//ūü•á RIESTER-Rente (staatliche) – RATGEBER 2018 & Insidertipps!
ūü•á RIESTER-Rente (staatliche) – RATGEBER 2018 & Insidertipps! 2018-03-21T15:46:42+00:00
Beitrag Höhe Riester Rente

Riester-Rente – Ratgeber 2018!

Die Riester-Rente ist eine privat finanzierte Rente. Sie wird vom Staat durch attraktive Zulagen und Sonderausgaben­abzugs­möglichkeiten gefördert.

Das Konzept ist grundsätzlich empfehlenswert, da die gesetzliche Rente im Alter nicht bei allen ausreichen wird und gut durch diese zusätzliche Absicherung ergänzt werden kann. Abhängig von Einkommen und Familiensituation berechnet sich die Höhe der Zulagen.

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Die Bezeichnung dieser Altersvorsorge geht auf Walter Riester zur√ľck. Dieser hat einst als Bundesminister f√ľr Arbeit und Soziales vorgeschlagen, die F√∂rderung der freiwilligen privaten Rentenversicherung durch eine Altersvorsorgezulage zu gestalten.

2013 wurde im Koalitionsvertrag festgehalten, dass viel in die Rente investiert werden solle. Da bleibt f√ľr die Riester-Rente erstmal kein Geld √ľbrig. Diese Art der privaten Rentenversicherung wurde direkt nicht einmal erw√§hnt. Eine Reform w√§re aber notwendig, denn es werden immer weniger Neuvertr√§ge abgeschlossen.

In einem Punkt findet die Riesterrente dennoch Erw√§hnung. Dabei geht es um die Lebens¬≠leistungs¬≠rente von etwa 850 Euro, die zum Schutz vor der Altersarmut f√ľr Gering¬≠verdiener da ist. Diese soll k√ľnftig nur noch jemand erhalten, der auch privat vorgesorgt hat.

Riester-Rente: Vergleich Online f√ľr staatliche Zulagen

Seit der Einf√ľhrung der Riesterf√∂rderung steigt die Anzahl der abgeschlossenen Vertr√§ge immer weiter an, wie die folgende Tabelle zeigt:

Jahr20022003200420052006200720082009201020112012
Verträge (in Mio.)3,373,924,195,638,0510,7612,1513,2514,3615,3115,68

Quelle: Bundesministerium f√ľr Arbeit und Soziales

Die Leistungen im Alter

Die Leistungen der Riester-Rente sind normaler¬≠weise vom jeweiligen Vertrag abh√§ngig. Der √ľbliche Rentenbeginn ist mit dem 67. Lebensjahr erreicht. Grunds√§tzlich gibt es folgende drei M√∂glichkeiten:

  • eine lebenslange monatliche Rentenzahlung (Rentenbeginn fr√ľhestens nach der Vollendung des 60. Lebensjahres)
  • die Teilkapitalisierung von maximal 30 Prozent des Kapitals zu Rentenbeginn
  • die √úbertragung des Kapitals im Todesfall auf den hinterbliebenen Ehegatten, der daf√ľr selbst auch einen Vertrag abgeschlossen haben muss

Egal wie schlecht ein Anbieter wirtschaftet oder wie teuer die Rentenversicherung ist, der Versi¬≠cherer muss immer sicherstellen, dass der Ver¬≠si¬≠cher¬≠te nach Laufzeitende mindestens seine ein¬≠ge¬≠¬≠zahlten Beitr√§ge und die Zulagen zur√ľck erh√§lt.

Höhe der Kinderzulage

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f√ľr Kinder (vor 2008 geboren)
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f√ľr Kinder (nach 2008 geboren)

Die j√§hrliche Kinderzulage betr√§gt f√ľr Kinder, die vor 2008 geboren sind, 185 Euro. F√ľr Kinder, die nach dem Jahr 2008 geboren sind, erhalten die Eltern 300 Euro im Jahr. Unter 25 j√§hrige Sparer, bekommen zus√§tzlich zur Grundzulage einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in H√∂he von 200 Euro im ersten Beitragsjahr. Diese Zulage bleibt, unabh√§ngig von der Ver√§nderung der Zinsen, stabil. So machten sie 2014 bis zu 8,5 Prozent der Rendite im Jahr aus.

