Corona-Impfpass: Was hat es damit auf sich?

Geimpfte Personen  genießen momentan mehr Freiheiten als Nicht-Geimpfte. Für einen unkomplizierten Impfnachweis soll es ab Juni 2021 den Corona-Impfpass geben. Das müssen Sie darüber wissen.

Mit welchem Vakzin wird man geimpft und was muss man mitbringen
Welche Freiheiten hat man durch den Impfausweis und muss man ihn ständig mitführen
Wie wird die Impfung im Impfausweis und im digitalen Impfpass zertifiziert
Welche Vorteile und Nachteile hat der Corona-Impfpass

Corona-Impfpass: Was hat es damit auf sich?

Geimpfte Personen  genießen momentan mehr Freiheiten als Nicht-Geimpfte. Für einen unkomplizierten Impfnachweis soll es ab Juni 2021 den Corona-Impfpass geben. Das müssen Sie darüber wissen.

Mit welchem Vakzin wird man geimpft und was muss man mitbringen
Wie wird die Impfung im Impfausweis und im digitalen Impfpass zertifiziert
Welche Freiheiten hat man durch den Impfausweis und muss man ihn ständig mitführen
Welche Vorteile und Nachteile hat der Corona-Impfpass

Aktualisierung: 01.06.2021

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Immer mehr Menschen erhalten in Deutschland die Impfung gegen Corona.
  • Als Impfnachweis dienen der reguläre gelbe Impfausweis oder ein Zertifikat.
  • Ab Juni soll es EU-weit den digitalen Corona-Impfpass geben.
  • Das Reisen soll mit diesem elektronischen Impfnachweis einfacher sein.

Wer erhält wo seine Impfung?

Die Impfung gegen Corona erfolgt in Impfzentren und bei Hausärzten. Die Impfpriorisierung hat die Politik gelockert – vorerst nur für den Impfstoff AstraZeneca. Weitere Lockerungen folgen. Ab Juni 2021  ist eine Impfung durch Betriebsärzte geplant, die wie Hausärzte ein Zertifikat als Nachweis ausstellen. Bereits Geimpfte erhalten ihre Corona Impfung ebenfalls in Impfzentren, beim Hausarzt oder Betriebsarzt.

Mit welchem Vakzin werde ich geimpft?

Welche Vakzine Sie bekommen, hängt entscheidend von der Verfügbarkeit der Impfstoffe vor Ort ab. Die zuständigen Stellen berücksichtigen ferner die Empfehlungen der STIKO und die Vorgaben der Zulassung bezüglich der zu impfenden Personengruppen. Sobald mehr über die einzelnen Impfstoffe bekannt ist, kann eine Neuorganisation der Impfung stattfinden.

Geimpfte erhalten für gewöhnlich den gleichen Impfstoff wie bei der Erstimpfung. Von der Regelung gibt es derzeit Ausnahmen: Geimpfte unter 60 Jahren mit AstraZeneca als Erstimpfstoff erhalten nun als Zweitimpfung eine andere Vakzine.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Für einen reibungslosen Ablauf der Impfung bringen Sie bitte folgende Dokumente mit zum Impftermin:

  • Einladung mit Termin: Ein Nachweis zum Impftermin dient als Eintrittskarte für das Impfzentrum. Beim Hausarzt erscheinen Sie nach vorheriger Absprache. Dort entfällt solch ein Nachweis.
  • Ausweis: Erfolgt die Impfung im Impfzentrum, ist ein Personalausweis oder ein Reisepass unabdingbar. Das Personal überprüft mit diesem Nachweis über Ihre Identität, ob die richtige Person zum Termin kam. Auch das kann beim Hausarzt entfallen.
  • Impfausweis: Das kleine, gelbe Heftchen, indem auch andere Impfungen eingetragen sind, legen Sie bitte dem Arzt vor. Dort trägt er die Impfung ein, wodurch ein Zertifikat überflüssig ist. Wenn Sie keinen Impfausweis haben oder finden, dient ein für Sie individuell ausgefülltes Zertifikat als Nachweis über die Schutzimpfung.
  • Sofern vorhanden: Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste. Der Arzt schaut sich die Dokumente an und bestimmt daran, ob er sie ohne größere Risiken impfen kann oder nicht.

Aufklärungsmerkblatt: Sie erhalten es vor Ort, per Post vorab oder beziehen es online.

Corona-Impfpass: Stempel im Impfausweis oder auch Online Nachweis?

Wie gewohnt zertifiziert der Arzt die Impfung in Ihrem Impfausweis. Ergänzend hierzu gibt es den digitalen Nachweis über die Impfung. Das ist ein freiwilliges Angebot. Geimpfte ohne Smartphone nutzen weiterhin ausschließlich den bereits bestehenden gelben Impfausweis oder erhalten ein Zertifikat.

Wie funktioniert der digitale Corona-Impfpass?

Der digitale Impfnachweis wird im Impfzentrum oder beim Arzt direkt in der Praxis generiert. Für diesen Impfnachweis erfolgt die Eingabe bzw. Übernahme der Daten, was die Basis für die Ausstellung eines 2D-Barcodes ist. Geimpfte scannen den Barcode auf dem digitalen Impfnachweis ab. Über eine kostenfreie App zum Download kann der Geimpfte den elektronischen Impfnachweis einsehen. Die App speichert das Zertifikat bzw. den Impfnachweis lokal auf Ihrem Smartphone. Für ein erhöhtes Maß an Sicherheit lässt sich der 2D-Barcode nur einmalig einlesen. Der Impfnachweis ist dann an das Smartphone gebunden, mit dem der Geimpfte ihn eingescannt hat.

