CBD bei Kopfschmerzen — Hanf als natürliche Alternative?

Zu wenig Wasser getrunken oder in letzter Zeit viel Stress gehabt? Egal ob Jung oder Alt, das Gefühl von Kopfschmerzen kennt eigentlich jeder. Schnell wird dann zu einer Schmerztablette gegriffen, die den Körper bei häufiger Einnahme belasten kann. Der Trend geht daher immer mehr zu pflanzlichen Alternativen. Cannabidiol, kurz CBD, ist ein pflanzliches Produkt, das ebenfalls in der Lage sein soll, Kopfschmerzen zu lindern. Aufgrund seiner schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften, wird es oftmals bei Migräne und Kopfschmerzen empfohlen.

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Aktualisierung: 19.08.2020

Welchen Arten von Kopfschmerzen gibt es?

Der internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS- International Headache Society) zufolge, gibt es mehr als 200 verschiedene Kopfschmerzarten. Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Die Unterscheidung der Arten ist für einen Laien sehr schwer, daher sollten erstmalig länger andauernde oder stark ausgeprägte Kopfschmerzen von einem Arzt abgeklärt werden.

Primäre Kopfschmerzen treten als einzelner Schmerz ohne Begleiterkrankung auf, wie z.B. Migräne, Spannungskopfschmerzen oder Clusterkopfschmerzen1. Die sekundären Kopfschmerzen treten im Zusammenhang mit einer Erkrankung auf, z.B. aufgrund von

  • Unverträglichkeiten

  • Medikamenten

  • Erkrankungen im Bereich des Kopfes (z.B. Zahnfehlstellungen, HNO-Beschwerden) oder der Halswirbelsäule

Kopfschmerzen Symptome

Je nach Art des Kopfschmerzes unterscheidet sich auch der Bereich, wo die Schmerzen auftauchen. Bei Migräne ist meistens nur eine Seite der Kopfes von Schmerzen betroffen, während Spannungskopfschmerzen meistens den gesamten Bereich betreffen können. Die Symptome können vielfältig sein, von einem stechendem, pulsierendem Schmerz bis hin zu dem Gefühl eine Schraubzwinge am Kopf zu haben. Auch die Dauer der Kopfschmerzen kann je nach Ursache unterschiedlich ausfallen.

Ursachen fĂĽr Kopfschmerzen

Mögliche Auslöser für Kopfschmerzen können z.B. sein:

  • FlĂĽssigkeitsmangel

  • schlechte Luft

  • Erste Anzeichen einer Erkrankung

  • Verspannungen

  • Hormone

  • Medikamente

Video: Behandlung von Kopfschmerzen

Quelle: Kopfschmerzen: Diagnose und Behandlung | NDR | Doku | 45 Min

Generell sollte man ausreichend trinken und sich an der frischen Luft bewegen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindesten 1,5 Liter Wasser am Tag zu trinken, bei Sport oder Hitze können es gerne 0,5 bis 1 Liter mehr sein. Auch schlechte Luft in Räumen kann zu Kopfschmerzen führen, regelmäßiges Stoßlüften sorgt für neuen Sauerstoff. Kopfschmerzen können auch durch Nackenverspannungen verursacht und mit Hilfe von Wärme oder durch gezielte Massagen reduziert werden.

Kaffee wird ebenfalls oft gegen Migräne empfohlen und soll auch bei Kopfschmerzen Linderung verschaffen. Das enthaltene Koffein trägt dazu bei, dass sich die geweiteten Blutgefäße wieder verengen und dass das schmerzlindernden Hormon Noradrenalin im Gehirn vermehrt freigesetzt wird2. Eine weitere Alternative bietet Pfefferminzöl. Laut einer Studie ist die Wirkung von Pfefferminzöl mit den Schmerzmitteln Acetylsalicylsäure oder Paracetamol vergleichbar und kann äußerlich angewendet werden.3

Bei stärkeren Kopfschmerzen kann auch mal zu einer Schmerztablette gegriffen werden, jedoch sollten diese ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage hintereinander und maximal an 10 Tagen im Monat eingenommen werden. Länger andauernde oder stärker werdende Schmerzen sollten immer von einem Arzt abgeklärt werden, um andere Ursachen auszuschließen.

