//Risiko Berufsunfähigkeit bei Gesundheitsberufen hoch
Risiko Berufsunfähigkeit bei Gesundheitsberufen hoch 2017-09-29T22:06:30+00:00

Berufsunfähigkeit: Pflegekräfte und Gesundheitsberufe besonders gefährdet

Pflegerin

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Das Risiko einer längeren bis dauerhaften Erkrankung ist in den Pflege- und Gesundheitsberufen besonders hoch, weil viele Risikofaktoren zusammenkommen, die als klassische Auslöser einer Berufsunfähigkeit gelten – unter anderem sind das:

  • Erkrankungen am Bewegungsapparat – vor allem durch das häufige Heben und Bewegen kranker und hilfsbedürftiger Menschen
  • Erschöpfung bis hin zum Burnout durch Stress, Zeitdruck und Wechseldienste
  • Psychische Belastung durch emotionale Ausnahmesituationen und die Konfrontation mit Krankheit, Leid und nicht zuletzt dem Tod
  • Hauterkrankungen durch übermäßigen Kontakt mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln
  • Infektionen durch den regelmäßigen Umgang mit kranken Menschen

Gleichzeitig haben viele Mitarbeiter in Kranken- und Pflegeanstalten kaum die Möglichkeit, im täglichen Arbeitsablauf ausgleichend auf die Risikofaktoren einzugehen – zum Beispiel durch regelmäßigen Sport oder Rückzugs- bzw. Erholungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Die Folge: Der Krankenstand liegt von allen Branchen mit am höchsten.

Pflegebedürftigkeit:
Die Anforderungen wachsen

Die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wächst in den kommenden Jahren stark – die Anzahl der Beschäftigten wird aber kaum im gleichen Maße wachsen – die Folge: Die Arbeitsbelastung des Einzelnen wird steigen. Und damit auch sein Risiko, dass die Pflege ihn selbst krank macht.

Pflegebedürftige nach Alter

Unterstützung des Staates in belasteten Berufen

Wenn der Pflegeberuf krank macht, ist der Staat mit ergänzenden Leistungen da: Nach der Lohnfortzahlung des Arbeitsgebers wird Krankengeld gezahlt von den gesetzlichen Kassen. Gezahlt werden 70 Prozent des Bruttoeinkommens, maximal jedoch 90 Prozent des Nettoeinkommens für maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren.

Wenn eine Rückkehr in das Erwerbsleben nicht mehr oder noch nicht wieder möglich ist, gibt es einen Anspruch auf Zahlung einer Erwerbsminderungsrente: Können Sie nicht mehr als drei Stunden am Tag arbeiten, erhalten Sie die volle Erwerbsminderungsrente – das sind bis zu 30 Prozent Ihres letzten Bruttoeinkommens. Können Sie mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden arbeiten, erhalten Sie ungefähr die Hälfte dieser Rente als teilweise Erwerbsminderungsrente. Und könnten Sie mehr arbeiten, erhalten Sie gar keine Rente.

Wichtig für Sie: Die Erwerbsminderungsrente erhalten Sie nur dann, wenn Sie in gar keinem Job mehr arbeiten können – stehen Sie dem Arbeitsmarkt aber trotz Erkrankung noch zur Verfügung und könnten theoretisch in einem anderen Job arbeiten, dann zieht sich der Staat aus seiner Verantwortung zurück. Die Folge: Sie erhalten keine Erwerbs­minderungs­rente. Dabei spielt es übrigens gar keine Rolle, ob Sie in einem Beruf, den der Versorgungsträger für machbar hält, arbeiten wollen oder überhaupt einen Job finden!

Tipp: Auf die Absicherung der Erwerbsminderungsrente zu setzen, ist fatal: Die Rente ist gering und wird in vielen Fällen gar nicht gezahlt. Nur eine private Berufsunfähigkeitsversicherung stellt Ihre finanzielle Unabhängigkeit im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls wirklich sicher!

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Private Berufsunfähigkeitsversicherung: Guter Schutz ist wichtig

Eine auf Angestellte im Pflege- und Gesundheitsbereich zugeschnittene Berufsunfähigkeitsversicherung sorgt für passgenauen Schutz, unter anderem durch:

Verzicht auf abstrakte Verweisung: Damit ist – anders als zum Beispiel bei der staatlichen Erwerbsminderungsrente – kein Abschieben auf einen anderen Job möglich.

Einschluss einer Infektionsklausel: Berufsunfähigkeit liegt in diesem Fall bereits vor, wenn eine Infektion zu einem behördlichen Arbeitsverbot führt.

