Corona Impfstoff Nebenwirkungen: Mit welchen Reaktionen müssen Geimpfte rechnen?

In Europa sind bisher vier Impfstoffe gegen COVID-19 zugelassen. Diese stammen von den Herstellern Biontech und Pfizer, AstraZeneca, Moderna sowie Johnson & Johnson. Es handelt sich um mRNA Präparate oder Vektorimpfstoffe. Bei jedem Corona Impfstoff können Nebenwirkungen oder Impfreaktionen auftreten. Jedoch kommen diese nicht bei allen Menschen vor. Alter, Immunstatus, Vorerkrankungen und Allergien spielen eine Rolle dabei, ob Nebenwirkungen entstehen und wie stark eine Reaktion ausfällt. Die Impfung soll einen Schutz gegen einen schweren Verlauf von COVID-19 bieten und die weitere Ausbreitung des Virus verhindern. Geringgradige Corona Impfstoff Nebenwirkungen werden in Kauf genommen, um die Bevölkerung schnellstmöglich zu schützen.

Welche Corona Impfstoff Hersteller gibt es
Mögliche Langzeitfolgen
Welche Nebenwirkungen kommen vor
Sicherheit von Impfstoffen

Corona Impfstoff Nebenwirkungen: Mit welchen Reaktionen müssen Geimpfte rechnen?

In Europa sind bisher vier Impfstoffe gegen COVID-19 zugelassen. Diese stammen von den Herstellern Biontech und Pfizer, AstraZeneca, Moderna sowie Johnson & Johnson. Es handelt sich um mRNA Präparate oder Vektorimpfstoffe. Bei jedem Corona Impfstoff können Nebenwirkungen oder Impfreaktionen auftreten. Jedoch kommen diese nicht bei allen Menschen vor. Alter, Immunstatus, Vorerkrankungen und Allergien spielen eine Rolle dabei, ob Nebenwirkungen entstehen und wie stark eine Reaktion ausfällt. Die Impfung soll einen Schutz gegen einen schweren Verlauf von COVID-19 bieten und die weitere Ausbreitung des Virus verhindern. Geringgradige Corona Impfstoff Nebenwirkungen werden in Kauf genommen, um die Bevölkerung schnellstmöglich zu schützen.

Welche Corona Impfstoff Hersteller gibt es
Welche Nebenwirkungen kommen vor
Mögliche Langzeitfolgen
Sicherheit von Impfstoffen

Aktualisierung: 01.06.2021

Corona Impfstoff Nebenwirkungen: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zugelassene und angewendete Produkte: Corona Impfstoff von Biontech und Pfizer, AstraZeneca, Moderna, Johnson & Johnson.
  • Impfreaktionen und Nebenwirkungen: können bei allen Produkten auftreten – schwere Nebenwirkungen aber selten – Langzeitfolgen nicht erwartet.
  • Eine Impfung: soll einen schweren COVID-19 Verlauf verhindern, bietet aber keinen hundertprozentigen Schutz vor Ansteckung und Übertragung.
  • Variable Schutzwirkung: Wirksamkeit variiert zwischen verschiedenen Präparaten.

Corona Impfstoff – Welche Varianten gibt es?

Der Corona Impfstoff ist von vier verschiedenen Herstellern erhältlich. Alle Produkte kommen bereits für die Impfung gegen COVID-19 zur Anwendung. Hier sehen Sie eine Auflistung der Hersteller, deren Impfstoffe zugelassen und im Einsatz sind:

  • Biontech und Pfizer,
  • AstraZeneca,
  • Moderna,
  • Johnson & Johnson.

Während es sich bei dem Corona Impfstoff von Biontech und Pfizer sowie bei dem Moderna Impfstoff um mRNA Präparate handelt, sind die AstraZeneca und Johnson & Johnson Präparate Vektorimpfstoffe. Über einen Vektor (in der Regel ein harmloses Virus) werden Proteinkomponenten des Coronavirus in die Körperzellen geschleust. Anhand dieser wird dann die Immunantwort aufgebaut. Die mRNA dagegen benötigt keinen Vektor. Sie dient direkt als Bauplan für die Viruskomponenten, die das Immunsystem aktivieren sollen.

