschaftsgeld 14 Wochen Mutterschaftsgeld (100% des Netto-Arbeitsentgelts – Arbeitgeber / KK) 14 Wochen Mutterschaftsgeld (80% des Netto-Arbeitsentgelts – Arbeitgeber)
Versicherung f√ľr Kinder kostenfreie Familienversicherung Individualversicherung
Kostenbeteiligung Deutschland
Krankenversicherungsbeitrag Abhängig vom Einkommen
Beteiligung des Arbeitgebers an den Krankenversicherungs­beiträgen Ja
Eigene Kostenbeteiligung Geringe Kostenbeteiligung
Kostenbeteiligung Schweiz
Krankenversicherungsbeitrag Unabhängig vom Einkommen
Beteiligung des Arbeitgebers an den Krankenversicherungs­beiträgen Nein
Eigene Kostenbeteiligung Hohe Kostenbeteiligung
Leistungen Deutschland
Versorgungsmodelle Meist traditionelles Modell, selten Hausarztmodell IPA
Krankenhauswahl Teilweise frei
Kostentransparenz Sehr gering – Kosten m√ľssen nicht direkt bezahlt werden
Krankengeld Arbeitgeber & Krankenkasse
Mutterschaftsgeld 14 Wochen Mutterschaftsgeld (100% des Netto-Arbeitsentgelts – Arbeitgeber / KK)
Versicherung f√ľr Kinder kostenfreie Familienversicherung
Leistungen Schweiz
Versorgungsmodelle H√§ufig traditionelles Modell (freie Arztwahl), aber auch relativ h√§ufig IPA (Hausarztmodell), PPO (√Ąrzte-Auswahlliste) oder HMO (Gesundheitszentrum)
Krankenhauswahl Beschränkt
Kostentransparenz Hoch – meist direkte Zahlung
Krankengeld Arbeitgeber
Mutterschaftsgeld 14 Wochen Mutterschaftsgeld (80% des Netto-Arbeitsentgelts – Arbeitgeber)
Versicherung f√ľr Kinder Individualversicherung

Versicherungsmodelle in der Schweiz

Durch die Wahl von speziellen Versorgungsmodellen k√∂nnen Grenzg√§nger ihre Pr√§mien f√ľr die obligatorische Grundversorgung in der Schweiz senken. Dazu geh√∂ren Varianten, bei denen eine telefonische Vorkonsultation, eine feste Hausarztbindung oder die Inanspruchnahme eines √Ąrztenetzwerkes stattfindet.

Zusatzversicherungen sind in der Schweiz beliebt

Ungefähr 80 % aller Schweizer haben eine private Zusatzversicherung. Dabei gilt es jedoch, die Karenzzeit zu beachten. Versicherungen greifen erst nach 6-12 Monaten. Vor allem Paare mit Kinderwunsch sollten sich die Versicherungsbedingungen genau durchlesen, damit sie während der Schwangerschaft und Geburt von den Wunschleistungen profitieren können.

Zur Zusatzversicherung

Grenzg√§ngerversicherung: FAQ f√ľr Grenzg√§nger

Es gibt eine feste Definition f√ľr Grenzg√§nger. Demnach gilt nach Schweizer Recht eine Person als Grenzg√§nger, wenn sie innerhalb der Schweiz einer Besch√§ftigung nachgeht oder eine selbstst√§ndige T√§tigkeit aus√ľbt, jedoch in einem anderen Staat (dazu z√§hlt in der Regel die EU/EFTA) lebt. Der Grenzg√§nger pendelt in der Regel t√§glich, jedoch mindestens einmal pro Woche.

Mit dem Personenfreiz√ľgigkeitsabkommen ist geregelt, dass Grenzg√§nger, die ausschlie√ülich einer T√§tigkeit in der Schweiz nachgehen, auch dort eine Krankenversicherung abschlie√üen m√ľssen. Grenzg√§nger aus den L√§ndern √Ėsterreich, Italien, Deutschland und Frankreich k√∂nnen jedoch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Daf√ľr ist es n√∂tig, sich von der hiesigen Versicherungspflicht befreien zu lassen.

Ja. M√∂chte sich ein Grenzg√§nger von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien lassen, muss er sich innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Arbeitnehmert√§tigkeit bei der entsprechenden kantonalen Beh√∂rde (BAG) melden. Die Befreiung ist jedoch unwiderruflich. Grenzg√§nger aus Deutschland, Italien und √Ėsterreich profitieren von einer Ausnahmeregelung, denn sie k√∂nnen sich auch nachtr√§glich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Daf√ľr ist jedoch eine Ver√§nderung in den Familienverh√§ltnissen (wie Heirat oder Geburt) notwendig. Auch hier muss die Meldung innerhalb von 3 Monaten nach dem Ereignis erfolgen. Ein Wechsel des Arbeitgebers innerhalb der Schweiz oder eine √Ąnderung der wirtschaftlichen Verh√§ltnisse ist kein Grund f√ľr eine Befreiung.

