CBD Creme

Allgemeines zu CBD Creme
Anwendungsgebiete
Wirkung & Inhaltsstoffe
Häufige Fragen

CBD Creme

Allgemeines zu CBD Creme
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Häufige Fragen

Aktualisierung: 14.05.2021

Cannabidiol hat entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Kein Wunder, dass CBD mittlerweile auch in Cremes enthalten ist. Die positive Wirkung soll sich beispielsweise bei Hauterkrankungen, wie Neurodermitis und Akne entfalten. Um das Potenzial der Pflanzenextrakte voll ausschöpfen zu können, ist es empfehlenswert, beim Kauf einige Kriterien zu beachten. Wir verraten heute, wie CBD Creme wirken soll und was eine gute Qualität ausmacht. Obendrauf liefern wir noch ein Rezept, um CBD Creme selbst zu machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Cannabidiol (CBD) ist ein Extrakt aus der Hanfpflanze.
  • CBD Creme kann außer Cannabidiol auch andere Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure oder pflanzliche Komponenten enthalten.
  • Cannabidiol soll das körpereigene Endocannabinoid-System ansprechen und so entzündungshemmend und antibakteriell wirken.
  • Insbesondere bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Akne wurden positive Effekte beobachtet.
  • Beim Kauf sollten die Reinheit und der CBD Gehalt verglichen werden.

Was ist CBD Creme?

Eine Creme stellt eine zweiphasige Arzneiform dar, die in halbfester Form vorliegt. Sie besteht aus einer Lipid Phase und einer wässrigen Phase. Cremes sind aus vielen heimischen Badezimmern nicht mehr wegzudenken. Sie unterstützen die Feuchtigkeitsversorgung, können die Haut beruhigen oder mit Zusatzkomponenten wie Hyaluronsäure als Anti-Aging-Hilfsmittel dienen. Ein beliebter Inhaltsstoff ist auch Cannabidiol (CBD). Dabei handelt es sich um einen Extrakt aus der Hanfpflanze, der nicht psychoaktiv wirkt. In die Haut eingezogen soll CBD Creme vor allem mit ihren entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften überzeugen.

CBD: Wirkung & Inhaltsstoffe

Der menschliche Körper verfügt über ein sogenanntes Endocannabinoid-System. Forscher nehmen an, dass es insbesondere für das Immunsystem und das Zentralnervensystem von Bedeutung ist. Das Endocannabinoid-System verfügt über zwei Rezeptoren: CB1 und CB2. Der Organismus selbst produziert Endocannabinoide, um das System anzusprechen. Forschern zufolge lässt es sich jedoch auch mit Cannabinoiden aktivieren, die von außen zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel Cannabidiol. Besonders spannend ist, dass es zahlreiche CB-Rezeptoren in der Haut gibt. Durch sie können scheinbar Juckreiz, Entzündungen, Haarwachstum und Schmerz beeinflusst werden. Dieses Wissen ist vor allem für Menschen interessant, die sich durch Hautbeschwerden oder Hautkrankheiten belastet fühlen.

Gut zu wissen!

CBD Creme ist in der Regel Teil der täglichen Routine und wird mindestens einmal am Tag auf die Haut aufgetragen.

Welche Inhaltsstoffe stecken in CBD Creme?

Eine CBD Creme enthält vor allem Cannabidiol. Die Substanz stellt den wichtigsten pflegenden Inhaltsstoff dar. Zudem wird eine CBD Creme häufig mit wertvollen Ölen wie Mandelöl, Avocadoöl oder Sheabutter kombiniert. Hersteller greifen auch auf andere Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure zurück, um zum Beispiel einen Anti-Aging-Effekt zu begünstigen. Extrakte aus Ringelblume, Kurkuma und Arnika sollen ebenfalls positiv auf die Haut einwirken. Menschen, die eine besonders sensible Haut besitzen, sollten jedoch darauf achten, eine Creme zu bevorzugen, die nicht zu viele Inhaltsstoffe vereint. So wird der empfindliche Hautmantel nicht unnötig gereizt.

CBD Creme: Anwendungsgebiete

Grundsätzlich kann jede Haut von den pflegenden Effekten der CBD Creme profitieren. Bei trockener Haut kann einem Feuchtigkeitsmangel vorgebeugt werden und auch bei Ausschlägen oder empfindlicher Haut ist CBD Creme womöglich eine gute Wahl. Selbst fettige, unreine Haut kann von einem entsprechenden Produkt profitieren, da CBD die Talgproduktion regulieren kann. Darüber hinaus hat sich vor allem die Anwendung bei Akne und Neurodermitis durchgesetzt.

