Senföl – Anwendung & Wirkung

Senföl wird aus den Samen des Schwarzen Senfs (Brassica nigra) gewonnen, die rund 30 % pflanzliches Öl enthalten. Ursprünglich in Asien beheimatet, wo Senf schon seit mehr als 3.000 Jahren als Nutz- und Heilpflanze dient, wird er seit dem späten Mittelalter auch in Europa angebaut.

Senföl enthält ätherische Öle, die – vermischt mit Wasser und anschließend destilliert – den typisch scharfen Geschmack hervorrufen. Darüber hinaus finden sich in den Samen einfach ungesättigte sowie die essentiellen ungesättigten Fettsäuren Omega-6 und Omega-3, die der Mensch für sein Immunsystem benötigt.

Senföl kann für Salate, aber auch zum Frittieren, Braten und Kochen genutzt werden. In Indien wird Senföl in vielen Regionen nicht nur als normales Speiseöl verwendet, sondern kommt auch in der ayurvedischen Medizin zum Einsatz, zum Beispiel für Heilmassagen. In Europa ist die heilsame Wirkung von Senföl ebenfalls bekannt. Äußerlich aufgetragen regt es die Durchblutung an, innerlich aufgenom­men soll es gegen Entzündungen und bakterielle Erkrankungen, gegen Ermüdung und depressive Verstimmungen oder auch gegen Rheuma wirken.

Nicht ganz ungefährliche Nebenwirkungen können durch die Fettsäure Eruca entstehen. Sie steht im Verdacht, in höheren Konzentra­tionen Herzerkrankungen zu verursachen. Für Speiseöle aus Senf werden aber mittlerweile spezielle Züchtungen verwendet, bei denen der Erucasäureanteil unter 5 % liegt und somit unbedenklich ist.