Das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz

RechtMit diesem Gesetz, das am 24. Juni 2013 verab¬≠schiedet wurde, soll die Riester-Rente kunden¬≠freundlicher werden. So m√ľssen alle wichtigen Kennzahlen des Vertrages auf einem Produkt¬≠informations¬≠blatt zusammengefasst werden. Darauf m√ľssen au√üerdem die Abschluss- und Vertriebskosten transparent gemacht werden.

Bei einem Wechsel des Anbieters d√ľrfen die Kosten 150 Euro nicht mehr √ľbersteigen und der neue Anbieter darf maximal 50 Prozent der bisher veranschlagten Kosten f√ľr Abschluss und Vertrieb kassieren. F√ľr den Fall, dass sich der Kunde √ľber eine Riesterrente auch f√ľr die Berufs¬≠unf√§higkeit absichern m√∂chte (Regelungen zur steuerlichen Behandlung einer BU), kann er dann daf√ľr statt 15 nun 20 Prozent des Beitrages aufwenden. Zudem gab es Verbesserungen bei der Einbeziehung von selbst genutztem Wohneigentum. Die Verfahren dazu wurden vereinfacht.

Neuerungen seit 2014

Seit Januar 2014 gibt es Neuerungen, die beispielsweise die Absicherung bei Erwerbs¬≠minderung¬†betreffen. So k√∂nnen Versicherte, Aufwendungen f√ľr einen zertifizierten Absicherungsvertrag im Alter geltend machen. Dies ¬†ist zusammenh√§ngend mit dem Abzugsvolumen der Basisversorgung m√∂glich. Im Vertrag muss aber die Zahlung einer lebenslangen Rente vereinbart sein.

Eine weitere √Ąnderungen seit dem 1. Januar 2014 betrifft die Entnahmem√∂glichkeiten aus dem Wohn-Riester. So kann Verm√∂gen aus der Alters¬≠vorsorge dann flexibler f√ľr den Bau von Wohn¬≠eigentum genutzt werden, wenn es f√ľr den Eigengebrauch bestimmt ist. Das Kapital kann f√ľr die Umschuldung eines aufgenommenen Darlehens zu jeder Zeit genutzt werden. Zudem kann es f√ľr die Finanzierung eines barrierefreien Umbaus von Wohnr√§umen dienen, ohne dass dabei Einbu√üen bei der F√∂rderung bef√ľrchtet werden m√ľssen.

Tarife finden

Altersvorsorge mit staatlicher Unterst√ľtzung

Stiftung Warentest:
‚ÄěDie Riester-Rente ist schon fast ein Muss f√ľr jeden, der sie bekommen kann.‚Äú¬†(test.de)

Focus Money:
‚ÄěRiester ist ein Renner: Mehr als 12,5 Millionen Vertr√§ge der (…) staatlich gef√∂rderten Altersvorsorge gibt es inzwischen.‚Äú¬†(focus.de)

Tarife finden

Flexibilität beim Banksparplan

Ein Banksparplan der Riester-Versicherung ist ein Sparvertrag mit einem variablen Zins. Die Zinsen folgen abh√§ngig vom Angebot langsam oder schnell dem aktuellen Zinsniveau. Interessant ist dies oft aber nur f√ľr Kunden ab 40 Jahren. Der Banksparplan eignet sich auch besonders f√ľr Immobilienk√§ufer.

Aktuelle und fr√ľhere Testsieger

Regelm√§√üig nimmt die Stiftung Warentest die Tarife der Riester-Rentenversicherung unter die Lupe. Trotz der Verbesserungen durch das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz, gibt es immer noch keinen Tarif, der mit „sehr gut“ abschlie√üen konnte. Die Kritik h√§uft sich immer weiter. Testkriterien beim aktuellen Test der Ausgabe 12/2013 waren zum Beispiel die Rentenzusage und die Kosten, der ¬†Anlageerfolg, die Transparenzund die Flexibilit√§t der Vertr√§ge. Die folgende Tabelle zeigt die Testsieger bei Stiftung Warentest:

Test12/201310/201210/201010/2008
1. RangHuk24Huk24Alte LeipzigerCosmosDirekt
2. RangAlte LeipzigerAlte LeipzigerDebekaHanseMerkur
3. RangHannoverscheDebekaHanseMerkurDebeka
4. RangHannoverscheHannoverschePBVAsstel
5. RangHanseMerkurHanseMerkurAsstelPBV

