Ghee – Anwendung & Wirkung

Ghee oder auch Butterschmalz werden beide aus reiner Butter gewonnen, indem der Butter durch das so genannte Klären die drei Inhaltsstoffe Milcheiweiß, Milchzucker und Wasser entzogen werden. Für die Herstellung wird in der Regel Kuhmilch ver­wen­det, bei Ghee kommt auch Büffelmilch zum Einsatz.

Je nach der verwendeten Milch enthalten Butterschmalz und Ghee auf 100 g rund 99,5 g Fett, darunter 4,6 Prozent mehrfach und 29 Prozent einfach ungesättigte Fettsäuren. Hinzu kommen Cholesterin, ein geringer Rest Wasser, Carotin sowie die Vitamine D, A und E.

In gekühltem Zustand sind Butterschmalz und Ghee fest bis leicht cremig, weißlich-gelb und neutral im Geschmack. Beide Fette werden in der Küche zum Braten, Frittieren, Kochen und Backen verwendet. Ghee wird im Raum Indien/Pakistan teilweise mit Gewürzen und Kräutern wie Ingwer, Kurkuma oder Lorbeer geschmacklich verfeinert. Der wichtigste Unterschied zwischen “West” und “Ost” besteht darin, dass Ghee auch in der ayurvedischen Medizin eine große Rolle spielt und dort als Heilmittel eingesetzt wird. Beide Fette wirken leicht alkalisierend und sind deshalb ein empfehlenswerter Ersatz für Butter bei basischer Ernährungsweise.