Grüne Smoothies im Trend: Salat zum Trinken?

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Gesunder AlleskönnerKüchentippsSmoothie-RezepteWer hat’s erfunden?Als Mutter des grünen Smoothie machte sich Victoria Boutenko einen Namen. Die in Amerika lebende Russin und ihre Familie litten an unterschiedlichen chronischen Erkrankungen des Stoffwechsels. Eine Heilung durch die Schulmedizin schien ausgeschlossen zu sein. Deshalb stellte Boutenko die Ernährung ihrer Familie auf vegane Rohkost um. Da Blattsalate und Co. in großen Mengen schwer verdaulich, eher wenig schmackhaft und verträglich sind, kam sie auf die Idee mit den Smoothies. Als Rezeptgrundlage besah sie sich der Ernährung von Schimpansen, deren genetische Eigenschaften zu 98 Prozent mit denen der Menschen übereinstimmen. Es zeigte sich, dass deren Ernährung aus 50 Prozent Obst und 40 Prozent grünen Blättern besteht. Dieses Verhältnis bildet heute die Basis jedes grünen Smoothies.Green Smoothie: Die Vorteile auf einem Blick

  1. jede Menge Obst und Gemüse
  2. reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen
  3. gut verdaulich und optimale Nährstoffaufnahme durch das Pürieren
  4. schneller Energie- und Nährstofflieferant
  5. schnelle und einfache Zubereitung
  6. abwechslungsreicher Geschmack
  7. Appetit auf Süßes nimmt ab
  8. abwechslungsreiche Zusammenstellung verhindert Langeweile
  9. (gekühlt) länger haltbar als aufgeschnittenes Obst und Gemüse

Der Mixer macht’s

Die gängigen Mix- und Küchengeräte in deutschen Haushalten sind für die Zubereitung grüner Smoothies eher ungeeignet. Pflanzenblätter bestehen aus relativ festen Fasern. Die geringe Drehzahl der üblichen Geräte reicht nicht aus, um diese so zu zerkleinern, dass der Drink eine angenehm weiche, Smoothie typische Konsistenz erhält. Wer den „Hulk“ regelmäßig in seinen Speiseplan einbauen möchte, sollte deshalb über die Anschaffung eines Turbomixers nachdenken. Produktvergleiche hinsichtlich der Preise und Leistungen der Geräte finden Sie bereits auf vielen Internetseiten über grüne Smoothies.

Zur Person: Victoria Boutenko

Obstsorten

Bananen, Äpfel, Birnen, Beeren, Ananas, Orangen, Kiwi, Grapefruit

Gemüse und Pflanzenteile

Salate (Kopfsalat, Eisbergsalat, Rucola etc.); Grünkohl; Spinat; Schnittlauch, Kresse; Mangold; Karottengrün; Blätter von Radieschen, Kohlrabi, Rote Bete, Sellerie; Küchenkräuter (Petersilie, Basilikum, Salbei etc.); Wildkräuter (

Löwenzahn, Vogelmiere, Brennnessel etc.); Blätter (Linden- Brombeer-, Hibiskus-, Malvenblätter, aber auch Blätter von anderen heimischen Bäumen)

Spezialzutaten

Superfoods“ (Goji Beeren, Lucuma, Chia Samen, Leinsamen), Süßungsmittel (Honig, Stevia, Datteln, Birkenzucker), Kräuter und Gewürze (Küchenkräuter, Wildkräuter, Chili, Vanille, Zimt, Kakao etc.), spezielles Wasser (Kokoswasser, Quellwasser, destilliertes Wasser)

Küchentipps: Die grünen Cocktails selber machenIhren grünen Smoothie sollten Sie stets frisch zubereiten. Vitamine sind sehr empfindlich gegenüber Licht, Sauerstoff und Temperaturen. Durch das Mixen liegen sie sozusagen frei und sind den Vitaminkillern hilflos ausgeliefert. Im Prinzip ist die Zubereitung eines grünen Smoothies sehr einfach: Obst und Gemüse abspülen und abtropfen lassen, eventuell in grobe Stücke schneiden, ab in den Mixer und fertig. Doch hier und da schleichen sich kleine Fehler ein, die sich auf den Geschmack des „Hulk“ auswirken können:Fehlerquellen bei der ZubereitungVerwendung von stärkehaltigem Gemüse
z.B. Knollensellerie, Karotten, Pastinaken

Zu viele Zutaten auf einmal
Beginnen Sie zunächst mit den faserreichen Blättern und Gemüsesorten. Nach kurzem Mixen fügen Sie anschließend feste Obstsorten hinzu und mixen erneut. Zuletzt geben Sie die weichen Obstsorten (Bananen, Beeren) und Gewürze hinzu und mixen erneut.

Zu starke oder falsche Süßung
Rohrzucker und Haushaltszucker sind ungeeignet für grüne Smoothies.

Zu schnelles Trinken
Nehmen Sie sich Zeit für diese Mahlzeit, wie auch beim Essen.

Viel Smoothie trinken, ohne wirklich Hunger zu haben
Nach dem Motto: „Viel hilft auch viel.“

Zu hohe Erwartungen an die gesundheitliche Wirkung

  • Ein grüner Smoothie am Tag entschuldigt nicht den regelmäßigen oder gar hauptsächlichen Verzehr von Fast Food, Fertiggerichten, Süßigkeiten und Knabbereien.
  • Nicht nur grüne Smoothies lösen gesundheitliche Probleme und heilen Krankheiten. Achten Sie auf Ihre Ernährung, Ihr Gewicht und treiben Sie regelmäßig Sport.
  • Auch der Gemüse-Hulk lässt die Pfunde nicht über Nacht purzeln.

Rezepte zum AusprobierenHerbst und Winter

Die Sole macht’s
3 Handvoll Feldsalat
ein paar Blätter Spinat
1 große reife Birne
2 kleine süße Äpfel (z.B. Autento)
1 kleines Stück Ingwer
Saft einer ¼ Zitrone
etwas Zitronenschale
2 TL Himalayasalzsole
Wasser nach Geschmack

Süß-bitteres Würzwunder
2 Handvoll Grünkohl
1 Handvoll Petersilie
ein paar Blätter Spinat
1 kleine, reife Banane
2 kleine, süß-saure Äpfel (z.B. Cox Orange)
1 getrocknete Dattel
1 kleines Stück Ingwer
1 Prise Vanille
1 Prise Chili bzw. Cayennepfeffer
2 TL Himalayasalzsole
Wasser nach Geschmack

Frühjahr und Sommer

Petersilie hat’s drauf
1 Bund Petersilie
1 Salatgurke
2 Äpfel (z.B. Elstar)
1 kleine, reife Banane
Wasser nach Geschmack

Exotischer Sommer
1 Handvoll Löwenzahnblätter
2 Stangen Staudensellerie
½ reife Ananas
1 kleine, reife Banane
1 kleines Stück Ingwer
Wasser nach Geschmack

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