Butter – das vielseitige Streichfett

Allgemeines zu Butter
Gesunde Effekte
Vor- und Nachteile
Häufige Fragen

Butter – das vielseitige Streichfett

Allgemeines zu Butter
Vor- und Nachteile
Gesunde Effekte
Häufige Fragen

Aktualisierung: 15.05.2021

Butter gibt es seit Jahrhunderten. Ehemals als Produkt für medizinische Zwecke genutzt, ist es mit der Zeit zu einem wertvollen Handelsgut geworden. Auch heute noch landet die Butter auf vielen Frühstückstischen. Das Streichfett hat durchaus mit einigen Vorurteilen zu kämpfen, bei einem sparsamen Verbrauch, ist Butter aber ein guter Alltagshelfer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Butter wird seit Jahrtausenden verwendet.
  • Das Streichfett ist ein Naturprodukt.
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten sparsam mit Butter umgehen.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu, nicht mehr als 30 g täglich aufzunehmen.

Wie wird Butter hergestellt?

Bei Butter handelt es sich um ein reines Naturprodukt. An der Rezeptur und Herstellung wurde über die Jahrhunderte nichts geändert. Als Grundlage dient das natürliche Fett der Milch. Im Produktionsprozess wird der Milchrahm geschlagen, und zwar so lange, bis sich das Fett von der Buttermilch teilt. Auf diese Weise entstehen Butterkörner, die im Anschluss gewaschen und geknetet werden. Die Maschinen formen sie vollautomatisch, um sie danach zu wiegen und zu verpacken.

Gut zu wissen!

Butter ist ein natürliches Produkt, unabhängig davon, ob sie in Bio-Qualität erworben wird oder nicht.

Butter: Vor- und Nachteile

Butter wird nicht selten verteufelt und als ungesund beschrieben. An dieser Stelle muss jedoch differenziert werden. Richtig ist, dass Butter ein sehr kalorienreiches Lebensmittel ist. Etwa 740 kcal stecken in 100 g Butter, daher sollte mit dem Streichfett beim Kochen, Backen oder in der kalten Küche sparsam umgegangen werden. Butter vereint viele gesättigte Fettsäuren. Experten raten zu einem mäßigen Verzehr eben dieser, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht zu steigern. Gerade Patienten, die bereits Probleme mit dem Herzen oder den Gefäßen haben, sollten Butter nur selten auf den Speiseplan setzen.

Auf der anderen Seite bietet das Lebensmittel einige Vorteile. So konnte nachgewiesen werden, dass Butter Spuren von Vitaminen enthält. Die Rede ist hier von Vitamin D, E, und K. Auch Betacarotin ist enthalten, das neben zusätzlichen Farbstoffen für die goldgelbe Farbe sorgt. Butter kann zudem Calcium liefern, das wichtig für den Aufbau und die Erhaltung von Knochen und Zähnen ist.

Vor- und Nachteile von Butter im Überblick

+ enthält nur wenig Laktose

+ ist vielseitig einsetzbar

+ vereint Spuren von Vitaminen und Mineralstoffen

+ ist ein reines Naturprodukt

– besteht aus vielen gesättigten Fettsäuren

– stellt sehr viele Kalorien bereit

– eignet sich kaum für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Gut zu wissen!

Die Ökobilanz von Butter überzeugt nicht. Die Produktion, Lagerung und der Transport rufen einen schlechten Emissionswert hervor.

Butter hat viele Gesichter

Butter wird immer nach dem gleichen Prinzip hergestellt. Übrigens darf sie erst freigegeben werden, wenn der Wasseranteil 16 Prozent nicht übersteigt und der Fettanteil mindestens 82 Prozent beträgt. Mit Blick auf Butter werden drei Sorten unterschieden.

Dazu zählen:

  1. Sauerrahmbutter

Der Name verrät bereits, dass ein frisch-säuerlicher Geschmack typisch für diese Sorte ist. Für den Geschmack ist die Zugabe von Milchsäurebakterien verantwortlich, die vor dem Butterprozess erfolgt. Sauerrahmbutter eignet sich nicht für die Zubereitung von Soßen, da sie beim Kochen ausflockt.

  1. Süßrahmbutter

Bei der Süßrahmbutter steht ungesäuerter Rahm im Mittelpunkt. Der Sahne werden bei der Produktion keine Milchsäurebakterien zur Seite gestellt. Süßrahmbutter ist im Supermarkt erhältlich und wird gerne zum Backen genommen.

  1. Mildgesäuerte Butter

Die mildgesäuerte Butter ordnet sich aufgrund ihres pH-Werts zwischen der Süß- und Sauerrahmbutter ein. Das Besondere ist, dass die Milchsäure erst im Anschluss an das Buttern und der Reifung zugesetzt wird. Diese Buttersorte schmeckt hervorragend auf frischem Brot.

Gut zu wissen!

Butter kann in vielen Variationen produziert werden. Durch die Zugabe von Salz oder Kräutern lässt sie sich zu vielen Gerichten kombinieren. Sehr beliebt sind auch Mischprodukte. Hier wird Butter mit Rahm und Joghurt vermengt, um sie auch direkt aus dem Kühlschrank genommen, gut verstreichen zu können.