CBD Creme bei Neurodermitis

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Klassischerweise treten dabei schubweise Entzündungsprozesse auf, die an der Haut abgelesen werden können. Neben den Rötungen und Schuppungen ist vor allem der Juckreiz für Betroffene sehr belastend. CBD Creme soll antientzündlich wirken und kann Patienten mit Neurodermitis womöglich Linderung verschaffen. Studien haben die Wirkung von Cannabidiol vielfach untersucht. Angelehnt an die Forschungsergebnisse nehmen Wissenschaftler an, dass Cannabinoide, die einen Rezeptor belegen können, Ekzeme und Juckreiz lindern können. Erfahrungen vom Betroffenen unterstützen diese These.

CBD Creme bei Akne

Liegt die Hauterkrankung Akne vor, zeigen sich die Talgdrüsen besonders aktiv. Die Folge ist fettige Haut, die zu Pickeln führt. Bei einer sehr starken Akne kann beobachtet werden, dass die überschüssige Talgproduktion die Talgdrüsen verstopft. Diese entzünden sich daraufhin – die klassischen Pusteln entstehen. Weitere Entzündungsverläufe und eine Narbenbildung setzen dem Patienten zusätzlich zu. Cannabidiol wurde an Zellkulturen untersucht. Das Ziel war es, herauszufinden, wie CBD menschliche Talgdrüsen beeinflussen kann. Dabei zeigte sich, dass das Extrakt aus der Hanfpflanze die Überproduktion von Talg regulieren kann. Zudem konnte eine entzündungshemmende Wirkung mit Blick auf die Pickel und Pusteln beobachtet werden.

Gut zu wissen!

CBD Creme kann bei Hauterkrankungen mehrmals täglich auf die betroffenen Regionen aufgetragen werden. Es empfiehlt sich, zunächst an einer unauffälligen Stelle die Verträglichkeit zu prüfen. Grundsätzlich kann CBD Creme überall auf der Haut eingesetzt werden.

CBD Creme kaufen

Mittlerweile gibt es viele CBD Cremes zu kaufen. Die Produkte unterscheiden sich vorrangig durch die Inhaltsstoffe. Je nachdem, ob ein zusätzlicher Anti-Aging-Effekt gewünscht ist, kann ein Produkt mit Hyaluron bevorzugt werden. Um die richtige Creme zu finden, sollte immer ein Blick auf die Inhaltsstoffliste geworfen werden. Chemische Duftstoffe können die Haut reizen und sind vor allem für Menschen mit einem empfindlichen Schutzmantel nicht zu empfehlen. Natürliche Fette und Öle können die Haut hingegen zusätzlich pflegen.

Folgende Kriterien sprechen für eine gute Qualität:

  • Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe wie chemische Duftstoffe oder Parabene,
  • hoher CBD-Gehalt in der Creme (Dosierung mit 10-100 mg),
  • Produktprüfung in einem unabhängigen Labor,
  • gute Erfahrungen anderer Nutzer,
  • positive Bewertungen auf unabhängigen Plattformen.

Gut zu wissen!

Die rechtliche Lage zeigt, dass der Kauf von CBD Creme legal ist. Zumindest dann, wenn der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. Tetrahydrocannabinol, kurz THC, ist für die psychoaktive Wirkung der Hanfpflanze verantwortlich.

Rezept: CBD Creme selbst herstellen

CBD Creme ist in Drogeriemärkten vereinzelt erhältlich. Eine bessere Auswahl bietet der Onlinehandel. Zudem gibt es die Möglichkeit, CBD Creme selbst zu machen. Dabei kann ein unmittelbarer Einfluss auf die Inhaltsstoffe genommen werden.

