Aloe Vera — Aloe Vera Gel und Saft als Superfood

Heute sind mehr als 300 Arten der Aloe Vera bekannt, aber nur bei drei Arten gilt ein positiver Nutzen für die Gesundheit als belegt. Die Aloe Vera Pflanze wächst nur in Wüstengegenden, in denen ein tropisches Klima herrscht aber auch auf der Fensterbank kann Aloe Vera gedeihen. Nach jahrelanger Forschung wurden mehr als 200 Wirkstoffe in dem Aloe Vera Trinkgel und Aloe Vera Saft der Pflanze entdeckt.

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Herstellung
Inhaltsstoffe
Wirkung

Was ist Aloe Vera Saft & Gel?

Aloe Vera ist eine Pflanze, die in tropischen Klimazonen beheimatet ist. Sie wird nicht nur für landwirtschaftliche Zwecke, sondern auch im medizinischen Rahmen eingesetzt. Zudem ist Aloe Vera eine sehr dekorative Pflanze. Sie wächst, bei richtiger Pflege, im Haus und ist eine Topfpflanze. Heutzutage wird in vielen Produkten Aloe Vera eingesetzt. Dazu gehören Getränke, Salben, Kosmetika und Hautlotionen.

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Aloe Vera – innerlich angewendet- wirksam ist. Für den Verzehr gibt es zwei Varianten, das Aloe Vera Gel und den Aloe Vera Saft. Gerade die äußerliche Anwendung bringt jedoch viele Vorteile mit sich. Zudem kann der Körper insgesamt von den Nähr- und Inhaltsstoffen profitieren.

Herkunft und Geschichte

Die Aloe Vera Pflanze ist schon seit 3.000 Jahren vor Christus als Heilmittel bekannt und wurde seit jeher von den Naturvölkern zu verschiedenen Zwecken angewendet. Die Inhaltsstoffe der Aloe Vera sollen nicht nur bei Sonnenbrand und Hautekzemen helfen, sondern auch einen positiven Beitrag zu der eigenen Gesundheit leisten. In den heiligen Schriften der Ägypter wird die Aloe Vera schon vor 5.000 Jahren erwähnt.

Nofretete und Cleopatra sollen die Inhaltsstoffe zur Schönheitspflege verwendet haben. Die ersten inneren Anwendungen wurden in Kräuterbüchern aus dem 16. und 17. Jahrhundert beschrieben. Dort wird Aloe Vera auch als Wurmmittel bezeichnet. Aloe Vera erlebt seit dem 21. Jahrhundert einen wahren Hype, denn immer mehr Hersteller vermarkten Aloe Vera Präparate als Allheilmittel.

Die Aloe Vera Pflanze wird in der Regel 60 bis 100 cm groß und ist stammlos. Die kurzstielige Pflanze besitzt dicke Blätter, die auch als fleischig bezeichnet werden. Die Farbe der Blätter ist grün bis graugrün. Jedes Blatt besitzt am Rand einige Zacken und kleine weiße Zähne. Im Sommer zeigen sich auf den Spitzen der Blätter kleine Blüten, die bis zu 90 cm groß werden können.

Herstellungsverfahren von Aloe Vera Saft

Die Unterschiede zwischen dem Aloe Vera Saft und dem Aloe Vera Trinkgel liegen nicht nur im Namen, sondern schon in der Herstellung. Bei dem Aloe Vera Saft wird das gesamte Blatt der Pflanze verarbeitet und bei dem Gel nur das blattinnere Gel.

Das Gel gilt als wesentlich hochwertiger und soll mehr Nährstoffe enthalten. Bei dem Aloe Vera Saft werden alle Stoffe verarbeitet, auch jene, die zu Nebenwirkungen führen können. Während Cremes und Salben für die äußere Anwendung zum Einsatz kommen, sind Saft und Gel für die innere Einnahme geeignet.

Aloe Vera Saft & Gel selber herstellen

Zur Herstellung von Aloe Vera Saft sind einige Dinge notwendig:

  • Aloe Barbadensis Miller Pflanze
  • scharfes Messer
  • 15ml klarer Essig
  • 250ml Wasserglas
  • Mixer
  • 250ml Zitrussaft

Zuerst müssen die Blätter der Pflanze abgebrochen werden. Die Pflanze sollte zu diesem Zeitpunkt etwa drei Jahre alt sein. Mit dem scharfen Messer wird das Blatt vorsichtig geschält. Die gelbe Schicht, die dann zu erkennen ist, kann ebenfalls entfernt werden. Dafür nimmt man Essig: Mit Essig und Wasser wird die Schicht entfernt. Jetzt bleibt nur noch das Gel übrig. 2 Esslöffel des Gels werden sofort in den Mixer gegeben. Dazu kommen die 250 ml Zitrussaft. Alles gut mixen lassen. Der Inhalt wird leicht sämig, dann kann der Saft in ein Glas gegeben werden. Anschließend ist der Aloe Vera Saft trinkbereit.