Ist Butter gesund?

Die Frage wird am besten individuell beantwortet. Es gibt durchaus Menschen, die lieber einen Bogen um Butter machen sollten. Zu denen gehören solche, die genetisch bedingt ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben oder bereits erkrankt sind. Auch für Übergewichtige ist es empfehlenswert, sparsam mit dem Streichfett umzugehen, um kein Futter für zusätzliche Pfunde zu liefern.

Während sich schlanke Menschen mit einem guten Bewegungsverhalten und gesunden Blutparametern kaum Sorgen um ihren Butterverzehr machen müssen, sollten Personen mit Stoffwechselproblematiken ihren Konsum auf etwa 15 g täglich beschränken.

Alternative Fettquellen wie Pflanzenöle und die Berücksichtigung von verstecktem Fett, das vor allem in Fleisch- und Wurstwaren nachgewiesen werden kann, bieten eine gute Möglichkeit, einer zu hohen Zufuhr von gesättigten Fettsäuren vorzubeugen.

Gut zu wissen!

Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger. Alternativ kann auf wertvolle Küchenkräuter zurückgegriffen werden, um Speisen geschmacklich ansprechender zu gestalten. Fett in Form von Butter ist also nicht immer notwendig.

Bio-Butter ist empfehlenswert

Butter aus biologischer Landwirtschaft zu bevorzugen, hat durchaus Vorteile. In der Regel enthält ein solches Produkt mehr Omega-3-Fettsäuren. Diese gelten als gesundheitsfördernd, da sie einen positiven Einfluss auf die Entwicklung, das Herz, das Sehvermögen und das Gehirn ausüben können. Omega-3-Fettsäuren befinden sich überwiegend in sogenannten Fettfischen wie Lachs, Makrele oder Thunfisch. Doch auch in Butter, insbesondere Bio-Butter, kann Omega-3 nachgewiesen werden.

Die biologische Landwirtschaft füttert die Kühe mit Gras. In der Regel verbringen die Tiere ihre Zeit auf der Weide oder im Stall mit Heufütterung. Dieses Fütterungsverhalten führt dazu, dass mehr Omega-3 in Bio-Produkten enthalten ist. Schließlich sorgt Gras dafür, dass sich Fettsäuren bilden.

Gut zu wissen!

Bei der konventionellen Haltung stehen für Kühe vor allem Mais und Kraftfutter auf dem Speiseplan. Dadurch werden weniger Omega-3-Fettsäuren zur Verfügung gestellt, was auch zu einem reduzierten Gehalt im späteren Produkt führt.

Quellen zum Thema Butter

  1. https://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/what-should-you-eat/fats-and-cholesterol/
  2. Farvid MS, Ding M, Pan A, Sun Q, Chiuve SE, Steffen LM, Willett WC, Hu FB. Dietary linoleic acid and risk of coronary heart disease: a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies. Circulation. 2014 Oct 28;130(18):1568-78. doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.114.010236. Epub 2014 Aug 26. PMID: 25161045; PMCID: PMC4334131. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25161045/
  3. Žáček P, Bukowski M, Mehus A, Johnson L, Zeng H, Raatz S, Idso JP, Picklo M. Dietary saturated fatty acid type impacts obesity-induced metabolic dysfunction and plasma lipidomic signatures in mice. J Nutr Biochem. 2019 Feb;64:32-44. doi: 10.1016/j.jnutbio.2018.10.005. Epub 2018 Oct 21. PMID: 30428423. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30428423/
  4. https://www.medizin-transparent.at/gesaettigte-fette-entwarnung-fuer-herzrisiko-irrefuehrend/

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät Konsumenten dazu, maximal 30 g Butter oder Margarine täglich zu verwenden.

Butter enthält nur wenig Laktose und ist daher gut verträglich.

Hier kommt es sehr darauf an, wer die Butter verwendet. Gesunde, schlanke, sportliche Menschen müssen sich nicht mit der Frage auseinandersetzten, ob der Konsum von Butter Risiken birgt. Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem erhöhten Risiko sollten Butter am besten nur selten auf den Speiseplan setzen. Nicht zuletzt deshalb, weil das Lebensmittel viele Kalorien und Cholesterin enthält.

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Unsere Autor*innen
Dipl.-Ges. oec. (FH) bei der

Im Jahr 2002 hat Jennifer Ann Steinort ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin abgeschlossen. Darauffolgend hat sie ihr Studium an der Hochschule Niederrhein angetreten. Studienschwerpunkte waren Krankenhausmanagement, Gesundheitsökonomie und Medizincontrolling. Zudem haben die konservative und operative Krankheitslehre sowie Rehabilitation und Psychiatrie eine große Rolle eingenommen. Jennifer Ann Steinort hat den akademischen Grad Dipl.-Ges. oec. (FH) erlangt und arbeitet seit 2012 als Fachjournalistin für Medizin, Gesundheit und Familie.