Neemöl – Anwendung & Wirkung von Niemöl

Niemöl/Neemöl wird aus den Samen des Neembaumes hergestellt und ist in erster Linie für Hobbygärtner nützlich. Das bräunlich-gelbe Öl hat einen unangenehmen, leicht schwefeligen Geruch. Zudem hat Neemöl einen bitteren Geschmack, der es als Speiseöl uninteressant macht. In der Naturheilkunde und in der Landwirtschaft ist das Öl hingegen vielseitig einsetzbar.

Niemöl ist in der Landwirtschaft insbesondere als Schädlingsbekämpfungsmittel gefragt, da es den Wirkstoff Azadirachtin enthält. Dieser macht die Pflanze für Insekten ungenießbar und hemmt die Larvenentwicklung. Das Öl wird dafür einfach ins Gießwasser gemischt oder auf die befallene Pflanze gesprüht. Zudem lässt sich Neemöl für die Schädlingsbekämpfung im Haus einsetzen, beispielsweise als Spray gegen Motten und Hausstaubmilben.

Aufgrund von Inhaltsstoffen wie Limonoide, Nimbin und Azadirachtin, die antibakteriell und antiviral wirken, kommt Neemöl auch in der Naturheilkunde zum Einsatz. Es soll unter anderem bei Hautkrankheiten, Fieber, Geschwüren, Haarausfall, Läusen und Schuppen helfen. Für die Anwendung auf der Haut wird das Niemöl mit einem milden Pflanzenöl verdünnt.