//Beitragserhöhung der Axa PKV 2018 – Änderungen und Garantien
Beitragserhöhung der Axa PKV 2018 – Änderungen und Garantien 2018-05-29T16:02:49+00:00

Beitragserhöhung der Axa 2018

AXA

Für 2018 sind Beitragsanpassungen bei der AXA vorgesehen, über die Kunden bis Ende November 2017 informiert wurden. Besonders auf Neukunden können deutliche Beitragserhöhungen zukommen. Durchschnittliche Erhöhungen bis 12 Prozent sind möglich. Besonders betroffen ist der Tarif Vital-300-U, während der Tarifbaustein KGSU-U, abhängig vom Alter, bis zu 24 Prozent günstiger werden kann.

Zusätzlich wurden Beitragsanpassungen zum 01.07.2018 sowie Beitragsgarantien bis 31.12.2019 bekanntgegeben.

Ankündigung der Beitragserhöhung ab 01.01.2018

Nach Informationen des Magazins “Procontra” ist besonders der Tarif Vital-300-U betroffen. Gerade frische Kunden müssen starke Nerven beweisen. 26-jährige Neukunden zahlen hier bis zu 38 Prozent mehr. Für 44-jährige sind es 21 Prozent, für 55-jährige immerhin noch 12 Prozent. Auch für den Tarifbaustein VZ600-U sind, abhängig vom Alter, Erhöhungen zwischen 19 und 28 Prozent vorgesehen.

Auf gute Nachrichten wird gänzlich jedoch nicht verzichtet. So sollen die Beträge für den Tarifbaustein KGSU-U um bis zu 24 Prozent gesenkt werden. Laut Gewa-Comp liegt das Niveau der Beitragsanpassungen bei der AXA bei durchschnittlich plus 11,81 Prozent. Über die individuellen Beitragsanpassungen ab dem 01.01.2018 informierte AXA seine Kunden bis Ende November 2017.

Gründe für steigende Beiträge können unter anderem folgende sein:

  • Medizinischer Fortschritt
    (z.B. neue Therapien / Diagnoseverfahren)

  • höhere Lebenserwartung der Menschen

  • Steigende Kosten im Gesundheitswesen

  • Aktuelle Kapitalmarktsituation

  • Aktueller Versichertenbestand

  • Rechnungszinsabsenkung

Historische Beitragsentwicklung der AXA

Laut dem Magazin „Versicherungsbote“ war besonders der bereits geschlossene, noch nach Bisex-Regeln kalkulierte Tarif Vital 250 von Beitragserhöhungen betroffen. Ab 1. Januar 2016 sollte es hier für viele um gut ein Drittel mit dem Preis nach oben gehen. Nach Ansicht von KVpro – ein Unternehmen, das Vergleichssoftware für Versicherungstarife anbietet – gibt es dafür 3 Gründe:

  1. Absenkung des Rechnungszinses im Bestand: Altkunden, deren Tarif mit einem Zins von 3,5 Prozent kalkuliert wurde, müssen die Mindereinnahmen durch einen niedrigeren Zins über eine längere Zeit finanzieren. Schließlich wurde ihr Tarif gemessen auf die gesamte Laufzeit, also auch für die Zukunft, mit dem höheren Zins kalkuliert.
  2. Die Tarifgemeinschaft im Vital 250 ist wenig wechselwillig. Es bleiben dem Tarif mehr Kunden treu als einkalkuliert. Jedoch: Wenn Kunden einem Tarif den Rücken kehren, hinterlassen sie der übrigen Tarifgemeinschaft Rückstellungen, die wiederum für die „Übriggebliebenen“ beitragsentlastend wirken. Da niemand kündigt, wird nichts „vererbt“.
  3. Der Tarif war in den vergangenen Jahren stabil. Notwendig wären zwar schon kleinere Anpassungen gewesen, doch die sogenannten Beitragserhöhung auslösenden Faktoren lagen noch unter den gesetzlich vorgesehenen Schwellenwerten. Deshalb war eine Erhöhung nicht zulässig. In diesem Jahr nun werden die Werte überschritten und es tritt eine Art Nachholeffekt auf.

Dass der Tarif in den kommenden Jahren ab nun regelmäßig teurer wird, ist nach Ansicht der Experten von KVpro unwahrscheinlich. Dennoch können Kunden, die eine Erhöhung jetzt schon finanziell überfordert, Alternativen prüfen. Dabei ist vor allem der Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft eine Möglichkeit.

Für 2015 gab es in den Vollversicherungstarifen der AXA neben den zahlreichen Beitragsgarantien einige Erhöhungen für Bestandskunden. Diese konnten sowohl Versicherte in den Vollversicherungstarifen für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler, als auch Mediziner- und Ausbildungstarife betreffen.

