Apfeldicksaft ÔÇô Wissenswertes und Alternativen zur Apfels├╝├če

Apfeldicksaft ist eine Art Sirup, der in z├Ąhfl├╝ssiger Form angeboten wird und z├Ąhlt in vielen Kreisen genau wie Agavendicksaft, Reissirup oder Birkenzucker (Xylit) zu den eher gesunden Zuckeralternativen. Aufgrund des glyk├Ąmischen Index ist haus├╝blicher Zucker f├╝r viele ÔÇô insbesondere Diabetiker nicht vertr├Ąglich. Apfeldicksaft enth├Ąlt 60% Fructose. Der Glyk├Ąmische Index liegt bei durchschnittlich 40. Glucose liegt im Vergleich bei 100.

Was ist Apfeldicksaft?

Apfeldicksaft oder Apfels├╝├če ist eigentlich nur Apfelsaft in hoch konzentrierter Form. Durch das Einkochen von Apfelsaft entsteht eine z├Ąhfl├╝ssige Masse, die an eine Art Sirup erinnert. Genau das ist Apfeldicksaft. Er ist von seinem Aroma sehr intensiv und ist perfekt zum S├╝├čen geeignet. Er eignet sich daher auch hervorragend als Zuckerersatz. Egal, ob Salatdressings, M├╝slis oder andere S├╝├čspeisen. Der dicke s├╝├če Saft kann mit einfachsten Mitteln auch selbst hergestellt werden.

Herkunft und Geschichte der Apfels├╝├če

Der Apfel spielt schon seit Jahrtausenden in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. Er gilt als die magische Frucht, die nicht nur ein feines Aroma besitzt, sondern auch einen symbolischen Charakter hat. Neben der Fruchtbarkeit, wird der Apfel mit der Erde und dem entstehenden Leben in Verbindung gebracht. So ist es nicht verwunderlich, dass der Apfel auch in der Ern├Ąhrung einen wichtigen Part einnahm. Seit Jahrtausenden wird der Apfel zum Essen genommen, aber er wird auch zu S├Ąften verarbeitet. Eher zuf├Ąllig wurde auf Apfeldicksaft gesto├čen. Die genaue Herkunft ist nicht bekannt.

Apfeldicksaft wurde von Beginn an als eine Art Liebeselixier benutzt. Der Apfel gilt als die Frucht der Liebenden, also konnte der Dicksaft nicht schlecht sein. Er wurde nur oral eingenommen. Aber auch in der Lebensmittelbranche kam der Apfeldicksaft gut an. Er gilt als nat├╝rliches S├╝├čungsmittel und wird in beim Backen und Kochen verwendet. Auch heute nimmt der Apfeldicksaft einen gro├čen Punkt im Leben ein. Gerade Menschen, die sich gesund und ausgewogen ern├Ąhren wollen, verzichten in der Regel auf Zucker oder S├╝├čungsmittel.

Sie greifen zu Apfeldicksaft oder den Alternativen. Allerdings ist Apfeldicksaft kein Ausgleich zu einer ausgewogenen Ern├Ąhrung. Apfelessig und Apfelessig Kapseln haben ebenfalls einen hohen Stellenwert.

Herstellungsverfahren

Apfeldicksaft wird in der Industrie hergestellt, kann aber auch f├╝r den Eigenbedarf selbst hergestellt werden. In der Industrie wird Apfeldicksaft in gro├čen Mengen produziert, denn die Nachfrage nach dem nat├╝rlichen S├╝├čungsmittel ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die Grundzutat ist der Apfel. Kiloweise ├äpfel werden ben├Âtigt um Apfeldicksaft herzustellen. Der erste Schritt ist das Auspressen.

Die ├äpfel werden maschinell ausgepresst, bis der gesamte Saft des Apfel abgefangen wird. Die Rest des Apfels wird nicht ben├Âtigt. Der Saft wird dann in einem gro├čen Kochbottich gegeben und zum Kochen gebracht. Der Saft muss nun solange kochen, bis eine Art Sirup entsteht. Das kann bis zu einigen Stunden dauern. Anschlie├čend wird der Sirup durch ein gro├čes Sieb gepresst, um alle R├╝ckst├Ąnde zu entfernen und nur noch den Dicksaft ├╝brig zu haben.

