//Pflegetagegeldversicherung: Privat vorsorgen für den Pflegefall
Pflegetagegeldversicherung: Privat vorsorgen für den Pflegefall2017-12-18T22:54:33+00:00

Pflegetagegeldversicherung: Absicherung für den Pflegefall

KrankenzusatzDie gesetzliche Pflege­versicherung ist derzeit in einem Umbruch begriffen. Doch trotz Reform wird diese Sozialversicherung eine „Teilkaskoversicherung“ bleiben. Wer im Pflegefall nicht auf sein Erspartes zurückgreifen, seine Kinder in die Pflicht nehmen oder von Sozialhilfe abhängig sein möchte, sollte eine Pflegezusatzversicherung abschließen.

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Die Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflegepflichtversicherung werden zwar relativ häufig angepasst, doch decken sie die Kosten im Pflegefall nur sehr ungenügend.

Vor allem in den höchsten Pflegestufen und einer stationären Pflege können die Pflegekosten doppelt so hoch sein wie die gezahlten Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung.

Dieser Trend wird in den nächsten Jahren weiterhin anhalten. Stiftung Warentest errechnete in der Februarausgabe 2011 mit Hilfe von Experten die Deckungslücken, wie sie in etwa 20 bis 30 Jahren vorliegen werden.

Mit Pflegetagegeld Pflegelücke schließen

Für die häusliche und stationäre Pflege ergeben sich die folgenden Pflegelücken:

Pflegestufehäusliche Pflegestationäre Pflege
I500 Euro700 Euro
II1.200 Euro900 Euro
III2.200 Euro1.200 Euro

Quelle: Stiftung Warentest 02/2011

TippExperten raten mehrere Anträge gleichzeitig zu stellen, da nicht sicher ist, ob und zu welchen Konditionen Verträge abgeschlossen werden können. Wer ein­mal abgelehnt wurde, kommt meist auch nicht bei anderen Unternehmen unter.

Risiko Absicherung Pflege

Risikoabsicherung für den Pflegefall

Bei der Pflegetagegeldversicherung handelt es sich um eine private Pflegezusatzversicherung, die bei allen Anbietern von privaten Krankenversicherungen abgeschlossen werden kann. Sie ist ein reiner Risikotarif, d.h. im Gegensatz zur Pflegerentenversicherung, die als private Lebensversicherung abgeschlossen wird, beinhaltet sie keinen Sparanteil. Eine Einmalauszahlung kann nicht vereinbart werden. Im Pflegefall wird monatlich eine vorher vereinbarte Summe ausgezahlt, die dann in Eigenverantwortung verwaltet werden kann. Die Höhe der gezahlten Leistungen variiert stark zwischen den einzelnen Tarifen.

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Für wen lohnt die private Pflegetagegeldversicherung?

Neben der Möglichkeit über eine Pflegetagegeldversicherung vorzusorgen, gibt es mit der Pflegekostenversicherung und der Pflegerentenversicherung weitere Policen. Jede bringt nun bestimmte Vorteile mit sich.

Die Pflegetagegeldversicherung wird von Experten nur angeraten abzuschließen, wenn das Alter von 55 Jahren noch nicht überschritten wurde. Auch schwerwiegende Vorerkrankungen sollten nicht vorhanden sein. Darüber hinaus ist in der Pflegetagegeldversicherung mit steigenden Beiträgen zu rechnen. Wer sich also nicht sicher ist, die Beiträge zukünftig aufbringen zu können, sollte von dieser Police Abstand nehmen. In unflexiblen Verträgen ist es nur selten möglich, die Tarife ruhen zu lassen. Bei Nichtzahlung erlischt der Vertrag und eingezahlte Beiträge gehen verloren.

Private Pflegezusatzversicherung im Vergleich

Die Pflegetagegeldversicherung kann als private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen werden. Das kann das Pflegerisiko, bzw. die Finanzierungslücke im Pflegefall effektiv absichern. Vorab sollten Sie Angebote vergleichen.

Zu hohe Beiträge in der Pflegetagegeldversicherung?

Vor allem ältere oder vorerkrankte Personen können eine Pflegetagegeldversicherung meist gar nicht oder nur zu ungünstigen Konditionen abschließen. Hier lohnt eine Pflegekostenversicherung oder Pflegerentenversicherung!

Ihre Alternativen Möglichkeiten zur Pflegetagegeldversicherung:

Pflegekostenversicherung
… sind meist günstiger zu haben als Pflegetagegeldversicherungen, jedoch nur zu empfehlen, wenn ausschließlich professionelle Pflege genutzt werden soll.

Pflegerentenversicherung
… meist teurer als die Pflegetagegeldversicherung. Die Verträge sind in der Regel jedoch flexibler. So kann der Vertrag z.B. ruhen. Es  werden auch ältere oder vorerkrankte Personen aufgenommen, jedoch zu entsprechend höheren Beiträgen.

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