Kurzen Prognosezeitraum: Gezahlt wird die Rente bereits, wenn eine Berufsunfähigkeit voraussichtlich für sechs Monate anzunehmen ist.

Leistungen bereits bei Arbeitsunfähigkeit: Schon ein „gelber Schein“ mit einer voraussichtlichen Arbeitsunfähigkeit von sechs Monaten reicht, um die vereinbarte Rente zu bekommen – unabhängig davon, ob später überhaupt eine Berufsunfähigkeit festgestellt wird.

… aber auch nicht leicht zu bekommen!

1A Tipp

Auf dem Weg zu einer passenden Berufsunfähigkeitsversicherung für Pflegekräfte sind viele Hürden zu nehmen – hier gibt es die besten Tipps bei Schwierigkeiten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu teuer

Pflegekräfte und Mitarbeiter im Gesundheitswesen gelten als Risiko in der Berufsunfähigkeitsversicherung – dementsprechend hoch sind die Beiträge in manchen Fällen. Aber es gibt durchaus Möglichkeiten, den Schutz bezahlbar zu gestalten:

1. Vergleichen, vergleichen, vergleichen!
EuroEine 25-jährige Altenpflegehelferin kann eine Rente von 1.250 Euro bis 67 Jahre für 104 Euro monatlich absichern – oder für 196 Euro und damit einen fast doppelt so hohen Beitrag. Suchen Sie sich einen kompetenten Berater, der mit Ihnen eine Marktanalyse erstellt, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen versichern würde.

Tipp: Keine Option ist eine Verkürzung der Laufzeit bei vermeintlich zu hohen Beiträgen – denn so drohen existenzgefährdende Versorgungslücken!

2. Berufsgruppeneinstufung klären
Beruf ist nicht gleich Beruf im Pflege- und Gesundheitswesen: Das gilt vor allem für die Berufsgruppeneinstufung der Berufs­unfähigkeits­versiche­rung. So ergeben sich zum Beispiel bei manchen Versicherern Beitrags­vorteile von bis zu sechs Prozent, wenn ein Altenpfleger versichert wird – statt eines Altenpflegehelfers. Und auch die Art der Tätigkeit ist entscheidend: Gerade bei Pflegepersonal, das überwiegend verwaltend tätig ist, lässt sich oft eine deutlich vorteilhaftere Einstufung vornehmen.

Tipp: Der Beitragsvorteil steckt hier im Detail! Je besser Sie einem guten Berater gegenüber Ihren Beruf beschrieben, umso mehr kann er mithilfe von Analysetools eine günstige Berufsgruppeneinstufung vornehmen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung läuft nicht lang genug

Nicht selten erhalten Pflegekräfte – gerade bei den günstigen Anbietern – eine Absicherung nur bis 60 oder 62 Jahre. Das reicht nicht! Wenn Sie mit 60 Jahren berufsunfähig sind oder werden, sind es bis zur Altersrente noch bis zu sieben Jahre. Sieben Jahre ohne Einkommen und ohne finanzielle Absicherung. Sie können dann nur die Altersrente vorzie­hen – zum Preis von deutlichen Abschlägen auf eine Rente, die oft wegen der Berufsunfähigkeit eh gering ausfällt. Oder Sie zehren von den Rück­lagen der privaten Altersvorsorge und haben dann im Alter kein Geld mehr!

Tipp: Bestehen Sie auf eine Laufzeit bis min­des­tens 65 Jahre – setzen Sie zunächst ein­mal stattdessen auf eine geringere Rente. Die können Sie später über Dynamiken und Nach­ver­si­cherungsgarantien anpassen – die Lauf­zeit aber können Sie nicht mehr verlängern.

Versicherer lehnen Berufsunfähigkeitsschutz ab

Eine solche Ablehnung kann die verschiedensten Gründe haben: Die Art der Tätigkeit, gefährliche Hobbys oder – und das ist der Regelfall – risikoreiche Vorerkrankungen.
Das Problem: Haben Sie einmal einen Antrag gestellt, der dann abgelehnt wurde, dann müssen Sie das anschließend bei allen weiteren Anträgen angeben. Damit vergrößern Sie natürlich nicht gerade Ihre Chancen, günstigen und ausgezeichneten Schutz zu finden. Besser ist es, mithilfe von Versicherungsmaklern eine Voranfrage zu stellen. Damit wird erst einmal Ihre Versicherbarkeit ermittelt – ein guter Makler verschafft Ihnen damit den Überblick, welche Versicherer Sie zu welchen Konditionen überhaupt mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausstatten würden. Sie wählen dann aus, welcher dieser Versicherer Sie dann versichern darf.