Welche Bedeutung hat der Corona-Impfpass in Deutschland?

Aktuell dient der reguläre gelbe Impfausweis als Impfnachweis für die Corona-Schutzimpfung. Alternativ dazu besitzt ein Zertifikat über die Impfung Gültigkeit. Der eigentliche Corona-Impfpass ist in Deutschland vermutlich ab Juni 2021 verfügbar. Erstellt wird er in einer Zusammenarbeit der EU, die sich bereits vor Wochen darauf einigte. Mithilfe von ihm wird es für Geimpfte einfacher und komfortabler sein, ihre Impfung nachzuweisen.

Hat der Corona-Impfpass einen besonderen Namen?

Das Projekt der EU zum Corona-Impfpass trägt in Deutschland den Namen »Digitaler grüner Nachweis«. Der Name begründet sich in der Existenz des »Grünen Passes« in Israel, welche Geimpfte als Corona -Impfpass schon nutzen. Hier sind weitere Fakten zum Corona- Impfpass der EU:

  • Der Corona-Impfpass der EU ist mehr als nur ein Impfnachweis. Er soll auch zugelassene PCR- und Schnelltests sowie überstandene Infektionen mit Corona dokumentieren.
  • Der Corona-Impfpass der EU ist ausschließlich in digitaler Form vorhanden. Einen physischen Pass gibt es daher nicht. Stattdessen wird es eine App für das Smartphone sein.
  • Obgleich es ein digitaler Impfausweis ist, wird es die Bescheinigung mit personalisiertem QR-Code in Papier geben.
  • Das Zertifikat zum Impfnachweis wird eine digitale Signatur aufweisen, damit der Nachweis so fälschungssicher wie möglich ist.

Um solch einen Corona-Impfpass für die komplette EU zu erstellen, ist eine Datenbank zur EU-weiten Registrierung der Corona-Impfungen erforderlich. Außerdem muss es einen personalisierten QR-Code für Geimpfte geben.

Welche Freiheiten habe ich durch den Impfausweis?

Haben Geimpfte bereits zwei Impfdosen erhalten und besitzen damit einen kompletten Impfschutz, genießen sie mehr Freiheiten. Einige Corona-Auflagen entfallen für sie. So haben Sie keine Pflicht mehr zur Quarantäne oder zum Test bei Einreise aus dem Ausland. Doch nicht nur die Einreise nach Deutschland ist dank Corona-Impfpass leichter. Gleiches zählt für die Einreise in einige Länder in und außerhalb der EU. Dort kann eine Quarantäne oder ein Test bei Einreise erforderlich sein.

Geimpfte, die keine Einreise ins Ausland planen, profitieren auch im Alltag von dem Impfnachweis. Für sie entfällt der Test vor dem Shopping oder dem Friseurbesuch.

Ist es notwendig, den Corona-Impfpass ständig mitzuführen?

Ob digitaler Corona -Impfpass oder reguläres Impfheftchen, es ist ratsam, diesen stets mitzuführen. Auf diese Weise liegt der Impfnachweis immer vor, wenn Sie es vorzeigen müssen. Entfällt bei Ihnen als Geimpfter der Test oder die Quarantäne, dient Ihnen der Impfpass als Nachweis bzw. Ausweisdokument.

Ist der Corona-Impfpass in der gesamten EU gültig?

Ja, wenn der Corona-Impfpass im Sommer kommt, wird er vermutlich für die komplette EU Gültigkeit besitzen. Die 27 Mitgliedstaaten der Staatenunion hatten sich im März 2021 darauf geeignet. Die technische Struktur für die Umsetzung ist bereits auf EU-Ebene und Landesebene in Arbeit.

Welche Vorteile und Nachteile hat der Corona-Impfpass?

Vorteile:

  • Sie haben den Impfnachweis immer auf dem Smartphone griffbereit.
  • Sie genießen mehr Freiheiten, da Sie bei Bedarf Ihre Impfung sofort nachweisen können.

Nachteile:

  • Sie benötigen ein Smartphone.
  • Datenschützer kritisieren eine übereilt erstellte App, die nicht fälschungssicher genug sein wird und die Möglichkeit, zur Datenspionage bietet.

Der digitale Corona-Impfpass ist nach Expertenmeinung nur eine Übergangslösung. Ab 2022 sollen elektronische Impfnachweise Bestandteil der digitalen Patientenakte (ePA) sein. Mit ihr treibt die Politik die Vernetzung des Gesundheitssystems in digitaler Form voran. Die Corona-Impfung lässt sich dann über die elektronische Gesundheitskarte abrufen.

Corona-Impfpass in digitaler Form kommt

Vermutlich wird es Ende Juni 2021 möglich sein, den digitalen Corona-Impfpass auf das Smartphone zu laden. Mit ihm soll es noch einfacher sein, EU-weit die Corona-Impfung nachzuweisen. Durch zwei Impfungen entfallen schon jetzt Quarantäne und Test. Geimpfte, die kein Smartphone haben, nutzen weiterhin ihren gelben Impfausweis oder ein dementsprechendes Zertifikat.