Grenzg√§nger m√ľssen sie innerhalb von 3 Monaten ab Beginn ihrer T√§tigkeit in der Schweiz krankenversichern. Wer versp√§tet in die Grundversorgung eintritt, muss mit Strafpr√§mien rechnen.

Grenzgänger können frei wählen, ob sie sich in der Schweiz oder im Land ihres Wohnortes medizinisch versorgen lassen möchten.

In Anlehnung an das Erwerbsortsprinzip m√ľssen erwerbst√§tige Familienmitglieder dort eine Krankenversicherung abschlie√üen, wo sie einer beruflichen T√§tigkeit nachgehen. Familienmitglieder, die keiner T√§tigkeit nachgehen, m√ľssen sich grunds√§tzlich gemeinsam mit dem Grenzg√§nger in der Schweiz versichern. Eine Voraussetzung daf√ľr ist, dass es sich laut Definition um Familienangeh√∂rige handelt. Darunter fallen minderj√§hrige Kinder und Kinder in Ausbildung bis zu einem Alter von 25 Jahren. Auch unterhaltsberechtigte vollj√§hrige Kinder z√§hlen zu Familienmitgliedern. Wie Kinder am besten krankenversichert werden, wenn ein Elternteil Grenzg√§nger ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Eine √ľbergeordnete Rolle spielt, in welchem Land der andere Elternteil eine Erwerbst√§tigkeit aus√ľbt. Kinder m√ľssen in der deutschen Krankenversicherung angemeldet werden, wenn ein Elternteil in Deutschland arbeitet. √úbrigens: Das gilt auch f√ľr Minijobs und f√ľr allgemein nicht versicherungspflichtige Arbeiten.

Optionsrecht f√ľr Familienangeh√∂rige

Auch wenn Familienmitglieder der schweizerischen Krankenversicherungspflicht unterstehen, haben Sie die Möglichkeit, von ihrem Optionsrecht Gebrauch zu machen. Auf diese Weise ist es möglich, dass sich Familien in zwei verschiedenen Ländern versichern können. Beispielsweise kann der Grenzgänger die Grundversorgung in der Schweiz in Anspruch nehmen. Die nicht erwerbstätige Frau und die gemeinsamen Kinder können wiederum von den Leistungen der Familienversicherung in Deutschland profitieren.

Grenzg√§nger erhalten im Rahmen der gesetzlichen Versicherungsl√∂sung bei Vertragsschluss das Formular E106, welches im jeweiligen Wohnland bei der Wunschkrankenkasse eingereicht werden kann. Diese h√§ndigt dem Grenzg√§nger im Anschluss eine Versichertenkarte aus, mit der medizinische Leistungen in Anspruch genommen werden k√∂nnen. Wenn Grenzg√§nger sich nicht mit dem Formular E106 im Wohnland registrieren lassen, besteht auch kein Anspruch auf √úbernahme von Behandlungskosten. Eine r√ľckwirkende Registrierung im Wohnland ist nicht m√∂glich. Daher k√∂nnen Anspr√ľche in Bezug auf Gesundheitskosten nicht geltend gemacht werden, die vor der Registrierung angefallen sind.

Die K√ľndigungsfristen der obligatorischen Grundversicherung sind in der Schweiz gesetzlich geregelt. Demnach gibt es einen festgelegten K√ľndigungstermin zum 31. Dezember. Damit die K√ľndigung rechtzeitig in Kraft tritt, muss dem Versicherer das K√ľndigungsschreiben (in schriftlicher Form) sp√§testens am letzten Arbeitstag im November vorliegen. Dabei m√ľssen die ordentlichen Gesch√§ftszeiten beachtet werden. Der Postkasteneinwurf am 30. November nach den Gesch√§ftszeiten entspricht nicht einer fristgerechten K√ľndigung. Versicherte, die √ľber eine ordentliche Grundversicherung verf√ľgen, besitzen einen zus√§tzlichen K√ľndigungstermin zum 30. Juni. Dabei ist eine Franchise von 300 Franken Voraussetzung. Dem Versicherer muss die K√ľndigung am letzten Arbeitstag im M√§rz vorliegen. Auch hier bedarf es einer schriftlichen Form. Haben Versicherte eine h√∂here Franchise gew√§hlt oder profitieren von speziellen Versorgungsmodellen ist eine K√ľndigung zur Jahresmitte nicht vorgesehen.

Gehen Grenzg√§nger ihrer Erwerbst√§tigkeit in der Schweiz nicht mehr nach, erlischt automatisch die Krankenversicherungspflicht in dem Land. Ausnahme: Grenzg√§nger beziehen eine ausschlie√üliche Rente aus der Schweiz. Nach Aufgabe der beruflichen T√§tigkeit muss der Krankenversicherungsvertrag zum Ende des Monats gek√ľndigt werden. K√ľndigungsfristen m√ľssen dabei nicht eingehalten werden.

