//Erwerbsunfähigkeit: Risiko Invalidität im Job
Erwerbsunfähigkeit: Risiko Invalidität im Job2018-10-26T11:01:41+00:00

Erwerbsunfähigkeit: Es kann jeden treffen
Wie Sie sich richtig absichern!

Bauarbeiter nimmt Helm ab

Unfall. Niederschmetternde Krankheitsdiagnose. Burnout: Die Gründe für ein Aus im Job sind vielfältig – die Folgen einer Erwerbsunfähigkeit aber sind immer gleich fatal. Von einem auf den anderen Tag fällt Ihr Einkommen weg!
Denken Sie für den Fall einer Erwerbsunfähigkeit daran:

  • die Deutsche Rentenversicherung zahlt Angestellten dann lediglich eine geringe Erwerbsminderungsrente.
  • die Versorgungslücke müssen Sie privat absichern
  • Erwerbsunfähigkeit kann jeden treffen – unabhängig von Ausbildung oder beruflicher Stellung der konkreten Tätigkeit.

Alle Informationen zur Erwerbsunfähigkeit und zum Schutz mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung finden Sie hier.

Erwerbsunfähigkeit: Das sind die Gründe

Icon-Fragezeichen-V3Wer erwerbsunfähig wird, erhält in Deutschland eine Rente wegen Erwerbsminderung. Im aktuellen Statistikband der Rentenversicherung gelten dabei folgende Krankheiten als Auslöser für eine Rentenzahlung:

Grund Anzahl Anteil in Prozent
Psychische Erkrankungen 31301 37,27%
Kreislauferkrankungen 11509 13,70%
Erkrankungen am Bewegungsapparat 10849 12,92%
Krebs 10555 12,57%
Erkrankungen des Nervensystems 5151 6,13%
Unklare Ursachen 3462 4,12%
Erkrankungen des Atmungssystems 3159 3,76%
Stoffwechselkrankheiten 1972 2,35%
Verletzungen/ Vergiftungen 1824 2,17%
Erkrankungen des Verdauungssystems 1633 1,94%
Urologische Erkrankungen 896 1,07%
Erkrankungen an Augen und Ohren 830 0,99%
Infektionskrankheiten 436 0,52%
Hauterkrankungen 278 0,33%
Erkrankungen des Immunsystems 140 0,17%
Summe 83995

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Erwerbsunfähigkeit: Die Erwerbsminderungsrente als Leistung der Deutschen Rentenversicherung

TippAls Versicherter in der Deutschen Rentenversicherung haben Sie bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung. Die volle Erwerbsminderungsrente beträgt ca. 29 Prozent des letzten Bruttoeinkommens und wird nur dann gezahlt, wenn Sie in keinem Job mehr als drei Stunden am Tag arbeiten könnten. Ist das möglich, können Sie aber nicht mehr als sechs Stunden arbeiten, erhalten Sie die halbe Erwerbsminderungsrente – das sind maximal 15 Prozent Ihres letzten Bruttogehalts. Sind Sie zwar gesundheitlich angeschlagen, könnten aber theoretisch mehr als sechs Stunden arbeiten, dann bekommen Sie keinen Cent von der Deutschen Rentenversicherung.

Bedenken Sie:

  • Die geringe Rente muss trotzdem voll versteuert werden
  • Selbstständige ohne Versicherungspflicht in der Deutschen Rentenversicherung bekommen nichts vom Staat, wenn Sie erwerbsunfähig werden!
  • Studenten und junge Menschen generell haben sehr geringe Ansprüche
0 bis 3

Stunden Arbeit täglich: volle EM-Rente
→ bis zu 29 % Ihres letzten Bruttoeink.

3 bis 6

Stunden Arbeit täglich: halbe EM-Rente
→ bis zu 15 % Ihres letzten Bruttoeink.

über 6

Stunden Arbeit täglich: keine EM-Rente
→ keinen Anspruch auf EM-Rente

Private Erwerbsunfähigkeitsversicherung – sinnvolle Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ihre Versorgungslücke im Fall einer Erwerbungsfähigkeit ist immens – die Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung kann diese Lücke nur zu einem geringen Teil stopfen. Wer sich privat absichern will, steht oft vor der Frage: Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung – was ist die bessere Wahl?

Rollstuhl
BU EU
Leistungsauslöser Sie können Ihren Beruf nicht mehr zu mindes­tens 50 % ausüben Sie können keinen Beruf mehr als drei Stunden am Tag ausüben
Weltweiter Schutz Ja Ja
Nachversicherungs-möglichkeiten Ja Ja
Verzicht auf befristete Anerkenntnisse Ja Ja
Wenig Leistungsausschlüsse Ja Ja
Gesundheitsprüfung Ja Ja
Rentenhöhe Frei wählbar Frei wählbar
Kosten Gerade in Risikoberufen hoch Bis zu 50 % Ersparnis gegenüber BU

Der Unterschied liegt vor allem im Leistungs­aus­löser: Die Hürde, eine private Erwerbs­unfähig­keits­rente ausgezahlt zu bekommen, liegt deutlich höher, weil Sie nur dann die Rente erhalten, wenn Sie auf dem Arbeitsmarkt in keinem Job mehr arbeiten können – die Berufs­unfähigkeits­versicherung versichert Sie dagegen in Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf – ohne Verweisungs­möglichkeit. Dafür ist die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung für viele Berufe deutlich günstiger!

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Für wen ist sie eine Alternative?

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist für manche Berufsgruppen eine Option, für andere oft die einzige Möglichkeit, sich gegen die finanziellen Risiken einer Invalidität abzusichern:

  • Interessierte mit körperlich belastenden Berufen wie Maurer oder Dachdecker bekommen BU-Schutz kaum zu bezahlbaren Beiträgen –
    die Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist die günstige Variante.
  • Selbstständige müssen oft ihren Betrieb umorganisieren, bevor sie eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten – das geht so weit, dass sie tatsächlich erst dann eine Rente bekommen, wenn sie wirklich kaum noch arbeiten können. In diesem Fall kann eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung eine vergleichbare und günstigere Alternative sein.
  • Manchmal ist es mit – leichteren – Vorerkrankungen einfacher, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung als eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.
  • Wenn Studenten keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, die bereits den angestrebten Beruf versichert, kann eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung der erste Schritt zum Invaliditätsschutz sein – die Police sollte aber später in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umwandelbar sein.
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