In der Ausgabe 10/2013 hat Finanztest die Riester-Fondssparpl√§ne genauer betrachtet. Dabei wurde nicht wie √ľblich eine Endnote vergeben, sondern die unterschiedlichen Varianten wurden unter die Lupe genommen und es wurde jeweils ein Kommentar zu diesen abgegeben. Ein wichtiges Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass Versicherte bei Beginn einer solchen Ansparphase mindestens 20 bis 30 Jahre Zeit bis zur Rente haben sollten. Gute Vertr√§ge sind laut Finanztest zum Beispiel die DWS TopRente Dynamik oder die UniProfiRente.

Beiträge zu dieser privaten Altersvorsorge

Riester Rente Icon

Die Riester-Rente ist (neben anderen Arten der Altersvorsorge) eine der wenigen staatlich gef√∂rderten Rentenformen. Um aber die volle staatliche F√∂rderung zu erhalten, m√ľssen mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr eingezahlt werden, maximal jedoch 2.100 Euro. Daher muss der Beitrag bei einer Gehaltserh√∂hung unbedingt angepasst werden. Zu den Einzahlungen werden die Grundzulage und die Kinderzulage angerechnet. K√∂nnen nicht die vollen vier Prozent eingezahlt werden, so werden die Zulagen nur anteilig ausgezahlt. Die volle F√∂rderung wird erst bei einer Einzahlung von mindestens 2.100 Euro im Jahr ausgesch√∂pft.

Unterschiedliche M√∂glichkeiten f√ľr das „Riestern“

Rentenversicherung

Eine Riester-Rente kostet beim Abschluss und in der Verwaltung viel Geld. Daher fallen oft 15 Prozent der Beiträge nur auf diese Kosten ab.

Banksparplan

Die Kosten f√ľr einen Banksparplan sind vergleichsweise niedrig, so dass die Banken laufende Kosten √ľber einen Zinsabschlag finanzieren. Auch die Kosten f√ľr den Wechsel sind vergleichsweise gering und Abschluss- oder Verwaltungskosten gibt es oft gar nicht.

Fondssparplan

Die Kosten f√ľr einen Fondssparplan sind eher hoch. So betr√§gt der Ausgabeaufschlag beim Kauf eines Fonds bis zu f√ľnf Prozent der Rate. Das Management der Fonds kostet im Jahr bis zu 1,94 Prozent der Anlagesumme.

Bausparvertrag

Die Kosten f√ľr den Abschluss eines Baussparvertrages belaufen sich auf ein Prozent der Bausparsumme und sind damit sehr niedrig. F√ľr Kontogeb√ľhren k√∂nnen im Jahr bis zu 30 Euro anfallen. Falls es sp√§ter ein Darlehen gibt, k√∂nnen eventuell auch Zinsen und Darlehensgeb√ľhren anfallen.

Wohn-Riester/Riester-Darlehen

Mit einem Riester-Darlehen k√∂nnen die Kosten f√ľr die Finanzierung von Wohneigentum gesenkt werden. Es werden, wie bei einem normalen Darlehen, Zins und Tilgung gezahlt. Hinzu kommen die staatliche F√∂rderung und m√∂glicherweise Steuererspanisse, die die R√ľckzahlung mit tilgen.

Checkliste: Der Weg zur Vorsorge

Was muss vor dem Abschluss der Riester-Rente beachtet werden?

1. Ermittlung des Rentenanspruchs: Wie viel gesetzliche Rente wird es voraussichtlich im Alter geben? Informationen dar√ľber gibt es in der j√§hrlichen Renteninformation, welche von der gesetzlichen Rentenversicherung verschickt wird. Dazu werden m√∂gliche Betriebsrenten addiert, sodass sich die voraussichtliche Rentenh√∂he im Alter ergibt.

2. Bestimmung der Versorgungsl√ľcke: Die Versorgungsl√ľcke ist die Differenz zwischen dem aktuellen Nettoeinkommen und den voraussichtlichen Rentenleistungen.