Kopfschmerzen – Wie kann CBD mir helfen?

Das Endocannabinoid-System hat Einfluss auf die Entstehung von Kopfschmerzen und Migräne4. Insbesondere an dem CB1-Rezeptor bindet sich lieber Tetrahydrocannabinol (THC) als CBD5, jedoch gibt es einen möglichen weiteren Wirkmechanismus: Im Gegensatz zu THC, bindet sich CBD stärker an den Botenstoff Serotonin (5-HT1aR). Die Serotoninrezeptoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Kopfschmerzen und Migräne6. Das aus der Hanfpflanze gewonnene CBD Öl soll in der Lage sein, den Serotoninspiegel positiv zu verändern und die verengten Blutgefäße im Gehirn zu weiten. Die Beschwerden könnten somit verringert werden.

CBD – Wirkung im Körper

Sowohl bei Kopfschmerzen als auch bei Migräne kann CBD eingesetzt werden. Folgende Wirkungen werden CBD bei Kopfschmerzen nachgesagt:

  • Schmerzlinderung
  • hilfreich bei Ăśbelkeit und Erbrechen (Migräne)
  • kann entkrampfend wirken
  • kann zu einem besseren Schlafverhalten beitragen
  • kann bei Stress angewendet werden
  • beruhigende Wirkung

CBD Ă–l kann auch vorsorglich bei Stress und Schlafmangel angewendet werden, um Kopfschmerzen vorzubeugen.

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CBD bei Kopfschmerzen: Erfahrungen und Studien

Die Wirkung von CBD bei Kopfschmerzen ist bisher nicht ausreichend erforscht. Einige wenige Studien, Forschungen und Erfahrungsberichte geben erste Hinweise darauf, wie CBD Produkte auf unseren Körper wirken können.

Studien zu CBD bei Kopfschmerzen

Die Behandlung von Kopfschmerzen durch Cannabis ist deutlich besser untersucht als von CBD. Laut Studien können Kopfschmerzen und Migräne nach dem Konsum von Cannabis um 50% reduziert werden7. Ob auch CBD alleine eine positive Wirkung hat, ist noch nicht ausreichend erforscht. Eine mögliche Auswirkung auf den Serotoninspiegel ist laut Studien bekannt und könnte zur Linderung von Kopfschmerzen beitragen. Zudem führt der Verzehr von CBD Öl, im Gegensatz zu THC, nicht zu berauschenden und psychoaktiven Effekten.

Erfahrungen: CBD Ă–l bei Kopfschmerzen

Einige Anwender berichten bei der Einnahme von CBD von einer positiven Wirkung auf Kopfschmerzen. CBD Öl soll die Beschwerden lindern und beruhigend wirken. Des Weiteren ist zu lesen, dass Cannabidiol auch zur Vorbeugung von Migräne und Clusterkopfschmerzen eingenommen werden kann und so die Intensität der Schmerzen positiv beeinflussen soll. Als Nebeneffekt geben einige Nutzer an, dass sie mit CBD Öl besser in den Schlaf finden.

Da jeder Körper anders mit den Wirkstoffen von Nahrungsergänzungsmitteln umgeht, muss jeder für sich selbst herausfinden, ob das CBD Öl bei ihm gegen Kopfschmerzen hilft.

CBD Ă–l – Dosierung bei Kopfschmerzen

CBD-haltige Produkte werden in verschiedenen Darreichungsformen angeboten. Dazu gehören beispielsweise:

Bei erstmaliger Anwendung von CBD Öl sollte man mit einer geringen Dosis starten. Es wird eine Dosierung von 2× 3 Tropfen von 5% CBD Öl empfohlen. Je nach Intensität der Kopfschmerzen, kann die Anzahl der Tropfen bei guter Verträglichkeit langsam gesteigert werden, bis die gewünschte Wirkung erreicht wird. Das CBD wird unter die Zunge geträufelt und 1-2 Minuten zum Einwirken im Mund behalten, bevor es runtergeschluckt wird.

