Sch√ľler Absicherung

Schulunfähigkeitsversicherung: Kinder richtig absichern

Kinder sind besonders gef√§hrdet: Auf dem Weg zur Schule kann ein Unfall passieren, beim Toben in der Freizeit k√∂nnen sie sich verletzen. Meist gehen solche Missgeschicke glimpflich aus ‚Äď aber was, wenn nicht? Welchen Schutz genie√üen Kinder?

  • Gesetzliche Unfallversicherung: Auf dem Weg von und zur Schule sind Kinder bei Unf√§llen staatliche abgesichert.
  • Unf√§lle in der Freizeit: Hier greift der staatliche Schutz nicht.
  • Schwere Erkrankungen: Wenn Kinder so schwer erkranken, dass sie nicht mehr zur Schule gehen k√∂nnen, haben Sie keinen Anspruch auf eine Rente der Deutschen Rentenversicherung.

Das Fazit: Kinder sind nur auf dem Schulwege wirklich gegen Unf√§lle gesch√ľtzt ‚Äď bei Krankheit und in der Freizeit brauchen sie private Absicherung.

Schulunfähigkeitsversicherung: Ideale Lösung zur Absicherung?

Eine L√∂sung zur Absicherung der Kinder ist die Schulunf√§higkeits¬≠versicherung. Sie zahlt ‚Äď √§hnlich wie die Berufsunf√§higkeitsversicherung ‚Äď eine monatliche Rente, wenn die Kinder gesundheitsbedingt nicht mehr¬†zur Schule gehen k√∂nnen. Hierbei ist es unerheblich, ob der Grund daf√ľr eine Krankheit oder ein Unfall ist¬†und ob die Ursache im privaten oder im schulischen Bereich liegt.

Wie unterscheiden sich Schulunfähigkeitsversicherungen?

Schulunf√§higkeitsversicherung ist nat√ľrlich nicht gleich Schulunf√§higkeitsversicherung: Es gibt sie in verschiedenen Varianten:

1. Klassische Berufsunf√§higkeitsversicherung mit Schutz von Sch√ľlern
Eine solche BUV, die auch bereits f√ľr Sch√ľler abgeschlossen werden kann, bietet zum Beispiel die Alte Leipziger. Einmal abgeschlossen, sch√ľtzt sie den jeweils gerade ausge√ľbten Beruf ‚Äď und dazu z√§hlt auch die T√§tigkeit als Sch√ľler. Sie behalten diese Schul¬≠unf√§hig¬≠keits¬≠versicherung quasi ein Leben lang und sie wandelt sich zu einer Berufsunf√§higkeitsversicherung. Die einmal zugesagte Berufsgruppe bleibt auch dann erhalten, wenn sp√§ter ein deutlich riskanterer Beruf ausge√ľbt wird ‚Äď und es wird auf eine abstrakte Verweisung verzichtet: So wird auch gezahlt, wenn die Schulform gewechselt werden muss.

2. Separate Schulunfähigkeitsversicherung mit Umtauschoption
Eine andere Variante ist der Abschluss einer eigenst√§ndigen Schulunf√§higkeitsversicherung, wie sie zum Beispiel die N√ľrnberger im Rahmen der Kindervorsorge anbietet. Hier ist die Schul¬≠un¬≠f√§hig¬≠keit versichert, allerdings gibt es keinen Verzicht auf die abstrakte Verweisung: Muss das Kind als krankheitsbedingt das Gymnasium verlassen und an eine Hauptschule wechseln, l√∂st das keine Rentenzahlung aus. Nach Abschluss der Schulausbildung kann vereinbart werden, dass die Schulunf√§higkeitsversicherung in eine klassische Berufs¬≠unf√§higkeits¬≠versicherung umgetauscht wird.

