Ackersenföl – Anwendung & Wirkung

Die Heimat des Ackersenfs findet sich in den gemäßigten europäischen Zonen. Dort wurde die Pflanze von den Römern und Griechen kultiviert. Später verbreitete sie sich nach Nordafrika und Asien. Im Mittelalter brachten die Araber den Ackersenf schließlich nach Spanien. Hierzulande und in England wurde er im 17. Jahrhundert verbreitet. Seit dem zweiten Weltkrieg findet man den Ackersenf zudem in Amerika, wo mittlerweile auch die Hauptanbaugebiete vorzufinden sind.

Ackersenföl wird aus einem Gemisch der zermahlenen Samen und Wasser gewonnen. Zudem ist eine anschließende Destillation erforderlich. Prinzipiell enthält der Ackersenf viele Eiweiße, Provitamine, Vitamin C, verschiedene Mineralstoffe und Senfölglykoside. Der Geruch wird als äußerst mild beschrieben, während die Farbe farblos bis hellgelb erscheint.

In der Medizin und Pharmazie wird Ackersenföl unter anderem für Senfpflaster bei Angina Pectoris und Herzschmerzen eingesetzt. Ferner eignet es sich bei Arthritis, Neuralgien, Rheumatismus, sonstigen Entzündungen und Gicht. Darüber hinaus kann es in kleineren Dosen den Appetit steigern und die Verdauung fördern. Ackersenföl wird außerdem in der Kosmetikindustrie und in der Küche verwendet.