Trüffelöl – Anwendung & Wirkung

Ein Fläschen mit der Aufschrift “Trüffelöl” verspricht Gutes, hält das aber nur selten ein. Die als Würze gehandelte Flüssigkeit muss nicht einmal Spuren des namengebenden Pilzes enthalten, sondern darf ihr Aroma ausschließlich aus synthetischen Stoffen beziehen. Dann allerdings muss die Deklarationsliste eindeutige Hinweise auf diese Zusätze enthalten.

Also alles Lug und Trug? Nicht zwingend, denn hochwertiges Trüffelöl entsteht tatsächlich auf Basis der seltenen, unterirdisch wachsenden Pilze. Sie werden in neutrales Pflanzen- oder sehr mildes Olivenöl eingelegt und verleihen ihm auf diese Weise den typischen, erdig-nussig-süßen Geschmack. Da die Aromen aus allen Teilen des Trüffels gezogen werden können, kommen für die Herstellung von Würzöl auch Schalen oder sonstige Teile des Pilzes zum Einsatz.

Meist enthält Trüffelöl jedoch nur künstlich erzeugte Aromastoffe, die Pasta und Reis oder Fleisch- und Fischgerichten eine spezielle Note verleihen. Mit den Originalen aus der Haute cuisine haben diese Produkte nichts zu tun – und sind daher um ein Vielfaches preiswerter als echtes Trüffelöl.