//Pflegepflichtversicherung – Beitragssatz Pflege 2019 & Leistungen!
Pflegepflichtversicherung – Beitragssatz Pflege 2019 & Leistungen!2018-12-04T14:56:32+00:00

Beitragssatz 2019 für die Pflegepflichtversicherung

Die Pflegeversicherung ist seit 1995 die fünfte Säule der Sozialversicherung in Deutschland. Seither sind auch die Leistungen im Versicherungsfall gesetzlich festgeschrieben.

Aufgrund des demografischen Wandels mussten immer wieder Beitragsanpassungen vorgenommen werden. Betroffen von solchen Anspassungen waren z.B. zum 1. April 2004 die Rentner. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Beiträge zu 50 Prozent von der Rentenversicherung getragen. Heute zahlen Rentner ihren Beitrag zur Pflegeversicherung in voller Höhe alleine. Eine weitere Beitragsanpassung wurde bei Kinderlosen vorgenommen. Seit dem 1. Januar 2005 zahlen Personen ab 23 Jahre und ohne eigene Kinder (nach Eheschließung auch Stiefkinder oder Adoptivkinder) einen Zuschlag zur Pflegeversicherung von 0,25 Prozent ihres Einkommens.

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Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung 2019

Für gesetzlich PV-Versicherte besteht seit der Pflegereform der Großen Koalition im Jahr 2008 ein allgemeiner einheitlicher Beitragssatz. Dieser liegt für 2019 bei 3,05 Prozent bzw. für über 23 jährige Kinderlose 3,30 % vom versicherungspflichtigen Einkommen. Davon zahlt der Arbeitnehmer die eine Hälfte und der Arbeitgeber die andere Hälfte des Beitrags. Hier findet eine vollständige paritätische Finanzierung statt, wie sie ab dem 1.1.2019 in der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen ist. (Bislang zahlen Angestellte den Zusatzbeitrag allein.) Zu beachten ist dabei allerdings die Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt im Jahr 2019 bei 4.537,50 € monatlich. Ab diesem Einkommen wird der Beitrag gedeckelt, steigt also trotz höherem Einkommen nicht mehr an. Die maximale Beitragshöhe zur Pflegeversicherung für einen Angestellten (mit Kind) liegt daher bei 138,39 Euro monatlich, von denen er 69,20 Euro selbst zahlt, bei Kinderlosen über 23 Jahre sind es ca. 149,74 € (hälftig 74,87 €).

Beitragszuschlag für Kinderlose

Schon seit dem 1. Januar 2005 zahlen Versicherte ohne eigene Kinder, Stief- oder Pflegekinder einen erhöhten Beitrag. Deren Beitragssatz erhöht sich um 0,25 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens. Diese Erhöhung muss allein von dem Versicherten getragen werden. Ein kinderloser Angestellter zahlt daher ab 2019 3,30 Prozent (2018 2,80 %) seines Einkommens .

Erstattung der Pflegekosten

Übersicht der prozentualen Beiträge

Personengruppe Versicherter Arbeitgeberanteil
Angestellte außerhalb Sachsens Prozentsatz 1,525 % 1,525 %
max. Beitrag 69,20 € 69,20 €
Rentner Prozentsatz 2,55 %
max. Beitrag 138,39 €
freiwillig Versicherte Prozentsatz 2,55 %
max. Beitrag 138,39 €
Angestellter im Freistaat Sachsen Prozentsatz 2,275 % 1,275 %
max. Beitrag 103,23 € 57,85 €
Zuschlag für Kinderlose Prozentsatz + 0,25 %
max. Beitrag + 11,34  €

Gleitzone in der Pflegeversicherung

Für Geringverdiener mit einem Einkommen von maximal 450,01 bis 850,00 Euro bestehen keine vollen Abgaben an die Sozialversicherungen. In dieser sogenannten Gleitzone steigt der Arbeitnehmerbeitragssatz linear an. Zur Berechnung wird eine Formel genutzt, in der 30 Prozent dem durchschnittlichen Beitragssatz aller Sozialversicherungen aller Versicherten gegenübergestellt wird. So entsteht zur Betrachtung der Sozialabgaben ein geringeres Einkommen als eigentlich erzielt wird. Der Beitragssatz für den Arbeitgeber bleibt auch in der Gleitzone wie gehabt.

Pflegebeitrag für Sachsen und Rentner

KOSTEN FÜR PRIVATVERSICHERTE

Wer privat krankenversichert ist, verfügt beim selben Unternehmen über eine Pflegepflicht­versicherung. Diese ist wie die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur eine Teilver­sicherung, deckt also nicht alle Kosten bei Pflegebedürftigkeit in der Pflegestufe ab. Die Beiträge für eine private Pflegepflicht­versicherung gestalten sich recht einheitlich, sind jedoch nicht vom Einkommen abhängig. Die Leistungen der privaten Pflegepflicht­versicherung sind identisch mit denen der gesetzlichen Pflegepflicht­versicherung. Auch Privatversicherte sollten zusätzlich privat vorsorgen.