Benötigte Zutaten und Materialien:

  • 2 g CBD Öl
  • 3 g Emulsan
  • 2 g Sheabutter
  • 30 ml destilliertes Wasser
  • 15 ml Arganöl
  • 1 Topf
  • 1 Glasbehälter (verschließbar)
  • 2 feuerfeste Schalen
  • 1 Thermometer
  • 1 Pürierstab

 Anleitung:

Im ersten Schritt werden 300 ml Wasser im Topf zum Kochen gebracht. Im Anschluss wird eine Schale hineingehangen. Die Sheabutter wird hinzugegeben und langsam zum Schmelzen gebracht. Direkt im Anschluss wird das Emulsan untergerührt. Jetzt können die anderen Zutaten zugefügt werden, sodass sie miteinander verschmelzen. Ist das gelungen, wird die Schüssel aus dem Wasserbad genommen und die Creme auf 40° abgekühlt. Um den Verlauf nachzuvollziehen, wird das Thermometer benötigt. In der anderen Schüssel muss nun das destillierte Wasser ebenfalls auf 40° erhitzt werden. Danach wird das Wasser zu der Creme gegeben und mit dem Pürierstab in eine geschmeidige Konsistenz verwandelt. Jetzt kann die Creme in den Glasbehälter gegeben werden.

Kosmetik mit CBD: Gibt es weitere Produkte?

Cannabidiol hat Einzug in die Kosmetikabteilung erhalten. Somit sind für Anwender folgende Produkte erhältlich:

  • CBD Tagescreme,
  • CBD Nachtcreme,
  • CBD Wimpernserum,
  • CBD Handcreme,
  • CBD Lippenpflege

Quellen zum Thema CBD Creme

  1. Creme – DocCheck Flexikon
  2. Cannabidiol in Dermatika (deutsche-apotheker-zeitung.de)
  3. Endocannabinoide können mehr | PZ – Pharmazeutische Zeitung (pharmazeutische-zeitung.de)
  4. Ständer S, Reinhardt HW, Luger TA. Topische Cannabinoidagonisten. Eine effektive, neue Möglichkeit zur Behandlung von chronischem Pruritus [Topical cannabinoid agonists. An effective new possibility for treating chronic pruritus]. Hautarzt. 2006 Sep;57(9):801-7. German. doi: 10.1007/s00105-006-1180-1. PMID: 16874533. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16874533/
  5. Avila C, Massick S, Kaffenberger BH, Kwatra SG, Bechtel M. Cannabinoids for the treatment of chronic pruritus: A review. J Am Acad Dermatol. 2020 May;82(5):1205-1212. doi: 10.1016/j.jaad.2020.01.036. Epub 2020 Jan 25. PMID: 31987788. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31987788/
  6. Oláh A, Tóth BI, Borbíró I, Sugawara K, Szöllõsi AG, Czifra G, Pál B, Ambrus L, Kloepper J, Camera E, Ludovici M, Picardo M, Voets T, Zouboulis CC, Paus R, Bíró T. Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes. J Clin Invest. 2014 Sep;124(9):3713-24. doi: 10.1172/JCI64628. Epub 2014 Jul 25. PMID: 25061872; PMCID: PMC4151231. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25061872/
  7. Creme und Salbe: Begriffe sauber trennen | PZ – Pharmazeutische Zeitung (pharmazeutische-zeitung.de)

FAQ – Häufig gestellte Fragen

CBD ist ein Extrakt aus der Hanfpflanze, der nicht psychoaktiv wirkt. Cannabidiol kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

CBD Creme eignet sich grundsätzlich für jeden Hauttyp. Erfahrungsberichten zufolge kann Cannabidiol dabei helfen, die Haut bei Akne und Neurodermitis zu beruhigen.

Cremes und Salben sind nicht dasselbe. Während Cremes Wasser enthalten, ist das bei Salben laut pharmazeutischer Definition nicht der Fall. Salben sind eher zäh von der Konsistenz und lassen sich nicht so gut verstreichen wie eine Creme.

Tipps der Redaktion

Unsere Autor*innen
Dipl.-Ges. oec. (FH) bei der

Im Jahr 2002 hat Jennifer Ann Steinort ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin abgeschlossen. Darauffolgend hat sie ihr Studium an der Hochschule Niederrhein angetreten. Studienschwerpunkte waren Krankenhausmanagement, Gesundheitsökonomie und Medizincontrolling. Zudem haben die konservative und operative Krankheitslehre sowie Rehabilitation und Psychiatrie eine große Rolle eingenommen. Jennifer Ann Steinort hat den akademischen Grad Dipl.-Ges. oec. (FH) erlangt und arbeitet seit 2012 als Fachjournalistin für Medizin, Gesundheit und Familie.