Mit Hilfe von gro├čen Maschinen wird der fertige Apfeldicksaft in destillierte Flaschen abgef├╝llt und luftdicht verschlossen. So kommen sie in den Handel. In der Regel wird Apfels├╝├če in Reformh├Ąusern oder Drogerien wie dm, online oder in Bio-L├Ąden verkauft. Mittlerweile sind auch vereinzelt Supermarktketten auf das Produkt aufmerksam geworden und haben es ins Sortiment aufgenommen.

Inhaltsstoffe von Apfeldicksaft

Der Apfel besteht in der Regel aus 85% Wasser. Aber durch das Pressen und das Kochen bleiben nur noch zahlreiche Inhaltsstoffe ├╝brig, die den Apfeldicksaft ausmachen. Folgende Mineralstoffe bzw. Vitamine sind haupts├Ąchlich zu nennen:

  • Kohlenhydrate
  • Vitamin C
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium

Kohlenhydrate: Kohlenhydrate machen den Hauptbestandteil der Nahrungsmittel aus. Neben den Fetten spielen Kohlenhydrate eine wichtige Rolle. Sie sind die Energietr├Ąger im K├Ârper. Der K├Ârper verbraucht den ganzen Tag Energie. Allein die ganzen K├Ârperfunktionen (Herzschlag, Atmung, Stoffwechsel) brauchen viel Energie. Auch Bewegung ben├Âtigt Energie. ├ťber den Tag verteilt baut der K├Ârper Energie ab. Diese Energie muss wieder aufgef├╝llt werden. Das ist in der Regel durch die Einnahme von Kohlenhydraten garantiert. Kohlenhydrate bestehen aus den sogenannten Zuckermolek├╝len.

Die Molek├╝le werden in 1-fach-Zucker, 2-fach-Zucker und Mehrfachzucker unterteilt. Bei der Aufnahme von Kohlenhydraten kommt der Verdauungstrakt zum Einsatz. Er zerlegt die Kohlenhydrate und gibt die Zuckerstoffe ans Blut ab. Die Energie baut sich somit wieder auf.

Vitamin C: Bekannt ist, dass Vitamin C zur einer normalen Kollagenbildung f├╝r eine normale Funktion der Knochen, Z├Ąhne und Zahnfleisch beitr├Ągt. Au├čerdem zu einer normalen Funktion des Nervensystems sowie des Immunsystems.

Kalium und Magnesium: Kalium in ausreichenden Mengen tr├Ągt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei und steht in einer Beziehung mit Magnesium zueinander. Zusammen mit Magnesium tragen sie zum Beispiel zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der Muskulatur bei. Bei diesen Punkten m├╝ssen jedoch die t├Ąglichen Mindestdosen beachtet werden. Durch Apfeldicksaft allein kann man diese nicht decken.

Kalzium: Hartgewebe ben├Âtigt Kalzium. Aber auch Menschen mittleren Alters brauchen Kalzium f├╝r Knochen und Z├Ąhne. Auch im Blut ist Kalzium vorhanden und hat dort seine Aufgaben. Ein Mangel an Kalzium wird durch Muskelschw├Ąche, Kr├Ąmpfen und br├╝chigen Knochen deutlich.

Magnesium: Magnesium ist f├╝r den K├Ârper sehr wichtig. Es befinden sich in den Knochen, den Muskeln und im Blut. Allerdings kann der K├Ârper selbst kein Magnesium herstellen, somit muss es eingenommen werden. Gerade Schwangere m├╝ssen Magnesium nehmen, um das Kind von Anfang an richtig zu versorgen. Dann kann der K├Ârper problemlos arbeiten.

Apfeldicksaft Wirkung und Verwendung

Eine spezielle positive Wirkung von Apfeldicksaft auf den menschlichen K├Ârper ist nicht durch die EFSA zugelassen. Apfeldicksaft und alle anderen Alternativen zum herk├Âmmlichen Raffinesse-Zucker gelten jedoch als die bessere Wahl. Dennoch sollten auch sie nicht in hohen Dosen eingenommen werden.

Apfeldicksaft besitzt viele Inhaltsstoffe, die auch in normalen ├äpfeln vorhanden sind. Somit ist die Einnahme von Apfeldicksaft in gutem Ma├č sicher besser als bei Zucker. Zudem ist der glyk├Ąmische Index mehr als halb so niedrig als bei Zucker. Bei einer Fructoseintoleranz ist Apfeldicksaft als S├╝├čungsmittel jedoch nicht geeignet. Auch die Menge an Kohlenhydraten ist etwa 30% niedriger als bei Zucker.