Prämie: 50 %

2014 waren die Axa-Bestandskunden in Bisex-Tarifen besonders von Beitragserhöhungen betroffen. Zum 1. Januar stiegen die Prämien in einzelnen Tarifen um bis zu 50%, in vielen Fällen immer noch um zweistellige Prozentwerte. Nach Angaben der Axa betrug die durchschnittliche Beitragserhöhung 2014 3 Prozent (alle Vollversicherungskunden berücksichtigt).

Nachdem die Versicherten der Axa bereits im Jahr 2012 erhebliche Beitragssteigerungen, vor allem Neukunden zum Teil im zweistelligen Prozentbereich, in Kauf nehmen mussten, gab es schon 2013 – neben Beitragsgarantien in vielen Tarifen und Altersgruppen – teilweise starke Erhöhungen auch für Bestandskunden. Bei Männern, die als neue Versicherungsnehmer in die Versicherung aufgenommen wurden, ist dies auch mit der Einführung der Unisex-Tarife zu erklären. Bei den Bestandskunden waren Frauen vor allem in den Tarifen Vital betroffen, Männer in einigen „Vision“-Tarifen. Dabei ging es um Erhöhungen von bis zu über 30%. Bei den Zusatzversicherungen gab es weitere Erhöhungen beim Krankentagegeld. Vereinzelt waren auch Tarife für Beamte von steigenden Beiträgen betroffen.

AXA vor Gericht: Beitragsanpassungen für nichtig erklärt

Das Landgericht Potsdam (AZ: 6 S 80/16) entschied in zweiter Instanz, dass die Beitragserhöhungen der AXA in der privaten Krankenversicherung ab 2008 unzulässig waren. Der mittlerweile verstorbene Treuhänder sei nicht unabhängig gewesen. Auch für 2012 bis 2016 wurden die Beitragsanpassungen für nichtig erklärt. Das Landgericht Berlin erachtete den Nachfolger des verstorbenen Treuhänders der AXA ebenfalls für befangen. Die Entscheidungen sind jedoch noch nicht rechtskräftig, da die AXA Berufung eingelegt hat. Ein Urteil vom Bundesgerichtshof steht demnach noch aus, wird aber in Kürze erwartet. Es ist jedoch fraglich, ob Landgerichte befugt sind, die Unabhängigkeit eines Treuhänders zu beurteilen. In der Regel ist dies Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Verbraucher könnten ab Herbst 2018 gemeinsam gegen Beitragserhöhungen klagen: Die Große Koalition hatte festgelegt, dass Musterfeststellungsklagen möglich sein sollen. Bislang war das in Deutschland nicht erlaubt. Die Versicherungsbranche fürchtet nun, dass Verbraucher zusammen mit Fachanwälten und Verbraucherschutzorganisationen regen Gebrauch davon machen werden.

Private Krankenversicherung Vergleich 2018!

 

Beitragsgarantien & Beitragssenkung

Bis zum 01.01.2018 sprach die Axa wieder zahlreiche Beitragsgarantien sowohl für Neu-, als auch für Bestandskunden aus, die für viele Vollversicherungs- (Angestellte, Selbstständige, Freiberufler, Mediziner und Ausbildung) und Beihilfetarife (Beamte und Anwärter) gelten. So sollte es keine Erhöhung innerhalb der meisten Haupttarife für Erwachsene bis Ende 2017 geben.

Stabil bleiben in der Privatwirtschaft bis Ende des Jahres folglich der Tarif Vital 300-U und Vital 900-U inkl. Ausbildungsvarianten (Erwachsene). Auch Tarife wie Premium Zahn-U, Komfort Zahn-U, sowie Kompakt Zahn-U bleiben von Anpassungen verschont.

Beiträge werden gesenkt

Beitragsgarantien der Axa bis Ende 2019

Im Mai 2018 hatte die Axa zahlreiche Beitragsgarantien bis zum 31.12.2019 im Neugeschäft ausgesprochen. So bleiben 6 Tarife der Vollversicherung für Angestellte und Selbständige stabil. Darunter fallen beispielsweise die Tarife ELBonus-U, Komfort-, Kompakt- sowie Prem Zahn-U und Vital300-U sowie Vital900-U.

Auch für Human- und Zahnmediziner bleibt bis Ende 2019 in vier Tarifen alles unverändert. Dies betrifft unter anderem den Tarif VA6-900-U. Ebenso gelten Beitragsgarantien für die zahlreichen Tarife in der Beihilfeversicherung. So beispielsweise in den Tarifklassen B3, BN 1/1, sowie BS, BSG, VisB und einige mehr.