CBD Nebenwirkung und Wechselwirkung bei Kopfschmerzen

Cannabidiol ist in der Regel gut verträglich und wirkt im Gegensatz zu THC nicht berauschend. Bei höheren Dosierungen kann es zu Benommenheit oder einem trockenen Mund kommen. Zudem kann sich CBD blut­drucksenkend auswirken, daher sollten Patienten mit einem niedrigen Blutdruck regelmäßig ihre Werte überprüfen. Auch das Gefühl von Schläfrigkeit ist durch den Verzehr von CBD möglich.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

CBD kann sich auf Enzyme im Körper auszuwirken, die auch den Abbau von Arzneimitteln sicherstellen. Die Wirkung von Medika­menten kann sich bei Einnahme von CBD verstärken oder schwächer ausfallen. Folgende Medikamente können durch die gleichzeitige Einnahme von CBD möglicherweise beeinflusst werden:

  • Säurehemmer

  • Gerinnungshemmer

  • Schmerzmittel

  • Neuroleptika

­Wechselwirkungen mit anderen Nahrungs­ergän­zungs­mitteln

Auch Nahrungsergänzungsmittel können in Verbindung mit CBD wechselwirken. Dabei kann es zu einer erhöhten Schläfrigkeit kommen. Folgende Kräuter bzw. Auszüge können Wechselwirkungen hervorrufen:

  • Kava

  • Hopfen

  • Katzenminze

  • Melatonin

  • L-Tryptophan

  • Johanniskraut

Studien und Quellen zum Thema CBD bei Kopfschmerzen

  1. https://ichd-3.org/de/teil-i-primaere-kopfschmerzen/
  2. Fiebig B. et al. Modulation of catecholamine release from rat striatal slices by the fixed combination of aspirin, paracetamol and caffeine. Pharmacol. Res. 53 (2006) 391-396
  3. https://schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2016/04/oleum-menthae-piperitae-pfefferminzoel-in-der-akuttherapie-des-kopfschmerzes-vom-spannungstyp.pdf
  4. https://www.liebertpub.com/doi/full/10.1089/can.2016.0033
  5. https://headachejournal.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/head.12570
  6. https://link.springer.com/article/10.1007/s11064-005-6978-1
  7. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S152659001930848X

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Bei der Einnahme von CBD Öl kann es zu Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, trockenem Mund und einem niedrigeren Blutdruck kommen. Ob auch Kopfschmerzen durch CBD ausgelöst werden, ist bisher nicht eindeutig erforscht.

Erfahren Sie mehr ĂĽber die CBD Nebenwirkungen bei Kopfschmerzen.

Bei leichten Schmerzen und zu Beginn der Einnahme werden zwei mal täglich 3 Tropfen von 5%-igem CBD Öl empfohlen. Je nach Verträglichkeit kann die Dosierung langsam gesteigert werden.

Mehr Informationen zur CBD Dosierung bei Kopfschmerzen.

Studien zufolge soll CBD bei der Linderung von Schmerzen und Entzündungen beitragen, auch Nutzererfahrungen sollen dies bestätigen. In der Regel ist CBD Öl gut verträglich, jedoch kann es zu geringen Nebenwirkungen kommen.

Lesen Sie mehr ĂĽber die CBD Wirkung bei Kopfschmerzen.

Tipps der Redaktion

Rechtliche und medizinische Hinweise zu den Informationen auf dieser Seite

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Unsere Autor*innen
Dipl.-Ges. oec. (FH) bei der

Im Jahr 2002 hat Jennifer Ann Steinort ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin abgeschlossen. Darauffolgend hat sie ihr Studium an der Hochschule Niederrhein angetreten. Studienschwerpunkte waren Krankenhausmanagement, Gesundheitsökonomie und Medizincontrolling. Zudem haben die konservative und operative Krankheitslehre sowie Rehabilitation und Psychiatrie eine große Rolle eingenommen. Jennifer Ann Steinort hat den akademischen Grad Dipl.-Ges. oec. (FH) erlangt und arbeitet seit 2012 als Fachjournalistin für Medizin, Gesundheit und Familie.