Viele Grenzg√§nger fragen sich, ob sie in Deutschland eine Pflegeversicherung abschlie√üen m√ľssen. Wenn die betroffene Person √ľber einen Versicherungsschutz im Rahmen der obligatorischen Grundversicherung verf√ľgt, sind alle Sachleistungen versichert, die der Sozialtarif im Wohnland ber√ľcksichtigt. Voraussetzung daf√ľr ist, dass die Registrierung mittels des Formulars E106 bei einer deutschen Krankenkasse erfolgt ist. Dann profitiert der Grenzg√§nger √ľber Sachleistungen in Hinblick auf die h√§usliche Krankenpflege. Auch pflegerische Leistungen bei teil- oder vollstation√§ren Aufenthalten sind inklusive. Zudem kann es sinnvoll sein, eine freiwillige Zusatzversicherung abzuschlie√üen, um die Versorgung im Pflegefall zu erweitern.

Das kommt auf die neue Wohn- und Arbeitssituation des ehemaligen Grenzg√§ngers an. Wenn die Erwerbst√§tigkeit nach Deutschland verlagert wird, muss eine Krankenversicherung in Deutschland abgeschlossen werden. Hat sich der Grenzg√§nger f√ľr einen Umzug in die Schweiz entschieden, wird eine obligatorische Grundversicherung notwendig. Besteht bereits eine entsprechende Versicherungszugeh√∂rigkeit, muss sie gegebenenfalls dem Wohnkanton angepasst werden, denn nicht jeder Versicherer ist in jeder Region in der Schweiz aktiv. Unter Umst√§nden k√∂nnen die deutschen Zusatzversicherungen beibehalten werden. Dann hat der ehemalige Grenzg√§nger die M√∂glichkeit, seine bisherigen √Ąrzte in Deutschland im Bedarfsfall konsultieren zu k√∂nnen.

Wird der Grenzg√§nger arbeitslos und bezieht infolgedessen Arbeitslosengeld, untersteht er automatisch auch den Rechtsvorschriften des jeweiligen Staates. Im Regelfall ist das Deutschland, womit auch eine Krankenversicherungspflicht in diesem Land in Kraft tritt. In Deutschland besteht ein Versicherungssystem, welches auf der gesetzlichen und privaten Teilung beruht. Auch wenn sich Arbeitslose grunds√§tzlich mit der gesetzlichen Kranken -und Pflegeversicherung absichern m√ľssen, gibt es ab Vollendung des 55. Lebensjahres eine Ausnahme. Sofern Personen √ľber 55 Jahren in den letzten 5 Jahren, bevor sie Arbeitslosengeld bezogen haben, kein Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse (Deutschland) oder der Grundsicherung (Schweiz) waren, bleiben sie versicherungsfrei. Die Bundesagentur f√ľr Arbeit in Deutschland steht bei weiteren Fragen zur Verf√ľgung.

Wo sich ehemalige Grenzg√§nger krankenversichern m√ľssen, wenn sie in die Rente eintreten, kann pauschal nicht beantwortet werden. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Unter anderem ist daf√ľr interessant, in welchem Land der Rentner sich gew√∂hnlich aufh√§lt, aus welchen L√§ndern die Rente bezogen wird und welche Krankenversicherung vor dem Rentenbezug bestanden hat. Grenzg√§nger aus Deutschland m√ľssen sich beispielsweise auch dort versichern lassen, wenn sie sich f√ľr gew√∂hnlich in Deutschland aufhalten, in der Vergangenheit Mitglied der obligatorischen Krankenversicherung waren und eine Rente sowohl aus der Schweiz als auch aus Deutschland beziehen. Die H√∂he der Rentenauszahlung spielt dabei keine Rolle. Bei geringen Rentenanspr√ľchen entscheiden sich einige Deutsche f√ľr die bisherige Versicherungsl√∂sung in der Schweiz. Daf√ľr ist es jedoch notwendig, auf die deutsche Rente zu verzichten.

Wichtig: Die Bekanntmachung muss noch vor der Ausstellung des Rentenbescheides erfolgen!

Weitere Infos zur Krankenversicherung der Schweiz:

Mehr erfahren?

Grundversicherung
Zusatzversicherung
Franchise
Krankenkassenwechsel
Krankenkassenvergleich
Krankenkassenliste
Unsere Autor*innen
Kauffrau im Gesundheitswesen bei der

Jana ist ausgebildete Kauffrau im Gesundheitswesen. Seit vielen Jahren recherchiert sie spannende Fakten f√ľr die Krankenkassen-Zentrale. Aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung im Gesundheitswesen, verfasst sie vor allem Artikel zu den Themen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Erg√§nzend durchleuchtet sie regelm√§√üig die Themen Fitness, Abnehmen und gesunde Ern√§hrung.