3. Pr√ľfung der verf√ľgbaren finanziellen Mittel: Um die Versorgungsl√ľcke sp√§ter schlie√üen zu k√∂nnen, sollte eine private Rentenversicherung abgeschlossen werden. Dazu muss jedoch zun√§chst gepr√ľft werden, wie viel Geld zur Verf√ľgung steht, um solch eine Altersvorsorge zu treffen. Es muss also der Haushalts√ľberschuss berechnet werden, wobei Dinge wie der Jahresurlaub oder der m√∂gliche Kauf eines neuen Autos nicht vergessen werden d√ľrfen. Denn gr√∂√üere einmalige Ausgaben kann es immer geben.

4. Wahl des Produktes: Welche Vorsorgeprodukt passt zu der jeweiligen Lebenssituation?

  1. Wie lange dauert es noch bis zum Renteneintritt?
  2. Soll es lebenslange Zahlungen geben oder solange, bis das Guthaben verbraucht ist?
  3. Soll es einen Hinterbliebenenschutz geben?
  4. Soll einmal in Wohneigentum investiert werden?

5. Staatliche Förderungen: Steuervorteile und staatliche Förderungen sollten unbedingt beantragt und damit ausgenutzt werden.

6. Vorsicht mit der Steuerbelastung: Diese Rente ist bei der Auszahlung zu 100 Prozent steuerpflichtig.

7. √úberpr√ľfung der Vorsorge: Nach dem Abschluss dieser privaten Altersvorsorge sollte diese trotzdem immer wieder kontrolliert werden. √Ąndern sich etwa die Lebensumst√§nde, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, sollte der Vertrag angepasst werden.

Absicherung von Risiken: Achtung! Eine Riester-Rente sollte einer Risikolebensversicherung, einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer privaten Haftpflichtversicherung nicht vorgezogen werden.

Das Zulageverfahren: Wer ist zuständig?

Zust√§ndig f√ľr die Zulagen des Staates ist die Zentrale Zulagenstelle f√ľr Altersverm√∂gen (ZfA) von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Sie f√ľhrt das Zulageverfahren durch, welches einer der wichtigsten Teile der Rentenreform 2001 war. Weitere Aufgabenbereiche sind:

  • Die Berechnung und Auszahlung der Zulagen zur Riester-Rente.
  • Eine eventuell notwendige R√ľckabwicklung von Zulagen, welche zu Unrecht gezahlt wurden.
  • Das Verfahren zur Verwendung von Altersvorsorgekapital zum Erwerb oder zum Bau von selbstgenutzten Immobilien.
  • Der Abgleich von Daten mit dem Rentenversicherungstr√§ger, den Familienkassen der Bundesagentur f√ľr Arbeit, den zust√§ndigen Besoldungsstellen und den Finanz√§mtern zur √úberpr√ľfung der Zulagen

Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Zulagenstelle f√ľr Altersverm√∂gen.

Berechtigte Kritik an der Riester-Rente?

Fragen Riester-Rente Kritik

Oft gibt es die Kritik, dass sich die staatlich gef√∂rderte Riester-Rente nicht lohne. Dies kann aber auch nach Ansicht von Stiftung Warentest nicht pauschalisiert werden. Riester-Vertr√§ge lohnen sich vor allem f√ľr Menschen, die vorhaben, ein Haus zu bauen. Versicherte profitieren nicht nur von den Zulagen, sondern auch von diversen Steuervorteilen. Wichtig bei der Entscheidung f√ľr die Riester-Rente ist der Produkttyp. Je mehr ein Versicherter einzahlt, umso √§lter muss er letztendlich werden, damit er soviel Rente erh√§lt, wie er eingezahlt und an staatlichen Zulagen erhalten hat. Nach Meinungen von Experten sollten solche Vertr√§ge nicht bei Versicherungen abgeschlossen werden, sondern eher bei Banken oder Sparkassen. Grund: Versicherungen erheben oftmals h√∂here Abschluss- und Verwaltungskosten. Grunds√§tzlich gilt, dass es vor dem Vertragsabschluss eine umfassende Beratung geben sollte.

