Cannabisöl ⇒ Wirkung & Anwendung


Bei Cannabisöl, das auch unter der Bezeichnung Haschischöl oder THC-Öl bekannt ist, handelt es sich um einen Extrakt, der aus dem Harz der Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze gewonnen wird. Genaugenommen handelt es sich dabei somit nicht um echtes Öl, da es ein Fett enthält.

Haschischöl hat einen hohen THC-Gehalt – meist zwischen 15 und 20 Prozent, der kann jedoch manchmal bis zu 70 Prozent erreichen – und wird als Arzneimittel, beispielsweise zur Schmerzreduktion oder bei Schlafstörungen, und Rauschmittel verwendet. Durch den hohen Wirkstoffgehalt ist Haschischöl das potenteste Cannabisprodukt. In Deutschland unterliegt es deshalb dem Betäubungsmittelgesetz. Auch in den Niederlanden wird der Besitz kleiner Mengen strafrechtlich verfolgt. Haschischöl spielt neben den anderen Cannabisprodukten mengenmäßig nur eine geringe Rolle. Haschischöl unterscheidet sich somit grundlegend vom bekannten Hanföl, das aus den Samen des Nutzhanfs hergestellt wird und als Speiseöl genutzt wird, sowie vom ätherischen Hanföl, das durch Destillation aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen wird. Berauschende Bestandteile haben beide Hanföle keine.

Die Unterschiede zwischen den diversen Ölen haben wir auf der Seite Cannabisöl, Hanföl und CBD Öl aufgeführt.

Cannabis Öl (Sativa-Öl) Erläuterungen

Medizinisches Cannabis kann in Form von Ölen eingesetzt werden. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten, die sich durch ihre Bandbreite an Wirkungen und die Inhaltsstoffe unterscheiden. Patienten sowie Ärzte müssen bei der Verwendung bzw. Verordnung einiges beachten. So erhalten nur Personen, die auch in der Schweiz leben, dort ein THC- haltiges Cannabisöl auf Rezept. Zudem muss eine Ausnahmegenehmigung des Bundesamtes für Gesundheit vorliegen. Die Dosierung und die Einnahme sollten nach einem individuellen Schema erfolgen. Auf diese Weise können Patienten bei unterschiedlichen Beschwerden von den pflanzlichen Extrakten profitieren.

Produkt-Portrait Cannabis-Öl


Es gibt verschiedene Beschwerden und Erkrankungen, die eine Indikation für eine Verordnung von Cannabisöl darstellen. Darunter chronische Schmerzzustände, Spastik, Übelkeit und Erbrechen im Rahmen von schwerwiegenden Erkrankungen, neurologische Erkrankungen wie Tourette-Syndrom, Tics, Restless-Legs-Syndrom und weitere. Ein berauschender Effekt, wie er bei dem Rauchen von Cannabis auftritt, ist bei der Einnahme von therapeutischen Mengen nicht zu erwarten. Allerdings kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein. Deshalb sollten Patienten während der Dosierungsanpassung kein Auto fahren. Medizinisch verordnetes Cannabisöl ist in der Regel gut verträglich. Trotzdem können Nebenwirkungen nicht ganz ausgeschlossen werden. Diese treten insbesondere bei der Einnahme von hohen THC-Mengen auf. Dann kann es zu Müdigkeit, Mundtrockenheit, geröteten Augen, Herzrasen und Blutdrucksenkung kommen.

Quellen

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  • https://link.springer.com/article/10.1007/s00406-019-00978-2
  • https://www.researchgate.net/publication/297707359_Cannabis_oil_Chemical_evaluation_of_an_upcoming_cannabis-_based_medicine
  • https://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=56
  • https://www.srf.ch/wissen/wissens-chats/cannabis-in-der-medizin-kann-man-cannabis-und-opiate-kombinieren