Anwendung von Apfels├╝├če in der K├╝che und Alternativen

Der Apfeldicksaft kann in der K├╝che t├Ąglich zum Einsatz kommen. Im Grunde werden alle Gerichte anstatt mit Zucker oder S├╝├čungsmitteln mit Apfeldicksaft best├╝ckt. Gerade beim Kochen wird viel Zucker verwendet, egal ob bei Pl├Ątzchen, Kuchen oder Brot. Anstatt normales Zucker aus der Raffinerie wird dann Apfels├╝├če verwendet. Allerdings sollte klar sein, dass Apfeldicksaft nicht ganz so gut s├╝├čt wie normaler Zucker. Aus dem Grund muss entweder auf eine gr├Â├čere Menge zur├╝ckgegriffen werden, oder die Gerichte sollten von Anfang an nicht so s├╝├č sein.

Alternativ k├Ânnen zum Beispiel auch Agavendicksaft, Reissirup, Kokosbl├╝tensirup oder Birkenzucker her.

Was beim Kauf von Apfeldicksaft zu beachten ist

Beim Kauf von Apfeldicksaft muss auf die Herstellung geachtet werden. Viele Unternehmen setzen bei der Herstellung chemische Produkte und Haltbarkeitsmacher ein. Dann ist der nat├╝rliche Zweck des Apfeldicksafts nicht mehr vorhanden. Grunds├Ątzlich sollte auf der Verpackung der Hersteller und der Ort stehen.

Au├čerdem sollte Apfeldicksaft nur in Bio-Qualit├Ąt gekauft werden. Dann kann man sicher sein, das keine k├╝nstlichen Zus├Ątze verarbeitet wurde. Au├čerdem sollte der Hersteller in Deutschland seinen Sitz haben. Die deutschen Richtlinien und die Qualit├Ątsvorgaben sind sehr streng. Das ist von der Produktion bis zum Verkauf der Fall.

Apfeldicksaft selber herstellen

Für eine gute Menge werden etwa 6kg Äpfel genommen und diese müssen ausgepresst werden. Der entstehende Saft wird aufgefangen und dann in einen Topf gefüllt. Der Saft muss etwa drei Stunden kochen. Dazu eignet sich die mittlere Stufe. Im Grunde ist der Dicksaft fertig, wenn die Menge sich auf 1/5 verringert hat. Zum Schluss muss die Masse nur noch durch ein Sieb gepresst werden.

Sterilisierte Flaschen sind perfekt zum Aufbewahren. Am besten ist es, wenn die Flasche luftdicht verschlossen wird. Dann ist der Apfeldicksaft etwa ein Jahr haltbar. Nach der ├ľffnung muss der Saft im K├╝hlschrank gelagert werden. Ansonsten reicht das Aufbewahren in einer k├╝hlen und trockenen Umgebung, wie dem Vorratsschrank.

Einnahme und Dosierungsempfehlung

Bei der Dosierung von Apfeldicksaft ist nichts falsch zu machen. Allerdings gilt, wie bei allen Zuckerarten, zu viel ist ungesund. Erwachsene sollten eine Tagesdosis von 50g nicht ├╝berschreiten. Dabei muss darauf geachtet werden, wie viel in der Zubereitung der Lebensmittel verwendet wird. Parallel zum Backen oder Kochen sollte auf die Einnahme von Apfels├╝├če verzichtet werden.

Nebenwirkungen

Der Apfeldicksaft ist ein reines Naturprodukt und l├Âst keine Nebenwirkungen aus. Allerdings k├Ânnen bei einigen Personen Lebensmittelunvertr├Ąglichkeiten auftreten. Gerade Personen, die gegen ├äpfel allergisch reagieren, sollten auf die Einnahme von Apfeldicksaft verzichten. Der Fructosegehalt ist f├╝r Unvertr├Ąglichkeiten diesbez├╝glich zu bedenken.

Zudem ist eine zu hohe Dosierung nicht zu raten. Die empfohlene Tagesmenge sollte nicht ├╝berschritten werden. Es k├Ânnen Durchfall auftreten. Auch leichtes Herzrasen kann eine Folge einer zu hohen Dosierung sein. Sollte Nebenwirkungen oder Probleme auftreten, muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Grunds├Ątzlich sollten aber keine Nebenwirkungen auftreten. Sogar Schwangere d├╝rfen in der angegebenen Tagesmenge Apfeldicksaft zu sich nehmen.

Studien zu Apfeldicksaft

Studie zu Apfelsaft:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1057251/