EuroIst auf einem Vertrag dieser Art Geld angespart worden, so kann dieses als Eigenkapital f√ľr die Immobilienfinanzierung verwendet werden. Ebenso erh√§lt man f√ľr die Tilgung des Darlehens die gleichen Zulagen und Steuervorteile wie f√ľr den Riester-Sparvertrag. Diese Bausparvertr√§ge lohnen sich aber meist nur, wenn sp√§ter wirklich eine Immobilie gebaut oder gekauft wird. Seit Jahresbeginn k√∂nnen viel mehr Hauseigent√ľmer die F√∂rderung nutzen, um damit ihre Schulden zu tilgen. Dies ist aktuell besser, da sie so Kreditzinsen sparen k√∂nnen und die Renditen der Riester-Vertr√§ge derzeit sehr gering sind.

Personen, die mit dem Vertrag ein Eigenheim gebaut haben, können dieses verkaufen und innerhalb der EU in ein neues Haus investieren. Die Besteuerung dieses Wohnförderkontos ist vom sogenannten Doppel­besteuerungs­abkommen abhängig. Nach dem Hausverkaufkann das Geld aber auch in einen anderen Vertrag investiert werden, um später eine Rente ausgezahlt zu bekommen.

Soll aber au√üerhalb der EU ein Haus gekauft werden, so muss das Wohnf√∂rderkontoauf einmal komplett mit der Einkommens¬≠steuererkl√§rung versteuert werden. Die staatliche F√∂rderung k√∂nnen Sie dann ohne Abz√ľge behalten.

1. Die Riester-Rente ist teuer und nicht transparent.

Es gibt viele verschiedene Riester-Produkte. Daraus muss f√ľr jeden individuell das beste gefunden werden. Es gibt g√ľnstige und auch sehr transparente Produkte. Dies wurde auch von unabh√§ngigen Testinstitutionen bereits mehrmals best√§tigt.

2. Nicht jeder darf riestern.

Jeder darf riester, aber nicht jeder erh√§lt eine staatliche F√∂rderung. Sogar Kinder k√∂nnen einen Riester-Vertrag haben. Dann k√∂nnen Eltern und Familienangeh√∂rige daf√ľr einzahlen.

3. Nur mit vielen Kindern lohnt sich riestern.

Auch f√ľr Kinderlose kann sich eine Riester-Rente lohnen, denn der Beitrag kann von der Steuer abgesetzt werden.

4. Damit sich Riestern auszahlt, muss der Sparer sehr alt werden.

Das stimmt nicht. Förderberechtigt sind beispielsweise auch Ehepartner, die die Kinder erziehen. Bei zwei Kindern und 60 Euro Einzahlung jährlich, besteht Anspruch auf 754 Euro Zulagen. Zahlt der Ehepartner nun zum Beispiel 25 Jahre ein, so hat er 1.500 Euro eingezahlt und zusammen mit den Zulagen ein Guthaben von 20.350 Euro. So hat diese Person bei Renten­bezug schon nach wenigen Jahren das eingezahlte Geld wieder raus.

5. Riestern ist unflexibel.

Bei der Wahl des richtigen und eines guten Tarifes, bietet die Riester-Rente sehr viel Flexibilität. Wichtig: Um ein gutes, bzw. passendes Produkt zu finden, ist eine Beratung vorab wichtig.

Zieht ein Rentner nach dem Rentenbeginn in ein Land, das zur Europ√§ischen Union (EU) oder zum europ√§ischen Wirtschaftsraum (EWR) geh√∂rt, muss die staatliche F√∂rderung nicht zur√ľckgezahlt werden. Steuern m√ľssen diese Personen aber dennoch zahlen. In welchem Land Steuern zu entrichten sind, ist vom Doppel¬≠besteuerungs¬≠abkommen mit dem jeweiligen Land abh√§ngig. H√§ufig muss aber im Land des neuen Wohnortes gezahlt werden. Rentner, die nach Amerika, Asien, Afrika oder in die Schweiz gehen, brauchen zwar keine Steuern zu zahlen. Aber Deutschland verlangt in diesem Fall s√§mtliche F√∂rdergelder und Gelder durch Steuervorteile zur√ľck. So werden von jeder Auszahlung 15 Prozent f√ľr die Zulagenstelle abgezogen, bis die gesamte F√∂rderung zur√ľckgezahlt ist.

