Birkenöl – Anwendung & Wirkung

Aus der weißen Rinde der Birke, welche die gesamte Nordhalbkugel der Erde bevölkert, wird das fast durchsichtige, ätherische Birkenöl (lat. Betula lenta) mittels Wasserdampfdestillation gewonnen. Es riecht balsamisch, sanft und erfrischend. Es kann verdünnt innerlich und äußerlich angewendet werden.

Im Öl ist neben Betulinol sehr viel natürliches Methylsalicylat (bis zu 99 %) enthalten. Dieses soll natürlich gegen Schmerzen helfen und hat eine entzündungs­hemmende Wirkung, weshalb Birkenöl vor allem bei Gelenk- und Muskelschmerzen bewährt ist. Entsprechend ist es häufig in Salben und Einreibungen gegen derart Beschwerden enthalten, zum Beispiel bei Arthritis, Rheuma, Hexenschuss, Ischias-Beschwerden, Gicht oder Neuralgien. Das Birkenöl eignet sich aber auch zur Hautreinigung oder zur Behandlung von Hauterkrankungen, bei Erkältungskrankheiten mit Schleimbildung, bei Fußschweiß, Haarausfall, Schuppen oder Cellulitis.

Wie die meisten ätherischen Öle hat Birkenöl kaum Nebenwirkungen außerhalb einer Allergie. In zu hoher Dosis kann es jedoch zu Magenbeschwerden oder Nierenproblemen kommen. Das Öl sollte nicht in der Schwangerschaft und nicht unverdünnt angewendet werden.