Anisöl – Anwendung & Wirkung

Ursprünglich stammt das Anisöl aus dem Orient. Dort hat man es mittels Wasserdampfdestillation aus der Gewürz- und Heilpflanze Anis (Pimpinella anisum) gewonnen. Heute ist diese Pflanze auch in Europa beheimatet und das Öl wird außerdem nicht nur aus ihr, sondern ebenso aus den Früchten des Echten Sternanis (Illicium verum) extrahiert.

Obwohl beide Gewächse verschiedenen Gattungen angehören, entsteht nach der Destillation immer eine ähnlich klare, farblose bis schwach gelbliche Flüssigkeit mit süßem Geschmack und würzig-aromatischem Duft. Genauso hat jedes dieser Anisöle in etwa die gleiche Zusammensetzung. Zu 80 bis 90 Prozent besteht es aus Trans-Anethol. Dazu gesellen sich Estragol, Acetanisol sowie zahlreiche andere Wirkstoffe.

Das Trans-Anethol ist dabei nicht nur die größte, sondern gleichzeitig wichtigste Inhaltskomponente des Öles. In manchen Fällen wird sie extrahiert und zur Herstellung von Likören sowie Anisaldehyd verwendet. Doch auch in Reinform innerlich und äußerlich angewandt sagen die Leute dem Öl, beispielsweise bei Erkältungen oder Magen-Darm-Beschwerden, wohltuende Wirkung nach. Allergien und Überempfindlichkeiten sind jedoch nicht auszuschließen. Potenzielle Anwender sollten das Öl vorher auf Verträglichkeit testen.