Rechenbeispiel Riester-Rente

Eine Frau hat zwei Kinder: Kind 1 ist 2001 und Kind 2 2010 geboren. Also erhält die Mutter 185 Euro und 300 Euro jährliche Kinderzulage, das sind 485 Euro insgesamt. Zusammen mit der Grundzulage erhält sie also eine Förderung von 639 Euro. Die Frau hat ein Einkommen von 40.000 Euro im Jahr, muss also mindestens einen Beitrag von 1.600 Euro zahlen. Dazu muss sie wegen der Grundzulage und der Kinderzulagen aber nur 961 Euro selbst beitragen.

Alternative Vorsorgeformen zur Riester-Rente

Eine beliebte Alternative zur Riester Rente gibt es in Form der betrieblichen Altersvorsorge. Im folgenden finden Sie ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung der beiden Systeme. Dabei wird von einer 40-jährigen Ansparphase ausgegangen. Zudem gelten die aktuellen Steuer- und Beitragssätze. Der fiktive Sparer hat ein Jahreseinkommen von 45.000 Euro (laut Finanztest 5/2011):

Riester-Rentebetriebliche Altersvorsorge
j√§hrlicher Vorsorgeaufwand1.151 ‚ā¨1.151 ‚ā¨
Steuerersparnis495 ‚ā¨747 ‚ā¨
staatliche Zulage154 ‚ā¨
Sozialversicherungsbeitrags-Ersparnis487 ‚ā¨
gesamter Vorsorgeaufwand (Jahresbeitrag)1.800 ‚ā¨2.385 ‚ā¨
Anteil der staatlichen Förderung am Jahresbeitrag36 %52 %
Aufstockung der gesetzlichen Rente um…
mit garantierter Verzinsung19 %19 %
inklusive √úbersch√ľsse32 %36 %

Jeder, der einen Riester-Vertrag abschließt, hat das Recht auf eine staatliche Zulage, wenn er mindestens 4 Prozent des renten­versicherungs­­pflichtigen Einkommens einzahlt. Die jährliche Grundzulage beträgt 154 Euro. Zulagenberechtigte Personen sind:

  • rentenversicherungspflichtige Selbstst√§ndige
  • rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer
  • √ľber die K√ľnstlersozialkasse versicherte K√ľnstler, ¬†geringf√ľgig Besch√§ftigte bei Verzicht auf die Versicherungsfreiheit
  • Pflichtversicherte nach dem Gesetz √ľber die Alterssicherung der Landwirte
  • Bezieher von Arbeitslosengeld, ALG-II-Empf√§nger, Wehr- und Zivildienstleistende
  • Beamte, Richter und Soldaten, Amtstr√§ger
  • Bezieher von Krankengeld, Kindererziehende
  • nicht erwerbsm√§√üig t√§tige Pflege¬≠personen, vollst√§ndig erwerbs¬≠geminderte oder dienstunf√§hige Personen
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld, sofern diese zuvor pflichtversichert waren