Welche Corona Impfstoff Nebenwirkungen kommen vor?

Bei der Impfung gegen COVID-19 kann es sowohl zu typischen Impfreaktionen als auch zu produktspezifischen Nebenwirkungen kommen. Impfreaktionen sind häufig harmlos und nach kurzer Zeit (Stunden bis wenige Tage) überstanden. Diese Art von Reaktion ist nicht spezifisch für einen Corona Impfstoff und kommt auch bei anderen Impfstoffen vor. Sie beruht auf einer lokalen oder systemischen Reaktion des Immunsystems. Der Körper reagiert nach der Impfung auf den Einstich mit der Impfkanüle und setzt sich mit den injizierten körperfremden Stoffen auseinander. Bei einer produktspezifischen Nebenwirkung dagegen handelt es sich um eine Reaktion, die nur bei einem bestimmten Impfstoff beobachtet wird und bei anderen Produkten nicht auftritt.

Impfreaktionen nach der COVID-19 Impfung

Die Reaktion des Körpers nach einer COVID-19 Impfung ist variabel. Geimpfte klagen zum Beispiel über Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle. Auch Fieber, Müdigkeit sowie Kopf- und Muskelschmerzen sind häufig. Ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Übelkeit und Durchfall, Kälteempfindlichkeit oder Schüttelfrost kann vorhanden sein. Diese Reaktionen nach der Impfung sind aber in der Regel unbedenklich und zeigen die Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems an.

Berichten zufolge fallen die Impfreaktionen bei den mRNA Präparaten von Biontech und Pfizer sowie Moderna etwas stärker aus. Vor allem nach der zweiten Impfdosis spüren Geimpfte Abgeschlagenheit und Unwohlsein. Bei AstraZeneca dagegen soll nach der ersten Impfung die intensivere Immunreaktion stattfinden. Zudem sind die Impfreaktionen bei allen Impfstoffen bei jüngeren Menschen ausgeprägter. Etwa 90 Prozent der bisher Geimpften haben eine Reaktion nach einer Impfung bei sich festgestellt.

Bedenkliche und schwerwiegende Nebenwirkungen

Kommt es nach der Impfung zu starken Nebenwirkungen, sollten Sie diese von einem Arzt behandeln lassen. Auch wenn Sie einen Corona Impfstoff erhalten, für den schwerwiegende Nebenwirkungen bekannt sind, empfiehlt sich nach der Impfung eine regelmäßige vorbeugende Gesundheitskontrolle beim Haus- oder Impfarzt. Schwere Nebenwirkungen können in einzelnen Fällen auftreten, wenn eine Überempfindlichkeit oder Allergie gegen eine Komponente des Impfstoffs vorliegt. Eine anaphylaktische Reaktion kann von Herzrasen über Kurzatmigkeit bis hin zum Schock führen und lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Für den AstraZeneca Impfstoff liegen Beobachtungen vor, dass vor allem jüngere weibliche Geimpfte zwischen 30 und 50 Jahren Hirnvenenthrombosen entwickeln. Bei älteren Menschen über 60 Jahre treten dagegen nur in sehr seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen auf. Für jüngere Impfwillige, die zur Risikogruppe für die Nebenwirkung gehören, empfiehlt sich daher ein anderes Präparat. Für die anderen Impfstoffe existieren ebenfalls vereinzelte Berichte über Fälle schwerer Nebenwirkungen. Dazu gehören der Verdacht auf Herzmuskelentzündungen und die Provokation einer autoimmunen Reaktion des Körpers.

Handlungsempfehlungen bei Corona Impfstoff Nebenwirkungen

Nach einer Impfung sollten Sie die Reaktion Ihres Körpers auf den Corona Impfstoff genau beobachten und alle Impfreaktionen und Nebenwirkungen aufschreiben. Treten Nebenwirkungen bei Ihnen auf, können Sie diese auch melden. Vor allem seltene oder noch nicht beschriebene Corona Impfstoff Nebenwirkungen sollten dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitgeteilt werden. Dies können Sie über Ihren Hausarzt in die Wege leiten oder mithilfe eines Meldeformulars von der Seite nebenwirkungen.bund.de selbst erledigen.

