Espartowachs – Anwendung & Wirkung

Aus dem im Mittelmeerraum heimischen Espartogras (Stipa tenacissima) wird Espartowachs hergestellt. Espartogras wächst vor allem in den sandigen Küstengebieten Marokkos und Tunesiens. Die getrocknete Grashalme werden seit Jahrtausenden zum Flechten von Körben und anderen Gegenständen angewendet. Espartowachs fällt als Nebenprodukt bei der Herstellung von Papier aus Espartogras an. Es ist braun, hart und farblos. Da es für den Verzehr nicht geeignet ist, lassen sich keine Angaben zu seinem Geschmack machen.

Espartowachs besteht hauptsächlich aus Estern und Wachssäuren. Es hat einen Schmelzpunkt von 75° C. Dank seines charakteristischen Glanzes wird das Wachs vorwiegend in Schuhpolituren verarbeitet. Es lässt sich gut mit anderen Wachsen vermischen und findet somit auch als Möbel- und Bodenpolitur Einsatz. Espartowachs wird weder in der Lebensmittelindustrie noch bei der Herstellung von Kosmetika und Pflegemitteln verwendet. Da es weder auf die Haut aufgetragen noch verzehrt wird, sind keine Nebenwirkungen bekannt.