10 häufig gestellte Fragen zur Riester-Rente РFAQ

Grundsätzlich sollte immer ein Produkt gewählt werden, das zu der aktuellen Lebenssituation passt. Soll zum Beispiel in Wohneigentum investiert werden, so lohnt sich entweder ein Riester-Darlehen, ein Riester-Bausparvertrag oder auch ein Riester-Banksparplan. Dieser lohnt sich auch, wenn der Versicherte später eventuell das Produkt wechseln möchte. Der Fondssparplan ist gut, wenn der Versicherte die Chancen auf dem Aktienmarkt nutzen möchte. Hat der Versicherte ein gesichertes Einkommen und möchte jetzt schon wissen, wie hoch die Riester-Rente später mindestens sein wird, so sollte er eine Rentenversicherung abschließen.
Nein, denn gerade durch die staatlichen F√∂rderungen lohnt sich eine Riester-Rente auch f√ľr Menschen mit einem niedrigen Einkommen. Vor allem bei niedrig verdienenden Versicherten mit Kindern sind die staatlichen Zusch√ľsse im Verh√§ltnis zu den eingezahlten Beitr√§gen besonders hoch. Lediglich bei Menschen, die im Alter auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind, macht diese Rentenversicherung keinen Sinn. Dies k√∂nnte sich aber auch in Zukunft √§ndern, denn es gibt Reformvorschl√§ge.
Ein Kunde, der einen teuren Tarif hat, muss tats√§chlich √§lter werden als ein Kunde mit einem g√ľnstigen Tarif. Denn bei diesem dauert es l√§nger, bis er so viel Rente erhalten hat, so dass er wenigstens seine Beitr√§ge und die staatlichen Zulagen ausgezahlt bekommt. Als Richtlinie gilt, dass ein Versicherter mit einem g√ľnstigen Vertrag 82 Jahre alt werden muss, bis er seine Beitr√§ge wieder erhalten hat. Bei einem teuren Tarif dagegen muss er etwa 85 Jahre alt werden. Gute Riester-Versicherer erwirtschaften aber auch √úbersch√ľsse und zahlen dann mehr als die bei Vertragsbeginn garantierte Rente aus.
Die F√∂rderung passt sich immer an. Wenn ein Versicherter zum Beispiel eine Zeit nicht arbeitet, weil er Kinder erzieht oder einen Angeh√∂rigen pflegt, erh√§lt er trotzdem weiter die F√∂rderung. Die Ersparnisse aus der Riester-Rente k√∂nnen sogar eingesetzt werden, um eine Immobilie zu kaufen. Die Vertr√§ge an sich sind aber oft unflexibel. Wenn etwa ein Versicherter schon eher die Auszahlungen erhalten m√∂chte oder den Anbieter wechselt, muss er oft Geld daf√ľr bezahlen.
F√ľr ein Kind wird die Kinderzulage pro Familie nur einmal gezahlt. Haben beide Eltern eine Riester-Rente abgeschlossen, so erh√§lt in der Regel die Mutter die F√∂rderung. Es kann aber auch eine andere Verteilung der Zulagen beantragt werden.
Wenn der Versicherte vor dem Beginn der Auszahlungen stirbt, kann der Ehepartner in den Vertrag einsteigen. Dann erh√§lt dieser sp√§ter selbst die Renten. Das ist auch m√∂glich, wenn dieser selbst bereits eine Riester-Rente anspart. Das bis dahin angesparte Kapital des verstorbenen Ehepartners wird dann auf den Altervorsorgevertrag des anderen √ľbertragen. Eine weitere M√∂glichkeit w√§re die Auszahlung an die Erben. Dann m√ľssen aber die Zulagen und Steuerverg√ľnstigungen zur√ľckgezahlt werden. Gibt es Kinder, die noch einen Anspruch auf Kindergeld haben, kann das angesparte Kapital auch in eine Waisenrente umgewandelt werden.
Alle Auszahlungen aus der Riester-Rente sind voll steuerpflichtig. Lediglich Beiträge zur Krankenversicherung (Beitragssatz), d.h. zur gesetzlichen Krankenversicherung sind auf die Auszahlungen der Rente grundsätzlich nicht zu entrichten.
Jeder Versicherer handelt anders. Daher sind einige Riester-Anbieter transparenter als andere. Große Unterschiede gibt es auch in puncto Preis und Leistung.
Bisher gibt es mehr als 15 Millionen laufende Vertr√§ge (Stand 2012). Damit ist das Ziel der damaligen Regierung Schr√∂der jedoch nicht erreicht, denn Ziel war es, dass die Riester-Rente als Vorsorge f√ľr alle eingesetzt wird, um damit K√ľrzungen der gesetzlichen Rente entgegen zu wirken. Der Nutzen der Vertr√§ge gilt allgemein als umstritten. Zudem zahlen viele auch nur so wenig Geld in diese Rentenform ein, sodass sie nicht die volle F√∂rderung erhalten.
F√ľr Auszahlungen aus der Riester-Rente gibt es keinen speziellen Pf√§ndungsschutz. Das bedeutet, dass bei einer m√∂glichen Pf√§ndung die √ľblichen allgemeinen Pf√§ndungsfreigrenzen gelten. Bei dem Anspruch auf die Grundsicherung im Alter wird die Rente als Einkommen angerechnet.

Das Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) legt fest, dass das Altersvorsorgevermögen der Riester-Rente nur unter folgenden Voraussetzungen durch eine monatliche Leibrente ausgezahlt werden darf:

  • Vollendung des 60. Lebensjahres
  • Beginn der Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Beginn einer Versorgung nach beamten- oder soldatenversorgungsrechtlichen Regelungen