Inhaltsstoffe von Aloe Vera Saft und Aloe Vera Gel

Aus den Blättern der Pflanze wird das Blattgel gewonnen, das dann zu Saft gemacht wird. In dem Aloe Vera Trinkgel befinden sich wertvolle Inhaltsstoffe. Die Angaben gelten für die tägliche Mindestaufnahmemenge des jeweiligen Inhaltsstoffs:

Aloe Vera Gel & Saft: Wirkung und Anwendung

Aloe Vera Saft, beziehungsweise Aloe Vera Trinkgel wird verzehrt und kann dem Körper von innen oben genannte Inhaltsstoffe zuführen und positive Eigenschaften hervorrufen. Aloe Vera ist kein Wundermittel, aber die Inhaltsstoffe können dazu beitragen, dass der Körper durch die Vitamine und Co ein gesundes Gleichgewicht bekommt und beibehält.

Studien untersuchten auch eine mögliche Entsäuerung und Entschlackung des Körpers. Giftstoffe sollen aus dem Körper entfernt werden können. Diese im Netz oftmals auftretenden Aussagen sind jedoch irreführend, da sich im Körper an sich keine eigentlichen Giftstoffe bilden.

Reizdarmsyndrom lindern

Der Darm spielt beim Verzehr von Aloe Vera ebenfalls eine wichtige Rolle. Vor allem auch aufgrund der oben genannten Hydroxyanthracenderivate. Der Darm ist das wichtigste Organ, denn er kümmert sich nicht nur um die Ausscheidung der unnötigen Reststoffe, sondern filtert auch gleichzeitig alle wichtigen Nährstoffe aus der aufgenommenen Nahrung. Sie werden dann in das Blut abgegeben und zu den notwendigen Stellen im Körper transportiert. Arbeitet der Darm nicht einwandfrei, kann es u.a. zu folgenden Mangelerscheinungen kommen:

  • Müdigkeit
  • schlaffe Haut
  • Mundgeruch
  • Verstopfungen
  • Pickel
  • Blähungen
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Kochen mit Aloe Vera

Aloe Vera eignet sich auch für den Einsatz in der Küche. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Die Blätter der Pflanze können zum Panieren oder als frittierte Gemüseschnitzel verwendet werden. Gerade für die vegetarische Ernährung gibt es zahlreiche Varianten. Der Saft und das Gel können aber auch in Pudding, Joghurt, Eis oder für Dips verwendet werden.

Der Saft der Aloe Vera hat einen leicht milden Geschmack und ist sehr neutral. Teile der Blätter können auch zu frischen Salaten gegeben werden. Als Getränk bietet sich der Aloe Vera Saft ebenfalls an: Zusammen mit einem frischen Fruchtsaft ist es ein gehaltvolles und wohlschmeckendes Getränk, dass das Immunsystem stärkt und die Abwehrkräfte aufbaut.

Darreichungsformen von Aloe Vera

In Reformhäusern, Apotheken und in einigen Drogerien werden Produkte mit Aloe Vera angeboten. Zu den bekanntesten Darreichungsformen gehören:

Aloe Vera Trinkgel kaufen – Was ist zu beachten?

Aloe Vera Säfte fallen unter das Lebensmittelschutzgesetz. Im Getränk dürfen keine chemischen Konservierungsmittel enthalten sein. Naturbelassene Säfte dürfen nicht bitter schmecken. Schmecken sie bitter, dann sind ganze Blätter verarbeitet worden. Zudem darf kein Aloin enthalten sein. Aloin fällt unter das Arzneimittelgesetz und gilt als hochwirksame Droge. Die Aloe Vera Pflanzen zur Herstellung des Safts oder des Gels sollten aus ökologischem Anbau sein. Dann ist die Garantie gegeben, dass bei der Entstehung keine belastenden Stoffe verwendet wurden. Auch der Anbauort und die Methode bestimmen die Qualität der Pflanze.

Einnahme und Dosierung

Es gibt zahlreiche Fertigpräparate, darunter fällt auch der Aloe Vera Saft und das Gel. Grundsätzlich sollte eine Tagesdosis von 20 bis 30 mg nicht überschritten werden. Bei Aloe Vera Trinkgel wird für gewöhnlich 3 cl am Tag als Dosis angegeben.

Mehr als 1 Gramm am Tag kann zu Nebenwirkungen führen. Bei den Präparaten aus der Apotheke ist ein Beipackzettel vorhanden, an dessen Angaben man sich strikt halten sollte. Zudem kann der Hausarzt Informationen zur Dosierung geben. Grundsätzlich muss bei jeder Einnahme auf einen ausreichenden Flüssigkeitshaushalt geachtet werden.

Nebenwirkungen von Aloe Vera Trinkgel und Saft

Trotz der natürlichen Inhaltsstoffe kann die Einnahme von Aloe Vera Gel & Saft zu Nebenwirkungen führen. Allerdings sind keine schwerwiegenden Auswirkungen bekannt, wenn der Saft oder das Trinkgel langfristig eingenommen werden.

In einigen Säften ist ein Anteil Aloin enthalten. Aloin wird überwiegend als natürliches Abführmittel eingesetzt. Ein zu hoher Anteil kann zu Verdauungsbeschwerden (Durchfall) führen. Zudem darf man in der Schwangerschaft kein Aloin einnehmen, denn es gilt als wehenfördernd.