Eine Impfung gegen das Coronavirus besteht üblicherweise aus zwei Injektionen im Abstand von 6 oder 12 Wochen (zum Beispiel im Fall von Biontech und Pfizer, Moderna und AstraZeneca). Allein bei dem Johnson & Johnson Impfstoff reicht eine einmalige Verabreichung. Kommt es nach der ersten Impfung zu einer schweren Reaktion oder zu einem anaphylaktischen Schock, darf eine zweite Impfung mit demselben Corona Impfstoff nicht mehr erfolgen.

Nach der Impfung: Das sollten Sie beachten

Kämpft das Immunsystem gegen Krankheitserreger oder wird es durch die Komponenten eines Impfstoffes aktiviert, ist der Körper geschwächt. Nach einer Impfung sollten Sie sich daher ein  bis zwei Tage Ruhe gönnen. Vermeiden Sie Stress, körperliche Arbeit und sportliche Aktivitäten. Auch für Infektionen könnten Sie nach einer Impfung anfälliger sein. Daher sollten Sie weiterhin Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften befolgen, um Ansteckungen zu vermeiden. Beachten Sie auch, dass ein Corona Impfstoff keinen hundertprozentigen Schutz bieten kann.

Langzeitfolgen der Impfung gegen COVID-19 – Was ist zu erwarten?

Langzeitfolgen oder Corona Impfstoff Nebenwirkungen, die erst nach Monaten oder Jahren auftreten, werden nicht erwartet. Aufgrund der Erfahrung mit anderen Impfstoffen gelten Langzeitfolgen als unwahrscheinlich. Für den Corona Impfstoff konnten jedoch durch die schnelle Entwicklung und Zulassung keine Langzeitstudien durchgeführt werden. Der Beobachtungszeitraum von Testpersonen lag bei zwei bis drei Monaten.

Bei den mRNA Präparaten von Biontech und Pfizer sowie von Moderna wird mit einem schnellen Abbau der Impfstoffkomponenten gerechnet. Nach der Reaktion des Immunsystems bleibt nichts im Körper zurück, was einen Langzeitschaden bewirken könnte. Der Organismus hat jedoch die Fähigkeit erlangt  Sars-CoV-2 abzuwehren.

Sicherheit von Impfstoffen – Prüfung und Überwachung

Neue Impfstoffe werden in der EU von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) geprüft und überwacht. Impfstoffe kommen nur in Umlauf, wenn deren Wirksamkeit und Sicherheit nachgewiesen wurde. Üblicherweise dauert die Impfstoffprüfung etwa ein Jahr. Während der Coronavirus-Pandemie wurde der Zeitraum auf zwei bis drei Monate verkürzt, indem die verschiedenen Testphasen parallel durchgeführt wurden. Die Impfstoffe erhalten eine bedingte Zulassung, bis weitere Daten vorliegen. Corona Impfstoff Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden kontinuierlich über das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst, gesammelt und ausgewertet.

Corona Impfstoff: Wie gut sind Geimpfte vor COVID-19 geschützt?

Corona Impfstoff Nebenwirkungen beschränken sich in der Regel auf harmlose Impfreaktionen. Starke Nebenwirkungen sind selten. Auch wenn keine Impfung vor dem Kontakt mit dem Virus oder einer Ansteckung schützen kann, alle COVID-19 Impfstoffe bieten einen Schutz gegen schwere oder lebensbedrohliche Verläufe der Viruserkrankung. Die Schutzwirkung ist jedoch bei den vier eingesetzten Impfstoffen unterschiedlich ausgeprägt. Während der Biontech und Pfizer sowie der Moderna Impfstoff eine Wirksamkeit zwischen 90 und 95 Prozent aufweisen, bieten AstraZeneca und Johnson & Johnson einen 80-85-prozentigen Schutz.