Bis zum 31.12.2014 bot der viertgrößte Anbieter privater Krankenversicherungen in Deutschland nun für alle Vollversicherungen in den Unisex-Tarifen für Angestellte, Selbstständige und Freiberufler sowie für Human- und Zahnmediziner Beitragsgarantien. Dies galt für Versicherte jeden Alters und sowohl für Neu-, als auch für Bestandskunden.

Anschließend hat die Axa viele Beitragsgarantien bis zum 31.12.2015 verlängert. Auch hier galt dies sowohl für Neu-, als auch für Bestandskunden in zahlreiche Tarifen. Zudem sanken im Tarif KGSU-U die Beiträge für Erwachsene um 39 Prozent sowie die Studententarife um durchschnittlich 0.61 Prozent.

Beitragsanpassungen bei Zusatzversicherungen der Axa

PKV Berechnung

Für 2017 gab es wieder zahlreiche Beitragsgarantien für Neukunden. Im Tarif GEPV der Pflegezusatzversicherung und in nahezu alle Tarifen der GKV-Ergänzungsversicherung sicherte die Axa stabile Beiträge zu. Deutliche Beitragssteigerungen gab es beim Tarif Dent Premium-U für alle Altersklassen sowie für Minderjährige im Tarif KHT-U.

Bis zum 31.12.2016 spricht die Axa nun auch für die Zusatzversicherungen zahlreiche Beitragsgarantien im Neu- und Bestandsgeschäft aus. Betroffen sind das Kranken- und Krankenhaustagegeld, die GKV-Ergänzungs-, Options-/Anwartschafts-,  Pflegezusatz- und Kurzusatzversicherung sowie die Altersbeitragsentlastung.

2015 wurde die Altersbeitragsentlastung soll für Neukunden um durchschnittlich 2,5 Prozent teurer.

Für die Unisex-Tarife bei den Zusatzversicherungen hatte die Axa in allen Altersgruppen Garantien bis zum 31.12.2014 ausgesprochen. Dies betraf beim Kölner Versicherer verschiedene Tarife der Krankentagegeld-, Krankenhaustagegeld-, Kurzusatz-, Options-/Anwartschafts, GKV-Ergänzungs- und Pflegezusatzversicherung sowie die Altersbeitragsentlastung.

In 8 Tarifen der Krankentagegeldversicherung ändert sich für Kinder und Jugendliche vorerst nichts. Beitragsgarantien wurden jedoch für 26 – 55-jährige ausgesprochen und gelten ebenso bis 31.12.2019. Betroffene Tarife sind beispielsweise KTG 182-U, KTG 21-U, KTGA 14-U oder KTGA 42-U.

Die GKV-Ergänzungsversicherung wird zum 01.07.2018 durch die Axa angepasst. Die betrifft den Tarif BW2 00-UZ. Für Kinder und Jugendliche reduzieren sich die Beiträge 6 bzw. 8 Prozent im Neugeschäft.

AXA Tarif EL Bonus-U
AXA Tarif EL Bonus-UA
AXA Tarif Kompakt Zahn-U
AXA Tarif Kompakt Zahn-UA
AXA Tarif KTG 28-U
AXA Tarif KTGV 42-U
AXA Tarif VA2-UA
AXA Tarif VIA

AXA Tarif VITAL 300-U
AXA Tarif VITAL 300-UA
AXA Tarif VITAL 900-U
AXA Tarif VZ Zahn-UA
AXA Tarif VZ600-UA

Entwicklung des Rechnungszinses bei der Axa

Wie hoch der genaue Rechnungszins für die jeweiligen Tarifberechnungen ist, bleibt weitestgehend ein gut behütetes Geheimnis der PKV-Unternehmen. Die Axa konnte ihren Kunden zwischen 2008 und 2012 einen durchschnittlichen Rechnungszins von 3,72 Prozent anbieten. 2012 gab es einen leichten Anstieg der Zinsen auf 3,90 Prozent. Bei der Nettoverzinsung der Altersrückstellungen liegt die Axa damit im unteren Mittelfeld.
Im Jahr 2012 konnten die privaten Versicherer ihren Kunden einen  Rechnungszins zwischen 3,0 und 5,0 Prozent zahlen. Mit einer zu geringen Verzinsung steigt das Wahrscheinlichkeit, dass der entsprechende Versicherer Beitragserhöhungen vornehmen muss. Lange lag der Rechnungszins bei stabilen 3,5 Prozent bei allen Versicherern. Da jedoch die Verzinsung an den Kapitalmärkten momentan sehr niedrig ausfällt, wird es für die Versicherungsunternehmen schwerer, solch stabile Prozentsätze noch zu erreichen.