//Häusliche Pflege – Versorgung durch Angehörige oder Pflegedienst
Häusliche Pflege – Versorgung durch Angehörige oder Pflegedienst 2017-09-29T22:21:18+00:00

Häusliche Pflege von Angehörigen: Das zahlt die Pflegekasse

Mutter und Tochter

Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen – von heute auf morgen durch einen schweren Unfall aufgrund einer schleichenden Krankheit oder aufgrund des Alters. Die meisten Menschen wünschen sich für einen solchen Fall die Betreuung im eigenen Heim, bestenfalls durch Angehörige.

Gerade angesichts der demographischen Alterung und damit einer steigenden Zahl der Pflegebedürftigen wird die häusliche Pflege immer unverzichtbarer für die Gesellschaft im Ganzen und die Betroffenen im Einzelnen. Sie geht aber auch mit einer großen Belastung für die Angehörigen einher. Gemäß SGB XI hält die Pflegeversicherung verschiedene Leistungen für die häusliche Pflege bereit.

Die häusliche Pflege als tragende Säule in der Betreuung Pflegebedürftiger

Diese Art der Betreuung und Versorgung findet in der eigenen Wohnung des Hilfebedürftigen oder in der Wohnung der pflegenden Angehörigen statt und kann entweder von der Familie, von ehrenamtlichen Helfern oder von professionellen Pflegediensten übernommen werden. Bei der Betreuung durch Angehörige zahlt die Pflegeversicherung ein von der Pflegestufe bzw. vom Pflegegrad abhängiges Pflegegeld direkt an den Versicherten. Dieser kann über die Verwendung dieser Mittel frei entscheiden. Bei der Inanspruchnahme eines professionellen Pflegedienstes beispielsweise im Rahmen der Verhinderungspflege übernimmt die Pflegekasse den entsprechenden Betrag für maximal vier Wochen pro Kalenderjahr.

Pflegegeld für häusliche Pflege

Pflegegeld seit 01.01.2015

Pflegestufe 0123 € / Monat
Pflegestufe I244 € / Monat
Pflegestufe II458 € / Monat
Pflegestufe III728 € / Monat

Pflegestärkungsgesetz II: Änderungen ab 2016 und 2017

RechtMit den Pflegestärkungsgesetzen änderte beziehungsweise wird sich viel ändern in der Pflegeversicherung. Das erste Pflegestärkungsgesetz gilt nun seit dem 1. Januar 2015. Das Pflegestärkungsgesetz II wird zum 1. Januar 2016 in Kraft treten und weitreichende Änderungen ab dem 1. Januar 2017 bringen. So soll beispielsweise die Qualität der Pflege weiter verbessert werden. Damit zusammen hägen die Qualitätsmessung, die Qualitätssicherung und die Qualitätsdarstellung. Ab 2017 kommen dann mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff die neuen Pflegegrade und damit auch höhere Leistungen.

im Pflegegrad 2 316 € / Monat,
im Pflegegrad 3 545 € / Monat,
im Pflegegrad 4 728€ / Monat und
im Pflegegrad 5 901 € / Monat.

Im Pflegegrad 1 gibt es eine zweckgebundene Kostenerstattung in Höhe von 125 Euro pro Monat.