Sandelholzöl – Anwendung & Wirkung

Sandelholzöl, lateinisch oleum santali, kommt meistens aus Indien. Dort wird das ätherische Öl aufwendig durch Wasserdampfdestillation aus Holzstücken des Sandelholzbaumes gewonnen – in weiteren Teilen der Erde aus anderen Arten der Gattung. Die Fällung dieser gefährdeten Holzart ist allerdings stark reglementiert, sodass Händler mittlerweile sogar synthetische Produkte anbieten.

Das Öl aus dem originalen Sandelholz setzt sich hauptsächlich aus den isomeren Terpenoid-Alkoholen α-Santalol und β-Santalol zusammen. Es zeigt sich als haftfeste, mäßig dicke, farblose bis gelbliche Flüssigkeit, die ihren Siedepunkt erst bei 276 °C erreicht. Ihr größtes Plus allerdings ist der intensive Duft. Als holzig-süß bis animalisch-balsamisch beschrieben, gehört er wohl zu den berühmtesten in der ganzen Welt.

Begehrt ist das Sandelholzöl auch wegen seiner vielfältigen Anwendungen. Menschen können es mental ebenso wie körperlich benutzen. Es wirkt beruhigend und anregend zugleich, lindert Schmerzen, reinigt Zellen und kann bei Hautkrankheiten helfen. Ob als Räucherstäbchen, Parfüm oder Massageöl – die Palette ist breit und vor allem ungefährlich, da keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten sind.