Versicherungspflicht 2017-05-18T10:30:49+00:00

Die wichtigsten Daten und Fakten zur Versicherungspflicht in Deutschland

Die gesetzliche Krankenversicherung ist ein Hauptbestandteil des Sozialversicherungssystems in Deutschland.
Sie basiert auf einem komplexen juristischen Regelwerk, dessen Kernstück das Pflichtversicherungsgesetz zur gesetzlichen Krankenversicherung ist.

Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick zu folgenden Themen:

  • Versicherungspflicht
  • Werte 2017
  • Pflegepflichtversicherung

Versicherungspflicht in Deutschland

Gemäß der offiziellen Definition ist dies die „Verpflichtung von Personen, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu versichern“ (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon). Diese Verpflichtung betrifft jedoch nicht alle Personen. Als Faustregel gilt, dass Arbeitnehmer dieser Verpflichtung unterliegen. Selbstständigen steht dagegen der Weg in die private Krankenversicherung offen, dazu jedoch auch Arbeitnehmern, deren Einkommen eine bestimmte Grenze, die sogenannte Versicherungspflichtgrenze (auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichnet), überschreitet.

Die wichtigsten Werte zur Versicherungspflicht für 2017

Die Versicherungspflichtgrenze wird vom zuständigen Bundesministerium für jedes Jahr neu festgelegt. Die Werte 2017 betragen dabei 57.600,00 Euro pro Jahr beziehungsweise 4.800,00 Euro pro Monat. Wer sich mit seinem Einkommen knapp über dieser Grenze bewegt, sollte den möglichen Schritt von der Pflichtversicherung in die private Krankenversicherung wohl durchdenken, denn jede weitere Erhöhung dieser Grenze kann schnell Probleme nach sich ziehen. Deshalb ist es hilfreich, in einem solchen Falle Expertenrat einzuholen. Die Regeln, welche beim Wechsel gelten, sind nämlich recht komplex. Dabei sollte jeder Betroffene bei der Wahl des Beraters die unterschiedliche Interessenlage zwischen gesetzlichen Krankenkassen und privaten Anbietern berücksichtigen.

Pflegeversicherung in Deutschland

Diese Versicherung wurde durch den demografischen Wandel in Deutschland notwendig, da sich aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung der finanzielle Aufwand für Pflegeleistungen rapide erhöht hat. Bei der Pflegepflichtversicherung gelten bestimmte Pflegegrade mit definierten Leistungen. Diese decken den im Einzelfall vorhandenen Pflegebedarf nicht immer in vollem Umfang ab. Daher handelt es sich hier keinesfalls um eine Vollversicherung, sodass sinnvolle Zusatzversicherungen in Betracht gezogen werden müssen. Für privat Versicherte gilt es zu prüfen, welche Leistungen zu welchem Preis die privaten Anbieter offerieren. Auf jeden Fall zieht die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung auch die Pflicht zur Teilnahme an der Pflegepflichtversicherung nach sich. Analog verhält es sich in der privaten Versicherung.

Fazit

Um das Pflichtversicherungsgesetz rankt sich eine Vielzahl von Bestimmungen, die für den Laien kaum fassbar sind. Gerade beim Übertritt von der Pflichtversicherung in die private Kranken- und Pflegeversicherung ist eine Menge an Fakten zu berücksichtigen, für die eventuelle Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung gilt dies unter Umständen in noch höherem Maße.