Das ist wichtig beim Abschluss einer Schulunfähigkeitsversicherung

  • Rentenh√∂he mindestens 1.000 Euro
  • J√§hrliche Rentenanpassung im Leistungsfall vereinbaren
  • SUV sollte Nachversicherungsm√∂glichkeiten vorsehen
  • √úbergang in eine klassische Berufsunf√§higkeitsversicherung m√∂glich ohne erneute Gesundheitspr√ľfung
  • Garantie der Berufsgruppe
  • Keine Kopplung mit Altersvorsorge oder Sparvorg√§nge

Schulunfähigkeit: Unterschätztes Risiko

Der Anteil der schwerbehinderten Kinder ist in Deutschland zwar gering: Aber Ende 2013 waren fast 170.000 junge Menschen in Deutschland schwerbehindert ‚Äď viele von Ihnen werden nicht in der Lage sein, ihre Ausbildung zu beenden oder einen Beruf auszu√ľben. Mit einer Schulunf√§higkeitsversicherung ist ihre finanzielle Zukunft gesichert.

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Welche Alternativen gibt es zur Schulunfähigkeitsversicherung?

Icon-Fragezeichen-V1F√ľr 500 Euro Rente werden bei den Schul¬≠unf√§higkeitsversicherung 30 bis 50 Euro Beitrag monatlich f√§llig ‚Äď viele Familien wird das vor allem dann √ľber¬≠fordern, wenn mehrere Kinder abzu¬≠sichern sind. Es stellt sich deshalb die Frage nach Alternativen ‚Äď gibt es einen Schutz, der die Schulun¬≠f√§higkeits¬≠versicherung ersetzen kann?

Private Unfallversicherung

Sie kostet bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro kaum mehr als 100 Euro im Jahr ‚Äď allerdings wird auch nur bei Unf√§llen gezahlt, nicht bei Krankheiten.

Das Fazit: Die Unfallversicherung ist eher eine Ergänzung zur Schulunfähigkeitsversicherung, als dass sie sie ersetzen kann.

Kinderinvaliditätsversicherung

Die Kinderinvalidit√§tsversicherung k√§mpft mit der Schulunf√§higkeitsversicherung um die Gunst der zahlenden Eltern. Die Kosten liegen etwas unter denen einer Schulunf√§higkeitsversicherung, gezahlt wird die vereinbarte lebenslange Rente und/oder die Kapitalleistung, wenn ein Grad der Behinderung von mindestens 50 % festgestellt wird ‚Äď auf die F√§higkeit, weiter in die Schule gehen zu k√∂nnen, kommt es nicht an. Ein Wechsel in einer Berufsunf√§higkeitsabsicherung ist in aller Regel bei den Kinderinvalidit√§ts¬≠versicherungen nicht vorgesehen, daf√ľr ist der Schutz bereits bei vielen Anbietern kurz nach der Geburt m√∂glich. Vorsicht aber: Bestimmte Erkrankungen wie Neurosen, Psychosen, Pers√∂nlichkeits- und Verhaltensst√∂rungen sind oft genauso wenig versichert wie Angstst√∂rungen und ADHS ‚Äď der Schutz ist also keinesfalls umfassend.

Das Fazit: Kinderinvalidit√§tsversicherung und Schulunf√§higkeitsversicherung haben einen v√∂llig unter¬≠schiedlichen Absicherungs¬≠zweck und lassen sich deshalb schwer als Alternativen vergleichen ‚Äď die einen sollen helfen, wenn der Ausbildungsweg unterbrochen oder gar abgebrochen wird, die Kinder¬≠invalidit√§ts¬≠versicherung springt bei einer dauerhaften Behinderung ein.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Auch klassische Erwerbs¬≠unf√§higkeits¬≠versicherungen werden immer wieder zur Absicherung von Kindern ins Spiel gebracht ‚Äď allerdings eignen sie sich wenig. Denn die Erwerbsunf√§higkeitsversicherung zahlt ja nur dann, wenn ein Versicherter auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr einsetzbar ist ‚Äď unabh√§ngig vom ausge√ľbten Beruf. Leistungen w√ľrde es also nur dann geben, wenn eine Erkrankung oder ein Unfall im Kindesalter bis ins Erwerbsleben fortwirkt und dort nicht gearbeitet werden kann.

Das Fazit: Gegen√ľber der Schulunf√§higkeitsversicherung ist die Erwerbs¬≠unf√§higkeits¬≠versicherung keine Option, weil sie keinen auf Sch√ľler zugeschnittenen Schutz bietet.